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Band 54

  Szeneanfang:

  Nach Stunden erscheint ein m?chtiges, zerklüftetes Felsmassiv, das sich aus der Wüste erhebt wie eine Insel. Eine Schlucht führt vom Sandboden an aufw?rts. Vor dem Eingang zur Schlucht ist der Sand auf einer grossen Fl?che schwarz.

  Nach dem letzten Sprung f?ngt das Pilzwesen die Reisenden auf und l?sst sie sanft landen, indem es sich in den Boden zurück zieht.

  Wie alle auf dem schwarzen Sand stehen, sagt Myrta befremdet: "Was ist hier geschehen? Das sieht aus wie Russ."

  Antara, mit geschlossenen Augen: "Das Pilzwesen zeigt mir, wie das Imperium versucht hat, es mit grossen Mengen Flüssigkeit zu verbrennen. Das Pilzwesen hat viele Schmerzen erlitten, ist aber immer wieder zurück gekehrt, bis das Imperium aufgegeben hat."

  Max, mit gemischten Gefühlen: "Das Pilzwesen ist offenbar fest entschlossen, uns Natürliche an einer erneuten Ausbreitung zu hindern."

  Iris, sarkastisch: "Besch?mend, dass ein Pilz mehr Hirn hat als wir."

  Max, auf den Eingang der Schlucht zu schreitend: "Dann wollen wir mal sehen, ob sie genug Hirn haben für einen Friedensvertrag."

  Meneor: "Warte, Max! Wenn sie Angst haben vor Kampforganismen, haben sie das Eingang des Schlucht verpengt."

  Max bleibt mit Fragezeichengesicht stehen.

  Iris, grinsend: "Meneor meint vermint."

  Meneor analysiert mit geschlossenen Augen den Schluchteingang und sieht mit seinem Feldsinn zahlreiche Tellerminen.

  Meneor wirft mit offenen Augen ein Messer an die dreissig Meter weit in die Schlucht und sagt: "Ab da gibt es keine Pengs mehr."

  Antara: "Soll ich sie aufl?sen?"

  Meneor: "Spar dein Kraft. Das Pilzwesen kann uns werfen."

  So, wie sie vorhin gereist sind, fliegen sie in hohem Bogen über das Minenfeld ...

  ... und landen sicher jenseits von Meneors Messer, der es sogleich wieder in den Gürtel steckt.

  Myrta, den oberen Rand der etwa zwanzig Meter hohen Schluchtw?nde kritisch musternd: "Wenn ich dieses Schlucht verteidigen wollte, würde ich dort oben Scharfschützen postieren."

  Piri, zu Meneor: "Gehst du rechts und ich links?"

  Meneor nickt und sagt: "Wenn wir uns Messer zu werfen, ist es bis dort sicher."

  Verblüfft beobachtet Max, wie Piri und Meneor die senkrechten Felsw?nde mit affenartiger Beh?ndigkeit in wenigen Sekunden erklimmen.

  Kurze Zeit sp?ter fliegen hundert Meter weiter vorn zwei Messer über dem Abgrund aneinander vorbei.

  Antara: "Lasst mich voran gehen, damit ich Ausschau halten kann nach Fallen und Minen."

  Zügig bewegt sich die merkwürdige Gesellschaft, immer den fliegenden Messern folgend, aufw?rts durch die Schlucht, ...

  ... bis die W?nde sich dem Boden n?hern und der Weg auf eine mit grossen Felsen übers?te Fl?che mündet, wo Meneor und Piri sich wieder dazu gesellen.

  Wie sich alle geduckt hinter einem Felsen eingefunden haben, sagt Piri, nach vorn weisend: "Dort ist ein Felswand mit einem grossen metallenen Tor. Was willst du jetzt tun, Max?"

  Max zieht einen Teleskopstock auseinander ...

  ... und bindet ein weisses Tuch an dessen Spitze.

  Max: "Ein weisses Tuch ist ein Zeichen des Friedens. Ich werde damit auf sie zu gehen und hoffen, dass sie bereit sind für ein Gespr?ch."

  Seine Fahne schwenkend, steht Max auf, sodass er vom Tor aus sichtbar wird.

  Mit einem Hechtsprung reisst Meneor Max von den Füssen, w?hrend gleichzeitig eine Geschossgarbe das weisse Tuch zerfetzt.

  Meneor, dem entsetzten Max das zerfetzte Tuch hin haltend, grinsend: "Ein kurzes Gespr?ch. Willst du noch mehr Frieden oder das Imperium vernichten?"

  Max, verzweifelt: "Ja, meine Mission ist gescheitert. Aber gegen diese übermacht haben wir doch keine Chance. Es tut mir Leid, dass ich euch in diese ausweglose Situation gebracht habe. Ich h?tte nicht gedacht, ...

  Das laute Gel?chter von Pferdchen und Giftstrauss bringt den konsternierten Max zum Verstummen.

  Piri: "Meneor, was siehst du?"

  Meneor, mit geschlossenen Augen: "Links und rechts oben zwei Vielpeng, in dem Mitte ein dickes Rohr."

  Piri, mit "Zisch, Bumm" ein Messer werfend: "Zuerst das dicke Rohr."

  Piri, zwei weitere Messer mit "Zisch, Bumm" werfend: "Dann die Vielpengs."

  Drei starke Detonationen lassen den Boden erzittern.

  Pferdchen, los rennend: "Ich ?ffne das Tür."

  Iris ruft: "Ohren zu!"

  Eine gewaltige Detonation wirbelt Staub, Steine und Metallteile am Felsenversteck vorbei.

  Fassungslos sieht der auf dem Rücken liegende Max das bombenlose Pferdchen in hohem Bogen durch die Luft fliegen und strahlend rufen: "Ayeeehhh!!!"

  Antara: "Spart eure Messer. Ich übernehme die Panzer."

  Max denkt schockiert: 'Panzer! Das ist das Ende!' ...

  ... und linst seitlich hinter dem Felsen vorbei auf das v?llig zerst?rte Tor, hinter dem zwei Panzer auf fahren und dabei sind, ihre Kanonen bedrohlich auf die Angreifer zu richten.

  Max sieht die kniende Antara mit geschlossenen Augen und beschw?rend ausgestreckten Armen ...

  ... und starrt ungl?ubig auf den vorderen Panzer, dessen Turm sich nach hinten dreht.

  Sobald die beiden Kanonen der Panzer auf einander zielen, l?st sich aus beiden gleichzeitig ein Schuss, ...

  ... wodurch die beiden Panzer mit Get?se in Schrott verwandelt werden.

  Wie Pferdchen strahlend angerannt kommt, fragt Meneor grinsend: "Gef?llt dir das Abwechslung?"

  Pferdchen, begeistert: "Und wie!"

  Pferdchen, wieder in Deckung: "Was kommt als n?chstes, Krieger?"

  Meneor, konzentriert: "Fünfzig zu Fuss."

  Max, beelendet, denkt: 'Fünfzig Infanteristen! Das ist das Ende!'

  Giftstrauss: "Die übernehme ich."

  Max schaut Giftstrauss an und denkt befremdet: 'Gibt es hier keine Kommandostruktur? Jeder macht, was er will.'

  Giftstrauss hebt seinen Kopf so dicht über den Felsen, dass er kaum zu sehen ist und beobachtet, wie die schwer bewaffneten Infanteristen aus dem Tor str?men.

  Giftstrauss' Kopf zuckt hin und her und spuckt innerhalb von Sekunden fünfzig Kugeln, ...

  ... welche die Infanteristen im Gesicht treffen ...

  ... und sie in Schleim zerfliessen lassen, ...

  ... bis der Boden übers?t ist mit Uniformen, aus denen Schleim im Boden versickert.

  Pferdchen, zu Lena: "Lena, gibst du mir deine beiden breitesten Messer?"

  Lena, ihre Arme hebend: "Bedien dich. Aber warum ist es pl?tzlich so still?"

  Pferdchen, zwei Messer nehmend, grinsend: "Giftstrauss hat für Ruhe gesorgt. Schau."

  Vorsichtig linst Lena hinter dem Felsen hervor und sagt betroffen: "Alle tot?"

  Auch Max wagt neben Lena einen Blick und sagt fassungslos: "Wie ist das m?glich?"

  Pferdchen: "Wenn Giftstrauss dich anspuckt, l?st du dich in Schleim auf."

  Max, Giftstrauss musternd, begreifend: "Dann war das mit der Kampfkraft gar kein Scherz. Ihr seid Furcht erregend!"

  Pferdchen: "Ja, aber nur für die, die uns t?ten wollen."

  Iris, mahnend: "Nach diesem netten Plausch sollten wir vorrücken, bevor sie sich neu formieren k?nnen."

  Piri, kichernd: "Und tretet dabei nicht auf Schleim. Das ist nicht so gut. Ich habe da meine Erfahrungen."

  Max, neugierig: "Erfahrungen?"

  Piri, strahlend: "Ja, ich bin auf ein Kapsel von Giftstrauss getreten und Meneor musste mir das Kopf abschneiden, damit ich mich nicht ganz in Schleim verwandle."

  Max, verwirrt: "Und ... ?hm ... Verzeih die Frage, aber warum lebst du dann noch?"

  Piri, strahlend: "Meneor hat mein Kopf Hilfsorgane zugeworfen. Und es konnte mich am Leben erhalten, bis alles nach gewachsen ist."

  Max, befremdet: "Und warum strahlst du so, wenn du von diesem schrecklichen Erlebnis erz?hlst?"

  Piri, wie oben: "Ich strahle immer, wenn ich an Meneor denke, denn dank ihm bin ich glücklich."

  Iris, mahnend: "Bevor wir uns weiter in die Details von Meneors und Piris Liebesleben ein arbeiten, sollten wir ..."

  Max, Stirn runzelnd: "Wartet! Wir wissen nicht, was uns da drin erwartet. Jeder Zeit kann jemand schwer verletzt werden und es dauert Stunden, bis Hilfe zur Verfügung steht. Unter solchen Umst?nden w?re Piri gestorben."

  Antara: "Das ist ein gutes Idee, Max. Ich werde Lebensinsel bitten, die Nutzwesen her zu bringen."

  Sekunden sp?ter sieht Max mit offenem Mund, wie Lebensinsel aus dem Nichts auftaucht und die Nutzwesen von ihm runter hüpfen.

  Bioskop: "Huch, da raucht's schon sch?n."

  Trage: "Wenn den Nutzlosen langweilig ist, machen sie Kriegsspiele."

  Lachend gesellen sich die Nutzwesen zu den Anwesenden, w?hrend Lebensinsel verschwindet.

  Tank: "Jetzt k?nnt ihr euch zerfetzen lassen. Wir flicken euch zusammen."

  Hilfsorgane: "Aber wir bleiben hinter diesem Felsen. Wir wollen euch ja nicht das Spass verderben."

  Ili, lachend: "Was heisst hier Spass verderben? Ihr k?nnt ja gar nicht k?mpfen."

  Bioskop: "Wir k?nnten in fünf Minuten ein Aerosol bauen, das alle Natürlichen auf diesem Berg t?tet."

  Lena, betroffen: "Und warum macht ihr es nicht?"

  Trage: "Erstens würde es auch dich t?ten, Lena. ..."

  Hilfsorgane: "... Zweitens k?nnte dieses Gift Wirkungen haben, die wir jetzt noch nicht abzusch?tzen verm?gen. ..."

  Tank: "... Drittens haben uns die Natürlichen vorgemacht, was geschieht, wenn du dein Lebensraum vergiftest."

  Lena, nerv?s kichernd: "Dann riskieren wir hier unser Leben, damit wir nicht unser Leben riskieren."

  Gel?chter.

  Lena, zu den andern, entschlossen: "Dann auf in das Kampf!"

  Iris, vorsichtig hinter dem Felsen hervor lugend, zerknirscht: "Na toll, jetzt haben sie ein Antwort auf Giftstrauss gefunden."

  Vor dem Felsen hat sich eine Reihe von dreissig Soldaten gebildet, die sich mit Schilden gegen Giftstrauss' Kapseln schützen, und langsam auf den Felsen vorrücken.

  Myrta, gestresst: "Was machen wir jetzt?"

  Meneor: "Sie werden sich selber t?ten."

  Meneor, zwei Messer ziehend, zu Pferdchen, Ili und Piri: "Bereit?"

  Die Angesprochenen nicken.

  Die andern ausser Giftstrauss, machen ein Fragezeichengesicht.

  Die Soldaten beginnen, Eierhandgranaten zu schmeissen, ...

  ... sodass bald, zum Entsetzen der Fragezeichengesichter, ein Hagel der Vernichtung auf die Genvilles nieder zu gehen droht.

  Meneor, Pferdchen, Ili und Piri bewegen sich schnell wie ein Spuk und schlagen mit ihren Messern die Granaten zurück, ...

  ... sodass s?mtliche Granaten auf die entsetzten Soldaten herab regnen, ...

  ... ein Stakkato von Explosionen erzeugen ...

  ... und ein entsetzliches Bild aus Blut und Leichenteilen übrig lassen.

  Iris ruft konsterniert: "Diese Verrückten spielen Ping Pong mit Handgranaten!"

  Giftstrauss, vorsichtig über den Felsen linsend: "Alles klar."

  Giftstrauss, Pferdchen und Meneor lachen sich laut an.

  Befremden bei den andern, ausser bei Antara.

  Myrta, befremdet: "Was genau ist jetzt so lustig an zerfetzten K?rpern?"

  Antara, entrückt, melancholisch: "Wie k?nnten sie über tausend Leichen gehen, wenn sie an jedem verzweifeln?"

  Nachdenkliches Publikum, ...

  ... welches aufhorcht, wie Meneors Stimme jenseits des Felsens sagt: "Kommt ihr?"

  Schweigend zieht die Gruppe über das Leichenfeld auf das Tor mit den zerst?rten Panzern zu.

  Lenas Blick bleibt an zerfetzten K?rper h?ngen.

  Iris: "Warum tust du dir das an, Lena? Schau doch einfach geradeaus."

  Lena: "Als Schuhverk?ufer habe ich alles ausgeblendet, was mir unangenehm erschien. Und trotzdem bin ich fast erstickt vor Einsamkeit. Und mein Leben war so langweilig wie ein endlos ausgewalltes Teig. Seit ich in Genville bin, haben meine Gefühle so starke Farben bekommen. Es ist, als w?re ich neu geboren. Und soll ich jetzt, wo ein tiefes Schwarz mich erfüllt, davor fliehen, sodass erneut ein verwaschenes Grau mein Leben bestimmt?"

  Iris, beeindruckt: "Wow, Lena! Das ist das Weg des Kriegers."

  Wie alle hinter einem zerst?rten Panzer in Deckung sind, sagt Meneor, nach vorn deutend: "Da sind vier Pengs und ein Rohr. Kommt erst, wenn ich rufe."

  Myrta, besorgt: "Du willst allein ..."

  Da ist Meneor schon abgesprungen, ...

  ... landet auf dem zweiten zerst?rten Panzer, ...

  ... st?sst sich von diesem in Richtung Boden ab, wobei Kugeln auf den Panzer treffen, wo er eben noch gestanden hat, ...

  ... bewegt sich,. wie ein Ball rollend, Blitz schnell vorw?rts, w?hrend Kugeln seinen Weg durchpflügen und gleichzeitig vier Messer davon zischen, ...

  ... auf ihren Raketenstrahlen in alle Richtungen reiten ...

  ... und die vier Schützen in einem Stakkato von Explosionen vernichten.

  Wie Meneor stoppt und sich aufrichtet, ?ffnet sich vor ihm der Boden ...

  ... und eine bedrohlich aussehende Kanone mit einem dicken Rohr wird hoch gefahren.

  Meneors Arm zuckt ...

  ... und ein Messer zischt in das Kanonenrohr, ...

  ... wo es, hinten angekommen, detoniert und damit das zum Abfeuern bereite Geschoss zur Explosion bringt, ...

  ... sodass von der Kanone nur noch rauchende Trümmer übrig bleiben.

  Meneor dreht sich um ...

  ... und nickt der wurfbereit neben dem Panzer stehenden Piri l?chelnd zu.

  Wie die Gruppe wieder beisammen ist, geht sie auf eine hohe Mauer zu, in der auf halber H?he eine rauchende ?ffnung zeigt, wo Meneors Messer gelandet ist, und unten nur eine massive Stahltür das einzige Weiterkommen verspricht.

  Wie sie vor der Stahltür stehen, schauen sich Meneor und Antara vielsagend an.

  Antara: "Es ist ein Labyrinth. Und hinter jedem Ecke steht ein Schütze."

  Ili, ein Messer zückend: "Ich mache das."

  Max, besorgt: "Aber die Schützen sind vielleicht gut getarnt. Und du wirst mehr Messer brauchen, als du hast."

  Ili, die Riegel der Tür mit einem Messer aufschneidend: "Ich werde nur ein Messer brauchen."

  Max macht ein Fragezeichengesicht.

  Wie die Tür aufgeschnitten ist, sagt Ili: "Geht jetzt weg vom Tür. Es wird bestimmt schiessen, wenn ich es ?ffne."

  Wie alle zur Seite hin ausgewichen sind, gibt Ili der Tür einen Tritt, sodass sie nach innen aufgeht, ...

  ... und prompt fliegen Kugeln aus der Tür?ffnung.

  Ili wirft ihr Raketenmesser durch die Tür?ffnung, ...

  ... welches detoniert.

  Ili: "Ich hole euch, wenn ich alle get?tet habe."

  Max, protestierend: "Verdammt, Ili, das ist gef?hrlich!"

  Ili, zu Max, l?chelnd: "Dann versuch mal, mich zu erschiessen."

  Max, konsterniert: "Spinnst du?"

  Ili, lachend: "Dann ziel wenigstens mit dem Finger auf mich und sag 'Peng', wenn du abdrückst."

  Der verwirrte Max l?sst seine Pistolenhand hoch zucken ...

  ... und sagt, mit dem Finger auf Ili zeigend: "Peng!"

  Aber da ist keine Ili mehr zu sehen.

  Ili hat sich unsichtbar gemacht und steht hinter Max, ihre Z?hne sanft an Maxens Nacken drückend, und sagt: "Du bist tot."

  Max f?hrt verblüfft herum, kann aber Ili nicht sehen, die sich weg bewegt hat, sodass er sie auch nicht ertasten kann.

  Max, verwirrt: "Himmelherrgott, wo bist du?"

  Ili: "Hier."

  Max schaut nach der Quelle des "Hier" und sieht nichts.

  Ili, an anderer Stelle: "Hier."

  Der v?llig verwirrte Max sieht wieder nichts.

  Ili macht sich lachend sichtbar: "Hier."

  Max, fassungslos: "Du kannst dich unsichtbar machen?!"

  Allgemeines Gel?chter.

  Max, Kopf schüttelnd, l?chelnd: "Du hast mich sch?n reingelegt."

  Ili macht sich wieder unsichtbar und betritt die Tür?ffnung.

  Lena: "Ich komme mit. Wenn du verletzt wirst, bringe ich dich zurück."

  Ili: "Aber du kommst mir erst nach, wenn ich sage, dass es gut ist."

  Lena nickt.

  Nach einigen Sekunden h?rt Lena Ili sagen: "Gut."

  Lena verschwindet in der Tür.

  Antara, melancholisch l?chelnd: "Lena würde sich lieber ein Kugel einfangen, als Ili sterben zu sehen."

  Iris, sarkastisch: "Puh, so schlimm ist es."

  Myrta, lachend: "Ach, Iris!"

  Allgemeines Gel?chter.

  Max, nach oben blickend, unbehaglich: "Und wir stehen hier nicht auf dem Serviertablett für eine Granate oder eine Flugzeugbombe?"

  Antara, etwas entrückt, weil sie sich konzentriert: "Im Moment gibt es kein Auge, das uns sieht."

  Dampfwolken quellen aus der Tür?ffnung.

  Pferdchen, lachend: "Ili macht m?chtig Dampf."

  Giftstrauss und Meneor lachen.

  Max macht ein Fragezeichengesicht.

  Antara, zu Max, melancholisch: "Ilis Gift l?sst das K?rperflüssigkeit verdampfen. Das ist das Wasser der Toten."

  Max entsinnt sich mit grossen Augen, wie Ili gesagt hat "Ich kann allein tausend Guards t?ten." und denkt: 'Gott oder wem immer sei Dank, dass ich nie einen Krieg gegen Genville angefangen habe! W?re Ritsch nicht gestorben, h?tte ich es vielleicht getan, um die Herrschaft zu erringen. Dann w?re Ili unsichtbar in mein Büro gekommen und h?tte mich verdampft. Und, verdammt nochmal, ich h?tte es verdient!'

  Antara, melancholisch l?chelnd: "Du kannst nur zuschauen, wie du geschiehst und hoffen, dass dein Vorhandensein mehr Freude erzeugt als Schmerz."

  Max, zweifelnd: "Und, tut es das? Wir veranstalten hier ein Massaker ..."

  Antara, wie oben: "... und vermeiden damit die Schmerzen von Millionen."

  Max, Stirn runzelnd: "Dieses Aufrechnen von Schmerz und Freude bereitet mir Mühe. Wenn jemand chronisch krank ist und jeden Tag Schmerzen hat, soll ich ihm eine Kugel in den Kopf jagen und ihn damit tr?sten, dass ich viel Schmerz vermieden habe?"

  Antara, wie oben: "Nein, du k?nntest alles dran setzen, zu forschen, zu begreifen, ein Mittel zu finden. Und dem Leidenden mit deinem Anstrengung Hoffnung und Zuversicht schenken, bis das Tag kommt, wo du dem Leiden dein Lanze aus Wissen ins Herz stecken kannst, sodass es sich aufl?st und das Kranke gesund wird und ein neues Leben bekommt."

  Antara, kichernd: "Aber wenn dir das zu mühselig erscheint, kannst du das Kranke einfach zu unseren Nutzwesen bringen, um es gesund zu machen."

  Max, nachdenklich: "Wir k?nnten uns auch umbringen lassen, dann müssten wir kein Massaker veranstalten. Aber dann würden die Grausamsten obsiegen. Und das ist irgendwie nicht das, was es sein soll."

  Meneor, vorsichtig durch die Tür?ffnung gehend: "Das Dampf zeigt uns das Weg."

  Antara: "Ich passe am Schluss auf."

  Max, Antara musternd, besorgt: "Ich k?nnte doch ..."

  Myrta, Max tr?stend die Hand auf die Schulter legend: "Lass gut sein, Max. Antara sieht zwar aus wie ein Schutz bedürftiges nacktes Frau, aber es ist hundert mal st?rker als wir."

  Max, Kopf schüttelnd, l?chelnd: "Wie oft werde ich noch über meine Vorurteile stolpern?"

  Durch das Labyrinth ziehend, ...

  ... st?sst die Gruppe bald auf Ili und Lena, die vor einer massiven Metalltür warten.

  Ili, auf die Tür zeigend: "Ist da ein Bombe?"

  Meneor: "Nein. Da sind Natürliche. Sie haben Angst."

  Meneor ?ffnet mit ein paar sirrrenden Schnitten eines Messers die Tür.

  Wie alle die dahinter liegende Grossküche betreten haben, sehen sie sich einer ver?ngstigten Schar von Küchenpersonal gegenüber, die verschiedene Küchenutensilien in der Hand halten, darunter auch ein Koch mit einem grossen Rüstmesser.

  Pferdchen: "Sie haben Waffen, aber ob sie k?mpfen wollen?"

  Das mit zwei Messern bewaffnete Pferdchen tritt vor den Koch und sagt: "Willst du k?mpfen?"

  Koch, eingeschüchtert: "Womit denn? Ich habe doch bloss ein Rüstmesser."

  Pferdchen: "Ich habe auch bloss Messer. Warum willst du mit deinem nicht k?mpfen?"

  Koch, eine Lauchstange hoch haltend: "Das ist eine Lauchstange. Ich brauche das Messer, um sie zu zerkleinern. Schauen Sie."

  Der Koch hat die Lauchstange auf ein Brett gelegt und schneidet sie mit geübten Schnitten in schmale Ringe, ...

  ... die er Schwungvoll in eine grosse Pfanne bef?rdert.

  Pferdchen schaut interessiert zu, ...

  ... geht auf den Koch zu, der erschrocken zurück weicht, ...

  ... schnappt sich eine Lauchstange von einem Stapel ...

  ... und hackt vor dem fassungslosen Küchenpersonal den Lauchstapel in Sekunden zu Ringen und füllt damit die Pfanne.

  Pferdchen: "Und was wird das jetzt?"

  Koch, zitternd vor Aufregung über das merkwürdige Gesch?pf: "Da kommen noch andere Gemüse, Wasser und Salz hinein. Dann wird alles gekocht und ergibt eine Gemüsesuppe, die hoffentlich dem Imperator schmeckt, weil wir sonst bestraft werden."

  Pferdchen, befremdet: "Warum macht das Imperator sein Suppe nicht selbst, wenn es will, dass es ihm schmeckt?"

  Koch, geschockt über diese blasphemische Frage: "Wir sind hier im Dunkeln und verrichten alle Arbeiten, damit der Imperator im Licht herrschen kann."

  Pferdchen: "Warum geht ihr nicht auch ins Licht?"

  Koch, bedrückt: "Wir dürfen unsere R?ume nicht verlassen, sonst werden wir erschossen."

  Iris, sp?ttisch: "?hm, Verzeihung, wenn ich unterbreche, aber sind wir hier im Krieg oder im Kochkurs?"

  Gel?chter bei den Genvilles.

  Myrta, zum Küchenpersonal: "Wir vernichten zuerst das Imperium. Dann bringen wir euch nach Mars-Genville, wo ihr in Frieden und Freiheit leben k?nnt. Wie gelangen wir zum Imperator?"

  Koch, am Verstand der Genvilles zweifelnd: "Sie k?nnen den Imperator nicht besiegen. Er sitzt im Thronsaal und wird von vielen Soldaten bewacht."

  Iris, schimpfend: "Ein typisches herrschgeiles Arschloch. Wie peinlich für uns Natürliche!"

  Myrta, zum Koch, l?chelnd: "Wie serviert ihr dem Imperator das Essen? Es muss doch ein Weg geben."

  Koch, auf eine breite Lifttür zu gehend: "Wir dürfen den Thronsaal nicht betreten. Wir decken den Tisch und schicken ihn mit dem Lift nach oben."

  Der Koch ?ffnet die Lifttür, sodass der Blick frei wird auf einen edlen Holztisch mit Stühlen.

  Myrta: "Mit diesem Lift landen wir also direkt im Thronsaal?"

  Der Koch nickt.

  Meneor: "Was es sagt und was es denkt ist dasselbe."

  Pferdchen, zum Koch, grinsend: "Dein Glück. H?ttest du gelogen, würde dein Kopf jetzt in dem Suppe schwimmen."

  Der Koch ist entsetzt.

  Giftstrauss, Pferdchen und Meneor gehen lachend in den Lift.

  Iris, zum Koch, grinsend: "Weisst du, das sind Kampforganismen. Sie haben ein spezielles Form von Humor. Sie schlachten zwar massenhaft Leute ab, aber wenn du sie n?her kennst, sind sie eigentlich ganz nett."

  Der Koch ist entsetzt ...

  ... und schaut zitternd und schwitzend Iris nach.

  Iris, in den Lift gehend, kichernd: "Dass meine Worte es beruhigt haben, bezweifle ich allerdings, hihihi."

  Wie die Genvilles im Lift stehen, bef?rdert Meneor den Tisch mit einem Fusstritt in die Küche vor die Füsse des von dem Sakrileg geschockten Personals. Andere Genvilles werfen die Stühle hinterher.

  Antara, zu den Genvilles: "Wenn wir oben sind, haben die Wachen freies Schussfeld. Sie k?nnten uns t?ten, bevor wir alle ausgeschaltet haben. Ich werde versuchen, uns zu beschützen. Aber es darf niemand ein Geschoss abfeuern. Habt ihr mich verstanden? Es darf niemand ein Geschoss abfeuern. Haltet eure Reflexe im Zaum. Gebt euch hin, dem, was geschieht. Und wartet, bis ich zusammen breche."

  Die r?tselhaften Worte erzeugen in den Genvilles eine Art Ehrfurcht und sie nicken schweigend mit Fragezeichengesichtern.

  Antara stellt sich mit dem Gesicht zur Rückwand des Lifts auf, w?hrend die andern hinter ihr eine Reihe bilden.

  Antara, zum Personal: "Es w?re freundlich, wenn ihr uns jetzt hoch schicken würdet."

  Der Lift steigt.

  Antara konzentriert sich mit geschlossenen Augen und ausgebreiteten Armen.

  Im Thronsaal sitzt der Imperator auf seinem Thron. Links und rechts stehen je zwanzig Wachen mit Schnellfeuergewehren. Nerv?s beobachtet der Imperator, wie sich in der Mitte des Saals der Boden ?ffnet ...

  ... und die Plattform des Lifts sich ebenerdig in den Saalboden einfügt, sodass nun eine seltsame Gesellschaft vor dem verblüfften Imperator auftaucht.

  Antara, wie oben: "Wir m?chten mit dem Imperator gemeinsam die Tauben des Friedens befreien und uns an ihrem Ballett im Himmel erfreuen."

  Imperator, amüsiert über die poetische Formulierung: "Das Einzige, das mich erfreut, ist, dass mein Wille geschieht."

  Imperator: "Erschiesst sie!"

  Wie Maxens Hand zur Pistole zuckt, ...

  ... legt sich Piris Hand auf die seine.

  Max sieht Piris L?cheln und entspannt sich, ...

  ... f?hrt aber alarmiert herum, wie er das Stakkato der Schnellfeuergewehre h?rt, ...

  ... und sieht verblüfft, wie eine merkwürdige, durchscheinende Energiewand wie ein Wasservorhang die ganze Breite des Saals ausfüllt ...

  ... und die Kugeln der Wachen wie von einer Gummiwand zurück prallen l?sst, ...

  ... sodass die Wachen von ihren eigenen Geschossgarben getroffen und nieder gem?ht werden, ...

  ... bis das letzte Gewehr verstummt ist, die Energiewand zusammen bricht, ...

  ... Antara bewusstlos hinzusinken beginnt ...

  ... und in Maxens Armen landet, ...

  ... der sich, ihren Kopf auf seinen Schoss bettend, hinsetzt.

  Noch bevor der fassungslose Imperator aufstehen kann, schleudert Meneor ein Messer, ...

  ... das im Hals eindringt, die Wirbels?ule durchtrennt und den Imperator tot an den Thron spiesst.

  Meneor rennt zum Imperator, ...

  ... schneidet ihm den Kopf ab ...

  ... und ruft mit wurfbereitem Kopf: "Wer will das Imperator?!"

  Pferdchen und Giftstrauss rufen im Chor: "Ich!"

  Meneor wirft ihnen den Kopf zu und ruft lachend: "Es hat noch mehr!"

  Wie Meneor sich mit zwei weiteren K?pfen von Wachen zu Pferdchen und Giftstrauss gesellt, ist Pferchen dabei, die Sch?deldecke des Imperators abzutrennen.

  Meneor hat die Sch?deldecken der Wachen abgetrennt und stellt Giftstrauss einen der Sch?del hin.

  Genüsslich Hirn schmatzend, sitzen die drei gemütlich beisammen.

  Meneor bietet Max ein Stück Hirn an.

  Max, gequ?lt l?chelnd: "Nein danke. Ich glaube, mir fehlt da noch etwas Salz."

  Pferdchen, Giftstrauss und Meneor lachen herzlich ...

  ... und schauen erstaunt nach Lena, die sich gerade auskotzt.

  Ili, Lena die Hand auf den Rücken legend, besorgt: "Was ist, Lena?"

  Lena, fassungslos: "Warum essen die das Gehirn der Besiegten? Warum dieses grausame Ritual?"

  Giftstrauss: "Das ist kein Ritual. Das ist Nahrung."

  Lena schaut Giftstrauss verst?ndnislos an.

  Ili, bes?nftigend: "Lena, sie haben Jahre lang in dem Wüste gelebt und sich von den Besiegten ern?hrt, weil sie sonst verhungert w?ren. Und das Hirn ist wohl etwas besonders Feines. Ein kleines Belohnung dafür, dass sie jedes Tag ihr Leben riskieren, um dieses Welt wieder bewohnbar zu machen."

  Lena schaut mit grossen Augen die Hirnesser an, die ihren Blick mit freundlicher Aufmerksamkeit erwidern.

  Lena n?hert sich den dreien ...

  ... und setzt sich in ihre Runde.

  Pferdchen bietet Lena ein Stück Hirn an, ...

  ... das sich Lena mit grosser überwindung in den Mund schiebt ...

  ... und mit einem "Gulp" runter schluckt.

  Lena: "Da fehlt noch etwas Salz."

  Die vier lachen.

  Iris, zu Myrta, die Lachenden beobachtend, beeindruckt: "Lena geht das Weg des Kriegers auf das Hammer harte Tour."

  Myrta, kichernd: "Ich glaube, wir übergehen dieses Lektion."

  Piri, zu Max: "M?chtest du Antara zu den Nutzwesen bringen? Ich werde dich beschützen."

  Max, sich seiner Schw?che bewusst seiend, l?chelnd: "Du wirst mich beschützen? Ja klar."

  W?hrend die andern im Thronsaal bleiben, sinken Piri und Max mit der bewusstlosen Antara auf den Armen auf der Liftplattform nach unten.

  Wie die drei in der Küche ankommen, ruft der Koch jammernd: "Ihr seid die einzigen überlebenden? Der Imperator wird uns dafür bestrafen, dass wir euch rauf geschickt haben!"

  Piri, den Lift verlassend, kichernd: "Die andern essen jetzt das Gehirn des Imperators, hihihi."

  Der Koch h?lt Piri für verrückt.

  Ein kr?ftiger Kerl mit einem Fleischbeil in der Hand dr?ngt sich nach vorn und ruft, getrieben von der Angst vor der Strafe des Imperators und der Wut auf die Genvilles: "Ich werde die drei erledigen, dann wird der Imperator mich zur Wache bef?rdern!"

  Max, zum Kerl, alarmiert: "Ich bitte Sie, tun Sie das nicht. Der Imperator ist tot."

  Kerl, h?hnisch: "Ha, das Bubi hat schon weiche Knie."

  Mordlüstern stürzt der Kerl mit erhobenem Beil auf Max zu, der ungerührt stehen bleibt und denkt. 'Ich habe dich gewarnt ...'

  Piri packt mit der einen Hand das Handgelenk des Kerls und entwindet ihm mit der andern das Beil, ...

  ... schl?gt ihm mit dem Beil den Kopf ab, ...

  ... f?ngt den Kopf auf ...

  ... und wirft ihn in den Topf mit der Lauchsuppe.

  Max, Piri betrachtend, denkt: 'Dieses süsse Gesch?pf sollte keine K?pfe von unverbesserlichen Idioten abschneiden müssen.'

  Piri, zum entsetzten Personal, ohne jeden Zorn: "Wer noch k?mpfen m?chte, soll vortreten und mir sagen, in welches Topf ich sein Kopf werfen soll ..."

  Entsetztes Schweigen.

  Piri, wie oben: "... Wer auf diesem Felsen verhungern will, kann hier bleiben. Wer entweder in Natural City oder Mars-Genville leben will, kann uns begleiten."

  Das Personal schaut sich unschlüssig an.

  Piri, wie oben: "Geht voran durch das Labyrinth."

  Koch, Angst voll: "Aber es hat noch niemand die Flucht durch das Labyrinth überlebt."

  Piri, l?chelnd: "Es war ja auch noch nie so leer wie heute."

  Verunsichert setzt sich das Personal in Bewegung ...

  ... und sieht im Innenhof staunend die rauchenden Trümmer der Schlacht.

  Hinter dem Thron befindet sich eine unscheinbare Tür, auf welche die Genvilles zugehen.

  Alle schauen Meneor an, wie er mit geschlossenen Augen vor der Tür stehen bleibt.

  Meneor, die unverschlossene Tür ?ffnend: "Es ist nichts."

  Staunend betreten sie eine riesige H?hle mit zw?lf Reihen zu zehn Bomben bestückten Propellerflugzeugen.

  Myrta, betroffen: "Mit diesem übermacht h?tte das Imperator das Bisschen Welt, das noch übrig ist, beherrschen k?nnen."

  Lena, zur letzten Reihe der Flugzeuge los rennend, ruft: "Dann zerst?ren wir es, bevor noch jemand auf das Idee kommt, damit Genville anzugreifen!"

  Fragezeichengesichter.

  Bei der letzten Reihe angekommen, zückt Lena ein Messer, ...

  ... sagt "Sirrr, Zisch" zu ihm ...

  ... und wirft es auf das erste Flugzeug der Reihe zu, ...

  ... wo es sich durch den Rumpf bohrt, ...

  ... den Benzintank entzündet, ...

  ... und sich, den Tank entzündend, durch das n?chste Flugzeug fr?st.

  Lena rennt von Reihe zu Reihe und wiederholt ihr Zerst?rungswerk, ...

  ... bis sie, schwer atmend, bei den andern anlangt, w?hrend sich die letzte Reihe entzündet.

  Myrta ruft alarmiert: "Sobald die Bomben hoch gehen, wird das hier zum Vulkan!"

  Lena, besch?mt ihr Gesicht verdeckend: "Arg, dann war mein Voraussicht kurzsichtig."

  Gel?chter.

  Pferdchen ruft: "Weg hier!"

  Giftstrauss, seinen Rücken Iris darbietend: "Komm, Iris."

  Meneor l?dt sich Myrta auf den Rücken.

  Lena kraxelt auf Ilis Rücken.

  Rasend schnell rennen sie durch den Thronsaal auf den Lift zu.

  Iris, gestresst: "Im Brandfall nie ein Lift benutzen. Es k?nnte stecken bleiben und du verbrennst elendiglich im Schacht."

  Meneor h?rt Iris aufmerksam zu ...

  ... und sagt, mit geschlossenen Augen auf die Plattform blickend, ein Messer ziehend: "Es w?re sowieso zu langsam."

  Myrta, gestresst: "Und jetzt?"

  Meneor schneidet in der Mitte der Plattform mit dem sirrrenden Messer einen Kreis."

  Wie das Kreisstück ausgeschnitten ist, beginnt die Plattform zu fallen, sodass die Hydrauliks?ule, auf der sie befestigt war, heraus kommt.

  Mit Get?se landet die Plattform am Boden, wobei Pferdchen, Giftstrauss, Meneor und Ili den Sturz mühelos abfedern.

  Wie alle in der Küche anlangen, ert?nt ein gewaltiges Krachen.

  Max betrachtet besorgt Antara, die bewusstlos auf Trage liegt und von Hilfsorgane unterstützt wird.

  Piri steht auf dem Felsen und beobachtet wachsam das Personal, das verunsichert um die Nutzwesen herum steht.

  Das gewaltige Krachen l?sst das Personal und Max erschrocken zum Berg blicken, der wie ein Vulkan explodiert.

  Nur Piri beobachtet unverwandt das Personal, was Max zu der erstaunten Frage veranlasst: "Machst du dir keine Sorgen, Piri?"

  Piri: "Ich mache mir Sorgen, dass diese Natürlichen dich oder Antara angreifen k?nnten."

  Max, nachhakend: "Und wenn die andern bei dieser gewaltigen Detonation ums Leben gekommen sind?"

  Piri, mit feuchten Augen: "Das würde das Sonne verdunkeln."

  Max, betroffen: "Verzeih mir, Piri. Ich wollte dich nicht traurig machen. Ich bin ein bl?der Hammel."

  Piri l?chelt Max an, w?hrend Tr?nen über ihr Gesicht str?men.

  Max, zerknirscht, denkt: 'Himmelherrgott, was habe ich angerichtet?!'

  Antara, auf Trage liegend, frisch aufgewacht, aber noch etwas benommen: "Du brauchst keine Gottheiten anzurufen, Max. Mit etwas Geduld wirst du sehen, wie Fr?hlichkeit die Tr?nen trocknet."

  Max, hoffnungsfroh: "Dann haben sie überlebt?"

  Max, Antaras Hand zum Kuss an den Mund führend, erleichtert: "Gottseidank."

  Antara, kichernd: "Du hast es mit den Gottheiten."

  Max, etwas verlegen: "?hm ... eigentlich nicht."

  Antara, Maxens verlegenes Gesicht im Blick,, mit Silber hellem Lachen: "Du bist so lustig, Max."

  Max, seufzend: "In Natural City muss ich eine Aura von Macht verstr?men, um etwas bewegen zu k?nnen. In Genville ist es wohl wichtiger, lustig zu sein."

  Pferdchen, Ili mit Lena, Giftstrauss mit Iris, Meneor mit Myrta kommen angerannt, was Piri strahlen l?sst.

  Piri, zu den Ankommenden, übermütig vor Freude: "Habt ihr ein Vulkan geweckt?"

  Pferdchen, fr?hlich: "Lena hat über hundert Bombenflugzeuge vernichtet. Es ist ein phantastisches Krieger."

  Lena ruft zerknirscht: "Dabei h?tte ich uns fast umgebracht!"

  Giftstrauss, lachend: "Das war pures Nervengift!"

  Pferdchen, Ili und Meneor lachen auch.

  Lena, dem Weinen nahe: "Macht euch nur lustig über mich."

  Antara: "Weine nicht, Lena. Du hast in Sekunden vernichtet, was noch grosses Elend über dieses Welt gebracht h?tte. Vielleicht warst du etwas zu ungestüm. Aber wie willst du aus deinen Fehlern lernen, wenn du nie handelst? Und diese Krieger lachen nicht, um dir weh zu tun. Sie befreien sich damit von dem Grauen und dem Düsternis des Krieges, das schon so manchem edlen Gemüt ein tiefes Nacht gebracht hat, sodass, es, bar alles Kraft, dem Leben entsagt hat."

  Lena h?rt mit grossen Augen zu.

  Myrta, Lena den Arm um die Schultern legend, l?chelnd: "Betrachte ihr Lachen so, dass du das Aufnahmeprüfung als Krieger bestanden hast."

  Lena, zu den Kampforganismen, hilflos: "Wirklich?"

  Meneor, Ili, Pferdchen und Giftstrauss nicken l?chelnd.

  Der Knall einer Pistole l?sst alle herum fahren.

  Max hat seine Pistole gezogen und bef?rdert mit einem Tritt ein Messer aus der Hand eines Mannes, der unter Schmerzensschreien mit einer Schusswunde in der Schulter am Boden liegt.

  W?hrend Piri kampfbereit mit gezückten Messern neben Max landet, spricht Max zum feindseligen Personal: "Ich verstehe nicht, warum ihr lieber hier sterben wollt, als mit uns zu kommen. Kann mir das bitte jemand erkl?ren?"

  Frau, ver?ngstigt und aufgebracht auf die Nutzwesen zeigend: "Wir wollen nicht von diesen Monstern als Versuchskaninchen missbraucht werden."

  Max, verblüfft über diese Interpretation der Nutzwesen: "Nun ... ?hm ... Ich gebe ja zu, dass das Aussehen der Nutzwesen etwas gew?hnungsbedürftig ist. Aber diese Wesen sind der Traum eines jeden Kranken oder Verletzten. Ich werde Ihnen zeigen, welcher medizinische Luxus in Genville auf Sie wartet, indem ich die Nutzwesen bitte, diesen Mann zu versorgen."

  Antara, sich von Trag erhebend: "Dann mache ich mal Platz."

  Hilfsorgane springt runter zum Verletzten.

  Hilfsorgane verbindet zwei Tentakel mit dem Hals des Verletzten, der immer noch Schmerzensschreie von sich gibt.

  Trage senkt sich auf Bodenh?he ab.

  Stimme aus dem Personal: "Das Tier frisst ihn!"

  Hilfsorgane: "Ich l?sche seine Schmerzen."

  Stimme aus dem Personal: "Es kann sprechen!"

  Tats?chlich h?rt der Mann auf zu schreien, ohne das Bewusstsein zu verlieren.

  Hilfsorgane wuchtet den Verletzten mit seinen Tentakeln auf Trage ...

  ... und springt selber auf, w?hrend Trage sich wieder aufrichtet.

  Zahlreiche kleine Tentakel kommen aus Trage ...

  ... und senken sich vor dem ungl?ubigen und ver?ngstigten Personal in die Schusswunde, ...

  ... bringen das Projektil hervor ...

  ... und beginnen, das verletzte Gewebe zu reparieren.

  Kaum ist die Wunde so gut verschlossen, dass nichts mehr zu sehen ist, ...

  ... wendet Trage den Verletzten mit seinen Tentakeln auf den Bauch ...

  ... und ?ffnet die Haut über dem Schulterblatt.

  Schreie aus dem Personal: "Ah!", "Wie grausam!"

  Trage, den Verletzten so anhebend, dass das Personal das zersplitterte Schulterblatt sehen kann: "Ihr findet es also grausam, wenn ich dieses zersplitterte Schulterblatt flicken will?"

  Verwirrtes Schweigen beim Personal.

  Mit der Pr?zision eines Uhrmachers setzen die kleinen Tentakel die Knochenstücke zusammen ...

  ... und "Verschweissen" sie mit Knochenmaterial, ...

  ... sodass das Schulterblatt im Nut wieder ganz ist.

  Das aufgeklappte Hautstück wird nahtlos an seinen Platz gefügt.

  Trage: "Du kannst jetzt aufstehen."

  Etwas benommen von den Schmerz stillenden Mitteln, schiebt sich der Mann von Trage ...

  ... und bewegt vor dem staunenden Personal ungl?ubig seine instand gestellte Schulter.

  Max, dem Personal mit seiner Pistole drohend: "Haben Sie es jetzt begriffen oder sollen wir diese Demonstration noch ein paar Mal wiederholen?"

  Iris, zu Myrta, flüsternd: "War ich auch mal so strunzdumm in bezug auf Genmonster?"

  Myrta, kichernd: "Deinen damaligen Kommentaren nach ... ja."

  Antara, zu Myrta und Iris, flüsternd: "Als das Natürliche mit dem Messer auf mich los gegangen ist, wollte Max es in das Kopf schiessen, hat es aber nur verletzt, damit Max ihnen das Wunder der Nutzwesen vorführen konnte, um ihr Geist zu wandeln."

  Iris, beeindruckt: "Raffiniert."

  Myrta, lachend: "Und gleichzeitig konnte Max Held sein."

  Iris und Antara lachen.

  Etwas bel?mmert schaut Max die Lachenden an.

  Iris ruft lachend: "Max ist lustig!"

  Myrta und Antara lachen.

  Koch, zum Personal: "Hier ist alles zerst?rt. Wir k?nnen nicht überleben. Die einzige Chance, die wir haben, ist das Angebot jener, die uns aus der Gefangenschaft des Imperators befreit haben. Ich werde es annehmen. Und wenn ihr hier lieber verrecken wollt, dann tut das."

  Zerknirschtes Einverst?ndnis.

  Pferdchen ruft: "Bevor wir gehen, mache ich noch die Mienen am Schluchteingang unsch?dlich, sonst wird irgendwer, früher oder sp?ter, drauf treten."

  Lena, dem davon sprintenden Pferdchen nach schauend, Stirn runzelnd: "Wie will dieses kleine Hüpfer Mienen entsch?rfen?"

  Meneor und Giftstrauss lachen.

  Giftstrauss: "Pferdchen rennt so schnell über das Mienenfeld, dass die Mienen hinter ihm explodieren."

  Pferdchen rennt übers Mienenfeld und l?sst die Mienen hinter sich explodieren.

  Ein Stakkato von Explosionen hallt durch die Schlucht und l?sst das Personal ?ngstlich blicken.

  Lena, besorgt: "Aber wenn ein Miene zu schnell hoch geht, ist Pferdchen tot."

  Giftstrauss, grinsend: "Pferdchen ist ein lebendes Bombe. Es ist immun gegen Explosionen. Hast du nicht gesehen, wie es von seinem eigenen Bombe zu uns zurück bef?rdert wurde?"

  Lena entsinnt sich, wie Pferdchen in hohem Bogen, strahlend "Ayeeehhh!!!" rufend, durch die Luft flog, und murmelt zu sich selbst: "Verrücktes Gesch?pf."

  Ili, Lena umarmend, lachend: "Sind wir das nicht alle, irgendwie?"

  Lena l?chelt nachdenklich, ...

  ... schaut mit grossen Augen, wie Pferdchen, Russ geschw?rzt, aber strahlend, angerannt kommt, ...

  ... eilt ihm entgegen ...

  ... und sagt, es umarmend, erleichtert: "Ich habe Angst gehabt um dich."

  Pferdchen ist verblüfft, weil es solche Liebesbezeugungen nicht gewohnt ist.

  Pferdchen, Lenas Sorge nicht begreifend: "Wegen ein paar Mienen?"

  Lena, vorwurfsvoll: "Wenn du zu langsam bist, k?nnte ein einziges Miene dich zerreissen."

  Pferdchen greift sich Lenas Gesicht mit den geschw?rzten H?nden und sagt tr?stend: "Hey, ich habe schon Tausende von Mienen weg gemacht. Das Krieger konnte früher keine Mienen sehen. Also musste ich sie aus dem Weg r?umen, sonst h?tten das Krieger und Giftstrauss dauernd ihre Beine verloren und wir h?tten Tage lang warten müssen, bis sie nach gewachsen sind."

  Lena, mit übers Russgesicht laufenden Tr?nen: "Warum machen Menschen sowas?"

  Pferdchen: "Weil sie Angst haben. Die Mienen sollen sie schützen. Aber sie bringen nur Schmerz."

  Lena, Hand in Hand mit Pferdchen zu den andern zurück gehend: "Es ist hart für mich, in jedem Sekunde damit zu rechnen, dass eines von euch stirbt."

  Pferdchen, kichernd: "Wir sind lebende Waffen. Wir wurden zum Sterben geschaffen."

  Lena, Pferdchen an den Ohren ziehend, bestimmt: "Aber nicht von mir. Ich will, dass du lebst!"

  Pferdchen mimt mit einem "Aua" das Schmerzgepeinigte.

  Gel?chter bei den Genvilles.

  Iris, grinsend: "Nach diesen Z?rtlichkeiten k?nnte es eventuell sinnvoll erscheinen, Lebensinsel zu bitten, diese Leute nach Mars-Genville und uns nach Genville zu bringen."

  Antara nickt mit feinem melancholischem L?cheln ...

  ... und schliesst die Augen, um Lebensinsel zu rufen.

  Szeneanfang:

  Wie Max, Myrta, Iris, Pferdchen, Giftstrauss, Meneor, Piri, Lena, Ili, Antara und die Nutzwesen Genville betreten, h?ngen dicke, düstere Wolken am Himmel. Es ist still und unheimlich.

  Auf einer Lichtung steht Estragon mit hochgereckten Armen und dem Himmel zugewandtem Gesicht. Zu ihm hoch sehend, schmiegen sich Hisch, Lara, Wagon, Chromos 5 und Aladan auf Knien an seine Beine. Ein vollkommenes Bild von Hoffen und Sehnen, das die Ankommenden ergriffen schweigen l?sst.

  Antara und Piri gesellen sich dazu, ...

  ... indem sie nieder knien und ihre H?nde auf eine der Schwestern legen.

  Ili und Lena tun es ihnen nach.

  Meneor, Pferdchen und Giftstrauss tun es ihnen grinsend nach.

  Max, zu Iris, flüsternd: "Ist das eine religi?se Zeremonie?"

  Iris, flüsternd: "N?, sie lieben Theater."

  Max flüstert l?chelnd: "Sollten wir vielleicht mitmachen?"

  Iris staunt.

  Wie Max voran geht, werfen sich Myrta und Iris einen l?chelnden Blick zu ...

  ... und werden Teil von dem Kunstwerk, das nun an einen Baum erinnert, dessen m?chtiges Wurzelwerk sich nach allen Seiten ausbreitet.

  Schweigend verharren alle in dieser Pose, ...

  ... bis ihnen die ersten schweren Tropfen auf die Haut klatschen ...

  ... und sich nach und nach alle staunend diesem Wunder zuwenden, ...

  ... bis alle auf dem Rücken liegen, manche lachend nach den Tropfen greifend, andere mit geschlossenen Augen sich von den Tropfen liebkosen lassend.

  Wie der Regen herab rauscht und alle innert Sekunden v?llig durchn?sst, erhebt sich Chromos 5 und sagt: "Es ist getan."

  Auch Pferdchen ist aufgestanden und sagt, gespielt kritisch, w?hrend kleine Wasserb?che den Russ zerfurchen: "Und was habe ich davon ausser weniger Licht und mehr Wasser auf dem Kopf?"

  Ili, lachend: "Weniger Russ im Gesicht!"

  Gel?chter.

  Der Bann ist gebrochen und alle lachen und tanzen oder stehen, je nach Naturell, herum und strahlen oder grinsen.

  Max, zu Myrta: "Ich weiss zwar die Bedeutung des ersten Regens seit, ich weiss es nicht mehr, zu sch?tzen, aber ich verstehe nicht, warum Chromos 5 sagt 'Es ist getan.'"

  Myrta: "Es sind Estragons B?ume, die das Wasser verdunsten und Wolken entstehen lassen, die das Wasser Kilometer weit tragen und das Voraussetzung schaffen, dass sich Genville in das Wüste ausbreiten kann."

  Max begreift staunend: "Du meinst, Genville hat das Wetter geflickt?"

  Myrta nickt l?chelnd.

  Pferdchen: "Aber warum fangt ihr mit dem Flickerei erst hier an? über dem Meer hat es auch Wolken und die regnen sicher auch etwas in das Wüste hinein. Estragons B?ume k?nnten das Wasser in Wolken verwandeln, die weiter in das Wüste ziehen, bis sie über den n?chsten B?umen abregnen und so weiter."

  Myrta, beeindruckt: "Dann würde das ganze Kontinent mit Wasser versorgt. Das ist genial!"

  Myrta ruft lachend: "Estragon, wir brauchen ein Million B?ume!"

  Estragon greift in eine Tasche seiner Kleidung ...

  ... und wirft Myrta einen Samen zu, wobei er l?chelnd sagt: "Du brauchst nur eines, denn es wir sich vermehren, so es denn genügend Wasser findet."

  Max, der die Dimensionen, die hier gerade verhandelt werden, zu begreifen versucht: "Werde ich hier gerade Zeuge eines ganz grossen Augenblicks?"

  Myrta, lachend: "Genville ist ein einziges grosses Augenblick."

  Myrta, l?chelnd: "Findest du nicht, dass wir uns nach diesem aufregenden Tag ein bisschen Süsse g?nnen sollten?"

  Max macht grosse Augen , ...

  ... l?sst sich aber von Myrta davon ziehen.

  Max: "In Genville spiele ich die Rolle des lustigen Zuckerls."

  Myrta, lachend: "Du bist lustig."

  Max, erschlagen: "Arg."

  Szeneanfang:

  Es ist Nacht. Lena streift durch Genville, das von den elfengleichen Leuchtwesen sanft erhellt wird.

  Lena sieht Meneor, der, entspannt an einen Felsen gelehnt, am Boden sitzt.

  Lena n?hert sich Meneor und fragt schüchtern: "St?re ich?"

  Meneor, l?chelnd: "Nein."

  Lena: "Was machst du?"

  Meneor: "Nichts."

  Lena, kichernd: "Dann st?re ich nichts."

  Meneor grinst.

  Lena, schüchtern: "Darf ich mich zu dir setzen?"

  Meneor, l?chelnd: "Ja."

  Lena entsinnt sich, wie Meneor bei der Vernichtung des Imperiums Hirn gegessen hat, und setzt sich, vor leiser Furcht leicht zitternd, neben Meneor auf den Boden.

  Lena, verlegen l?chelnd: "Ich fürchte mich ein bisschen. Du bist ein furchtbares Krieger und ich weiss nicht, was in dir vorgeht. Das macht mir Angst."

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  Lena betrachtend, h?rt Meneor aufmerksam zu.

  Lena, mutiger: "Wofür lebst du?"

  Meneor: "Für ein angenehmes Sein."

  Lena, Stirn runzelnd: "Dass du Genville beschützt, verstehe ich. Aber du hast auch Natural City gerettet, das dich schon mehrfach t?ten wollte. Du h?ttest hier bleiben und dein angenehmes Sein geniessen k?nnen. Stattdessen riskierst du dein Leben für uns bl?de Natürliche."

  Meneor: "Wie kann das Sein angenehm sein, wenn du siehst, wie andere leiden?"

  Lena, hart lachend: "Haha, wir Natürlichen wollen auch alle ein angenehmes Sein, aber das Leid der andern geht uns so was von am Hintern vorbei."

  Meneor, l?chelnd: "Dir ist es nicht egal."

  Lena, unfroh: "Als ich noch Schuhverk?ufer war, habe ich das Leid der andern ausgeblendet und mich um mein mickriges Wohlbefinden gekümmert. Erst als ich selber vor dem Nichts stand, konnte ich es nicht mehr verdr?ngen."

  Meneor: "Und was hat es den Natürlichen gebracht, sich nur um ihr mickriges Wohlbefinden zu kümmern?"

  Lena, mit unglücklichem Spott: "Wir haben immerhin das Erde in ein Wüste verwandelt, alles Leben ausgerottet und uns dem Aussterben nahe gebracht."

  Lena, begreifend: "Dann bist du also nicht bloss ein furchtbares Krieger, das Gehirne isst, sondern ..."

  Meneor, l?chelnd: "Ja, ich bin sondern."

  Sie lachen sich an.

  Lena, sinnierend: "Das Leben kann so schrecklich sein. Ich habe Mühe, dem Ganzen ein Sinn abzugewinnen."

  Meneor: "Das Leben hat kein Sinn. Es ist ein Witz."

  Lena, l?chelnd: "Deshalb wird in Genville so viel gelacht."

  Meneor l?chelt Lena an.

  Lena, leise: "Auch wenn es kein Sinn hat, darf ich mein Kopf in dein Schoss legen, die Augen schliessen und mich geborgen fühlen?"

  Meneor hebt seinen Arm, sodass Lena sich in seinen Schoss legen kann, ...

  ... wo sie ihre Augen schliesst.

  Meneor betrachtet l?chelnd, wie sich Lenas Gesichtszüge entspannen.

  Lena, mit geschlossenen Augen: "Als ich gekommen bin und dich so sitzen sah, habe ich mich gefragt, was ein Wesen wie du zum Leben braucht. Ich meine ..."

  Meneor: "Ich brauche nichts zum Leben ausser einem schmackhaften Frucht, einem Universum voller Abenteuer und deinem L?cheln."

  Staunend ?ffnet Lena die Augen ...

  ... und schenkt Meneor ein L?cheln.

  Szeneanfang:

  Am n?chsten Morgen sitzen Ili und Lena mampfend im Essgarten.

  Lena, grüblerisch: "Ili, kannst du mir etwas erkl?ren?"

  Ili, kichernd: "Ich kann nicht alle Etwas erkl?ren, aber ein Etwas vielleicht."

  Lena, mit schwachem L?cheln: "Meneor hat gesagt, für ein angenehmes Sein brauche es mein L?cheln. Wie kann das sein? Für ein Wesen wie Meneor bin ich doch bloss ein Witz und v?llig bedeutungslos. Hat es mich verarscht?"

  Ili, treuherzig: "Du bist dumm, Lena. Jedes L?cheln hat Bedeutung. Es ist wie Essen. Es gibt dir Kraft."

  Lena, schmerzlich: "Das ist nicht so einfach. Für mich waren L?cheln und Missbilligung untrennbar verbunden."

  Ili: "Was ist ' Miss Billigung'?"

  Lena, ein missbilligendes Gesicht auf setzend: "Wenn du so ein verkniffenes Gesicht machst, zeigst du deinem Gegenüber, dass du schlechte Gefühle für es hast."

  Ili, lachend: "Aber dieses Faltgesicht ist doch bloss lustig."

  Lena, seufzend: "Ich versuche es dir zu erkl?ren: Mein Leben verlief wie auf einem Schiene zwischen L?cheln und Missbilligung. Das L?cheln verlockte mich, auf dem Schiene zu bleiben. Das Missbilligung scheuchte mich zurück, wenn ich das Schiene verlassen wollte. So f?hrst du auf einem Spur, das andere für dich mit L?cheln und Missbilligung bestimmen, an deinem Leben vorbei, wie es h?tte sein k?nnen, wenn du es selber h?ttest gestalten k?nnen. Und dieses Gefühl von Entgangenem, von Verpasstem erfüllt dich zunehmend mit Grimm und Trauer, bis dein Herz vor Verbitterung versteinert."

  Ili: "Und das ist jetzt immer noch so?"

  Lena, l?chelnd: "In Genville bin ich noch nie missbilligt worden. Du sagst zwar, ich sei dumm. Aber bei dir klingt das wie ein Z?rtlichkeit. Hier sind alle so entspannt. Obwohl ihr euch über ein L?cheln freut, scheint Missbilligung an euch abzuperlen."

  Ili: "Ja, wir haben ein Beliebtheitsbedürfnis, welches uns Vergnügen bereitet, wenn es mit L?cheln ges?ttigt wird. Aber wir haben kein Missbilligungsschmerz. Du kannst uns nicht weh tun mit einem Faltgesicht."

  Lena, begreifend: "Deshalb gibt es auch keine beleidigten Leberwürste und keine Spannungen. Ihr verführt euch und lasst euch verführen, als w?rt ihr Blumen und Bienen, die sich anlocken und anlocken lassen."

  Ili, lachend: "Dann bist du für Meneor auch ein Blume, von dem es L?cheln trinkt."

  Ili, Stirn runzelnd: "Aber wie k?nnen Würste beleidigt sein?"

  Lena lacht.

  Szeneanfang:

  Zur gleichen Zeit stehen Pferdchen, Estragon, Max und Myrta am Ufer des Meeres in etwas Abstand zu den Wegdopplern, die das Wasser nach Genville und Natural City transportieren.

  Myrta, Max ein Messer und den Baumsamen hin haltend: "Max, m?chtest du das Baum pflanzen?"

  Max, auf Messer und Samen blickend, unschlüssig: "Gern, aber diese Ehre steht mir nicht zu, ..."

  Max, zu Estragon: "... sondern dem Sch?pfer des Baumes und Retter der Erde."

  Estragon: "In Genville hat das Wort 'Ehre' kein Bedeutung."

  Max: "Bedeutet?"

  Estragon, lachend: "Dass wir das Rettung des Welt nicht verschieben sollten, indem wir über ein Wort ohne Bedeutung streiten."

  Max nimmt l?chelnd Messer und Samen ...

  ... steckt, kauernd, das Messer tief in den Sand ...

  ... und wirft den Samen in den Trichter, der entsteht, indem er das Messer zur Seite drückt.

  Max ist aufgestanden und h?ndigt das Messer Myrta aus.

  Estragon: "Jetzt müssen wir es noch bew?ssern."

  Max wendet sich zum Meer.

  Myrta, ihn zurück haltend: "Geh nicht zum Strand, Max. Dort h?tte mich letzthin fast ein fürchterliches Monster gefressen."

  Estragon: "Wenn wir das Saft unseres K?rpers über ihm ausgiessen, wird es das Baum entzücken."

  Max macht ein Fragezeichengesicht.

  Pferdchen, lachend: "Estragon meint, wir sollen drauf pinkeln."

  Myrta zieht kurzerhand ihr Kleid aus ...

  ... und pinkelt in der Hocke auf die Pflanzstelle.

  Estragon, protestierend: "Und wie soll ich jetzt, mit einem Steifen, mich entladen?"

  Myrta, sich ihr lebendes Kleid über streifend: "Wir werden doch das Rettung des Welt nicht wegen eines Steifen verschieben wollen."

  Myrta beginnt Estragon von Hand einen runter zu holen.

  Pferdchen pinkelt lachend auf die Pflanzstelle.

  Max, Myrta und Estragon betrachtend, sich an die eben mit Myrta verbrachte Nacht erinnernd, denkt l?chelnd: ' 'Eifersucht' ist auch ein Wort, das in Genville keine Bedeutung hat ... haben darf.'

  Max pinkelt auch auf die Pflanzstelle.

  St?hnend vor Lust bekommt Estragon einen Orgasmus ...

  ... und schw?rmt: "Das hat gut getan!"

  W?hrend Estragons Pinkelstrahl auf die Pflanzstelle pl?tschert, zeigt sich ein winziges Pfl?nzchen und Estragon denkt alarmiert: 'Ui!'

  Estragon rennt, seinen Schwanz ins Kleid stopfend, weg und ruft: "Weg hier!"

  Die andern folgen ihm mit Fragezeichengesichtern.

  Hinter ihnen bolzt ein armdicker Stamm Geschoss ?hnlich aus dem Boden ...

  ... und verdickt sich in Sekunden Meter ...

  ... um Meter, gleichzeitig hoch schiessend.

  Mit offenen Mündern starren Pferdchen, Myrta und Max auf den Baum, der schon an die hundert Meter empor geschossen ist und im selben Tempo weiter w?chst.

  Estragon, begeistert lachend: "Mit Piris Zeitraffer-Gen habe ich dem Baum ein schnelleres Wachstum entlockt. Wenn das Kontinent ergrünen soll, darf das Wachstum nicht zu viel Zeit verschlingen."

  Mit in den Nacken gelegten K?pfen beobachten alle, wie der Baum seine Krone und Bl?tter entfaltet, um seine H?he von einem Kilometer zu erreichen.

  Die B?nder der Hochwege schl?ngeln sich im Neunzig-Grad-Abstand hinaus in die Wüste, ...

  ... wo sie sich nach einem Kilometer absenken und neue B?ume wachsen lassen, ..

  ... sodass innerhalb weniger Minuten schon die ersten begehbaren Hochwege sich zwischen den m?chtigen St?mmen spannen.

  Max, noch ganz hin und weg von dem Erlebten: "Aber werden die B?ume nicht verdursten, wenn sie zu weit in die Wüste vordringen, Estragon?"

  Estragon: "Die B?ume wachsen nur so weit, wie sie Grundwasser finden. Dann produzieren sie daraus Wolken. Und sobald diese im Wüste abgeregnet sind, wachsen sie weiter."

  Max, sinnierend: "Ein bisschen macht mir dieses gewaltige Wachstum auch Angst. Besteht da nicht auch eine Gefahr? Eine, die wir vielleicht noch nicht erkennen k?nnen?"

  Myrta: "Jedes Technik enth?lt ein Gefahr. Deshalb ist es wichtig, dass du ein Abschaltknopf einbaust, wenn etwas aus dem Ruder ger?t."

  Myrta: "Ich hoffe, du hast ein Abschaltknopf eingebaut, Estragon."

  Estragon, eine Streubewegung mit dem Arm machend: "Es w?re mir ein Leichtes mit einem Armbewegung alle B?ume sterben zu lassen."

  Myrta: "Und dieses 'Armbewegung' kennen andere auch?"

  Estragon: "Ich würde nie ein solches Gewalt entfesseln, ohne allen zu zeigen, wie es zu b?ndigen ist.

  Max fasst Estragon bei den Schultern und sagt anerkennend: "Du bist ein seltsamer und toller Vogel."

  Estragon küsst den überraschten Max auf die Lippen.

  Pferdchen und Myrta lachen.

  Szeneanfang:

  Ein Stadtbildschirm:

  Ansagerin: "Chief Max wird uns nun über das Ergebnis seiner Verhandlungen mit dem Imperium berichten."

  Stadtbildschirm:

  Max: "Es gibt eine gute und eine gute Nachricht. Ich habe Ihnen zwar eine Volksbefragung über den Friedensvertrag mit dem Imperium versprochen, aber es ist mir nicht gelungen, mit dem Imperator zu verhandeln. Als ich, die weisse Fahne schwenkend, um ein Gespr?ch bat, wurde auf mich geschossen. H?tte Meneor mich nicht aus der Schusslinie gezogen, w?re ich jetzt tot. Die Genvilles haben darauf hin das Imperium und die gesamte Bomberstaffel in einem blutigen Kampf vernichtet. Die versklavten Bediensteten des Imperators konnten wir nach Mars-Genville evakuieren. Wir k?nnen wieder ruhig schlafen, denn es gibt keinerlei Bedrohung durch Bombenflugzeuge mehr. Die zweite gute Nachricht ist: Den Genvilles ist es gelungen, Wolken zu erzeugen, die in der Wüste abregnen. Die Erde wird wieder bewohnbar. In Natural City werden wir über kurz oder lang aus Mangel an Rohstoffen sterben. Die Genvilles werden es nicht zulassen, dass die Natürlichen sich wieder über die Erde ausbreiten und das erb?rmliche gegenseitige Abschlachten erneut beginnt. Wir müssen uns also ein paar grunds?tzliche Gedanken über unsere Zukunft machen. Ich bitte Sie, noch heute damit zu beginnen. Wollen wir uns weiter entwickeln zu einer friedvollen Spezies oder wollen wir aussterben?"

  Mann, vor dem Stadtbildschirm, wütend: "Dieser Schleimscheisser scharwenzelt mit den Genmonstern. Wir sollten ihn aufknüpfen!"

  Szeneanfang:

  Am Abend in Genville. Max, Antara, die vier Schwestern, Ili, Lena, Iris und Myrta sitzen um einen Feuerbusch und br?teln sich ein Stück Fleisch vom Blutstrauch.

  Max, bedrückt: "Bei meiner letzten Ansprache habe ich angedeutet, dass wir mit euch zusammen arbeiten sollten. Als Ergebnis hatte ich eine Demonstration vor dem Security Hauptquartier. Die Leute wollten mich aufknüpfen."

  Hisch: "Hast du sie erschiessen lassen?"

  Max, hart lachend: "Nein, so geht das nicht."

  Wagon, neugierig: "Und wie geht es dann?"

  Max, bedrückt: "Das weiss ich eben nicht. Wenn ich den Medizinsektor dazu bewegen will, eure Heilmethoden anzuwenden, muss ich damit rechnen, dass eine Gruppe ausschert und heftigste Propaganda dagegen macht. Wenn ich meine Security Guards darauf einschw?ren will, mit euch zusammen zu arbeiten, muss ich mit einem Aufstand rechnen, der wieder in einen blutigen Bürgerkrieg münden k?nnte. Ich weiss einfach nicht, wie ich dieses Gespinst aus Angst und Dummheit aufl?sen kann, ohne dass es Tote gibt."

  Antara, melancholisch: "Ein 'Gespinst aus Angst und Dummheit' ... Wie poetisch! ... Und wie traurig."

  Lena, sinnierend: "Vielleicht muss es den Leuten erst so richtig schlecht gehen, damit sie bereit sind über ihr Schatten zu springen."

  Verblüfft beobachten die andern, wie Ili versucht, über ihren Schatten zu springen.

  Ili, Stirn runzelnd: "Das funktioniert nicht."

  Myrta, lachend: "Womit bewiesen w?re, dass die Natürlichen nie mit Genville zusammen arbeiten werden."

  Gel?chter.

  Wagon: "Was haben wir von den Schicksalsgl?ubigen gelernt? Je schlechter es ihnen geht, desto mehr flüchten sie sich in Wahnwelten."

  Lara, kichernd: "Dann müssen wir sie auch noch aus dem Ge?st des Wahnsinns runterholen."

  Die vier Schwestern springen auf und hüpfen und grapschen ganz so, als holten sie Leute aus dem Baum des Wahnsinns herunter.

  Das Publikum lacht.

  Max, Kopf schüttelnd, l?chelnd: "Und was ich lernen muss, ist, dass der Weg zur L?sung übers Lachen führt."

  Antara: "Ja, das Lachen sprengt die Grenzen des Denkens und l?sst uns Pfade ersp?hen, die uns verborgen waren."

  Max, Stirn runzelnd: "Im Augenblick ersp?he ich aber eher nichts."

  Iris, mit schr?gem L?cheln: "Vielleicht sollte das Prinz sich zurück in ein Frosch verwandeln."

  Fragezeichengesichter.

  Max begibt sich auf alle Viere, versucht aus der Froschperspektive nach oben zu schauen und sagt: "Ich sehe den Prinzen da oben in seiner Hilflosigkeit ..."

  Iris: "Und was siehst du neben dir?"

  Max, wie oben: "Da ist eine junge Person in einem Spitalbett, unheilbar krank, vom Tod gezeichnet. Ich hüpfe aufs Bett und sage: ..."

  Frosch: "M?chtest du nicht sehen, wie deine Kinder aufwachsen?"

  Kranke Person, matt: "Ich sehe schon sprechende Fr?sche. Bald bin ich tot."

  Frosch: "Würdest du dich von Genmonstern behandeln lassen, wenn sie dich heilen k?nnten?"

  Kranke Person, wie oben: "Ich würde alles tun, um die Tr?nen nassen Augen meiner Kinder wieder zum Leuchten zu bringen."

  Frosch: "Dürfen wir dich nach Mars-Genville verlegen, um den Heilungsprozess einzuleiten?"

  Kranke Person, mit schwachem L?cheln: "Ja, mach nur, mein Prinz. Leider bin ich zu schwach, um dich zu küssen. Ich sterbe sowieso. Das ist kein M?rchen."

  Stille im bewegten Publikum.

  Lara laufen die Tr?nen übers Gesicht.

  Iris: "Wir machen daraus ein Reportage und bringen es im Fernsehen. Das Publikum hat gern echte Geschichten. Sie werden das Atem anhalten. Sie werden sich gruseln, wenn Hilfsorgane mit seinen Tentakeln wedelt. Sie werden staunen, wenn das Todgeweihte aufsteht. Dann schauen wir, was geschieht. Und Max ist aus dem Schusslinie. Es ist ja nur wieder so ein Fernsehfurz fürs sensationsgeile Publikum."

  Max, sich wieder hin setzend: "Soll ich mit den Verantwortlichen reden, damit sie dir Sendezeit geben?"

  Iris, kategorisch: "Nein. Weil du Natural City vor dem Imperium gerettet hast, werden dir die Leute dein Flirt mit den Genvilles verzeihen. Aber wenn du dich noch weiter aus dem Fenster lehnst, wirst du fallen."

  Max protestiert: "Aber ich wollte doch helfen. Ihr k?nnt doch nicht Tausende von Kranken allein ..."

  Myrta: "Wenn ich Iris richtig verstehe, geht es darum, mit einzelnen Fallbeispielen ein Bewusstseinswandel zu erwirken. Erst wenn in dem grossen Mehrheit das Bereitschaft da ist, die Kranken zu heilen, sind deine organisatorischen F?higkeiten gefragt."

  Max, unglücklich: "Und wie will Iris Kranke nach Genville schaffen, ohne dass es einen Aufstand beim medizinischen Personal gibt?"

  Iris, geheimnisvoll l?chelnd: "Das lass mein Sorge sein. Du weisst am besten von nichts, dann kannst du dich auch nicht verplappern."

  Antara, Lena betrachtend, l?chelnd: "Wenn ein Papier auf sein Streichholz wartet, solltest du es dann nicht entflammen, Max?"

  Lena err?tet.

  Max macht grosse Augen ...

  Lena, err?tend, l?chelnd: "Darf ich heute das Frosch küssen?"

  Gel?chter.

  Szeneanfang:

  Am n?chsten Morgen schlendert Iris durch Mars-Genville ...

  ... und entdeckt Ewald, der neben einem Haus an einem Tisch mit einer Tasse Kaffee vom Kaffeestrauch sitzt.

  Ewald: "Willst du auch ein Kaffee?"

  Iris, erstaunt: "Wenn's keine Umst?nde macht."

  Neugierig beobachtet Iris, wie Ewald zu einem Kaffeestrauch geht, eine tassenf?rmige Frucht anfasst, ...

  ... ein paar Sekunden wartet, ...

  ... die Tasse abl?st ...

  ... und das nun dampfende Getr?nk vor der staunenden Iris auf den Tisch stellt.

  Iris, mit der Tasse in der Hand, nach dem ersten Schluck: "K?stlich ... Was treibst du hier? Bist du jetzt ein Deformiertes?"

  Ewald, l?chelnd: "Charmant wie immer ... Ja, ich habe mich wandeln lassen, damit ich nicht mehr so darunter leide, dich zu lieben."

  Iris, protestierend: "Was heisst hier lieben? Was kann ich dafür, dass du in mich verknallt bist?"

  Ewald: "Du hast meine Verknalltheit dazu benutzt, mich wie ein Hund zu behandeln. Und ich habe wie ein Hund gelitten."

  Iris: "Nun sei nicht so ein Jammervogel. Das war doch bloss scherzhaft."

  Ewald: "Du hast es genossen, mich zu demütigen. über dieses Art von Humor konnte ich nicht lachen."

  Iris, sinnierend: "Wenn ich ausnahmsweise ehrlich sein soll: Du hattest mich schon vom Anbeginn am Haken. Meine Misshandlungen waren nur das Zappeln des Fisches, das sich vom Haken l?sen wollte."

  Ewald, Stirn runzelnd: "Wie soll ich das verstehen?"

  Iris, mit einer Mischung aus Sarkasmus und Ernst: "Ja, du bist eben ein Dummie. Einfach ausgedrückt: Ich kann ohne dich nicht leben."

  Ewald schaut mit grossen Augen, w?hrend er zu fassen versucht, was Iris eben gesagt hat.

  Iris schaut verletzlich vor sich hin.

  Ewald, unsicher: "Ist das ein Traum, das wahr wird oder wirst du mich gleich auslachen, weil ich es geglaubt habe?"

  Iris, ungewohnt sanft: "Ist Genville nicht da, um Tr?ume zu erfüllen?"

  Iris, bitter: "Anderseits bleibt es ein Traum, denn ich stehe nicht auf Sex und Berührungen. Und ich werde mich nicht durch Ambellmis Fleischwolf drehen lassen."

  Ewald, mit grossem Blick: "Seit wann ist Sex in Genville ein Problem?"

  Iris, sarkastisch: "Du Schmudelkasper gehst also fremd."

  Ewald, mit schwachem L?cheln: "Ich sorge nur für genug Wohlbefinden in meinem Kopf,. damit ich an dich denken kann, ohne zu weinen."

  Iris, mit einer Tr?ne: "Du bist schon so ein Sülzpfropfen wie diese verdammten Genvilles."

  Ewald, l?chelnd: "Wenn ich dich schon nicht berühren darf, dann lass dich wenigstens in Sülze hüllen."

  Iris, in sich gekehrt: "Ich bin eingesperrt in ein Turmzimmer und schaue durch die Gitterst?be auf das unter mir wogende Gefühlslandschaft. Wie kannst du eines lieben, das so deformiert ist?"

  Ewald, ernst: "Indem ich in deinem Gefühlslandschaft weile und zum Turmzimmer hochschaue in dem Hoffnung auf ein Blick von dir. Abgesehen davon schliesst sich in deinem N?he ein Riss im Universum, das droht, mich zu verschlingen."

  Etwas durcheinander von dem wuchtigen Kompliment versucht Iris abzulenken: "He, ich bin doch kein Reissverschluss!"

  Sie lachen sich an.

  Iris, l?chelnd: "Wir lachen schon so bl?d ab jedem Scheiss wie die Genvilles."

  Ewald nickt l?chelnd.

  Iris, mit leichtem Erschrecken: "Und, bist du jetzt auch Chromos 1?"

  Ewald, mit offenem Blick: "Wozu das Eile? Solange du alt wirst, werde ich es auch."

  Iris schaut mit grossen, feuchten Augen.

  Szeneanfang:

  Iris ist in (Erd)Genville bei den Nutzwesen.

  Bioskop: "Iris, du bist doch ein natürliches Missgeburt. Warum machst du in Genville alles irgendwie ... richtig?"

  Iris, grinsend: "Was bleibt mir anderes übrig? Wenn ich in Genville Gemeinheiten begehe, die mir in Natural City zum Erfolg verholfen haben, st?sst das in Genville auf so viel Echo, als würde ich, ganz allein in dem weiten Wüste, auf einem Düne stehend, Alphorn blasen."

  Tank: "Klingt einsam."

  Iris: "Dann lasst uns jetzt etwas richtig machen. Ich m?chte mit Hilfsorgane in ein Krankenhaus gehen, um Todkranke zu heilen. Geht das?"

  Hilfsorgane: "Ich kann alles heilen. Aber das Aufgabe von uns Nutzwesen ist nicht, das Alte zu flicken, sondern das Neue zu erschaffen."

  Iris, aufgebracht: "Da liegen Tausende im schmerzhaften Todeskampf und du führst dich auf wie ein parfümiertes Künstler, das ein St?ubchen weg wedelt von seinem neusten, v?llig belanglosen Sch?pfung."

  Hilfsorgane, lachend mit seinen Tentakeln wedelnd: "Wedel, wedel."

  Die andern Nutzwesen lachen auch.

  Iris seufzt.

  Hilfsorgane: "Und wie willst du mich in dieses Haus der Kranken bringen? Die werden doch alle schreien und auf mich schiessen."

  Ewald tritt hinzu h?lt Hilfsorgane einen grossen Rucksack hin und sagt: "Wir verstecken dich in diesem Rucksack."

  Szeneanfang:

  Ewald, den Rucksack mit Hilfsorgane tragend, und Iris betreten in unauff?lligen Kleidern ein Krankenhaus.

  Ewald, von der Anstrengung gezeichnet: "Du bist vielleicht schwer."

  Hilfsorgane: "Ich bin ja auch substanzreich."

  Iris zischt: "Psst! Oder wollt ihr Pseudohirnis, dass wir gleich am Eingang auf fliegen?"

  Ewald: "Und, setzen wir uns in das Notaufnahme und warten auf ein schweres Fall?"

  Iris: "Nein, wir gehen zum Intensivstation. Ich will Leute, die brutal an einem schweren Krankheit verrecken."

  Hilfsorgane, flüsternd: "Huh, brutales Iris."

  Ewald: "Ja, dafür wird das Story ein Hammer."

  Hilfsorgane, flüsternd: "Du vertraust Iris."

  Ewald: "Ja, es ist unbestechlich."

  Hilfsorgane, wie oben: "Ich meine nicht das. Es ist das Halt, das nicht weg brechen darf, wenn dein Leben ein Sinn haben soll."

  Ewald und Iris schauen sich err?tend an.

  Im Flur der Intensivstation setzen sie sich auf eine Bank, wobei Ewald den Rucksack auf den Boden stellt.

  Eine Zeit lang warten sie schweigend, ...

  ... bis eine ?ltere Frau weinend aus einem Zimmer kommt.

  Iris, zur Frau, leise: "Was ist denn passiert?"

  Frau, schluchzend: "Mein Mann ist eben gestorben."

  Ewald, der geknickt davon gehenden Frau nach blickend: "Warum gehen wir nicht einfach rein und retten sie, solange sie noch leben?"

  Iris: "Wenn du mit erlebst, wie jemand durch ein Wunder gesund wird, ist das bewegend. Wenn du zus?tzlich erlebst, wie seine N?chsten darauf reagieren, ist es aufwühlend."

  Ewald, auf die entschwindende Frau zeigend: "Aber da ist doch ein N?chstes."

  Iris, auf das Zimmer weisend, das die Frau eben verlassen hat: "Und da ist ein Totes."

  Hilfsorgane: "Solange das Blut noch flüssig ist und die Organe nicht zu viel Schaden genommen haben, k?nnte ich es flicken."

  Ewald und Iris schauen sich sprachlos an.

  Ewald will aufstehen.

  Iris, Ewald zurück haltend: "Bist du verrückt? Wir k?nnen doch nicht Tote zum Leben erwecken. Das Frau hat sich vielleicht damit abgefunden, dass das Seele seines Mannes im Himmel ist. Wenn es pl?tzlich wieder rum l?uft, h?lt es das Mann für ein lebendes Leichnam, ein Zombie. Und dann all die religi?sen Spinner, die ihr Geist im Laufgitter alter Bücher einsperren, weil sie Angst haben, dem existenziellen Sinnlosigkeit entgegen zu treten. Wir würden ein Tsunami an unkontrollierbaren Gefühlen erzeugen, das alles weg schwemmt, was wir eigentlich wollen."

  Ewald: "Und was wollen wir 'eigentlich'?"

  Iris: "Wir wollen nicht das Sterben beenden, sondern das Gespinst aus Angst und Dummheit aufl?sen, und zwar ohne dass es Tote gibt, weil sich die Leute aus lauter Angst vor Genmonstern gegenseitig umbringen."

  Hilfsorgane: "Wenn die Natürlichen kein Angst mehr vor mir haben, kann ich alle heilen ... ohne Rucksack."

  Ewald, dunkel: "Mit diesen Reportagen schmeissen wir ein grosses Brocken in das Teich. Die hohen Wellen k?nnten uns t?ten."

  Iris: "Deshalb muss du beim Zuschneiden verhindern, dass ich erkannt werde. Ich werde auch das s?chliche Form nicht anwenden. Sie werden uns sonst lynchen."

  Ewald, unfroh l?chelnd: "Wenn du in Genville erwachst, kannst du dir aussuchen, welches Freude du dir heute g?nnen willst. In Natural City kannst du dir aussuchen, welches Kübel Scheisse du dir über das Kopf giessen willst."

  Eine jüngere Frau und zwei Kinder um die zehn n?hern sich in sichtlicher Trauer.

  Iris, Ewald mit dem Ellbogen in die Rippen stossend, flüsternd: "Filmen!"

  Iris geht auf die Frau zu ...

  ... und frage behutsam: "Verzeihen Sie. Ist jemand in Ihrer Familie krank?"

  Frau, voller Gram: "Mein Mann kann seine Muskeln nicht mehr bewegen. Er wird bald ersticken."

  Iris, wie oben: "Wenn es eine M?glichkeit g?be, Ihren Mann zu heilen, würden Sie diese M?glichkeit erw?gen?"

  Frau, etwas verwirrt: "Ja natürlich, aber es gibt keine Heilung für diese Krankheit."

  Iris, wie oben: "Dürfen wir Sie zu Ihrem Mann begleiten?"

  Frau, verunsichert: "Ich weiss nicht. Wir wollten uns von ihm verabschieden. Er liegt im Koma. Es dauert nicht mehr lange."

  Die Frau und die Kinder weinen.

  Iris, wie oben: "Dann sollten wir keine Zeit verlieren. Lassen Sie uns Ihren Mann retten."

  Die Frau, aufgel?st und nicht mehr wissend, wo ihr der Kopf steht, ?ffnet die Tür zu einem Zimmer.

  Angeschlossen an überwachungsger?te und einen Tropf zur intraven?sen Ern?hrung liegt ein jüngerer Mann wie schlafend im Bett. Die Frau und die Kinder fassen den Mann an.

  Ewald hat den Rucksack neben das Bett gestellt.

  Iris steht seitlich von Ewald, damit sie nicht ins Bild kommt.

  Iris, auf den Rucksack zeigend, vorsichtig: "Wir haben kein Medikament, sondern ein Nutzwesen, das Ihren Mann heilen kann. Sein Anblick wird Sie befremden. Es sieht aus wie ein Oktopus ..."

  Hilfsorgane ruft: "He, ich bin ein Chromos 4, kein d?mliches Oktovieh!"

  Die Frau und die Kinder starren erschrocken auf den Rucksack.

  Iris, eindringlich: "Wollen Sie, dass Ihr Mann, euer Vater geheilt wird oder soll er sterben?"

  Kinder, an der Mutter zupfend, im Chor: "Heilen, Mama, heilen!"

  Frau, auf den Rucksack schauend, zitternd: "Ist das ein Genmonster? Wird mein Mann auch ein Genmonster sein?"

  Iris, bestimmt: "Ja, Hilfsorgane ist ein Genmonster. Und nein, Ihr Mann wird kein Genmonster sein, nur gesund."

  Frau, zitternd: "Dann tun Sie es."

  Iris ?ffnet den Rucksack ...

  ... und vor den erschrockenen Augen der Mutter und den eher neugierigen Augen der Kinder hangelt sich Hilfsorgane aufs Bett, ...

  ... platziert sich neben dem Kranken und sagt: "Macht mal dieses Stoffzeugs weg! Ich brauche ein nacktes Brust."

  Zitternd entkleidet die Frau die Brust des Mannes ...

  ... und sieht mit grossen Augen, wie Hilfsorgane einige seiner Tentakel mit der Brust verschmelzen l?sst.

  Kind: "Du darfst Papa nicht essen!"

  Hilfsorgane: "Ich liebe K?stlichkeiten. Dein Papa schmeckt nicht so gut, hahaha."

  Kind: "Was machst du mit Papa?"

  Hilfsorgane: "Ich sage den Zellen, die Papas Nerven fressen, sie sollen damit aufh?ren. Und ich erkl?re den Nervenzellen, was sie tun müssen, um wieder zu funktionieren."

  Mutter, zitternd, überfordert: "Ich weiss nicht, ob ich das will."

  Hilfsorgane: "Willst du, dass ich dieses Natürliche flicke oder willst du weiter in scheusslichen Gefühlen baden?"

  Kind, bettelnd: "Flicken, Mama!"

  Mutter, ihr Gesicht in den H?nden vergrabend: "Tun Sie es. Um der Kinder willen."

  Gespannt beobachten die Kinder den reglosen K?rper ihres Vaters, w?hrend die Mutter noch mit ihrer Entscheidung ringt.

  Arme und Beine des Vaters zucken leicht.

  Kind, aufgeregt: "Papa bewegt sich."

  Die Frau schaut ungl?ubig und Angst voll und sagt: "Aber das ist unm?glich. Was machen Sie mit ihm?"

  Hilfsorgane: "Die Nerven brauchen ein paar Sekunden, um richtig zu reagieren."

  Frau, verzweifelt: "Aber er zuckt doch bloss! Sie machen etwas falsch. Es kann doch unm?glich so schnell heilen."

  Hilfsorgane: "Ja, bis vor kurzem h?tte es wohl ein Woche gedauert. Aber seit Piri uns das Zeitraffer-Gen gebracht hat, k?nnen wir biologische Prozesse in explosivem Tempo geschehen lassen."

  Frau, verzweifelt protestierend: "Aber er soll nicht explodieren!"

  Hilfsorgane, lachend: "Ich k?nnte seine K?rperflüssigkeiten in Sprengstoff umwandeln. Aber darauf verzichten wir jetzt oder?"

  Die Frau schaut Hilfsorgane konsterniert an.

  Hilfsorgane: "Soll ich das Natürliche jetzt wecken?"

  Erst jetzt f?llt der Frau auf, dass ihr Mann wieder reglos da liegt."

  Kinder, aufgeregt im Chor: "Ja wecken!"

  Aus der Perspektive des Mannes sind verschwommen Frau und Kinder zu sehen.

  Kaum ist seine Familie scharf zu sehen, ruft der Mann verwirrt: "Was macht ihr hier?! Ich bin doch tot!"

  W?hrend die Kinder sich mit Papa-Rufen freudig an ihren Vater schmeissen, laufen der Frau Freudentr?nen übers ungl?ubige Gesicht.

  Wie der Mann etwas nach links schaut, sieht er Hilfsorgane neben sich, dessen Tentakel noch in seiner Brust stecken und schreit erschrocken: "Aaahhh!"

  Hilfsorgane, kichernd: "Ich bin nicht Aaahhh, ich bin Hilfsorgane, weil ich s?mtliche Organe ersetzen kann."

  Mann, verwirrt und ver?ngstigt: "Was hast du ersetzt? Bin ich jetzt auch ein Monster?"

  Hilfsorgane, grinsend: "Alle Natürlichen sind Monster. Ihr habt fast alles Leben auf diesem Planeten ausgerottet."

  Mann, wie oben: "Ich meine ..."

  Hilfsorgane: "Ich weiss, was du meinst. Nein, ich habe keine Ver?nderungen an deinem Genom vorgenommen, nur deine Nerven geflickt. Du hast also noch genauso ein nutzloses Klapperk?rper wie vorher, nur dass du jetzt wieder Papa spielen kannst."

  Mann, ungl?ubig seine Arme bewegend: "Das ist ..."

  Hilfsorgane, kichernd: "... ganz wunderbar, nicht wahr?"

  Wie Hilfsorgane seine Tentakel zurück zieht, sieht die Frau staunend, dass die Brust des Mannes unverletzt ist.

  Weinend vor Erleichterung und Glück umarmt die Frau ihren Mann, der sie zum ersten Mal seit langem wieder an sich drücken kann.

  Iris, Aufmerksamkeit heischend die Hand hebend: "?hm Verzeihung. Wenn die Leute spitz kriegen, dass bei der wundersamen Heilung Gentechnik im Spiel war, werden manche Ihnen nach dem Leben trachten. Wir sollten sofort fliehen."

  Frau, verwirrt: "Fliehen? Aber wohin?"

  Iris, auffordernd: "Kommen Sie mit. Wir bringen Sie nach Mars-Genville. Dort sind Sie in Sicherheit."

  W?hrend der Mann aus dem Bett steigt, sagt die Frau Stirn runzelnd: "Ich wusste doch, dass die Sache einen Haken hat."

  Mann, zur Frau, bes?nftigend: "Ich weiss nicht, wann ich mich das letzte Mal so gut gefühlt habe. Mir wurde ein zweites Leben geschenkt. Ich bin bereit, dafür ein Opfer zu bringen."

  Hilfsorgane: "Mars-Genville ist kein Opfer. Es ist ein Paradies."

  Szeneanfang:

  In Genville. Max n?hert sich Ewald, der an einem Schneidetisch vor dem grossen Bildschirmwesen sitzt. Kafka steht etwas entfernt und versorgt den Schneidetisch über ein Kabel mit Strom.

  Max, bei Ewald angekommen: "Wie konntest du das filmen, ohne aufzufallen? Mit einer Minikamera?"

  Ewald, l?chelnd: "Sozusagen. Ich filme mit meinen Augen. Das Bibliothekswesen speichert das Film und zeigt es mir auf dem Bildschirmwesen. Mit dem Ausrüstung, das du mir gebracht hast, filme ich es ab und schneide es zu."

  Ewald, Max eine Kassette hin haltend: "Hier ist das fertige Reportage."

  Max nimmt die Kassette entgegen und sagt Kopf, schüttelnd l?chelnd: "Du filmst mit den Augen? Wie viele Wunder gibt's hier noch zu entdecken?"

  Ewald: "Jedes Tag eines. Seit ich in Mars-Genville lebe, dokumentiere ich, was es Neues gibt. Wenn du dann ein Kaffeetassenstrauch entwickeln willst, kannst du beim Bibliothekswesen nachfragen und siehst, dass es das schon gibt und du dir nur die Samen beschaffen musst."

  Max, l?chelnd: "Ja, den kenne ich."

  Max, auf die Kassette deutend, nachdenklich: "Ich werde die Kassette anonym dem Sender zukommen lassen. Was meinst du, wird passieren?"

  Ewald, Stirn runzelnd: "Nichts Gutes."

  Max: "Heisst?"

  Ewald, wie oben: "Es ist wie ein Fluch. Du beginnst bei den Natürlichen etwas mit einem guten Absicht. Und eines Tages merkst du, dass es sich ins Gegenteil verwandelt hat."

  Max: "Ich glaube nicht an Flüche. Wie viele Natürliche leben in Mars-Genville?"

  Ewald: "Einige hundert, wenige tausend. Ich weiss nicht."

  Max: "Und hat es sich ins Gegenteil verwandelt?"

  Ewald: "Nein, aber ihr Bedürfnisstruktur ..."

  Max: "Ja, ich weiss. Es braucht eine Transformation. Die Frage ist also nur, wie bekommen wir sie dahin, ohne über ein Feld von Leichen marschieren zu müssen."

  Max: "Ich bitte dich, deine Arbeit mit den Kranken fortzusetzen. Ich weiss auch nicht, was passieren wird. Aber zusehen, wie die letzten Natürlichen in Natural City an Ressourcenmangel zugrunde gehen, mag ich auch nicht."

  Ewald: "Wenn es uns gelingt, alle Kranken zu heilen, was machst du dann mit all dem medizinischen Personal, das arbeitslos wird?"

  Max, nachdenklich: "Eine gute Frage. Ich muss mir noch Gedanken machen."

  Ewald: "Wenn wir schon beim Gedanken-machen sind: In Genville l?st du Probleme mit Gentechnik. Das ist sozusagen das Wissenschaft vom Fühlenden. Aber es gibt doch noch das riesige Gebiet des Nicht-Fühlenden ..."

  Ewald, auf Kafka deutend: "... Schau dir Kafka an, dieses Wunderwerk des Nicht-Fühlenden, das uns schon oft geholfen hat, Genville zu beschützen. Wer kümmert sich um das Wissenschaft des Nicht-Fühlenden? Wer l?st die R?tsel des Universums, die nichts mit Genen zu tun haben?"

  Max, beeindruckt: "Wie kommt es, dass ich in Genville h?ufig dem grossen Ganzen begegne, w?hrend ich mich in Natural City von Kleinklein zu Kleinklein hangeln muss?"

  Ewald, etwas erstaunt: "Jetzt, wo du es sagst, f?llt es mir auch auf. Vielleicht liegt es daran, dass du in Genville nichts musst. Du schwimmst in einem Ozean von Zeit. Dein Blick ist weit. Du greifst nach dem Treibholz der Gedanken, bastelst dir ein Floss und setzt das Segel, auf dass es dich irgendwo hin führt, bevor du ertrinkst."

  Max, l?chelnd: "Nun, dann werde ich mir auch Treibholz sammeln und ein Floss bauen. Ich bin gespannt, wo es mich hin führt."

  Szeneanfang:

  In Natural City starrt eine Menschenmenge mit einer Mischung aus Gruseln und Faszination auf einen Stadtbildschirm, auf dem Ewalds Reportage zu sehen ist.

  Hilfsorgane sagt eben: "Willst du, dass ich dieses Natürliche flicke oder willst du weiter in scheusslichen Gefühlen baden?"

  Jemand ruft: "Lieber natürlich sterben, als unnatürlich leben, du scheussliches Monster!"

  Eine Frau ruft: "Der Papa soll leben!"

  Ein Mann sieht vor seinem geistigen Auge seine Tod kranke, vielleicht zehnj?hrige Tochter, die sterbensbleich zu Hause im Bett liegt und denkt: 'Wenn dieses Monster mein Kind retten kann, ... dann ist alles andere egal.'

  Szeneanfang:

  Am Abend in Genville. Max, Ewald und Iris stehen beim Wegdoppler zusammen.

  Ewald, Max eine Kassette überreichend: "Hier ist das zweite Reportage. Wie ist das Reaktion auf das erste?"

  Max, unfroh: "Vor jedem Krankenhaus haben sich Trauben von Protestierenden eingefunden, die alle Eintretenden nach Hilfsorgane durchsuchen. Auch das medizinische Personal hat strenge Gep?ckkontrollen durchgeführt. Es ist nun kaum mehr m?glich, Hilfsorgane in ein Spital zu schmuggeln."

  Iris: "Gibt es keine Gegendemonstrationen?"

  Max: "So wie ich die Reaktionen im Publikum einsch?tze, waren viele tief beeindruckt. Aber das scheussliche Regime von Hans Hart sitzt den Leuten noch zu tief in den Knochen, als dass sie es wagen würden, sich offen für Gentechnik auszusprechen."

  Max, die Kassette in einen Umschlag steckend: "Und wenn mich jetzt jemand sieht, wie ich dieses Paket einwerfe, bin ich geliefert."

  Iris ruft: "Iliiihhh!!"

  Wie aus dem Nichts taucht die nackte Ili auf und steht erwartungsvoll vor den dreien, die etwas überrascht sind.

  Iris, auf den Umschlag in Maxens Hand deutend: "K?nntest du dieses Umschlag in ein Briefkasten stecken, ohne dass dich jemand sieht?"

  Max: "Haben wir dich gest?rt?"

  Ili, strahlend: "Lapsus und Lena k?nnen sich schon mal aufw?rmen, bis ich zurück bin."

  Ili schnappt sich den Umschlag und ist Sekunden sp?ter auf dem Wegdoppler verschwunden.

  Max, die Hand ausstreckend: "Ziehst du dir nichts an?"

  Iris, grinsend: "Es ist unsichtbar."

  Max, Kopf schüttelnd, l?chelnd: "?hm, klar."

  Gleich darauf kommt Ili zurück und ruft davon rennend: "Erledigt."

  Max, Ili nach blickend, anerkennend: "Ili unterbricht ihr Liebesspiel, um ein Paket abzuliefern."

  Max, seufzend: "Aber nun sind wir in einer Sackgasse. Die Spit?ler werden von einem tausendk?pfigen Drachen bewacht. Es wird unm?glich sein, unbemerkt rein zu kommen."

  Iris, grinsend: "Genville weckt dein poetisches Ader, was? Wir lassen das Drachen bei den Spit?lern. Bestimmt gibt es auch viele Schwerkranke in Wohnungen. Du k?nntest uns das Adresse eines an Leuk?mie erkrankten Kindes beschaffen, das zu Hause im Sterben liegt. Das Verscheuchen dieses Albtraums wird niemanden kalt lassen."

  Max, Iris mit gemischten Gefühlen anschauend, denkt: 'Dieses knallharte Analysieren ... Manchmal macht Iris mir fast Angst ...'

  Ewald, Max betrachtend, l?chelnd: "Bei Iris weisst du nie, ob es unheimlich intelligent ist oder bloss unheimlich."

  Max fühlt sich ertappt und err?tet.

  Iris, grinsend: "Für euch zartbesaitete Harvenm?nnchen bin ich gern das unheimliche Miststück. Dann habt ihr etwas Schauderhaftes, über das ihr euch gegenseitig ausweinen k?nnt."

  Max und Ewald stellen sich vor, wie sie sich weinend in den Armen liegen und müssen lachen.

  Iris, seufzend: "In Natural City konnte ich M?nner noch zur Weissglut bringen. In Genville bin ich nur noch gut für ein Lacher."

  Die drei lachen sich an.

  Max, sinnierend: "Sich in Natural City über jemanden lustig machen ist wie ein Biss, weil du im Haifischbecken lebst, wo alle nur auf deine Schw?che warten. In Genville ist es ein freundschaftlicher Stupser, weil du in einer H?ngematte aus Sympathie lebst. Ich erlebe diesen Wechsel jeden Tag, aber es wird mir erst jetzt so richtig bewusst."

  Szeneanfang:

  In der Wohnung des Mannes, der vor dem Stadtbildschirm an seine kranke Tochter gedacht hat. Der Mann sitzt erschüttert am Bett seiner etwa zehnj?hrigen Tochter, die mit geschlossenen Augen daliegt, als w?re sie schon tot.

  Wie es an der Tür l?utet, schreckt der Mann, der niemanden erwartet, auf.

  Iris und Ewald mit Rucksack sehen in dem Türspalt den vom Gram gezeichneten Mann, der sie wortlos anstarrt, weil ihm alles zu viel ist.

  Iris: "Lebt sie noch?"

  Mann, weinend: "Sie liegt im Sterben."

  Iris: "Sollen wir sie heilen?"

  Mann, weinend und zornig: "Ich werde Ihnen kein Geld geben für eine nutzlose Therapie. Die ?rzte haben sie aufgegeben. Es ist zwecklos."

  Stimme aus dem Off: "Papa, Papa."

  Mann, gestresst: "Gehen Sie jetzt! Ich muss zu meiner Tochter. Sie soll nicht allein sterben."

  Wie der Mann, sich abwendend, die Tür zuschlagen will, blockiert Iris sie mit dem Fuss ...

  ... und folgt dem davon eilenden Mann nach.

  Iris und Ewald stehen am Bett des M?dchens.

  Iris, freundlich: "Hallo, ich habe dir etwas mitgebracht, dass dich heilen kann. Aber es braucht dazu viele Arme und sieht deshalb ein bisschen gruselig aus. Soll ich es dir zeigen?"

  M?dchen, schwach: "Ist es lieb?"

  Der Mann l?sst es hilflos geschehen.

  Iris, l?chelnd: "Es hat einen ziemlich schr?gen Humor, aber sonst ist es ganz lieb."

  M?dchen, wie oben: "Wo ist es?"

  Das M?dchen sieht einen winkenden Tentakel, wie Hilfsorgane sagt: "Ich bin hier. Soll ich mich zu dir setzen?"

  M?dchen, mit schwachem L?cheln: "Ja."

  Hilfsorgane hievt sich aufs Bett und sagt: "Soll ich dich kitzeln?"

  M?dchen, Hilfsorgane mit grossen Augen anschauend: "Ja, aber ich bin zu schwach zum Lachen."

  Wie Hilfsorgane das M?dchen kitzelt, schliesst es l?chelnd die Augen ...

  ... und stirbt.

  Hilfsorgane: "Uiuiuiuiuiuiui, da ist es still geworden in dem kleinen K?rper."

  Mann, in verzweifeltem Zorn: "Warum verschwenden Sie Zeit mit Kitzeln, statt sie zu retten?! Jetzt ist sie tot!"

  Hilfsorgane l?sst einen Tentakel an den Hals des Mannes zucken und eindringen.

  Der Mann sitzt ruhig da und sagt befremdet: "Was machen Sie da?"

  Hilfsorgane, lachend: "Ich sage deinem Parasympathikus, es solle dich in die Arme nehmen, damit du dich nicht mehr so aufregst."

  Hilfsorgane, sich dem M?dchen zuwendend: "Ich habe das kleine Natürliche gekitzelt, damit es nicht merkt, wie ich Zug?nge lege. Es soll ja nicht noch Angst bekommen ..."

  Hilfsorgane: "... Und jetzt bringe ich das Herz wieder zum Schlagen, ..."

  Hilfsorgane: "... versorge das Blut mit Sauerstoff und erkl?re den Immunzellen, wie sie die Krebszellen verspeisen k?nnen ..."

  Hilfsorgane: "... Uah, davon gibt's so viele! Das gibt ein Festessen, hihihi."

  V?llig überfordert von dem grotesken Verhalten dieses seltsamen Wesens, starrt der Mann Hilfsorgane an.

  Das M?dchen liegt da ohne Reaktion. Die Spannung steigt ins Unertr?gliche.

  Iris, nerv?s: "?hm, Hilfsorgane?"

  Hilfsorgane: "Nun habt doch etwas Geduld. Wir wollen doch nicht, dass das Immunreaktion zu stark wird und Schaden anrichtet. Gesundheit ist ein Frage des Balance, nicht des übermasses."

  Mit grossen Augen bemerkt der Mann, wie das blasse Gesicht des M?dchen etwas Farbe bekommt, ...

  ... und sagt ungl?ubig zu Iris: "Kann es sein ..."

  Iris: "Sie k?nnen Hilfsorgane vertrauen. Ihre Tochter wird ein langes Leben haben."

  M?dchen, erwachend, verschwommen Hilfsorgane sehend: "Kitzelmonster?"

  Iris, lachend: "Doktor Kitzelmonster übernimmt demn?chst die Kinderabteilung."

  Ewald und Hilfsorgane lachen.

  Der Mann ergreift die Hand seiner Tochter und Tr?nen der Erleichterung str?men über sein Gesicht.

  Tochter: "Warum weinst du, Papa. Sterbe ich jetzt?"

  Mann: "Du wirst leben. Ich weine vor Freude."

  Iris: "Und damit das kein kurzes Leben wird, müssen wir Sie jetzt nach Mars-Genville evakuieren. Es gibt n?mlich Fanatiker, die finden, natürlich sterben sei besser als unnatürlich leben, und die Sie deshalb tot schlagen würden. Dabei ist die Angst vor Genmonstern durchaus verst?ndlich. Es wurde viel Schindluder getrieben, indem wir der dunklen Seite unseres Wesens gentechnisch Gestalt verliehen haben. Mit unserer kranken Fantasie haben wir scheussliche Albtraumwesen geschaffen in der Hoffnung, sie würden für uns alle, die sich nicht vor uns verbeugen wollen, t?ten oder knechten. Aber jetzt, wo wir so viel 'Erfolg' gehabt haben und kaum mehr jemand existiert, der dreist sein Haupt erheben kann, sollten wir auf den Pausenknopf unserer Geschichte drücken und uns fragen, ob wir uns, diese Metzelexistenz hinter uns lassend, nicht auf eine h?here Stufe der Evolution begeben wollen."

  Szeneanfang:

  Max steht auf der Bühne in einem grossen Theater ?hnlichen Saal. Vor ihm stehen mehrere hundert Guards.

  Max: "Sie wundern sich sicher, warum ich Sie alle her gebeten habe. Kurz gesagt, geht es darum, einen Bürgerkrieg zu vermeiden. Der Riss, der zu diesem Bürgerkrieg führen kann, geht durch die Security Guard. Er geht auch durch uns selbst, weil wir vor schweren Entscheidungen von unglaublicher Tragweite stehen. Zweifel werden an uns nagen. Hoffnung wird uns Mut spenden. Aber egal, wie sehr uns die Ungewissheit qu?len mag. Lasst uns alle Konflikte so bew?ltigen, dass es keine Toten gibt. Das Kitzelmonster Hilfsorgane hat eine Zulassung als Arzt beantragt. Die ?rztekammer hat das abgelehnt. Es gibt viele Leute, die das jubelnd begrüssen. Gleichzeitig gibt es immer mehr Menschen, die kochen vor Wut, weil sie gezwungen werden, ihren Liebsten beim Sterben zuzusehen, obwohl die Rettung greifbar ist. Das medizinische Personal wird immer mehr bedroht. Auf der anderen Seite gibt es Bürgerwehren, die meinen, unsere Aufgaben übernehmen zu müssen, weil wir angeblich nicht in der Lage sind, die Spit?ler vor den Verzweifelten zu schützen. Es ist wie ein Dampfkochtopf ohne Ventil. Wenn es uns nicht gelingt, Dampf abzulassen, gibt es eine Explosion mit vielen Toten. Deshalb m?chte ich die Kranken, die sich von Hilfsorgane behandeln lassen wollen, nach Genville bringen. Dann brauchen jene, die Genmonster hassen, keine Angst mehr zu haben und der Konflikt entsch?rft sich. Unsere Aufgabe ist es, diesen Krankentransport zu beschützen. Es darf auf keinen Fall so weit kommen, dass Kranke von Bürgerwehren get?tet werden ..."

  Ein Guard aus der ersten Reihe zieht seine Pistole und ruft: "Nieder mit den Genmonstern!"

  An die zehn Guards neben ihm ziehen auch ihre Pistolen ...

  ... und wollen sie auf Max richten, wie ihre Sch?del zerplatzen, Blut in alle Richtungen spritzt ...

  ... und die kopflosen K?rper zum Schrecken der anderen Guards leblos hin sinken.

  Verdattert schaut Max auf das Blutbad ...

  ... und sieht erstaunt Antara neben sich auf die Bühne treten.

  Antara, mit gewaltiger Stimme den riesigen Saal füllend: "Wenn das Schlange des Diktatur sein h?ssliches Haupt erhebt, werden wir dieses Mal nicht zuschauen, bis es Tausende gefressen hat, sondern ihm gleich das Haupt abschlagen. Alle, die Kranke t?ten wollen, werden sterben. Alle, die Guards t?ten wollen, die Kranke beschützen, werden sterben. Dieses Mal wird das Schlange des Diktatur sich selber fressen ..."

  Antara, Max zugewandt, wie oben: "... Bist du einverstanden, Max, dass jene, die uns Genmonster hassen, keine Kranken beschützen müssen, sondern andere Guard-Aufgaben erledigen k?nnen?"

  Max, zum Publikum: "Das ist eine gute Idee. Ich will niemanden zwingen, gegen seine überzeugung zu handeln. Aber ich will auch nicht, dass Kranke gezwungen werden, zu leiden und zu sterben, wenn Heilung in Sicht ist. W?hlt also eure Aufgabe und erfüllt sie gut.

  Ein Guard, die Pistole ziehend, schreit: "Stirb, du Genschlampe!"

  Der Kopf des Guards zerplatzt.

  Max, beschw?rend die Arme erhoben: "Antara ist nicht gekommen, um Guards zu t?ten. Antara ist gekommen, um uns vor uns selbst zu beschützen. Was w?re geschehen, wenn der Mordanschlag auf mich gelungen w?re? Gesetzestreue h?tten auf die M?rder geschossen. Anh?nger der M?rder h?tten auf die Gesetzestreuen geschossen. Ein Gemetzel mit mehr als hundert Toten und unz?hligen Verletzten und Verkrüppelten. Es lastet wie ein Fluch auf uns Natürlichen, dass Meinungsverschiedenheiten zu Gewaltexzessen führen. Wollen wir hier und heute diesen Fluch überwinden oder wollen wir einmal mehr seine Opfer sein?"

  Antara, zum Publikum, wie oben: "Angst und Hass blockieren euer Denken, sodass Worte nichts mehr ?ndern k?nnen ..."

  Antara, Chromos 5, Aladan, Meneor, die vier Schwestern, Giftstrauss und Pferdchen betreten die Bühne.

  Antara, wie oben: "... Deshalb bitte ich jetzt diejenigen, die Kranke beschützen wollen, dieses Geb?ude zu verlassen. Und diejenigen, die Genville vernichten wollen, sollen bleiben ..."

  Die H?lfte der Guards verl?sst den Saal.

  Antara, wie oben: "... Wie ich sehe, seid ihr massiv in dem überzahl. Sobald die letzten das Raum verlassen haben, beginnt das Kampf."

  Max begreift nicht, was hier ab geht.

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