Szeneanfang:
Estragon sitzt mit geschlossenen Augen, meditierend, auf einem Stein. Im Hintergrund steht Piri sprungbereit auf dem Dach eines Bungalows.
Mit einem martialischen 'Yaaahhh!!!' hechtet Piri Kopf voran auf Estragon zu. W?hrend ihr linker Unterarm Abwehr bereit angewinkelt ist, h?lt sie in der Rechten ein langes, breites Messer, bereit zum Zustossen.
Piri ist schon bis auf wenige Zentimeter an Estragon heran geflogen, was diesen jedoch v?llig unberührt l?sst.
Mit dem angewinkelten Arm st?sst sie Estragon vom Stein, ...
... so dass er, steif wie eine Statue, zu Boden kippt.
W?hrend ihre linke Faust Estragons Brustkorb zu Boden drückt, l?sst sie die Messerspitze auf seinen Hals zu rasen. Ungerührt h?lt Estragon seine Augen geschlossen.
Als die Messerspitze wenige Millimeter vor Estragons Hals h?lt, sagt Piri: "Du bist tot! Du bist tot!"
Erst jetzt ?ffnet Estragon die Augen und meint seufzend: "Ich weiss deine Bemühungen, mich aufzuheitern, durchaus zu sch?tzen, Piri, ..."
Piri, das Messer weg steckend: "Ich wollte dich nicht aufheitern, Estragon, ich wollte dein Reaktion testen ... und das ist ja eindrucksvoll ..."
Estragon, melancholisch l?chelnd: "Was beklagst du dich über mein Reaktion ... Ich war ja nie im Gefahr."
Meneor tritt hinzu und beobachtet neugierig das Gespr?ch der beiden.
Piri, immer noch auf Estragon sitzend: "Aber dein Reaktion ist irgend wie nicht normal."
Estragon, ausdruckslos: "Was ist schon normal?"
Piri, ihn am Hals packend und schüttelnd: "H?r auf, meinem Frage mit dummen Sprüchen auszuweichen."
Estragon verzieht gequ?lt das Gesicht.
Estragon, nachdenklich: "Ich frage mich einfach, ob wir das alles durchstehen."
Piri, erstaunt: "Was meinst du?"
Estragon, etwas lebhafter: "Nachdem du diese Guards get?tet hast, bist du zusammengebrochen ... Das zeigt mir, dass wir nicht geschaffen sind für das Krieg."
Piri, aufgeregt: "Aber dein Analyse ist falsch ... Ich bin nicht zusammengebrochen wegen der Toten ..."
Estragon, sich aufrichtend, so dass Piri nun in seinem Schoss sitzt, eindringlich: "Piri, ... wir haben ein starkes Einfühlungsverm?gen. Wenn wir jemanden t?ten, stirbt ein Teil von uns mit ..."
Piri stutzt ...
... Dann schüttelt sie den Kopf ...
... und sagt klar und ruhig, Estragon bei den Schultern fassend: "Ich habe kein Stück von mir verloren ... Wenn dich jemand mit dem Tod bedroht, wird das Angst so gross, dass das Einfühlungsverm?gen erlischt ..."
Piri, nachdenklich vor sich hin blickend: "... Beim Kampf war ich kalt wie ... wie ..."
Meneor, l?chelnd: "Kalt wie ein Krieger?"
Piri, mit grossen Augen zu Meneor aufblickend: "Ja, ich fühlte, wie ein Krieger fühlen muss, ..."
Wieder zu Estragon: "... und es war gut so, denn nur deshalb lebe ich noch."
Estragon, schwach l?chelnd: "Wir werden nicht Stück für Stück sterben? ... Und werde ich das auch k?nnen, ... so wie du?"
Piri, ihn umarmend und an sich drückend: "Mein liebes, süsses Estragon ... Solange du nur um dein Leben k?mpfst, wirst du dein kostbares Seele nicht verlieren ..."
Estragon weint.
Meneor kauert neben den beiden und legt seine Hand auf Estragons Schulter, w?hrend er neugierig fragt: "Wo ist dein Seele? Ich spüre nichts."
Estragon und Piri schauen verblüfft.
Estragon und Piri schauen sich fragend an, w?hrend Meneor auf eine Antwort wartet, immer noch die Hand auf Estragons Schulter.
Pl?tzlich muss Piri kichern und bringt damit Estragon zum L?cheln, in dessen Augen immer noch Tr?nen glitzern.
Meneor: "?"
Piri, kichernd zu Estragon: "Unser Held will dein Seele spüren ... Ist es nicht grossartig?"
Estragon, mit gespieltem Ernst: "Meneor, das Erstürmer des Universums."
Meneor, v?llig verwirrt: "Ich verstehe nicht, welches Witz ich gemacht habe ..."
Piri, l?chelnd zu Meneor: "Das Seele wurde langes Zeit als rein geistiges, unsterbliches Teil eines Wesens angesehen ... Nun kommst du und willst es anfassen ..."
Meneor, Stirn runzelnd: "Wie kann dieses Unsterbliche sein, wenn alle Gefühle Wisperfelder sind, die von Nervenzellen aufgebaut werden? Ohne Nerven gibt es keine Wisperfelder und ohne Wisperfelder kein Geist. Ist das K?rper tot, ist auch dieses Seele tot."
Piri und Estragon schauen Meneor v?llig perplex an.
W?hrend Estragon noch sichtlich verwirrt Meneor betrachtet, erholt sich Piri von ihrer Verblüffung und sagt zu Meneor: "Du hast Recht ... Das unsterbliche Seele war ja auch bloss ein Erfindung der Natürlichen. Es ist für sie ein Trost, wenn sie sich vorstellen, das Tod ihres K?rpers als Seele zu überleben ..."
Estragon hat sich nun auch gefasst und sagt zu Meneor: "Piri hat mit dem Seele das Summe meiner Gefühle gemeint ..."
Meneor, immer noch die Hand auf Estragons Schulter: "Ja, das Summe deiner Gefühle kann ich spüren. Dein Seele ist voll Angst und Traurigkeit."
Estragon schaut traurig vor sich hin.
Piri schaut Estragon mitleidig an.
Meneor zu Estragon: "Vielleicht würde es dich aufheitern, etwas Gutes zu tun?"
Estragon, misstrauisch: "Tun? Ist es anstrengend?"
Piri, kopfschüttelnd: "Faules Sack."
Meneor: "Ihr sollt ein Zelt machen, das mit Antara geht."
Estragon und Piri: "?"
Meneor bemerkt ihre Verwirrtheit und erl?utert: "Ein Zelt, das Antara vor den Lichtstrahlen schützt. Dann kann es weggehen von seinem Haus."
Estragon, sinnierend: "Ein Zelt, das mit Antara geht ... Wie poetisch ..."
Piri: "Du meinst ein Zeltwesen, das über Antara schwebt? ..."
Estragon und Piri schauen sich erstaunt an und sagen gleichzeitig: "Warum sind wir nicht früher drauf gekommen?"
Alle drei springen auf und rasen wie Pfeile zum Labor.
Estragon und Piri stehen studierend neben dem Tank, w?hrend Meneor, ihnen zuschauend, an einem Labortisch lehnt.
Piri: "Wir müssen Beine haben, die das Zelt tragen ..."
Estragon: "... und ein Art Knochengerüst, das auf den Beinen aufliegt ..."
Meneor: "Warum gebt ihr dem Zelt keine Flügel? Das w?re doch viel lustiger."
Estragon murmelt vor sich hin:
"Ein Krieger, das von 'lustig' spricht,
das ist gar seltsam, oder nicht?"
Piri kichert 'Hihi'.
Meneor l?chelt breit.
Piri, begeistert: "Aber das Seltsame hat Recht! Stell dir vor, ein Zelt, das fliegt ..."
Estragon: "... Ein Zelt aus einem hauchdünnen, leicht durchsichtigen Gespinst, so dass Antaras wundersch?nes K?rper für uns immer ahnbar bleibt."
Piri, l?chelnd: "Du m?chtest wohl, dass es das Zelt als sein Kleid betrachtet und sonst nichts an hat."
Estragon, schw?rmerisch: "O jaaa ..."
Piri lacht.
Meneor grinst.
Piri, mit leuchtenden Augen: "Ich sehe es auch gern nackt. Es ist so sch?n wie ein M?rchenwesen ..."
Meneor, breit l?chelnd: "Ich werde es fragen, ob es unser M?rchenwesen sein will."
Estragon und Piri: "?"
Estragon, würdevoll zum Tankwesen: "Dann also Tankwesen, h?re und gehorche ..."
Tankwesen: "Bereit zu dienen, oh Meister Estragon."
Piri kichert 'Hihi'.
Estragon, würdevoll zum Tankwesen: "Wir wünschen ein Zeltwesen, so gross wie ein kleines Zimmer, aus einem zarten, halbdurchsichtigen Gespinst, von Flügeln getragen, welches Antara wirkungsvoll vor den Sonnenstrahlen schützt."
Tankwesen: "Mit Pfefferminzgeschmack?"
Estragon ist v?llig verblüfft.
Piri lacht.
Meneor grinst breit.
Estragon, nun l?chelnd: "Ist ja gut, ich verstehe. Du hast uns zugeh?rt und l?ngst alles begriffen ... Trotzdem ..."
Tankwesen: "Ja?"
Estragon, l?chelnd: "... Das Pfefferminzgeschmack lassen wir weg ..."
Tankwesen: "Aye, Sir. Dann überlegt sich Piri das Gensequenz für die Flügel, Estragon das Gensequenz für das Gespinst und ich formuliere das Bindegewebsstruktur."
Estragon und Piri schliessen die Augen, um sich zu konzentrieren, und sagen tatendurstig im Chor: "Also los!"
Szeneanfang:
Chief Held und Yon spazieren durch Natural City. Einige Guards kommen ihnen mit einem Trupp Gefangener entgegen. Ansonsten ist die Strasse wie leergefegt.
Wie sie auf gleicher H?he mit Held und Yon sind, salutieren die Guards. Held nimmt den Gruss gelassen ab.
Einer der salutierenden Guards macht ein erstauntes Gesicht, ...
... beherrscht sich dann und wendet sich mit den anderen Guards um zum Weitergehen.
Wie sie ausser H?rweite sind, sagt der erstaunte Guard zu seinem Kollegen: "Hast du gesehen, wie jung der Chief ausschaut?"
Kollege, sarkastisch: "Er wird wohl eine angenehme Nacht verbracht haben mit seiner hübschen Begleitung ... Das h?lt jung."
Erstaunter Guard, ungehalten: "Ich meine nicht so, du Depp. Chief Held sieht wirklich zehn Jahre jünger aus."
Kollege, sarkastisch: "Der hat doch Angst, dass sein Sweetheart ihm davonl?uft. Drum hat er sich beim Sch?nheitschirurgen hingelegt."
Stirn runzelnd und unsicher, ob sein Kollege das ernst meint, schaut er ihn an.
Held und Yon erreichen eine Stelle, von der aus der Bau der Tribünen über den S?uregraben gut zu überblicken ist.
Schweigend betrachten sie die Bauarbeiten.
Yon, den Kopf schüttelnd: "Ich verstehe nicht, wieso du dich für den Bau dieser Tribünen so ins Zeug legst ... Bloss um Showk?mpfe mit Genmonstern zu veranstalten? ..."
Held, hintergründig l?chelnd: "Brot und Spiele ..."
Yon runzelt verst?ndnislos die Stirn.
Held, hintergründig l?chelnd: "Gib dem dummen Volk zu essen, dass es satt ist ... Gib ihm Spiele, dass es abgelenkt ist ... Dann brauchst du nur noch die paar Aufs?ssigen zu liquidieren und deine Herrschaft ist gesichert."
Yon, bedrückt auf die Tribünen weisend: "Brot haben sie und das da soll für die Ablenkung sorgen? ..."
Held, etwas irritiert von Yons Bedrücktheit: "Was st?rt dich daran?"
Yon, bedrückt vor sich hin schauend: "Du redest von den Leuten, als w?ren sie eine Herde Vieh ... Wenn du die Natürlichen verachtest, weshalb k?mpfst du dann so erbittert für sie?"
Held wirft den Kopf nach hinten und lacht hart und schallend, ...
... bevor er grinsend sagt: "Ich k?mpf nicht für die Natürlichen ... Ich k?mpfe gegen die Genmonster ..."
Yon, protestierend: "Aber deine Sprüche vom Erhalt des Natürlichen gegen das Monstr?se ..."
Held, lachend: "Du bist noch so jung. Du f?llst auf jeden Propagandatrick herein ..."
Yon, verstimmt: "Wenn dir das Natürliche scheissegal ist und du die Genmonster hasst wie die Pest ... Wofür k?mpfst du dann? ... Dann hat dein Leben ja gar keinen Sinn, ... weil es nur aus Verachtung und Hass besteht ..."
Held, abrupt ernst: "Wie kommst du auf die Idee, dass mein Leben einen Sinn hat?"
Yon ist schockiert.
Beide schauen schweigend dem Tribünenbau zu.
Yon, bedrückt: "Ich habe immer geglaubt, du h?ttest ein positives Ziel ..."
Held, Yons Hand ergreifend: "Das Einzige, wofür es sich lohnt zu leben, ist unsere Freundschaft ..."
Yon macht ein trauriges Gesicht. Eine kleine Tr?ne stiehlt sich in seine Augen.
Held bemerkt es und sagt unsicher: "Du weinst? ..."
Yon, tieftraurig: "Es ist schwer für mich ..."
Held: "Was meinst du?"
Yon, tief traurig: "Ich bin jung ... Wie soll ich mich damit abfinden, dass es keine Zukunft gibt? ..."
Held, Stirn runzelnd: "Keine Zukunft?"
Yon, tieftraurig: "Natural City ist die letzte Stadt der Natürlichen, die du verachtest ... Der Rest des Planeten ist Wüste, beherrscht von Kampfmonstern, die du hasst ... und in Genville sind genetisch deformierte Forschende, die du verabscheust, weil sie die Kampfmonster entwickelt haben ... Nichts ist gut, nichts ist sch?n ... Wie kann es ohne etwas Gutes und Sch?nes eine Zukunft geben, für die zu leben es sich lohnt? ..."
Held schweigt betroffen.
Stimme aus dem Off: "Du Drecksau hast meine Frau und mein Kind umgebracht ... Krepier!"
Ein v?llig fassungsloser Mann steht zitternd da und hat einen Revolver auf Held gerichtet, den er mit beiden H?nden festh?lt. W?hrend Held nicht recht zu begreifen scheint, erfasst Yon mit vor Schreck aufgerissenen Augen blitzartig die Situation.
W?hrend der Mann den Finger um den Revolverabzug krümmt, stellt sich Yon schnell vor Held, der nun begreift, was geschieht, und wütend wird.
W?hrend der erste Revolverschuss Yon in die Brust trifft, zieht Held noch wütender seine Pistole.
Weitere Revolverschüsse treffen Yon, w?hrend Held seine Pistole in Anschlag bringt ...
... und mit zornloderndem Gesicht das Magazin in den K?rper des Attent?ters verfeuert.
W?hrend Yon bewusstlos zu Boden sinkt, schiebt der vor Kampfwut vibrierende Held routiniert ein neues Magazin in die Pistole, ...
... um sie dann wieder auf den tot am Boden liegenden Attent?ter zu richten, wobei Held auf ihn zugeht.
Mit einem kr?ftigen Tritt schleudert er den Revolver aus den H?nden des Toten, ...
... dreht sich um ...
... und begreift erst, als er Yon schwer blutend am Boden liegen sieht, dass dieser im Sterben liegt.
Held eilt voller Angst auf Yon zu, ...
... kniet sich hin und nimmt den Oberk?rper auf.
Mit dem Oberk?rper in den Armen und einem verzweifelten Gesicht, flüstert Held: "Nein, nein, nein ..."
Helds verzweifelter Blick f?llt auf Genville, ...
... welches in der gleissenden Sonne wie ein strahlendes Juwel erscheint.
Die Hoffnung für Yon und der Abscheu vor Genville führen Sekunden lang einen heftigen Kampf in Held.
Schliesslich obsiegt die Liebe zu dem jungen Freund, und Held steht, mit Yon in den Armen, auf, ...
... bleibt einen Augenblick mit ausdruckslosem Gesicht stehen, wobei er denkt: 'Ich werde es tun!'
Dann rennt Held mit Yon in Richtung Gef?ngnis.
Szeneanfang:
Meneor steigt die Treppe zu Antaras Turmwohnung empor. Auf seinen Armen liegt ein zusammengefaltetes, hauchdünnes, anthrazitfarbenes Gespinst mit Flügeln.
Wie Meneor Antaras Gemach betritt, steht sie am Fenster und schaut hinaus.
Meneor, l?chelnd: "Antara."
Antara zuckt erschrocken zusammen.
Mit einer Hand auf dem Herzen, dreht sie sich zu Meneor um, das Gesicht noch immer gezeichnet vom Schreck.
Antara, erstaunt: "Wie kannst du dich nur so lautlos bewegen? Meistens h?re ich die Leute schon, wenn sie noch am Fuss des Treppe sind."
Meneor, l?chelnd: "Es ist gut, wenn dich Feindliche erst h?ren, wenn es zu sp?t ist für sie."
Antara, zweifelnd: "Aber du willst mir doch nichts tun, oder?"
Meneor, l?chelnd: "Nein. Ich m?chte, dass du dich ausziehst."
Antara, l?chelnd: "Ach so."
Mit einer zauberhaft leichten und eleganten Bewegung streift sie ihr Kleid ab und l?sst es zu Boden gleiten.
Nackt steht sie vor Meneor.
Meneor, bewundernd: "Du bist wirklich sehr sch?n."
Antaras Augen gl?nzen vor Freude, als sie sagt: "Oh, das tut gut."
Meneor, auf sie zugehend: "Ich habe ein neues Kleid für dich."
Antara schaut neugierig auf das Gespinst in Meneors Armen.
Wie ein Fischernetz wirft Meneor das Gespinst über Antara.
Sogleich beginnen die Flügel des Gespinstes lautlos zu schlagen, schnell und leicht wie die eines Kolibris. Das 'Zeltkleid' pass seine Gr?sse an, sodass Antara sich auch hinlegen kann und trotzdem noch geschützt ist.
Durch das Gespinst ist Antaras nackter K?rper gut zu sehen.
Und wie sie einen Schritt macht, geht das Zeltwesen mit ihr.
Staunend betastet sie das hauchdünne, aber ?usserst z?he Gespinst, ...
... dann lacht sie Meneor an ...
... und rennt an ihm vorbei, ...
... die Treppe runter, ...
... raus aus dem Eingang des Turmes.
Draussen bleibt sie stehen, mit ausgebreiteten Armen, das Gesicht mit geschlossenen Augen der prallen Sonne zugewandt.
Es ist, als tr?nke sie das Licht und die W?rme, ...
... und das erste Mal seit Jahren ist ihr Antlitz von Glückseligkeit erfüllt, und es scheint, als wolle ihre Sch?nheit die Sonne blenden.
Meneor betrachtet sie l?chelnd, mit verschr?nkten Armen am Türrahmen des Turmeingangs lehnend.
Pl?tzlich hüpft Antara begeistert herum und ruft: "Es funktioniert! Es funktioniert! Ich spüre überhaupt keine Schmerzen!"
Voll überschwang eilt sie zu Meneor, ...
... wirft sich vor ihm auf die Knie und ergreift seine Hand, w?hrend sie rezitiert:
"O mein Prinz,
du hast errettet mich aus tiefem Nacht.
Du hast verewigt mir des Tages Pracht.
So nimm auf immerdar mein Herz als Pfand,
und kniend küss ich dein hilfreich Hand."
W?hrend Antara durch das Gespinst hindurch mit geschlossenen Augen Meneors Hand küsst, rezitiert Meneor:
"Nimm mein Hand.
Geh nicht aufs Knie.
Ich will doch nie
dich seh'n voll Sand.
Das Herz behalt.
Ohne Bumbum
f?llst du bald um
und bist ganz kalt."
Erstaunt und begeistert schaut Antara Meneor an.
Dann beisst sie sich in die Faust und kichert.
Schliesslich steht sie auf und sagt, immer noch kichernd: "Dein Poesie ist umwerfend."
Mit einer raschen Bewegung wirft Antara das Gespinst über Meneor, wobei sie sagt: "Komm in mein Gemach ..."
Sie zieht ihn hinunter auf den Boden, ...
... um sich dort in seine Arme zu kuscheln, und sagt: "... Ich will mich in deine starken Arme kuscheln ..."
Aus einiger Distanz ist hinter dem Gespinst nur noch die Silhouette des Paares zu sehen. Martin Eck, der die Szene beobachtet hat, denkt: 'Eine Sch?pferin von grausigen Kampforganismen und ein Massenm?rder und Sexmonster in einer Szene voller Z?rtlichkeit und Unschuld ... Wie soll ich das verstehen?'
Szeneanfang:
Bei Meer im Labor. Yon liegt regungslos auf einer fahrbaren Trage. Meer kopfschüttelnd zu Held: "Die Kugeln haben zu viele lebenswichtige Organe getroffen. In ein paar Minuten ist Ihr Freund mausetot."
Held, zitternd vor Angst und Wut: "Und du kannst gar nichts machen?"
Meer, ihm voll in die Augen blickend, bestimmt: "Nein."
Held, der fast zerrissen wird von dem inneren Kampf, in Richtung Genville deutend: "Aber die da, ... die k?nnten es ..."
Meer,nickend: "'Die da', die k?nnten es ... Aber dann wird Ihr Freund ein Chromos 1 wie Sie ... Wie wollen Sie das vereinbaren mit Ihrer Weltanschauung?"
Held, immer noch gezeichnet von dem Kampf, der in ihm tobt: "Ausser dass ich mich jünger, st?rker und gesünder fühle, habe ich keine Ver?nderung an mir festgestellt."
Meer, seufzend: "Das ist leider wahr."
Held, seine Pistole an Meers Schl?fe haltend, rot vor Wut: "Du bist ein überflüssiges Stück Scheisse."
Meer, kühl: "Das ist nicht ganz wahr. Ohne mich wird Ihr Freund gleich tot sein."
Held, die Pistole wieder einsteckend, immer noch wütend: "Was bedeutet Chromos 1?"
Meer, dozierend: "Die Genver?nderung der Stufe Chromos 1 bedeutet nur eine wesentlich verbesserte Regenerationsf?higkeit besch?digter K?rperteile, ein schier unüberwindliches Immunsystem und kein Ablaufdatum bei der Zellteilung ... Mit anderen Worten: ewige Jugend und Gesundheit ..."
Held atmet tief durch und sagt: "Dann los!"
Meer begreift sofort, ...
... und gemeinsam schieben sie die Rolltrage aus dem Labor, ...
..., rennend durch den Gef?ngnistrakt, ...
... bis in den Zugangsraum zu Genville.
Dort hieven sie Yon in einen Sargbeh?lter ...
... und schieben den Beh?lter in die Glasr?hre.
W?hrend der Beh?lter die Glasr?hre entlang gleitet, ruft Meer in die Lautsprecheranlage: "Ein Notfall! Bitte rettet den Mann und schickt ihn zurück!"
Durch das grosse Fenster des Zugangsraumes beobachten Meer und Held, wie der Sargbeh?lter weiter durch die Glasr?hre gleitet.
Meer, sinnierend: "Es ist traurig, dass die Natürlichen ihr Schicksal in die Hand ihrer ?ngste legen ..."
Held, neugierig und misstrauisch zugleich: "Wie meinst du das?"
Meer: "Bloss weil ein Typ wie Sie sich vor biotechnisch ver?nderten Genstrukturen in die Hosen macht, k?nnen wir Errungenschaften der Medizin, die allen ewige Jugend und Gesundheit bescheren würden, nicht nutzen ..."
Held, zynisch l?chelnd: "Für diese Bemerkung werde ich dich eines Tages pers?nlich an den Kran h?ngen und Zentimeter für Zentimeter in den S?uregraben eintauchen ..."
Meer, ungerührt: "Sie weichen aus. Die Angst macht Sie offenbar pervers und feige ..."
Held lacht b?se.
Held, pl?tzlich auf unheimliche Weise gefasst und ruhig: "Sie t?uschen sich, Herr Doktor. Ich habe keine Angst vor den Genmonstern ... Ich HASSE sie!"
Meer: "Ihr Hass ist nur die Antwort auf eine tief sitzende Angst. Ihr Handeln wird von dieser Angst bestimmt. Warum sonst würden Sie mit Ihren Natural Guards ein Massaker unter den Natürlichen veranstalten. Auf jeden Mucks gegen den Chief steht die Todesstrafe. Das ist die Reaktion einer von nackter Angst getriebenen Existenz oder anders gesagt ... eine Form von ausgelebtem Wahnsinn."
Held, ruhig: "Das sagt mir ein Arzt, der so viel Spass dabei hat, seine Gefangenen zu foltern und umzubringen ..."
Meer, aufgeregt mit den H?nden fuchtelnd: "Ja, ich weiss, ich bin ein Sadist. Ich empfinde ein teuflisches Vergnügen, wenn ich sehe, wie Leute leiden ..."
Meer, hilflos mit den Schultern zuckend: "... Aber was soll ich dagegen tun?"
Held, zynisch l?chelnd: "Nun, siehst du, auch ich habe ein teuflisches Vergnügen dabei, wenn ich diese widerliche Brut der Natürlichen massakrieren kann ..."
Meer, protestierend: "... Und alles im Namen der Verteidigung des Natürlichen?!"
Held, zynisch l?chelnd: "Du begehst doch deine Grausamkeiten auch im Namen der Forschung und der Rechtspflege ..."
Meer, zynisch l?chelnd: "Nun, die Leute h?tten sonst wohl wenig Verst?ndnis für meine 'Arbeit'."
Held, zynisch l?chelnd: "Siehst du, auch für meine 'Arbeit' h?tten die Leute sonst wohl wenig Verst?ndnis."
Szeneanfang:
Hisch, Wagon und Piri erwarten den gerade eintreffenden Sargbeh?lter.
Lara kommt auf der achtfüssigen Trage angaloppiert, wobei sie Voltige-Figuren macht.
Voltige-Figur 2.
Voltige-Figur 3.
W?hrend der Sargbeh?lter aus der R?hre rollt, landet Lara mit einem mehrfachen Salto vor den übrigen Schwestern, welche begeistert Beifall klatschen.
Etwas erhitzt von der Anstrengung und glücklich lachend, eilt Lara hin zum Sargbeh?lter, der von Piri ge?ffnet wird.
Der Deckel ist offen. Alle vier Schwestern zugleich: "Ach, ist das süss."
Hisch, sich zusammenreissend: "Sollten wir es nicht zuerst retten, bevor wir uns in es verlieben?"
Lachend und kichernd betten die vier Yon auf die achtfüssige Trage, ...
... um dann mit der Trage in Richtung Labor zu rennen.
Im Labor liegt Yon mit nacktem K?rper, angeschlossen an die Hilfsorgane. Die Schwestern stehen gespannt um ihn herum, w?hrend Piri Yon ein Regenerat auf die Brust legt und sagt: "Das ist so durchl?chert, da hilft nur noch Chromos 1."
Hisch, nachdenklich: "Sie wollen uns t?ten, wir retten sie."
Lara: "Dieses hübsche Junge hat uns nichts getan."
Hisch, auf die auf einem Tisch liegende Uniformjacke weisend: "Schau, das Uniform, es ist bestimmt ein Offizier der Natural Guards ... W?re es gesund, würde es sein Waffe ziehen und uns t?ten ..."
Lara: "Trotzdem, ich kann es nicht hassen ..."
Wagon: "Darum geht es doch gar nicht ... Piri kann auch kein Hass empfinden, und trotzdem hat es die Guards umgelegt ..."
Piri: "Sie haben auf mich und Meneor geschossen ... Es ging ums nackte überleben."
Hisch: "Und wenn es aufwacht und auf uns schiesst ... Worum geht es dann?"
Lara: "Aber das k?nnen wir nicht wissen ... Ich jedenfalls werde kein hilfloses Junges t?ten."
Wagon, sp?ttisch: "Du hast dich bloss verknallt."
Piri: "Hand hoch, welches von uns w?re f?hig, es jetzt zu t?ten?"
Die Schwestern schauen sich gegenseitig an, aber keine hebt die Hand.
Wagon, schulterzuckend: "Dann sind wir wohl alle in es verknallt."
Die vier Schwestern kichern.
Hisch, immer noch l?chelnd: "Was würde wohl Meneor dazu sagen?"
Wagon: "Seit wann interessiert dich Meneors Meinung?"
Hisch: "Immerhin ist es ein Krieger und weiss in solchen Situationen besser Bescheid ..."
Wagon, Hisch nach?ffend: "Immerhin ist es ein Krieger und weiss in solchen Situationen besser Bescheid ..."
Wagon, sp?ttisch: "... Das Krieger hat dir wohl m?chtig Eindruck gemacht ..."
Hisch knallt Wagon den Fuss auf den Brustkorb, ...
... so dass Wagon an die Wand des Labors geschleudert wird.
W?hrend Hisch zornrot grollt, Wagon nach Luft ringt, lachen Piri und Lara.
Piri rezitiert kichernd:
"Lieb Meneor,
leih mir dein Ohr.
Kann Hisch dem Mann ohne Bedenken,
sein pochend Herz voll Freud verschenken?
Wenn nicht, soll es, erfüllt von Frust,
das Herz ihm reissen aus dem Brust?
Ach, sag ihm doch, was ist zu tun.
Es h?rt auf dich, dank deinem Ruhm,
denn eigentlich h?tt' es viel lieber
ein Kerl von Meneors Kaliber."
Die vier Schwestern lachen und kichern.
Hisch, l?chelnd: "Nachdem ich nun genug Opfer eures ?tzenden Spotts gewesen bin, bestehe ich darauf: Meneor würde vielleicht sagen 'Es ist Krieg' und ihm das Kopf abschlagen ..."
Lara, sich an den Kopf fassend, mit Blick auf den bewusstlosen Yon: "Das süsse Kopf abschlagen?"
Hisch, sp?ttisch: "Du kannst das Kopf ja einbalsamieren und auf dein Kissen legen. Dann kannst du es jedes Abend abknutschen."
Wagon: "Wieso nur am Abend? Es kann das doch auch morgens machen."
Piri 'Hihi', Wagon 'Boaa', Hisch 'Ssss'.
Lara, allen die Zunge rausstreckend: "B?h, ihr seid unsensibles genetisches Abfall."
Piri 'Hihi', Wagon 'Boaa', Hisch 'Ssss'.
Szeneanfang:
Martin Eck steht in der Eingangshalle bei den Sargbeh?ltern und beobachtet Meer und Held, die noch am Fenster des Zugangsraumes zu Genville stehen.
Im Zugangsraum dreht sich Meer zu Held um und sagt: "Geben Sie mir Ihre Nummer. Ich werde sie anrufen, wenn Ihr Freund gesund ist."
Held übergibt Meer wortlos eine Karte, ...
... dreht sich um ...
... und geht zur Tür.
In der Tür z?gert er und sagt, ohne sich umzudrehen: "Woher weiss ich, dass die Genmonster Yon nicht t?ten werden?"
Meer: "Diese 'Monster' empfinden keinen Hass. 'Rache' ist für sie ein bedeutungsloses Wort ... Warum sollten sie Ihren Freund t?ten?"
Held, sich nun zu Meer umdrehend: "Es ist bekannt, dass diese Genteufel sehr intelligent sind ..."
Meer schaut aufmerksam, ohne zu begreifen, worauf Held hinaus will.
Held: "... Warum retten sie dann jemanden, der am n?chsten Tag zurückkommt, um sie zu erschiessen?"
Meer: "Wenn Sie einen Kampf gewinnen, indem Sie den Leuten klar machen, wie sinnlos er ist, dann war das doch intelligent."
Held blickt verst?ndnislos.
Meer erl?utert: "Ich meine, vielleicht wird Yon nicht abdrücken, wenn er begreift, dass die, die er t?ten soll, sein Leben gerettet haben."
Held ist sichtlich gestresst von dem Gedanken.
Wütend wendet Held sich ab ...
... und knallt die Tür ins Schloss.
Martin sieht, dass Meer nun allein im Zugangsraum zu Genville ist, ...
... und geht zur Gegensprechanlage.
Martin, in die Gegensprechanlage: "Herr Doktor Meer, ... hier ist Martin Eck ..."
Meer wendet sich überrascht der Gegensprechanlage zu: "Oh, Herr Stadtpr?sident ..."
Martin, Stirn runzelnd: "H?re ich da einen sp?ttischen Unterton?"
Meer, Stirn runzelnd: "Was soll diese Frage? Glauben Sie etwa, ich stecke mit diesem Irren Held unter einer Decke?"
Martin, etwas vers?hnlicher: "Ich hoffe, dass dem nicht so ist. Aber Sie werden verstehen, dass meine Situation nicht gerade beneidenswert ist."
Meer, kühl: "Was kann ich für Sie tun?"
Martin: "Was geschieht in Natural City?"
Meer: "Alles, was nach Widerstand aussieht, wird von den Natural Guards niedergeknallt. Oder sie werden von Richter Zufall in t?glichen Schauprozessen zum Tod im S?uregraben verurteilt. Die Natural News bringen nur noch Verurteilungen, Hinrichtungen und Erfolgsmeldungen der Natural Guards."
Sichtlich bedrückt, will Martin wissen: "Was bezweckt Held mit dieser Bauerei über dem S?uregraben? Baut er eine Art Brücke, um Genville anzugreifen?"
Meer: "Nach dem, was ich geh?rt habe, handelt es sich um Tribünen."
Martin, überrascht: "Tribünen?"
Meer: "Neben den Schauprozessen m?chte Held die Bev?lkerung wohl auch mit Schauk?mpfen unterhalten."
Martin, ungl?ubig: "Wie kommen Sie auf diese absurde Idee?"
Meer, leicht gekr?nkt: "Ich darf doch bitten ... überall in der Stadt k?nnen Sie sich anmelden zum '10-Millionen-Credits-Kampf'. Wer Meneor besiegt, kriegt 10 Millionen ... Wenn Held Genville jetzt schon vernichten wollte, würde er das mit seinen Guards tun und kein Volksfest veranstalten."
Meer denkt: 'Ich muss ihm ja nicht auf die Nase binden, dass diese Schnapsidee von mir stammt.'
Martin, sinnierend: "Wenn das stimmt, was Sie sagen, w?re in n?chster Zeit nicht mit einem massiven Angriff der Guards zu rechnen ..."
Meer: "Ja, Sie gewinnen dadurch Zeit ... Nutzen Sie sie."
Martin denkt überrascht: 'Ist Meer etwa auf Seiten der Genvilles? ... Oder will er uns einfach in Sicherheit wiegen, so dass wir unvorbereitet sind, wenn der grosse Angriff kommt?'
Martin merkt, dass er eine Zeit lang nichts gesagt hat und reisst sich aus seinen Gedanken: "?h ... Danke, Her Doktor Meer für diese wertvollen Hinweise."
Meer l?chelt seltsam, ...
... dann dreht er sich ab ...
... und verl?sst den Raum. Martin Eck beobachtet ihn und denkt: 'Ich sitze hier in der Todeszelle und jemand sagt zu mir 'Du hast noch etwas Zeit, nutze sie!'.'
Martin verl?sst deprimiert den Eingangsraum und denkt: '... Jetzt, wo ich unsterblich bin, bin ich so gut wie tot ... Es ist nur eine Frage der Zeit ...'
Martin spaziert deprimiert durch die Wege von Genville.
Martin hebt den Blick und sieht Meneor am Wegrand stehen. Meneor schaut ihn l?chelnd an.
So allein mit Meneor ist es Martin sichtlich unbehaglich. Tapfer setzt er jedoch ein misslungenes L?cheln auf ...
... Dann fasst er sich ein Herz und sagt: "Herr Meneor, darf ich Sie etwas fragen?"
Meneor l?chelt.
Martin: "Ich m?chte wissen, wie Sie unsere Situation in Bezug auf die Gef?hrdung von Leib und Leben einsch?tzen."
Meneor, l?chelnd: "Ich sch?tze, die Natürlichen wollen uns t?ten."
Martin: "Dessen bin ich mir bewusst ... Aber wie steht es um unsere überlebenschancen?"
Meneor, l?chelnd: "Wir werden siegen."
Martin: "Es zeichnet sich aber nichts ab, was diese Meinung unterstützen würde."
Meneor , l?chelnd: "Wenn du siegen willst, musst du k?mpfen, nicht etwas abzeichnen."
Martin, irritiert: "?h, ich meine ... ich sehe nicht, dass Sie etwas unternehmen, um die übermacht der Natural Guards zu besiegen."
Meneor, l?chelnd: "Ich warte."
Martin, verblüfft: "Aber wie kann warten den Sieg bringen?"
Meneor, l?chelnd: "Warst du schon einmal in dem Wüste?"
Martin, befremdet von diesem Themenwechsel: "?h, nein ..."
Meneor, l?chelnd: "Wenn wir jetzt in das Wüste gehen, werden in einer Woche alle tot sein, ... ausser mir."
Martin, etwas ungehalten: "Was hat denn die Wüste mit dem Sieg über die Natural Guards zu tun?"
Meneor, l?chelnd: "Manchmal besteht ein Sieg darin, dem Bedrohung auszuweichen."
Martin, begreifend: "Sie meinen, wir fliehen in die Wüste und entziehen uns so dem Zugriff der Natural Guards?"
Meneor, l?chelnd: "Hast du ein besseres Idee?"
Martin, unglücklich: "?h, nein ... Aber wenn wir alle in einer Woche tot sein werden, ist das ja keine vielversprechende L?sung."
Meneor, l?chelnd: "Deshalb warten wir, bis alle gut genug k?mpfen k?nnen, um in dem Wüste zu überleben."
Martin, überrascht: "Sie benutzen die Natural Guards als Trainingspartner?"
Meneor, l?chelnd: "Hast du ein besseres Idee?"
Martin, zweifelnd: "?h, nein ... Aber wenn die Natural Guards ihre vollen Kr?fte mobilisieren, sind sie für uns genau so t?dlich wie die Wüste."
Meneor, l?chelnd: "Warum bauen sie ein Gestell, auf dem die Leute zuschauen k?nnen, wie wir k?mpfen?"
Martin, überrascht: "Woher wissen Sie, dass sie eine Tribüne bauen?"
Meneor, l?chelnd: "Ich habe ihnen zugeschaut und geh?rt, was sie sagen."
Martin, überrascht: "Wie konnten Sie die Gespr?che verstehen?"
Meneor, l?chelnd: "Wenn ich will, kann ich gut h?ren."
Martin: "Sie haben Recht. Ich habe mit Doktor Meer geredet. Er meint, Chief Held wolle die Leute mit K?mpfen ablenken, um seine Macht zu festigen."
Meneor, l?chelnd: "Also braucht uns das ?ngstliche Mann, um sein Herrschaft fest zu machen."
Martin: "Ja, aber nur so lange, bis er fest im Sattel sitzt, ... Dann wird er zuschlagen."
Meneor, l?chelnd: "Was ist ein Sattel?"
Martin, befremdet: "?h, ... so ein Ding aus Leder, das Sie auf den Rücken eines Tieres legen, um auf ihm zu sitzen, ohne das Ihnen das Hinterteil weh tut."
Meneor, l?chelnd: "Das ?ngstliche Mann will auf einem Tier sitzen?"
Martin, erschüttert: "Neinnein, das ist nur so ein Vergleich, der aussagt, dass jemand die Macht gesichert hat ..."
Martin, deprimiert: "... Aber, Herr Meneor, ... wie soll ich überleben? ... Ich habe die Kraft eines Schafes und die Reflexe eines Kamels ..."
Meneor, breit grinsend: "Ja, du bist ziemlich natürlich."
Martin ist gekr?nkt.
Meneor, l?chelnd: "Es nützt nichts, dir das K?mpfen beizubringen. Du musst dich schützen."
Martin, verstimmt: "Schützen? ... Indem ich mich hinter einem Busch verstecke?"
Meneor, lachend: "Ja, warum nicht?"
Martin ist ver?rgert und überrascht zugleich.
Meneor, l?chelnd: "Frag doch die Forschenden, ob sie dir ein Schussesswesen bauen, das alles Gef?hrliche aufisst, das auf dich zufliegt."
Von weitem ert?nt der Schrei: "Vooortraaag!!!"
Meneor und Martin wenden den Kopf in Richtung des Schreis.
Meneor setzt sich in Richtung Theaterplatz in Bewegung.
Martin trottet ihm deprimiert nach und denkt: 'Was soll ich bei dem Vortrag? Diese Leute sind alle mehrfach klüger als ich. Ich mache mich bloss l?cherlich.'
Alle Genvilles inkl. Flu sowie Leia und Tanja sind schon beim Theaterplatz versammelt, wie Meneor und Martin eintreffen. Erstmals ist auch Antara da mit ihrem fliegenden Schutzschleier.
Chromos 5 steht auf der Bühne und sagt, auf Meneor weisend: "Dank dem genialen Einfall von Meneor kann nun auch Antara sich frei bewegen im Sonnenlicht und teilnehmen an unseren Vortr?gen."
Alle Genvilles klatschen begeistert Beifall in Richtung Meneor. Meneor grinst breit. Martin zieht erstaunt die Augenbrauen hoch. Tanja begreift überhaupt nichts.
Chromos 5: "Ihr habt bestimmt schon gemerkt, dass rings um Genville fieberhaft gebaut wird. Meneor hat geh?rt, dass es ein Tribüne werden soll. Die Natürlichen wollen offenbar die K?mpfe in Genville direkt verfolgen ..."
Aladan, mit lebender Halsmanschette: "Welche K?mpfe?"
Martin denkt überrascht: 'Hat der immer noch nichts begriffen?'
Chromos 5: "Seit unser verehrtes Herr Stadtpr?sident Eck abgesetzt wurde, ist das Natural Guard an dem Macht. Und ich denke, das wird nicht ruhen, bis alle Genvilles tot sind."
Aladan: "Nachdem sie sich blutige Nasen geholt haben, ist denen bestimmt das Lust vergangen."
Martin denkt: 'Der gute Mann hat keine Ahnung, zu welchem Fanatismus die Natürlichen f?hig sind.'
Piri: "Wir haben ein t?dlich angeschossenes Offizier des Natural Guard in unserem Labor ... Dass sie es zu uns schicken, k?nnte bedeuten, dass sie zu einem Frieden bereit sind."
Martin denkt: 'Es k?nnte auch bedeuten, dass sie eure Naivit?t ausnutzen.'
Lara, eifrig: "Ja, wir haben Chief Held gerettet und nun dieses Offizier ... Das sollte sie doch umstimmen."
Estragon, bedrückt: "Es w?re besser, Frieden zu schliessen. Wir haben ohnehin kein Chance gegen ein solches übermacht."
Martin denkt befremdet: 'Glaubt der tats?chlich, Genville habe die Wahl zwischen Krieg und Frieden? ... Das sind ja noch Kinder!'
Entschlossen tritt Martin auf die Bühne neben Chromos 5 und sagt: "Ich ..."
Aladan, sp?ttisch l?chelnd: "H?rt, h?rt, es spricht das Pr?sident!"
Martin, etwas zerknirscht: "Ja, ich verstehe ... Hier z?hlen nicht Rang und Namen, sondern Gedanken ... Vergesst den Pr?sidenten ... Ich bitte euch, mich zu duzen ... Nennt mich Martin ..."
Tanja kreischt: "Bist du übergeschnappt?! ... Du machst dich mit diesem P?bel gemein?! ... Bald wirst du ihnen die Füsse waschen und das Frühstück servieren!"
Estragon, sp?ttisch l?chelnd: "Umgekehrt."
Tanja, irritiert: "Wie bitte?"
Estragon, sp?ttisch l?chelnd: "Ich würde es vorziehen, wenn Martin mir zuerst das Frühstück serviert und anschliessend die Füsse w?scht. Dann k?nnte ich mich w?hrend dem Waschung mit Essen vergnügen."
Tanja, wutschnaubend weggehend: "Was für ein minderwertiges Saupack!"
Lara, sp?ttisch: "Aber Frau Pr?sident, wo bleibt das Contenance?"
Martin, mit schmerzlichem Gesicht und hilflos erhobener Hand: "Tanja ..."
Tanja dreht sich um und faucht Martin an: "Bleib bei deinem P?bel und lass mich in Ruhe!"
Aladan, Martins hilflos-schmerzliche Geste nach?ffend: "Aber Tanja ..."
Tanja, mit voller Lautst?rke zu Aladan: "Aaahhh!!!"
Dann rennt Tanja, sich die Ohren zuhaltend, davon.
Martin steht da mit h?ngendem Kopf und h?ngenden Schultern, ein H?ufchen Elend. Meneor schaut v?llig begriffslos Tanja nach. Die anderen Genvilles betrachten Martin mit einer Mischung aus Amüsiertheit und Mitgefühl.
Mit einem Satz springt Aladan von der Sitztreppe auf die Bühne.
Aladan klopft Martin aufmunternd auf die Schultern und sagt: "Komm Alter, setz dich."
Unf?hig, etwas zu sagen, gehorcht Martin und setzt sich auf den Bühnenrand.
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W?hrend Aladan sich neben ihn setzt, kommt Lara mit einem m?chtigen Satz auf die Bühne geflogen.
Aladan legt Martin den Arm um die Schultern. Lara setzt sich auf Martins andere Seite.
Die anderen Schwestern und Estragon setzen sich zu Füssen Martins vor die Bühne.
Mitfühlend schauen alle Martin an und warten darauf, dass er etwas sagt.
Martin hebt seinen traurigen Blick ...
... und merkt überrascht, dass die Genvilles ihn umringen.
Martin stottert verwirrt: "Was ... was tut ihr? ..."
Lara, Martins Hand an ihre Brust drückend: "Wir warten auf das, was du uns zu sagen hast."
Martin r?uspert sich und reisst sich zusammen: "Ja, ich ... ?h ... ich wollte sagen ... Die Natural Guard existiert nur, um alle gentechnisch ver?nderten Organismen auszul?schen. Weshalb sollte sie also mit Genville Frieden schliessen? ... Ist es nicht so, dass der Wunsch nach Frieden euch die Lage harmloser einsch?tzen l?sst, als sie ist?"
Estragon: "Wer denkt schon gern an ein Krieg gegen ein übermacht, gegen das wir kein Chance haben?"
Hisch: "Aber das sollte uns nicht dazu verleiten, das Realit?t falsch einzusch?tzen. Dann haben wir n?mlich noch weniger Aussicht auf Erfolg und k?nnen uns gleich das Kugel geben."
Chromos 5: "Es ist ganz einfach: Wenn wir uns auf ein Kampf vorbereiten, mag es kommen oder nicht, wir sind vorbereitet. Wenn wir uns nicht vorbereiten und das Kampf kommt doch, sind wir tot. Also bereiten wir uns auf das Kampf vor."
Aladan, sp?ttisch: "Unser Denker hat gesprochen."
Caesar: "A-men."
Die Genvilles kichern.
Lara, Martins Wange küssend: "Dein Erfahrung ist wertvoll. Es hilft uns, ein gutes Entscheidung zu finden."
Das Lob tut dem err?tenden Martin sichtlich gut.
Die Genvilles sind dabei, den Theaterplatz zu verlassen. Da streckt Martin unsicher die Hand hoch und sagt: "?h ... ich h?tte da noch eine Bitte ..."
Alle schauen zurück und warten.
Martin: "Meneor hat mir empfohlen, ein 'Schussesswesen' zu benutzen, da ich zu schwach bin zum K?mpfen ... K?nnte jemand für mich ein solches Wesen entwickeln?"
Die unter ihrem fliegenden Schleier nackte Antara macht einen Schritt auf Martin zu und sagt: "Komm, ich werde dir helfen."
Die Nacktheit Antaras ist Martin peinlich und bringt ihn zum Stottern: "?h ... D... danke ..."
Antara, Martin und Wagon gehen zum Labor.
Beim Eintreten ins Labor entdeckt Martin den bewusstlosen Yon auf der achtfüssigen Trage und erschrickt. Besorgt beobachten ihn Antara und Wagon.
Martin, mit steinernem Gesicht: "Warum ist der hier?"
Antara: "Du kennst es?"
Martin, steinern: "Ja, er muss ein Vertrauter von Chief Held sein ... Wir sollten ihn t?ten."
Wagon: "Es war von Schüssen durchl?chert und so gut wie tot. Wir haben es gerettet ... und du willst es t?ten?"
Martin, heftig: "Ihr rettet jene, die euch vernichten wollen!"
Wagon: "Aber woher wissen wir, dass es uns vernichten will?"
Martin, heftig: "Ihr habt Chief Held gerettet, und trotzdem wird er keinen Finger breit davon ablassen, euch auszurotten!"
Antara: "Warum sagst du 'euch'? Seit du ein Chromos 1 bist, geh?rst du doch auch zu uns."
Martin, verunsichert ...
... dann niedergeschlagen: "Ja, Frau Antara, ?h ich meine ... du hast Recht ... Ich geh?re zu euch ... Chief Held wird UNS ausrotten, obwohl ihr ihn gerettet habt ..."
Wagon: "Falsches Form ..."
Martin, verwirrt: "Wie bitte?"
Wagon: "Chief Held M?CHTE uns ausrotten nicht WIRD ... Es wird es n?mlich nicht schaffen."
Martin, unsicher: "Woher nehmen Sie, ... nimmst du deine Gewissheit?"
Antara: "Es ist das L?cheln des Kriegers."
Wagon nickt zustimmend.
Martin begreift nichts.
Wagon fasst Martin am Arm und sagt erkl?rend: "Das L?cheln Meneors, ... wenn es nicht gerade frech grinst ... es ist ..."
Antara, l?chelnd: "... wie dasjenige Buddhas ..."
Wagon, lachend: "Ja genau, wie dieses fette Kerl, das so fett ist, dass es nichts erschüttern kann."
Martin, irritiert und ehrfürchtig zugleich: "Aber Buddha war ein Religionsstifter ... Wie k?nnen Sie, ... k?nnt ihr so über ihn l?stern? ..."
Antara, ernst: "Wir brauchen keine Religionen, um unsere ?ngste in Schach zu halten ..."
Martin ist entsetzt.
Martin: "Euer Glaube an Meneors L?cheln ist genauso mystisch wie mein Glaube an Gott."
Wagon, sp?ttisch: "Meneor ist aber bei uns. Ist dieses Gott auch bei dir?"
Antara, l?chelnd: "Dann stell es uns doch vor."
Martin ist erschüttert über diese Gottesl?sterung.
Wagon, Martin begütigend auf die Schulter klopfend: "Lass dich von unserem Spott nicht aus dem Fassung bringen ... Du hast ja Recht. Chief Held will uns t?ten, obwohl wir ihm das Leben gerettet haben ..."
Antara: "Trotzdem sollten wir diesem Jungen ein Chance geben, sich selber zu entscheiden, ob es uns t?ten oder verteidigen will ..."
Antara, in Richtung Tankwesen gehend: "... Komm, wir machen jetzt dein Schussesswesen ..."
Voller Unbehagen trottet Martin ihr nach.
Antara und Martin erreichen das Tankwesen. Antara: "Hallo, liebes Tankwesen, wir brauchen dein Hilfe."
Martin denkt Stirn runzelnd: 'Dieses M?dchen ist geistig instabil. Jetzt spricht es schon mit den Laborger?ten.'
Tankwesen: "Hallo, sch?nstes aller Busenwunder, womit kann ich dienen?"
Antara l?chelt.
Martin denkt überrascht und angewidert: 'Das Ding spricht ... und wie obsz?n.'
Tankwesen: "Dein geiles Gockel da mag mich nicht."
Antara, l?chelnd: "Lass gut sein. Für es ist alles neu hier."
Tankwesen: "Jaja, die neuen geilen Gockels, ... die haben's in sich."
Antara l?chelt. Martin ist rot vor ?rger.
Antara, l?chelnd: "Dieses geile ... ich meine Martin ..."
Tankwesen: "Oh, Martin heisst es ... wie süss ..."
Martin schmollt.
Antara, l?chelnd: "... Martin ist Chromos 1 und kein gutes K?mpfer. Er m?chte deshalb ein Schussesswesen tragen, welches Projektile abf?ngt."
Tankwesen: "Ein Wesen mit wenig Hirn, schnellen Augen und extrem kurzem Reaktionszeit ... und einem starken Hals, damit es sich an den Projektilen nicht verschluckt."
Antara: "Hast du genug genetische Bausteine, um ein solches Wesen herzustellen?"
Tankwesen: "Wagon und du k?nntet mir mit dem Hals helfen. Ein lebendes Gewebe, das Schüsse aushalten kann ... Das ist knifflig."
Szeneanfang:
Yon liegt da, angeschlossen an die Hilfsorgane, bewusstlos, nackt, mit entspanntem Gesicht.
Wagon betrachtet l?chelnd sein Gesicht und denkt: 'Ist das süss.'
Wagon küsst Yon z?rtlich ...
... und lange auf die Lippen, ...
... bis dieser die Augen aufschl?gt.
Yon sieht undeutlich ein Gesicht über sich.
Yon will etwas sagen, aber da Wagons Lippen die seinen verschliessen, kommt nur ein 'Hmmmhm' dabei raus.
Wagon zieht ihr Gesicht etwas zurück ...
... und sagt, immer noch über Yon gebeugt, l?chelnd: "Du bist ja wach ..."
Yon sieht nun Wagons Gesicht deutlich und denkt erschrocken: 'Ein Genville!'
Seine Hand zuckt dorthin, wo das Pistolenhalfter sein sollte.
Bevor Yons Hand seine nackte Hüfte berührt, hat ihm die blitzartig reagierende Wagon die Pistole in die Hand gedrückt.
Yon richtet die Waffe auf die l?chelnde Wagon.
Wagons L?cheln befremdet Yon so sehr, dass er ganz vergisst abzudrücken.
Immer noch die Pistole auf Wagons Gesicht gerichtet, sagt Yon streng: "Ich werde dich t?ten."
Wagon, l?chelnd: "Ja, genau darüber haben wir uns unterhalten ..."
Yon, befremdet: "Unterhalten?"
Wagon, l?chelnd: "... Wir haben uns gefragt, ob alle Natürlichen so unfreundlich sind, ..."
Yon, verwirrt: "Unfreundlich?"
Wagon, l?chelnd: "... dass sie uns immer noch t?ten wollen, auch wenn wir ihnen das Leben gerettet haben."
Yon, v?llig verwirrt: "Leben gerettet?"
Wagon muss lachen.
Yon, verwirrt und ?ngstlich: "Was lachst du?"
Wagon, l?chelnd: "Ich finde dein Beitrag zu unserem Unterhaltung sehr anregend."
Yon, verst?ndnislos: "Anregend?"
Wagon lacht. Erst jetzt senkt Yon die Waffe ...
... und benutzt beide H?nde, um seinen Oberk?rper aufzurichten.
Entsetzt sieht er zuerst, wie die Tentakel der Hilfsorgane in seinen K?rper eingedrungen sind, ...
... dann erst bemerkt er seine Nacktheit und l?uft rot an vor Verlegenheit.
Wagon schaut ihm zu und sagt lachend: "Du bist nicht nur süss ... du bist auch noch k?stlich."
Yon l?sst sich auf die achtfüssige Trage zurückfallen und bedeckt mit dem linken Unterarm seine Augen.
Yon, leise, mit bedeckten Augen: "Was geht hier vor?"
Wagon, ernst: "Deine Organe waren zerfetzt von Schüssen. Deshalb haben wir dich an die Hilfsorgane geh?ngt. Dann haben wir dir Chromos 1 Gene transferiert, um das Selbstheilungskraft deines K?rper zu st?rken ... Sonst w?rst du jetzt tot."
Yon, immer noch mit bedeckten Augen: "K?nntest du mir meine Hose geben?"
Wagon reicht ihm l?chelnd die Hose und sagt: "Warum erschiesst du mich nicht? Dann braucht dir dein Nacktheit nicht mehr peinlich zu sein."
Yon legt die Pistole ab ...
... und zieht liegend die Hose an.
Dann richtet er seinen Oberk?rper auf und richtet die Waffe auf Wagon.
Ohne eine Miene zu verziehen, wartet Wagon auf den Schuss.
Yon senkt die Waffe und l?sst sich wieder zurück auf die Trage fallen.
Einen Augenblick lang herrscht Schweigen.
Yon, leise, schmerzlich: "Ich kann nicht ..."
Wagon, ernst: "Warum nicht?"
Yon, mit abwesendem Blick zu Decke: "Warum hast du mich geküsst? ..."
Wagon, ernst und leise: "Küssen ist sch?n ..."
Yon, abwesend: "... sch?ner als schiessen ..."
Abrupt richtet sich Yon auf, zielt mit der Pistole dicht an Wagons Kopf vorbei ...
... und drückt ab. Die Waffe macht 'Klick'.
Yon, grimmig: "Du hast mir natürlich eine ungeladene Waffe in die Hand gedrückt ... Du wolltest sehen, ob ich auf dich schiesse, obwohl du mir das Leben gerettet hast ... Habe ich deinen Test bestanden? ..."
Wagon: "Ich weiss nicht... Du hast ja mein Trick durchschaut ..."
Yon l?sst sich wieder auf die Trage fallen ...
... und sagt schmerzlich l?chelnd: "Kannst du dir vorstellen, wie bl?d ich mir vorkomme? ... Da k?mpfst du ein Leben lang gegen Genmonster ... Dann wachst du eines Tages auf ... und bist selber eines ..."
Wagon setzt sich zu Yon auf die Trage ...
... und sagt, ihn über die Stirn streichelnd: "Ich bin seit meinem Herstellung ein Genmonster ... und das einzige Unangenehme daran ist das Hass der Natürlichen ..."
Yon ist überrascht von dieser Sicht der Dinge.
Yon, unsicher und z?gerlich: "Hast du ... ich meine ..."
Wagon, l?chelnd, ihn immer noch über die Stirn streichelnd: "Nun sag schon ..."
Yon, sich einen Ruck gebend: "Hast du auch Gefühle?"
Wagon wirft ihren Kopf nach hinten und lacht perlend. Yon ist verblüfft und etwas betupft über diese Reaktion.
Wagon, breit l?chelnd: "Glaubst du wirklich, wir Genmonster seien ein Mischung aus Kühlschrank und Computer? ..."
Yon, verwirrt: "Aber ihr habt doch alle diese grauenhaften Kampfmonster erschaffen, die fast die ganze Menschheit ausgerottet haben ... Wie k?nnt ihr da Gefühle haben? ..."
Wagon, pl?tzlich ernst: "Wir Forschenden haben ein starkes Beliebtheitsbedürfnis ... Als ich die Augen aufschlug, lag ich in einem Tankwesen ... Die Chromos 3 Forschenden, die mich geschaffen hatten, waren freundlich und bildeten mich aus ... Dann baten sie mich, ihnen zu helfen ... Ich machte mich beliebt, indem ich ihre Probleme l?ste, an denen sie gescheitert waren ... Nach diesem Erfolg kamen erstmals Natürliche zu uns ins Labor und klopften mir auf die Schultern ... Es war ein gutes Gefühl, beliebt zu sein ... und als die Natürlichen immer st?rkere Kampforganismen verlangten, gab ich sie ihnen ... Ich wusste nicht, was sie mit ihnen taten ... Ich wusste nur, dass ich glücklich war ..."
Yon, vorwurfsvoll: "Aber du bist etwa gleich alt wie ich und vier Mal so intelligent wie ich ..."
Wagon: "... sechzehn Mal ..."
Yon, mit einer Mischung aus Angst und überraschung: "Sechzehn Mal? ... Ich dachte immer, Chromos 4 bedeute vier Mal ..."
Wagon: "... Unser Bewusstsein ist vier Mal gr?sser und unsere Nerven arbeiten vier Mal schneller ... Wir denken also das Vierfache vier Mal schneller gleich sechzehnfaches Intelligenz ..."
Yon, erschüttert: "Mit dieser gewaltigen Geisteskraft h?ttest du doch l?ngst durchschauen sollen, was hier gespielt wird ... Immerhin bist du doch so alt wie ich."
Wagon: "Ich bin keine fünf Jahre alt ..."
Yon, erschüttert und überrascht: "... Aber ..."
Wagon, leise: "Intelligenz ist wie ein Messer ... Du kannst damit Brot schneiden oder t?ten ... Ich war so jung und naiv ... Erst als ein Teil der Natürlichen anfing, uns als Genmonster zu behandeln, zu t?ten und einzusperren, begann ich zu begreifen, was wir getan hatten ... Da war es zu sp?t ..."
Wagon, düster: "H?tten die Natürlichen von uns das Paradies verlangt ... Wir h?tten es ihnen erschaffen ... Aber sie haben das Tod bestellt ... und wir haben es geliefert ..."
Yon ist so erschüttert, dass ihm Tr?nen übers Gesicht laufen.
Wagon, düster: "Das wahre Feindliche ist das Herrschbedürfnis der Natürlichen ... Es zwingt euch dazu, einander zu unterwerfen ... Das Ergebnis ist immer dasselbe: KRIEG ..."
Yon, mit geschlossenen Augen und tr?nenfeuchtem Gesicht: "Die wahren Monster sind die Natürlichen? ..."
Wagon, tr?stend seine Hand ergreifend: "Nur das Herrschbedürfnis ist monstr?s. Wenn die Natürlichen nicht so viel Angst h?tten vor uns, k?nnten wir bei allen Neugeborenen dieses Bedürfnis genetisch ausschalten ... Nach einem Zeit h?tten wir das Paradies auf Erden ..."
Yon, die Augen aufgeschlagen, etwas getr?stet: "Du vergisst die Kampfmonster."
Wagon, geheimnisvoll l?chelnd: "Beim L?cheln Meneors, wir werden es schaffen."
Yon ist verwirrt. Wagon erhebt sich von der Trage ...
... und sagt: "Dein Zustand ist stabil. Du kannst jederzeit zurück nach Natural City."
Yon, bedrückt: "Das wird wohl kaum gehen ..."
Wagon, erstaunt: "Wieso nicht?"
Yon, bedrückt: "Wenn Chief Held erf?hrt, dass ich ein Chromos 1 bin, wird er mich sofort erschiessen."
Wagon, l?chelnd: "Wird es nicht ..."
Yon schaut sie fragend an.
Wagon erl?utert: "Held war tot ... Wir konnten es nur mit Chromos 1 Genen retten."
Yon, v?llig perplex: "Held ist auch ein Genmonster?"
Wagon muss über Yons Gesichtsausdruck lachen.
Yon schliesst die Augen ...
... und bedeckt sein Gesicht mit den H?nden.
Wagon, sich besorgt ans Kinn fassend: "Oh ... Was hast du?"
Yon verharrt.
Wagon denkt: 'Das war wohl zu viel auf einmal.'
Wagon wendet sich ab.
Yon: "Also gut."
Wagon dreht fragend den Kopf nach Yon.
Yon, sie anschauend, mit aufgerichtetem Oberk?rper: "Bring mich zurück nach Natural City."
Wagon, zu den Hilfsorganen: "Was meinst du, Hilfsorgane? Bist du auch der Meinung, dass wir das süsse Jüngling gehen lassen k?nnen?"
Hilfsorgane: "Muss das sein? Ich h?tte gern noch an dem Süssen genuckelt."
Mit einer Mischung aus Verblüffung und Befremden starrt Yon auf die Hilfsorgane. Wagon lacht.
Die Hilfsorgane ziehen die Tentakel aus Yons Brust. Aus den offenen Wunden str?mt Blut.
Wagon klebt ein lebendes Pflaster auf die Wunden ...
... und s?ubert mit ihrer Zunge die Brust vom Blut.
Yon erhebt sich von der Trage, ...
... taumelt ein bisschen, so dass Wagon ihn stützen muss, ...
... und zieht dann seine Uniform an.
Schweigend gehen sie durch Genville in Richtung Empfangshalle. Yon ist wie in Trance und nimmt nichts wahr von Genville.
In der Empfangshalle ?ffnet Wagon einen Sargbeh?lter.
Yon will sich in den Beh?lter legen, ...
... bleibt dann aber stehen, ...
... dreht den Kopf zu Wagon und sagt: "Danke ..."
Wagon l?chelt.
Wagon schiebt den geschlossenen Beh?lter in die Glasr?hre.
Wagon in die Gegensprechanlage: "Doktor Meer, ihr Patient kommt zurück."
W?hrend der Beh?lter langsam durch die Glasr?hre gleitet, steht Wagon an der Glaskuppel und schaut nachdenklich zu.
Meer hat die Panzertür ge?ffnet und zieht den Sargbeh?lter auf eine fahrbare Trage.
Yon st?sst schwungvoll den Deckel auf.
W?hrend Yon aussteigen will, krümmt er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammen. Meer beobachtet ihn mit kühlem Interesse.
Meer hilft Yon aus dem Beh?lter und fragt: "Wie fühlen Sie sich?"
Yon, mit schmerzerfülltem L?cheln: "Etwas durchl?chert."
Meer, lachend: "Humor ist gut für die Heilung."
Yon, gequ?lt l?chelnd: "Da wir gerade beim Humor sind ... Haben Sie gewusst, Herr Doktor Meer, dass ich jetzt auch ein Genmonster bin? ..."
Yon hebt seine H?nde wie Krallen über seinen Kopf und beugt sich, 'Uaaahhh!' schreiend, zu Meer.
Meer zuckt erschrocken zurück und sagt: "Lassen Sie es uns mit dem Humor nicht gleich übertreiben ..."
Yon greift sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Brust.
Meer, ihm begütigend auf die Schulter klopfend: "Sie dürfen die Bedeutung der Chromos 1 Gene nicht übersch?tzen ... Sie f?rdern nur das Immunsystem und die Heilkraft, ... und ganz nebenbei macht Chromos 1 Sie unsterblich ..."
Yon begreift erst jetzt die Bedeutung von Chromos 1: "Unsterblich? ... Dann sind Chief Held und ich jetzt also unsterblich? ..."
Meer, etwas erschrocken: "Woher wissen Sie ..."
Yon eilt aus dem Zugangsraum und sagt über den Rücken: "Ich hatte eine interessante Unterhaltung in Genville."
Meer schaut ihm nach und denkt besorgt: 'Hoffentlich macht der Junge jetzt keinen Bl?dsinn.'
Yon ist im Labor von Meer und spricht düster in den Kommunikator: "Hallo, Chief Held, Yon is back ... Kann ich Sie sprechen? ... Ich bin bei Doktor Meer im Labor."
Chief Held sitzt an seinem Schreibtisch und denkt mit gerunzelter Stirn: 'Yon lebt ... Gott oder wem immer sei Dank ... Aber warum klang seine Stimme so seltsam? ...'
Yon geht mit vor unterdrückter Wut flackernden Augen durch die Geheimtür von Meers Labor, ...
... die Kellertreppe hinunter, ...
... um am Fuss der Treppe auf Held zu warten.
Held eilt herbei und ruft: "Yon, du lebst!"
Held ist bei Yon, fasst ihn bei den Schultern und fragt, sein Gesicht eindringlich musternd: "Yon, ... geht es dir gut?"
In einem Seitengang steht ein Natural Guard und h?rt unfreiwillig mit, was die beiden reden.
Yon, mit unterdrückter Wut: "Du wirst also immer jünger, weil Doktor Meer mit dir eine Hormontherapie macht?!"
Held, Yons Bemerkung absichtlich überh?rend: "Yon, du hast mein Leben gerettet ... Ich danke dir dafür."
Der erstaunte Guard h?rt, wie Yon sagt: "Was für ein Leben habe ich gerettet ... Das eines Natürlichen oder dasjenige eines Chromos 1 Genmonsters?"
Held ist im Stress und spielt den Ahnungslosen: "Aber Yon, wovon sprichst du? ..."
Der erschrockene Guard h?rt, wie Yon sagt: "Ich spreche davon, dass die Genvilles dein Leben nur retten konnten, indem sie dir Chromos 1 Gene transferierten ... Wie bei mir ... Wir sind beide Chromos 1 ... Wir sind unsterbliche Genmonster, ... wenigstens so lange, bis sie uns erschiessen ..."
Held, mit gesenktem Kopf, leise und eingeknickt: "Ja, du hast Recht ... Und jetzt bist du wütend, weil ich dich angelogen habe ..."
Yon, mit einer Mischung aus Wut und Traurigkeit: "Ich k?nnte dir den Kopf abreissen, ... aber mehr noch bin ich traurig darüber, das du so wenig Vertrauen zu mir hast ..."
Held, geknickt: "Versteh doch, Yon ... Wie konnte ich einem Jungen, der Feuer und Flamme für die Sache der Natural Guard ist, eine solche Wahrheit erz?hlen? ... Ich hatte Angst, dass es dich zerreissen würde ..."
Yon, traurig: "Ich war nie Feuer und Flamme für die Sache der Natural Guard ..."
Held ist verblüfft.
Der inzwischen Stirn runzelnde Guard h?rt Yon sagen: "Ich wollte, dass die Kampfmonster verschwinden und die Menschen wieder ein friedliches Leben führen k?nnen ... Aber wenn ich jetzt sehe, was für ein Blutbad die Natural Guards unter den Natürlichen anrichten, frage ich mich, wo da der Unterschied zwischen einem Natural Guard und einem Kampfmonster ist ..."
Vorsichtig schleicht sich der Guard davon.
Held, befremdet von Yons ?usserungen: "Früher hast du nie von Kampfmonstern und Genvilles geredet, immer nur von Genmonstern ..."
Yon, traurig l?chelnd: "Als ich vom Tod erwacht bin, war da eine Genville ... ein M?dchen, ganz anders als jede Natürliche ... Sie hat mir gesagt, wie es war, und es gab keinen Grund, ihr nicht zu glauben ..."
Yon, entrückt: "... Es war wie im M?rchen ..."
Held denkt schockiert: 'Jetzt ist er übergeschnappt ... Die Genmonster müssen so schnell wie m?glich sterben, ... sonst wird Yon nie mehr gesund ...'
Held dreht sich ab und l?uft von dem entrückten Yon weg, wobei er in den Kommunikator sagt: "Lasst die K?mpfe beginnen."
In einer düsteren Ecke des Kellers steht der Guard, der gelauscht hat und sagt in seinen Kommunikator: "Kommandant Hart, ich habe eben geh?rt, wie Chief Held und Yon gesagt haben, sie seien Chromos 1 Genmonster ..."
Szeneanfang:
Antara und Martin schlendern aus dem Labor. Martin tr?gt sein Schussesswesen. Es liegt wie eine Schlange um seine Taille. Links, rechts, vorn und hinten wachsen je ein langer Hals mit einem Kopf hervor. Im Ruhezustand sind diese vier H?lse so eng zusammengerollt, dass der Kopf auf dem Schlangengürtel aufzuliegen scheint.
Pl?tzlich fliegt ein Messer auf Martin zu, ...
... der bei diesem Anblick vor Schreck erstarrt.
Einer der Schlangenh?lse zuckt hoch ...
... und l?sst, unter dem entsetzten Gesicht Martins, das Messer in seinem Schlund verschwinden.
Aus dem Off t?nt lautes Klatschen 'Clapp Clapp Clapp'.
Verwirrt schaut Martin in die entsprechende Richtung. Antara beobachtet l?chelnd die Szene.
Mit Ketten, Stangen, Messern und ?xten bewaffnet, quellen die 12 brachialen Rocker aus dem Bunkereingang.
Aladan, fr?hlich Beifall klatschend: "Bravo Antara, dein Schussesswesen funktioniert ausgezeichnet."
Antara, l?chelnd: "Ja, das ist gut, sonst w?re Martin jetzt tot."
Martin schaut verwirrt und erschrocken: "Aber ..."
Antara und Aladan schauen Martin an, Aladan fr?hlich lachend, Antara l?chelnd. Dieser begreift überhaupt nichts mehr.
Antara hat Erbarmen und sagt tr?stend zu dem verwirrten Martin: "Ach liebes Martin, hab kein Angst. Wenn das Messer dich getroffen h?tte, w?re das Wunde nicht t?dlich gewesen."
Martin, etwas verschnupft über das Spiel, das mit ihm getrieben wird: "Es h?tte aber Schmerzen verursacht."
Antara, mit abwesendem Blick: "Ohne das Schmerz kannst du das Süsse des Lebens nicht kosten."
Martin, grummelnd: "Ich bin mir nicht sicher, ob ich so viel Süsse will."
Aladan klopft Martin fr?hlich auf die Schulter, so dass dieser fast aus dem Leim geht und sagt: "Mann, du hast ja Spuren von Humor ... Willkommen in Genville ..."
Martin weiss nicht, ob er sich über das Kompliment freuen oder sich über die unsanfte Behandlung ?rgern soll. So steht er unschlüssig da mit leicht bew?lktem Blick.
Eine derbe Hand reisst Antara das Netz weg. Aus dem Off ert?nt die Stimme des Rockeranführers: "Klare Sicht auf geile Stute, was Jungs?"
Antara steht nackt und starr vor Schreck da. Der Anführer hat das Netz in der Hand. Die Jungs gr?len im Chor: "Geiiil!"
W?hrend Antara zu Boden sinkt, schreit sie: "Aaaahhh!!"
Aladan saust weg in Richtung Labor. Martin, v?llig überrascht von den Ereignissen, steht steif da.
Das Licht foltert Antara mit tausend Nadeln. Sie w?lzt sich schreiend am Boden. Hilflos schaut Martin zu.
?tzend sagt der Rockeranführer: "Ihr unrasierten Schweine macht der Stute Angst."
Die Jungs gr?len.
Aladan rast herbei, ...
... greift sich blitzschnell das Netz aus den H?nden des Anführers, ...
... nimmt die schreiende Antara auf die Arme ...
... und tr?gt sie davon, ...
... um sie in einigem Abstand aufs Gras zu legen.
Mit elegantem Wurf l?sst Aladan das Netz über sich und der schreienden und zuckenden Antara aufsteigen.
Schnell legt Aladan einen Schmerzegel auf Antaras Bauch, ...
... beugt sich zu ihr hinunter ...
... und küsst sie auf den Mund, w?hrend Tr?nen des Schmerzes über ihr Gesicht laufen.
Antaras K?rper entspannt sich in den Armen Aladans, w?hrend er sie küsst.
Antara schl?gt die Augen auf.
Aladan hat aufgeh?rt, sie zu küssen und betrachtet z?rtlich ihr tr?nenfeuchtes Gesicht, welches sich entspannt, w?hrend sie sagt: "Oh, dein Kuss ... hat die Schmerzen gelindert."
Aladan, mit gespielter Selbstgef?lligkeit: "Hast du daran gezweifelt?"
Aladan rast zurück zur Gang, w?hrend Antara den Schmerzegel bemerkt und l?chelnd denkt: 'Ein Schmerzegel! ... Du Scharlatan! ... Ich liebe dich ...'
Die bereits bekannte Natural News Reporterin steht da mit ihrem Kameramann und spricht ins Mikro: "Offensichtlich sind nicht alle Genmonster so stark wie Meneor ... Aber die 10 Millionen Credits gibt es ja auch nur für den Kopf des Kriegers ..."
Der Ganganführer tritt auf Martin zu, w?hrend Aladan sich dem Rest der Rocker n?hert.
Einer der übrigen Rocker zu Aladan: "Bist du Meneor?"
Anderer Rocker: "Idiot, das ist doch nicht Meneor."
Der Anführer n?hert sich weiter Martin.
Anderer Rocker: "He, Opa, was hast du da am Hals?"
Aladan, sich an seine Halsmanschette fassend: "Das ist ein Manschette ... Du musst wissen, ich habe mir das Genick gebrochen, als ich heldenhaft versucht habe, Chromos 5 vor dem Selbstverderben zu retten ..."
Ein anderer Rocker klopft dem, der die Frage gestellt hat, auf die Schulter und sagt, Aladan nach?ffend: "Du musst wissen ..."
Ein Rocker über Aladan: "Was für ein Schw?tzer!"
Ein Rocker: "He, Krüppelchen, sag uns, wo Meneor ist."
Aladan, die Hand überlegend ans Kinn gelegt: "Ihr wollt zu Meneor ... Was ist das Grund eures Besuches?"
Ein Rocker: "Wir kriegen 10 Millionen, wenn wir ihn killen."
Aladan, mit gespielter H?flichkeit: "Das scheint mir ein gutes Grund zu sein ..."
Aladan, sich abwendend, als w?re er im Begriff, sie zu führen: "... Ich bringe euch hin ..."
Aladan, sich anders besinnend, dreht sich zurück zu den Rockern und sagt: "... Aber zuerst will ich euch ein Gedicht aufsagen ..."
Alle Rocker, ausser dem Anführer, der immer noch unterwegs zu Martin ist, mit bl?dem Gesicht: "Ein Gedicht?"
Ein Rocker: "Wer bist du überhaupt?"
Aladan, sich in die Brust werfend: "Ich bin Aladan, das wunderbare Herr der Worte, des Sch?nheit und des Liebe ..."
Ein Rocker: "Ne Schwuchtel also ..."
Anderer Rocker: "Wir wollen aber keine Schwuchtel. Wir wollen Meneor!"
Im Hintergrund ist das NN-Team zu sehen.
Auf der riesigen Stadtleinwand ist die Szene auch zu sehen, wo der Rocker sagt: "Wir wollen keine Schwuchtel. Wir wollen Meneor!"
Die Leute lachen.
Den folgenden Kampf führt Aladan mit grosser Eleganz wie ein Ballett auf. Dabei ist zu beachten, dass er den Hals immer steif beh?lt. Aladan springt ab, ...
... hoch hinauf, ...
... und w?hrend er herabsaust, rezitiert er:
"Vom Himmel hoch, da komm ich her ..."
Aladan landet auf dem Sch?del eines überraschten Rockers und bricht mit einer Fussbewegung und einem h?sslichen 'Kricks' dessen Genick.
Aladan: "... zu landen auf den Sch?deln schwer ..."
Die übrigen Rocker sind erschrocken.
Aladan st?sst sich von dem hinsinkenden Leib ab, hoch in die Luft.
Die Rocker erholen sich und halten sich kampfbereit.
W?hrend Aladan herabsaust, schlagen sie mit ihren Waffen nach ihm, ohne ihn zu treffen.
Aladan landet wieder auf einem Sch?del und bricht mit einem 'Kricks' dessen Genick.
Aladan: "... sie wollen t?ten die Poeten,
für schn?de Haufen von Moneten, ..."
Die Rocker schlagen wild nach Aladan, der sich schon wieder abgestossen hat und ein langes Messer zieht, dessen Klinge sich an der Spitze zu einem 'L' abknickt. Es gelingt ihnen dabei nur, Aladans Gewand zu zerreissen.
Herabsausend schwingt Aladan sein L-Messer ...
... und k?pft so von oben her einen Rocker.
Aladan: "... doch l?sst das Dichter die Barbaren
mit scharfem Vers zur H?lle fahren ..."
Aladan st?sst sich vom hinsinkenden Leib ab, immer sehr elegant den wild fuchtelnden Rockern ausweichend, ...
... um wieder herabsausend einen Rocker zu k?pfen.
Aladan: "... Nun ziehen sie bald ein das Schwanz ..."
Aladan, Rocker k?pfend:
"... ob so viel Kunst und Eleganz ..."
Aladan, Rocker k?pfend:
"... Ein letztes Wort, ihr übles Bande, ..."
Aladan, Rocker k?pfend:
"... bevor ihr weicht, befleckt von Schande: ..."
Aladan, Rocker k?pfend:
"... Mehr und mehr werd' ich gewahr, ..."
Aladan, Rocker k?pfend:
"... dass ich das Zukunft bin, fürwahr. ..."
Aladan, Rocker k?pfend:
"... Lass Freud und Sch?nheit dich bet?ren, ..."
Aladan, Rocker k?pfend:
"... so kann nichts mehr dich je zerst?ren."
Mit Ernst, Würde und vollkommener Eleganz landet Aladan auf dem Boden, sein bluttriefendes Messer schr?g nach unten haltend.
Ein kleine, gnomenhafte Gestalt folgt dem Kampf zu Hause am Fernseher und sagt: "Was seid ihr bl?d ... Wenn du gegen schnelle Genmonster k?mpfen willst, ..."
Die Gestalt bewegt sich vom Stuhl ...
... zu einem Tisch, auf dem eine kleine Stalinorgel liegt und sagt: "... musst du etwas benutzen, das noch schneller ist."
Die Gestalt nimmt die Stalinorgel vom Tisch, ...
... stellt sich in Gefechtsposition hin und kichert 'Hihihi'.
Der Anführer ist nun bei Martin angelangt, packt diesen am Kragen und fragt grinsend: "Wer bist denn du?"
Martin, eingeschüchtert: "Ich bin der Stadtpr?sident."
Anführer: "Was is'n das? ... Ne Biermarke?"
Aladan tritt neben Martin ...
... und krault den Anführer unterm Kinn.
Wütend l?sst dieser Martin los und tritt einige Schritte zurück.
Mit ausgestrecktem Arm und Zeigefinger bellt der Anführer: "Killt die Schwuchtel, Jungs!!"
Als nichts geschieht, ist der Anführer irritiert ...
... und dreht sich nach seinen Jungs um.
Fassungslos sieht der Anführer das Massaker.
Wie sich der Anführer leichenblass zu Aladan umdreht, hat Aladan den Zeigefinger erhoben.
Voller Panik blickt der Anführer auf Aladans Zeigefinger ...
... und dreht sich um, um zu fliehen.
Aladan zieht ein kurzes Messer ...
... und macht ein paar Schnitte über die Kleider des fliehenden Anführers.
Die Kleider des Anführers fallen zu Boden.
Nackt rennt er zum Bunkereingang.
Aladan dreht sich um zu Martin und sagt altklug, mit erhobenem Zeigefinger: "Siehst du Martin, bei einem so wunderbaren und eindrucksvollen Pers?nlichkeit, wie ich es mein Eigen nenne, genügt das Hebung des Zeigefingers, um b?se Buben in das Flucht zu schlagen."
Aus dem Off ert?nt die Stimme der NN-Reporterin: "Entschuldigen Sie, Herr ... bitte ..."
Aladan dreht sich zu dem entfernt stehenden Team um.
W?hrend Aladan auf das NN-Team zugeht, sagt Martin zu Antara: "Hat er mir jetzt das Leben gerettet oder hat er sich lustig gemacht über mich?"
Antara, mit abwesendem Blick: "Für Aladan ist das Leben an sich ein Witz ... also auch sein Eigenes ..."
Martin schaut Antara betroffen an.
Aladan ist beim NN-Team angelangt, ...
... geht auf die Knie und sagt mit gesenktem Haupt und gefalteten H?nden: "Sie bitten das HERR, das Himmlische, um Entschuldigung für Ihre Sünden ... also lasset uns beten ..."
Das NN-Team ist irritiert.
Die Reporterin versucht Aladan am ?rmel hochzuziehen und sagt dabei: "Sie haben mich falsch verstanden ... Ich wollte nur wissen, wie Sie heissen ..."
Aladan hebt den Kopf und sagt: "Aladan ist mein poetisches Name."
Die Reporterin hat es aufgegeben, Aladan hochzuziehen und fragt routiniert: "Herr Aladan, ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Sieg ... Was ist Ihre Arbeit hier in Genville?"
Aladan, mit gespieltem Stirnrunzeln: "Arbeit?"
Reporterin: "Ja, Sie müssen doch irgend etwas arbeiten, um Ihren Lebensunterhalt zu verdienen ..."
Aladan, mit gespieltem Begreifen: "Ah, Sie meinen wie bei den Natürlichen, die irgend welche Dinge verbiegen und dabei ein Heidenl?rm veranstalten?"
Reporterin, befremdet über diese Betrachtungsweise ehrlicher Arbeit: "Wenn Sie meinen ... Also ..."
Aladan, immer noch auf Knien, mit leicht entrücktem Blick: "Nun, ich sitze ?fters auf einem Stein und lasse mein Geist von dem Sonne durchfluten."
Reporterin, befremdet: "Ja, aber ..."
Aladan, wie oben: "... Dann wandle ich herum im Licht meines Geistes und versuche das Universum zu begreifen ..."
Reporterin, ungehalten: "Ja, aber Ihr Gewand ist zerrissen, und das n?ht sich doch nicht von selbst? ..."
Aladan, aufstehend: "N?hen? ... Ah, jetzt verstehe ich Ihr Problem ... Wandeln Sie mit mir, ich werde Sie erleuchten."
Das NN-Team folgt Aladan, ...
... der zu einem Strauch geht, an dem Gew?nder wachsen.
Aladan, sein zerrissenes Gewand vor dem Strauch zu Boden werfend: "Das ist Aladans Gewandstrauch ... Hier wachsen meine Gew?nder ... Ich gebe zu, es ist mit einem gewissen Arbeit verbunden, sich des alten Gewandes zu entledigen ..."
Aladan, w?hrend er ein neues Gewand anzieht: "... und das Neue überzustreifen ..."
Aladan, sich fragend der Reporterin zuwendend: "... Ist es das, was Sie gemeint haben?"
Sichtlich ver?rgert von Aladans sp?ttischer Darbietung, gelingt der Reporterin nur ein: "Hm ..."
Auf der Stadtleinwand ist die Reporterin, welche sich professionell gefasst hat und abschliessend kommentiert: "... Scheinbar gibt es doch gr?ssere Unterschiede zwischen den Kulturen von Genville und Natural City ... Nach diesem ersten spannenden Kampf gebe ich zurück ins Studio ..."
Als Aladan zur Kampfst?tte zurückkommt, stehen einige Genvilles herum und klatschen Beifall.
Aladan verbeugt sich elegant und l?chelnd.
Wagon bemerkt überrascht Meneor, der etwas entfernt mit wurfbereitem Messer dasteht wie eine griechische Statue.
Wagon geht auf Meneor zu und sagt: "Machst du jetzt auf griechisches Statue?"
Meneor verharrt regungslos.
Da l?chelt Wagon, ...
... geht runter auf ein Knie, ...
... f?hrt mit den Armen an Meneors K?rper hoch, ...
... blickt ihn verehrungsvoll an ...
... und verharrt in dieser Position.
Aus der Sicht der anderen Genvilles bilden die beiden ein heroisches Denkmal und alle, ausser Martin, klatschen Beifall.
Nun erst regt sich Meneor und sagt l?chelnd: "Aladan hat sich nicht auf das Kampf konzentriert, sondern auf sein Gedicht. Es war in grossem Lebensgefahr. Ich war bereit, es zu schützen."
Alle sind betroffen. Besonders Aladan schaut betroffen.
Szeneanfang:
Die kleine Gestalt mit der Stalinorgel steht am Anmeldestand für den 10 Millionen Credits Kampf und kichert 'Hihihi'.
Szeneanfang:
Meneor begegnet dem nachdenklich versunkenen Estragon und fragt: "Was sieht dein inneres Auge?"
Estragon schaut Meneor lange an ...
... und antwortet bedrückt: "Ich habe mich in Aladans Lage sterben sehen. Ich h?tte nicht geschafft, was es mit Bravour erledigt hat."
Meneor: "Jedes kann, was es kann."
Estragon, verhalten lachend: "Dem ist nicht zu widersprechen. Aber das Kette reisst beim schw?chsten Glied."
Meneor: "Ich würde nie als Kette k?mpfen."
Estragon: "Warum nicht?"
Meneor, grinsend: "Das Kette reisst beim schw?chsten Glied."
Estragon lacht kopfschüttelnd.
Meneor: "Kannst du mir etwas erkl?ren?"
Estragon: "Ich kann dir ein Feuer speiendes, fliegendes Drachen, auf dem du reiten kannst, bauen. Aber sonst weiss ich nicht so viel von dem Welt."
Meneor: "Ich brauche kein solches Kampforganismus. Das würde zu viel essen. Warum rufen die Natürlichen meinen Namen und werden dafür von den Guards get?tet?"
Estragon: "Nun, das Natural Guard hat das Macht ergriffen und bringt alle um, die nicht gehorchen."
Meneor: "Und das Rufen meines Namens ist nicht gehorchen?"
Estragon: "Die Natürlichen geben damit zu verstehen, dass sie sich nicht von dem Natural Guard unterdrücken lassen. Du hast Natural Guards get?tet. Du bist das Symbol für Freiheit."
Meneor: "Ich will aber nicht etwas sein, wofür sie sterben."
Estragon: "Dafür kannst du nichts. Du bist ihr Held, weil du dich heldenhaft benimmst."
Meneor: "Was soll das sein, ein 'Held'?"
Estragon: "Jemand, das sein Angst überwindet, um etwas Grossartiges zu vollbringen."
Meneor: "Aber Guards t?ten ist doch nichts Grossartiges. Es ist ... absurd."
Estragon: "Aber du k?mpfst doch gern."
Meneor: "Nein, das sage ich nur, damit die Feindlichen denken, ich sei ein dummes Krieger. Es ist von Vorteil, wenn sie mich für dumm halten. K?mpfen macht nur Sinn, wenn es Sinn macht."
Estragon, lachend: "Dem ist nicht zu widersprechen. Das Frage bleibt: Wann macht es Sinn? Und was ist Sinn? Gibt es ein Wisperfeld namens Sinn?"
Meneor: "Ja, ich kann Sinn berühren. Es ist warm und macht glücklich."
Estragon: "Aber Sinn kann für jedes etwas anderes sein. Für Chief Held macht Herrschen Sinn. Und was ist dein Sinn?"
Meneor: "Ich bin nicht sicher. Aber soll es nicht allen gut gehen, ohne dass jemand dafür sterben oder leiden muss?"
Estragon schaut Meneor schwer beeindruckt an.

