Kapitel 7 – Die Geschichte hinter der Stimme
Nachdem sich alle gesetzt hatten, lag eine gespannte Stille im Raum.
Arin stand ruhig vor ihnen. Seine Pr?senz erfüllte den Raum auf eine seltsame Weise – nicht bedrohlich, aber auch nicht gew?hnlich.
Phirun sah ihn direkt an.
?Also…“, sagte er schlie?lich. ?Du bist die Stimme.“
Arin nickte leicht.
?Ja.“
Somchai konnte seine Augen immer noch kaum von ihm abwenden.
Niran bemerkte das und stie? ihn leicht mit dem Ellenbogen an.
?Benimm dich“, flüsterte er.
Somchai r?usperte sich schnell und versuchte, wieder ernst zu wirken.
Arin l?chelte kurz, als h?tte er das alles genau bemerkt.
?Du musst dich nicht verstellen“, sagte er ruhig zu Somchai. ?Ehrlichkeit steht dir besser.“
Somchai wurde erneut rot, w?hrend die anderen leise lachten.
Dann wurde Arins Blick wieder ernst.
?Ihr verdient eine Erkl?rung.“
Er sah zuerst Phirun an.
?Und du am meisten.“
Arin begann langsam durch den Raum zu gehen, w?hrend er sprach.
?Diese Welt ist nicht so stabil, wie die meisten Menschen glauben. Es existieren Risse – überg?nge zwischen verschiedenen Ebenen der Realit?t.“
Niran runzelte die Stirn.
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?Du meinst… andere Welten?“
Arin nickte.
?Ja.“
Er blieb stehen.
?Die meisten dieser Risse ?ffnen sich nur für Sekunden. Doch manchmal entstehen stabilere überg?nge. Wenn das passiert, k?nnen Wesen aus anderen Ebenen versuchen, in unsere Welt zu gelangen.“
Somchai verschr?nkte die Arme.
?Und ihr stoppt sie?“
?Genau.“
Arin sah kurz zu Kawin.
?Die Hüter existieren genau aus diesem Grund.“
Phirun h?rte still zu.
Dann fragte er leise:
?Und ich?“
Arin sah ihn direkt an.
?Du bist anders.“
Der Raum wurde still.
?Als du geboren wurdest“, fuhr Arin fort, ?war die Energie des Risses ungew?hnlich stark. Dein Leben begann genau in dem Moment, in dem sich ein solcher übergang schloss.“
Phirun schluckte.
?Deshalb bin ich… das Tor?“
Arin nickte langsam.
?Du bist ein lebender Anker zwischen zwei Realit?ten.“
Somchai pfiff leise.
?Das klingt… ziemlich gro?.“
?Es ist gro?“, antwortete Arin ruhig.
?Und gef?hrlich.“
Niran verschr?nkte die Arme.
?Also jagen diese Schattenwesen ihn, weil sie durch ihn in unsere Welt kommen wollen?“
?Ja.“
Phirun senkte kurz den Blick.
?Und wenn ich die Kontrolle verliere?“
Arin antwortete ehrlich.
?Dann k?nnten sich Risse ?ffnen.“
Der Raum wurde wieder still.
Somchai sah zu Phirun.
?Hey.“
Phirun blickte auf.
?Du bist immer noch du.“
Anan nickte.
?Genau.“
Phirun l?chelte schwach.
Doch nach einer Weile stand er auf.
?Ich brauche kurz frische Luft.“
Niemand hielt ihn auf.
Er ging hinaus auf die Terrasse.
Die Nachtluft fühlte sich kühl und ruhig an.
Phirun atmete tief ein.
So viele neue Wahrheiten.
So viele Fragen.
Hinter ihm ?ffnete sich leise die Tür.
Kawin trat hinaus.
?Ich dachte mir, dass du hier bist.“
Phirun sah über die Stadt.
?Alles fühlt sich pl?tzlich so gro? an.“
Kawin lehnte sich neben ihn ans Gel?nder.
?Das ist es auch.“
Ein paar Sekunden vergingen.
Dann fragte Phirun leise:
?Hattest du Angst, mir das alles zu erz?hlen?“
Kawin antwortete ehrlich.
?Ja.“
Phirun sah ihn an.
?Warum?“
Kawin sah kurz zu ihm.
?Weil ich nicht wusste, ob du danach noch bleiben würdest.“
Phirun l?chelte schwach.
?Ich laufe nicht so leicht weg.“
Kawin erwiderte das L?cheln.
Doch dann wurde Phirun wieder ernst.
?Ich muss nach Hause.“
Kawin sah ihn überrascht an.
?Jetzt?“
Phirun nickte.
?Das ist einfach zu viel für mich.“
Er sah ihn kurz an.
?Es tut mir leid.“
Dann ging er zur Tür.
?Phirun—“
Doch er blieb nicht stehen.
Ein paar Minuten sp?ter war er verschwunden.
Im Haus herrschte Stille.
Somchai sah zur Tür.
?Er kommt zurück.“
Arin nickte ruhig.
?Er muss nur seinen eigenen Weg dorthin finden.“
Kawin stand noch immer auf der Terrasse.
Sein Blick lag irgendwo in der Dunkelheit.
Und zum ersten Mal fragte er sich…
ob er Phirun wirklich verlieren k?nnte.
Fortsetzung folgt

