Szeneanfang:
Die an die dreihundert verbleibenden Guards verteilen sich kampfeslustig im Saal.
Max, zum Publikum: "Ihr werdet doch jetzt nicht k?mpfen wollen?!"
Guard, sp?ttisch: "Unser Chief hat Angst um seine Monsterfreunde."
Max, gefasst: "Ich habe keine Ahnung, was jetzt geschehen wird. Aber ich weiss, dass ihr keine Chance habt. Ich empfehle euch dringend, eine friedliche L?sung zu finden."
Guard, geh?ssig, sp?ttisch: "Glaubst du, wir fürchten uns vor deinen Stripperinnen und ihren Stofftieren?"
Pferdchen und Giftstrausse schauen sich mit Fragezeichengesichtern an und denken: 'Stofftiere?'
Guard, brüllend: "Angriff!!"
Die Guards greifen nach ihren Pistolen.
Die Messer bewehrten Genvilles sagen "Zisch, Sirrr" und ihre Arme verschwimmen.
Hundert Messer rasen auf flammendem Schweif in kleinem Abstand durch die K?rper der Guards, ...
... die hin sinken wie Halme, die von einer riesigen M?hmaschine gef?llt werden.
Kaum haben die Messer das Ende des Saals erreicht, erschallen Pfiffe ...
... und die Messer reiten zurück zu den Genvilles, ...
... die sie mit Leichtigkeit aus der Luft greifen und mit "Zisch, Sirr" beruhigen, ...
... sodass sie sie weg stecken k?nnen.
Pferdchen, mit Blick auf die hin gem?hten Guards, protestierend: "He, und ich?"
Max, zu Pferdchen, erschüttert: "Deine Bombe würde das Geb?ude zerst?ren."
Pferdchen, zu Max, grinsend: "Wozu brauchst du dieses Geb?ude, wenn du in Genville lebst?"
Max, um seine Fassung ringend: "Die Gentechnik ist nicht das Ende der Erkenntnis. Es muss doch m?glich sein, auch die nicht-fühlende Wissenschaft und Technik weiter zu entwickeln."
Pferdchen: "Das stimmt. Aber wenn du die Natürlichen machen l?sst, werden sie ein Rakete entwickeln, mit dem sie das Mars und alles andere pulverisieren k?nnen."
Max beginnt etwas hysterisch zu lachen.
Pferdchen, erstaunt: "Was ist so lustig an Marspulver?"
Max, um seine Fassung ringend: "Meine Freunde haben eben ein paar hundert Guards umgebracht und ich diskutiere hier mit einer lebenden Bombe über die Zukunft der Wissenschaft."
Pferdchen, lachend: "Ja, das ist schon absurd."
Maxens Blick f?llt auf den Saalbereich vor der Bühne, wo keine Leichen mehr zu sehen sind.
Verblüfft sieht Max, wie Antara durch den Saal schreitet, w?hrend um sie herum die Leichen und noch Lebenden sich in Nichts aufl?sen.
Wie Antara die letzten K?rper beseitigt hat, sinkt sie ersch?pft hin ...
... und wird von dem Blitz schnell herbei geeilten Chromos 5 aufgefangen.
Chromos 5 hat Antaras Kopf in seinen Schoss gebettet und ihre Blicke verschmelzen.
Max, daneben stehend, beobachtet es und denkt: 'Als w?ren sie eins ...'
Alle umstehen das Paar.
Max: "Warum hat Antara das getan?"
Wagon: "Stell dir vor, was das für dein Truppe bedeutet, wenn sie alle diese Leichen weg schaffen müssen."
Max, ernst: "Ja, ich verstehe. Und was bedeuten all diese Leichen für euch?"
Lara: "Für jedes Guard-Leiche k?nnen hundert Kranke sich heilen lassen, weil niemand sie daran hindert."
Max, zerknirscht: "Ja, verdammt nochmal!"
Piri: "Was qu?lt dich, Max?"
Max, unglücklich: "Dass es mir nicht einmal gelingt, so etwas Einfaches wie einen Krankentransport zu beschützen, ohne ein Massaker durch zu führen. H?tte ich eine andere Rede gehalten, w?re das vielleicht nicht passiert."
Hisch: "Wie Antara gesagt hat: Angst und Hass blockieren das Denken. Sie sind wie ein Verlies, an dem deine Worte abprallen."
Max, protestierend: "Aber jedes Verlies hat ein Schloss. Wenn ich die Schlüsselworte gefunden h?tte ..."
Hisch, mit schr?gem L?cheln: "Das durchschnittliche Intelligenz eines Natürlichen ist so gering, dass es die Schlüsselworte nicht verstehen kann. Dann hat das Verlies kein Schloss."
Max, Kopf schüttelnd: "Und wie kann Ambellmi mit uns strunzdummen Existenzen eine harmonische Gesellschaft entwickeln?"
Wagon, nachdenklich: "Das ist ein gutes Frage."
Piri legt den Arm um Max und sagt tr?stend: "Ambellmi ist intelligenter als wir alle zusammen. Es hat bestimmt ein L?sung. Aber vielleicht haben wir ja ein Fehler gemacht. Ambellmi h?tte diese Guards ver?ndern k?nnen, sodass es nicht zum Kampf gekommen w?re. Schliesslich k?nnen Wesen ja nichts dafür, dass sie geschehen, wie sie geschehen."
Aladan: "Wenn das so einfach w?re, dann stell dir vor, Piri, dass die Natürlichen ein Ambellmi haben, dass dich ver?ndert, sodass du Genville zu hassen und zu bek?mpfen beginnst."
Piri, mit grossen Augen: "Dann sollen sie mich lieber t?ten."
Aladan: "Wenn du die Gedanken eines Wesens ver?nderst, zerst?rst du das Pers?nlichkeit. Deshalb nimmt Ambellmi nur ?nderungen vor, mit denen das Wesen einverstanden ist, sodass das Pers?nlichkeit, sich weiter entwickelnd, erhalten bleibt. Diese Guards sind gestorben, weil sie das freiwillige Entscheidung der Kranken nicht akzeptieren und uns t?ten wollten. H?tten wir Max allein gelassen, w?re es jetzt tot. Und die Kranken würden in das S?uregraben geworfen. Es gibt genug Natürliche, die sich weiter entwickeln wollen. Und wir haben beschlossen, nicht mehr zuzusehen, wie sie get?tet werden."
Szeneanfang:
In Natural City ist Luftfisch auf einem grossen Platz gelandet. Eine lange Kolonne von Kranken in Betten und auf Rollstühlen bewegt sich in seine Kabine.
Zahlreiche Guards bewachen den Platz und hindern Demonstrierende daran, den Platz zu stürmen.
Szeneanfang:
Luftfisch ist am Rand von Erd-Genville in der Wüste gelandet. Betreuungspersonen schieben die Kranken in den Sand, wo sie stecken bleiben.
Hilfsorgane springt auf das vorderste Bett ...
... und beginnt mit seiner Therapie.
Die kranke Person erhebt sich gesund vom Bett ...
... und wird, noch etwas schwankend, zusammen mit ihrer Betreuungsperson von der l?chelnden Wagon nach Genville geführt, ...
... bis zum Wegdoppler, ...
... von dem sie kurz darauf nach Mars-Genville entschwinden.
Wie sich die n?chste Person von ihrem Rollstuhl erhebt, wird sie von Chromos 5 begleitet usw.
Vor den erschrockenen Augen der verbleibenden greifen Tentakel des Pilzwesens nach dem leeren Bett, ...
... zerquetschen es ...
... und ziehen es hinunter.
Aladan, zu den Erschrockenen, grinsend: "Kein Angst. Dieses Bett braucht jetzt niemand mehr."
Szeneanfang:
Iris und Ewald materialisieren beim Wegdoppler auf Mars-Genville. Eine lange Schlange von Geheilten bewegt sich auf Ambellmi zu.
Ewald, die Geheilten betrachtend: "Das Damm ist gebrochen. Die Kranken str?men nach Genville. Was willst du noch?"
Iris, grinsend: "Na was wohl? Das n?chste Stufe des Rakete zünden."
Iris betritt Mars-Genville.
Ewald folgt ihr mit Fragezeichengesicht.
Ewald, zu Iris aufschliessend: "Und was ist das n?chste Stufe?"
Iris: "In Natural City leben noch ein paar Millionen gesunde Idioten, die nur darauf warten, bis sie sich wieder die K?pfe einschlagen k?nnen. Die Genvilles werden sie auf kein Fall da raus lassen. Und bald wird es ein Gemetzel um die letzten Ressourcen geben. Wir machen jetzt Werbefilme für das Leben in Genville, um jenen, die nicht komplett verbl?det sind, ein Ausweg zu zeigen."
Ewald, grinsend: "Dein Sympathie für die Natürlichen ist mittlerweile beim Nullpunkt angekommen."
Iris, grimmig: "So ziemlich. Lass uns das Frau suchen, dessen Mann wir zuerst geheilt haben."
Suchend wandern sie durch das bezaubernde Mars-Genville, ...
... bis sie die Frau entdecken, die mit einer dampfenden Tasse Kaffee vom Kaffeestrauch vor einem H?uschen an einem Tisch sitzt.
Wie die Frau sie erblickt, sagt sie erfreut: "Oh, die Bewahrer unseres Glücks. Darf ich euch ein Tasse Kaffee anbieten?"
Iris, denkt verwundert: 'Was für ein kurioses Formulierung.'
Ewald, l?chelnd: "Ja gern."
Wie sie sich vor ihren Kaffeetassen zu der Frau an den Tisch gesetzt haben, fragt Iris: "Seit Hilfsorgane Ihr Mann geheilt hat, leben Sie in Mars-Genville. Wie ist das für Sie?"
Die Frau schaut Iris lange mit einem fast schmerzlichen Ausdruck an.
Iris, den Atem anhaltend, denkt: 'Ups, wenn da jetzt was Negatives kommt, geht das Schuss nach hinten los.'
Frau, sich an ein scheinbar weit zurück liegendes schmerzliches Leben erinnernd: "Wie Tag und Nacht."
Iris, unsicher, was jetzt Tag und was Nacht sein soll: "K?nnen Sie uns das erl?utern?"
Frau, wie oben: "Mein Leben war nicht so, wie ich es mir, als ich noch jung war, vorgestellt habe. Das liebende Gatte, die liebreizenden Kinder. Jedes Tag Sonnenschein, Glück, Harmonie. Im Wahrheit habe ich halbtags gearbeitet, dann eingekauft, gekocht, geputzt, gewaschen, Kinder behausaufgabt und irgendwann bin ich müde neben meinem von dem Arbeit ersch?pften Mann eingeschlafen im Bewusstsein, dass das selbe Film am n?chsten Tag ablaufen würde. Ich war gefangen in einem Zeitschlaufe. Aber da ich mir nichts anderes vorstellen konnte, sah ich kein Ausweg."
Iris: "Das klingt traurig. Haben Sie geweint?"
Frau, wie oben: "Es war alles so selbstverst?ndlich, dass Tr?nen unangebracht erschienen. Und Zweifel s?ende Gedanken wurden verdr?ngt. Als mir jemand erz?hlte, das Leben auf dem Erde k?nne jedes Zeit von einem Meteoriten ausgel?scht werden, wollte ich davon nichts h?ren, weil es mir Angst machte."
Iris: "Und heute?"
Frau, pl?tzlich fr?hlich: "Heute m?chte ich ein Rakete bauen, zu dem Meteoriten hin fliegen und ihm ein Tritt versetzen."
Iris: "Wie kommt es zu diesem Wandel?"
Frau, schw?rmerisch: "Seit ich in Mars-Genville bin, muss ich nichts mehr müssen. Ich kann das k?stlichste Essen einfach pflücken. Mein lebendes Kleid h?lt mich sauber. Das Haus putzt sich selber. Meine Kinder werden vom Bibliothekswesen unterrichtet. Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben frei zu wollen."
Iris: "Früher h?tte Ihnen dieses Freiheit Angst gemacht, weil es Zweifel an Ihrem eingeschliffenen Leben erm?glicht h?tte. Sie scheinen aber dieses Freiheit zu geniessen."
Frau, sinnierend: "Ja, das ist seltsam. Mir kommt es vor, als w?re mein Gehirn in Schlamm eingelegt gewesen. Und jetzt erscheint es mir, als habe ein Hochdruckreiniger das Schlamm weg gespült. Ich kann pl?tzlich klar denken. Früher klebte mein Verstand an Dingen. Heute bin ich fasziniert von Gedanken. Verrückt nicht? Aber das Welt der Dinge ist so arm. Und das Welt der Gedanken ist so unendlich reich. Nun wandle ich, Gedanken pflückend, durch ein glitzerndes Paradies. Und es ist beglückend, einander l?chelnd Gedanken zuzuwerfen, denn du bist nie mehr einsam."
Iris, Stirn runzelnd, denkt: 'Dieses schlichte Gesch?pf, das ich im Spital gesehen habe, w?re doch nimmer in dem Lage gewesen, solche S?tze zu bilden. Fummelt Ambellmi etwa auch an dem Intelligenz?'
Iris: "Und Ihr Mann kriegt kein Krise, weil sein Heimchen am Herd pl?tzlich Flügel hat?"
Frau, mit stillem L?cheln: "Jedes war in seinem langweiligen Zeitschlaufe gefangen. Wir hatten uns nichts mehr zu sagen. Also lebte jedes sein Leben. Unser Beziehung w?re vermutlich zerbr?selt. Und eines Tages w?re jedes seiner Wege gegangen. Aber befreit von allen Zw?ngen und beschenkt mit so viel Neuem, fanden sich unsere H?nde und wir begannen gemeinsam, alles zu erforschen. Und seit dem Synchronisation unserer sexuellen Bedürfnisse habe ich jedes Tag Lust, mein Mann zu verschlingen. Das mag banal sein, aber ist es nicht wunderbar, sich dem Rausch der Sinne hinzugeben, um dann, sich besinnend, aufzutanken für das n?chste Abenteuer?"
Iris, die diesen "Rausch der Sinne" nicht ganz nach empfinden kann: "?hm ja. Und wie finden sich Ihre Kinder zurecht?"
Frau, lachend: "Zuerst war ich geschockt."
Iris, erstaunt: "Geschockt und Sie lachen?"
Frau, l?chelnd: "Na ja, stell dir vor, dein Kind kommt pl?tzlich mit einem Alien nach Hause, das sich über ein Tentakel mit seinem Kopf verbunden hat."
Iris: "Du redest von den Lichtwesen."
Frau: "Ja, das war schon etwas viel Neues. Ich musste mich m?chtig überwinden, um mich mit dem Alien in Verbindung zu setzen. Aber dann war dieses Wesen so friedfertig, dass ich mich sch?mte, je ein Natürliches gewesen zu sein. Mir wurde bewusst, dass das Bild, das wir uns von Aliens gemacht haben, meistens ein Spiegelbild von uns selbst war. Und dass ein auf Aggression getrimmtes Bedürfnisstruktur das Kern des Selbstzerfleischung in sich tr?gt. Die Aliens in unseren Geschichten, die gekommen waren, um uns zu überfallen, zu knechten, auszul?schen, h?tten gar nicht lange genug überlebt, um ein Zivilisation zu erschaffen, das uns h?tte erreichen k?nnen. Und dann begegnest du einem echten Alien, das Jahrtausende überlebt hat, weil es das Frieden gepflegt hat statt das Krieg. Das hat mich umgehauen und ich bin dankbar, dass meine Kinder Zugang haben zu so einem Quell des Weisheit."
Iris: "Und die Kinder sehen das auch so? Ist es ihnen hier nicht langweilig?"
Frau: "Oh nein. Sie verbringen viel Zeit mit den Bildschirmwesen, die ihre Fragen beantworten und ihnen auf unterhaltsames Weise alles beibringen, was sie lernen m?chten. Und wie sie lernen wollen! Mir geht es auch so. Als Mutter dachte ich, alles Wesentliche begriffen zu haben. Und jetzt, wo ich jedes Tag Stunden mit dem Bildschirmwesen verbringe und Neues lerne, sehe ich, dass ich nichts begriffen hatte."
Iris: "Aber Kinder wollen doch nicht nur lernen."
Frau, l?chelnd: "Sie bauen mit den Nutzwesen lustige Dinge. Oder spielen GU ..."
Iris: "GU?"
Frau, wie oben: "... Sie haben ein Ball gebaut, der, wenn du ihn schl?gst, in ein nicht vorhersehbares Richtung davonfliegt. Sie dürfen das Ball nicht fassen, sondern müssen es so lange schlagen, bis es in einem Korb landet. Ist das Ball im Korb, gibt es ein Punkt für G wie Geschicklichkeit. F?llt das Ball zu Boden, gibt es ein Punkt für U wie Ungeschicklichkeit. Wenn das Ungeschicklichkeit zuerst zehn Punkte erreicht, haben sie verloren. Sie k?mpfen also nicht gegen einander, sondern gegen ihr Ungeschicklichkeit."
Iris: "Wie siehst du dein Zukunft?"
Frau: "Genville bietet zwar ein wunderbares Lebensgrundlage, aber es ist mir zu biologielastig. Ich f?nde es sch?n, wenn wir Natural City in Science City umbenennen würden, sodass ich eines Tages zurück kehren und mich an dem Entwicklung der anderen Wissenschaften und Techniken beteiligen k?nnte."
Szeneanfang:
Iris und Ewald sind bei Ambellmi.
Iris, zu Ambellmi, kritisch: "Ambellmi, ver?nderst du etwa auch das Intelligenz, wenn du ein Bedürfnisstruktur anpasst?"
Ambellmi: ""Das Intelligenz der meisten Natürlichen ist so beklemmend klein. In Genville kannst du einfach leben, ohne dass dein Geist vom Existenzkampf zugemüllt wird. Die Natürlichen sind zu intelligent, um nur da zu hocken und sich Früchte in das Mund zu stopfen. Aber gleichzeitig sind sie zu dumm, um das neu gewonnene Freiheit des Denkens zu nutzen, sodass das Erl?sung vom Existenzkampf ihnen verdriessliches Langeweile beschert. Ein Prise Intelligenz kann da Wunder wirken, weil das Geist dann stark genug ist, um mit den R?tseln des Universums zu ringen, und so ein Prozess aus Faszination und Begeisterung in Gang kommt.""
Iris, lachend: "Was für ein Text, nur um zu sagen, dass wir Natürlichen strunzdumm sind!"
Ewald schüttelt l?chelnd den Kopf und sagt: "Typisch Iris."
Szeneanfang:
Im Rathaus steht Max in einem oberen Stockwerk und schaut durch ein Fenster auf die Demonstration des medizinischen Personals.
Auf Spruchb?ndern oder Plakaten ist zu lesen: "Die Genmonster vernichten unsere Existenz.", "Wer von Monstern geheilt, dem Tod entgegen eilt.", "?rztliche Kompetenz statt Heillüge!".
Empfangsdame, mit strengem Blick: "Der Herr Bürgermeister kann Sie jetzt empfangen."
Max, die Empfangsdame musternd, denkt: 'Dieser Blick ... dicke Luft.'
Im Büro des Bürgermeisters.
Bürgermeister, ungehalten: "Verdammt, Chief Max, was haben Sie angerichtet? Ich kann mich nicht mehr aus dem Rathaus wagen."
Max: "Herr Bürgermeister, wir k?nnen die Situation entsch?rfen, indem wir dem medizinischen Personal die L?hne überweisen, auch wenn sie nichts mehr zu tun haben."
Bürgermeister, wütend und verzweifelt: "Sind Sie verrückt, Mann?! Woher nehmen wir das Geld? Wir k?nnen uns solche Sozialprogramme nicht leisten."
Max, bes?nftigend: "Es w?re ja nur vorüber gehend. Bis sich eine andere L?sung abzeichnet."
Bürgermeister, unwirsch: "Sie haben uns diese Suppe mit Ihren Monsterfreunden eingebrockt. Jetzt l?ffeln Sie sie gef?lligst aus! Sorgen Sie für Ruhe und Sicherheit! Mir ist egal, wie Sie das machen. Unter Hans Hart h?tte es das nicht gegeben."
Max denkt befremdet: 'Hans Hart h?tte die Demonstrierenden erschossen. Ist das eine Andeutung, wie ich vorgehen soll?'
Szeneanfang:
Im Apfelbaumgarten von Natural City. Es d?mmert.
Max tigert gestresst hin und her und flucht: "Verdammter Mist, verdammter Mist, verdammter Mist!"
Eine Stimme aus dem Off l?sst Max aufhorchen: "Bist du mit deinen Natürlichen wieder in einem Sackgasse gelandet, hihihi?"
Max f?hrt herum und sieht erstaunt die melancholisch l?chelnde Antara, die eine prall gefüllte Pflanzentasche über die Schulter geh?ngt hat.
Max, resigniert: "Ja, verdammt. Das medizinische Personal verliert gerade seine Jobs. Und seit Hans Hart das Sozialsystem zerst?rt hat, wurde kein neues eingerichtet. Die Leute werden als Obdachlose enden und sich von Abf?llen ern?hren müssen, weil dieser verdammte Idiot von Bürgermeister nicht bereit ist, ihre L?hne weiter zu bezahlen, bis wir eine L?sung gefunden haben. Ich verstehe die Wut der Leute nur zu gut. Und ich kann mit meinen paar Guards nicht Tausende daran hindern, einen Aufruhr zu veranstalten, ohne massive Gewalt anzuwenden. Und wenn ich den Aufruhr nicht verhindere, bin ich meinen Job los und jemand wird Chief, der nicht z?gert zu schiessen. Es ist wie ein Fluch, dass alles immer so enden muss."
Antara, etwas entrückt und leicht schw?rmerisch: "Es ist so sch?n, deinem Begreifen zuzuschauen, diesem pl?tschernden Bach aus Wahrhaftigkeit."
Max, unglücklich: "Sch?n, wenn mein Gepl?tscher dich entzückt, aber ..."
Antara hindert Max mit einem Kuss am Weitersprechen ...
... und zieht Max an der Hand zu der wuchtigen Mauer zwischen den beiden Wachtürmen.
Wie sie vor der Mauer stehen, konzentriert Antara sich mit geschlossenen Augen.
Vor dem verblüfften Max l?st sich ein zehn Meter breites Stück Mauer in Nichts auf, sodass der Weg zur Wüste offen ist.
Max, in die Wüste schauend, grimmig l?chelnd: "So viel zu unserem Schutzwall."
Antara: "Kein Sorge, Max. Wir werden alle Kampforganismen, die Genville oder Natural City gef?hrden k?nnten, ausl?schen. Das Pilzwesen wird uns rechtzeitig warnen, wenn sich welche n?hern."
Max, besorgt: "Aber kann das Pilzwesen jetzt nicht über die Brücke in die Stadt eindringen und ..."
Antara: "Es wird nur jene essen, die meinen, ohne Anpassung des Bedürfnisstruktur das Wüste betreten zu müssen."
Antara geht in die Wüste hinaus ...
... und schaut auffordernd zu Max, der stehen bleibt.
Max: "Ich habe mein Bedürfnisdingsbums nur teilweise anpassen lassen, also sollte ich nicht meinen, 'das Wüste betreten zu müssen'."
Antara, l?chelnd: "Das Pilzwesen ist hoch intelligent. Es weiss, dass du ein Freund bist."
Max, zum Wüstenboden, den peinlich Berührten mimend: "Oh, Verzeihung."
Antara, lachend: "Du bist lustig, Max."
Max geht mit schr?gem L?cheln auf Antara zu.
Antara: "Was h?ltst du von dem Vorschlag, Natural City in Science City umzubenennen?"
Max, unglücklich: "Eine Stadt der Forschung und des Erkenntnisgewinns ist viel sinnvoller als eine Stadt, die stumpfsinnig das Natürliche verehrt ..."
Max, verzweifelt: "... Aber der Weg dahin ist voller Hindernisse. Und ich sehe nicht, wie ich die überwinden kann."
Antara, Max bei den Schultern fassend, verführerisch: "Soll ich dich entspannen, Max?"
Max, unglücklich: "Dazu bin ich jetzt nicht in Stimmung, Antara."
Antara, Max los lassend, l?chelnd: "Oh, ich war zu voreilig."
Max, abwehrend: "Neinnein, du meinst es ja gut. Es ist bloss ..."
Antara, kichernd: "... das falsche Reihenfolge, hihihi."
Max, verwirrt: "Reihenfolge?"
Antara, Max ihre Tasche hin haltend: "Die Schwestern haben ein Geschenk für dich."
Max, wie oben: "Geschenk?"
Max betrachtet unschlüssig die Pflanzentasche, die er nun in seinen H?nden h?lt und sagt etwas bel?mmert: "Eine Sporttasche?"
Antara, l?chelnd: " Sie meinen, Natural City passe nicht zu dir."
Max, mit schr?gem L?cheln: "Ja, eine Sporttasche passt wohl besser zu mir als eine Stadt."
Antara, kichernd: "Du musst das Tasche ?ffnen, sonst kann das Geschenk nicht stattfinden."
Max, etwas verwirrt: "Seit wann 'findet ein Geschenk statt'?"
Wie Max die Tasche ge?ffnet hat, sieht er verblüfft, wie Samen tragende Leuchtelfen heraus flattern, ...
... in die Wüste ausschw?rmen, ...
... wo sie die Samen fallen lassen, ...
... bis die Tasche leer ist und die tanzenden Elfen mit ihrem goldenen Schein mehrere Hektar Wüste erleuchten, ...
... sodass zu sehen ist, wie die Samen zu spriessen beginnen.
Pl?tzlich ist da, mitten im Pflanzfeld, ein Wasserfall aus dem Nichts, ...
... der einen Weiher bildet, ...
... von dem aus sich Wasseradern in alle Richtungen schl?ngeln.
Max, bet?ubt von dem m?rchenhaften Anblick: "Was geschieht hier?"
Antara, den Arm um Max legend, mit ihm das Geschehen betrachtend: "Die Schwestern schenken dir Science City."
Mit grossen Augen versucht Max, diesen Worten einen Sinn abzuringen, ...
... und flüstert, langsam begreifend, fast ehrfurchtsvoll: "Sie schenken den Obdachlosen ein Zuhause?!"
Antara, melancholisch: "Wenn das Leib vor Hunger schreit,
reicht der Gedanken Flug nicht weit."
Max, Antara ansehend, bewundernd, aber auch etwas verwirrt: "Aber Natürliche dürfen doch nicht in die Wüste."
Antara, nach der Tasche greifend: "Oh, ich vergass."
Antara flüstert "Entfalte dich!" zur Tasche ...
... und wirft sie mitten in die Mauer?ffnung, ...
... wo die Tasche sich im Boden verwurzelt ...
... und sofort zu wachsen beginnt, ...
... sich dabei zu einem wundersch?nen Tor entwickelnd, ...
... welches schliesslich, geheimnisvoll schimmernd, die Mauer?ffnung verschliesst.
Antara, auf das Tor zeigend: "Dieses Tor l?sst nur friedvolle Natürliche durch. Ambellmi wird her kommen und allen, die ein friedvolles Bedürfnisstruktur wollen, dieses Wunsch erfüllen. Die Leute k?nnen hier leben und, wenn sie Lust haben, zum Universit?t gehen und forschen."
Max, betroffen: "Dann ... kann ich jetzt nicht mehr zurück in die Stadt. Ich habe kein 'friedvolles Bedürfnisstruktur'."
Antara, kichernd: "Versuch es."
Max, auf das Tor zu gehend, unsicher l?chelnd: "Ich komme mir vor wie in einem Fantasyfilm, wo ich geprüft werde, ob ich ein K?nig bin."
Antara, kichernd: "Ob du kein K?nig bist."
Zu Maxens Verblüffung ?ffnet sich das Tor ...
... und schliesst sich hinter ihm.
W?hrend sich das Tor für Antara ?ffnet, sagt Max verwirrt: "Aber wie ist das m?glich? Ich habe doch nicht ..."
Antara, l?chelnd: "Obwohl du von Anfang an ein eher friedvolles Wesen warst, musste Ambellmi, als es dich von dem Eifersucht befreite, auch dein Herrschbedürfnis korrigieren, weil Eifersucht auch mit Beherrschen zu tun hat. All deine Handlungen sind von solchem Friedfertigkeit, dass sie mein Innerstes zu freudigem Klingen bringen."
Max, Kopf schüttelnd, l?chelnd: "So viel unverdientes Lob ... Dann werde ich mal versuchen, das medizinische Personal zu freudigem Klingen zu bringen."
Max, in seinen Kommunikator am Handgelenk: "Bringt mir eine Delegation des medizinischen Personals in den Apfelgarten. Ich will verhandeln."
Szeneanfang:
Acht ?rzte und zwei ?rztinnen stehen ein paar Minuten sp?ter vor Max und Antara, hinter denen das Tor zu Science City in der fortgeschrittenen D?mmerung leuchtet. Die Gesichter der Arztpersonen widerspiegeln die Mischung aus Verzweiflung und Zorn, die sie auf die Strasse getrieben hat.
Max: "Nun ich ..."
Arzt 1 f?llt Max wütend ins Wort: "Ja, Sie haben unsere Existenz vernichtet, indem Sie sich mit diesen Genmonstern eingelassen haben. All unsere Kranken, die jetzt genetisch verseucht sind, werden in Kürze sterben. Es wird ein Massenelend geben, das niemand aufhalten kann, weil unser Gesundheitssystem zerst?rt ist."
Antara denkt: 'Ich muss dieses Strom des Aggression irgendwie versiegen lassen, sonst gibt es noch Tote.'
Antara l?sst sich, eine Ohnmacht simulierend, zu Boden fallen.
Max kniet sofort zu ihr hin und sagt besorgt: "Antara!"
?rztin 2, stutenbissig: "Diese Hexe hat ihn manipuliert. Seht nur, wie hündisch er sich um sie sorgt."
Max, zu der Gruppe auf blickend: "Ja, dieses Wesen ist sch?ner als alles, was mir je begegnet ist. Und ja, ich habe noch nie jemanden so geliebt wie Antara. Aber als Guard habe ich gelernt, jemanden nicht nach meinen Gefühlen, sondern nach seinen Taten zu beurteilen. Als das Imperium mit Kugeln auf mein Friedensangebot reagierte, hat Antara zwei Panzer vernichtet und die Leibgarde des Imperators eigenh?ndig ausgel?scht, als sie uns erschiessen wollte. Antara hat ihr Leben riskiert, um die Millionen dieser Stadt vor dem Feuertod zu bewahren. Wenn ich jetzt also beurteilen müsste, ob jemand ?rztliche Kompetenz besitzt, würde ich schauen, ob eine darnieder liegende Person die Heilreflexe der Arztperson aktiviert, sodass diese unverzüglich erste Hilfe leisten würde."
Hin und her gerissen von Maxens Rede schaut die Gruppe unschlüssig auf Antara.
Der junge Arzt 3 bricht sich mit gezücktem Stethoskop wortlos Bahn, ...
... kniet sich, das Stethoskop auf ihre Herzgegend drückend, zu Antara ...
... und ruft verblüfft: "Das Herz schl?gt wie eine Trommel! Entweder platzt es gleich oder diese ... ?h ... Frau hat ungeheure Kr?fte!"
Neugierig geworden, schieben sie die andern m?nnlichen ?rzte n?her.
W?hrend das Stethoskop bei den hin gekauerten ?rzten die Runde macht, zeigt sich Verblüffung auf ihren Gesichtern.
Die beiden ?rztinnen schauen dem Treiben befremdet zu.
?rztin 2, ver?chtlich: "Diese Lüstlinge wollen die Hexe bloss begrapschen."
Max denkt befremdet: 'Sieht so erste Hilfe aus? Egal, Antara hat das inszeniert, um dem Hass auf sie den Wind aus den Segeln zu nehmen ...'
Max erhebt sich und denkt mit feinem L?cheln: '... Die Genvilles lieben Theater. Dann sollte ich jetzt die Gunst der Sekunde nutzen.'
Max: "Ich m?chte Ihnen zeigen, wie Ihre Zukunft aussehen k?nnte, so Sie es nur wollen."
Max geht auf das Tor zu, welches sich vor ihm ?ffnet und sagt: "Kommen Sie bitte etwas n?her."
Wie Max durch das Tor geschritten ist, versuchen einige ?rzte, ihm zu folgen, ...
... worauf sich das Tor sogleich schliesst und Max allein dasteht.
Max, das Tor betrachtend, denkt zerknirscht: 'Himmelherrgott, wie kann ich es ihnen zeigen, wenn sich das bl?de Tor vor ihnen verschliesst?'
Auf der andern Seite des Tores ist ein Kichern zu h?ren: "Hihihi."
Max ist zuerst verblüfft.
Dann, begreifend, denkt er mit stummem Lachen: 'Antara, du Schlitzohr, ich bin Teil deines Theaters und habs bloss nicht geschnallt.'
Antara, vor der Gruppe stehend, l?chelnd: "Nachdem ihr mit solchem Eifer mein Herz untersucht habt, gehe ich davon aus, dass euch die R?tsel des Universums faszinieren ..."
?rztin 2, sarkastisch: "Es waren wohl mehr deine Titten, die sie fasziniert haben."
Antara, wie oben: "Umso besser, wenn das Lust aufs Neue sich mit dem Lust des K?rpers zu Flügeln formt, auf denen das forschende Geist sich mit doppeltem Kraft in das H?he schwingt."
?rztin 2, irritiert: "Soll heissen, dir ist es v?llig egal, wenn eine Horde sabbernder M?nner an dir rum fummelt?"
Antara, wie oben: "Ambellmi kann versuchsweise dein sexuelles Bedürfnis gleich stark machen, sodass du auch beim Anblick eines K?rpers zu sabbern beginnst. Dann stell dir vor, wie es ist, für dein Bedürfnis Hass und Verachtung zu ernten, sodass du gezwungen bist, diese Stimmen im Zorn zum Schweigen zu bringen oder deine Gefühle mit Scham zu bedecken und in stilles Traurigkeit zu versinken."
?rztin 2, protestierend: "Ich will aber nichts verst?rken."
Antara, wie oben: "Dieses Tor l?sst nur Wesen mit einem friedvollen Bedürfnisstruktur passieren. Ambellmi wird morgen hier sein und, so ihr es wollt, euer Bedürfnisstruktur wandeln."
Arzt 1, trotzig: "Was heisst 'friedvoll'? Sie wollen bloss unseren Kampfgeist brechen, damit wir brav nach Hause gehen und verhungern."
Antara, wie oben: "Das Weg des Kriegers ist ein stetes Kampf, welches ohne Geist nicht gewonnen werden kann."
Fragezeichengesichter.
?rztin 2, grimmig: "Die Hexe will uns nur verwirren, damit sie uns leichter manipulieren kann."
Antara, kichernd: "Es ist schwierig, mit Natürlichen zu sprechen. Ihr Leben ist so von Lügen durchtr?nkt, dass sie, verzweifelt nach Wahrheit dürstend, wild um sich schlagen aus Furcht von einem Lüge gebissen zu werden."
Arzt 3, Stirn runzelnd: "Ich muss zugeben, dass unser bisheriges Gespr?ch nicht sehr konstruktiv war. Was also ist die Wahrheit? Warum sind wir hier?"
Antara, l?chelnd: "Ganz einfach: Wir wollen euch Science City zum Wohnen anbieten und euch das M?glichkeit geben, euer Leben dem Forschen zu widmen."
Arzt 3, unfroh: "Wir sind zwar hoch qualifiziert, aber unser Wissen braucht jetzt niemand mehr. Wir sind akademischer Müll. Was sollen wir noch forschen?"
Antara, wie oben: "Ich habe ein Feldsinn, mit dem ich alle Kraftfelder wahrnehmen kann. Und ich habe Wandlerzellen, mit denen ich alle Kraftfelder beeinflussen kann. Aber ich weiss nicht, wie es funktioniert. Das Physik, das dahinter steckt, ist mir ein R?tsel."
?rztin 2, h?hnisch: "Und der Erforschung von diesem esoterischen Mist soll ich mein Leben widmen?"
Sich konzentrierend, breitet Antara die Arme aus ...
... und l?sst sich mit der entsetzten Gruppe hoch schweben.
Wie sie auf der H?he der Mauer sind, sagt Arzt 3, nach unten blickend, ?ngstlich: "Sie werden uns nicht fallen lassen oder?"
Antara, Arzt 3 fixierend: "Willst du mich t?ten?"
Arzt 3, erschrocken: "Nein, warum sollte ich das wollen?"
Antara, kichernd: "Warum sollte ich dich dann fallen lassen wollen?"
Die Gruppe schwebt nun, beidseits von Antara aufgereiht, über dem Tor, wo sie, mit offenen Mündern auf das, sich im Licht der tanzenden Leuchtelfen rasch entwickelnde Science City starren.
Arzt 3, ungl?ubig: "Wenn ich meine Bedürfnisstruktur gewandelt habe, darf ich hier leben?"
Arzt 4, verzweifelt: "Aber meine Frau wird mir den Kopf abreissen, wenn sie unsere Villa verlassen muss."
Antara, lachend: "Eure Frauen werden sich von eurem Sperma ern?hren, wenn sie erkennen, welche Annehmlichkeiten ihr ihnen anstelle eines kalten Geh?uses zu bieten habt."
?rztin 2, angeekelt: "Ich kotze gleich."
?rztin 5, grinsend: "Vielleicht hast du deshalb keinen Freund."
?rztin 2, zu ?rztin 5, geh?ssig: "Bl?de Kuh."
?rztin 5, l?chelnd: "Ich bin noch nie einer Frau begegnet, für die Sex so natürlich ist. Das ist ... wohltuend. Ich werde das mit dem Umwandeln versuchen, allein deshalb, weil ich wissen m?chte, wie es ist, ein sexuelles Wesen zu sein ohne jede Verklemmtheit."
Antara: "Bis morgen wird Science City gewachsen sein. Dann k?nnen alle, die obdachlos werden, sich bei Ambellmi melden, um ihr Bedürfnisstruktur friedvoll umzuwandeln. Kommt nicht auf das Idee, über das Mauer in das Wüste zu gehen. Das Pilzwesen wird jedes Natürliche essen, das meint, das Erde wieder in ein Schlachtfeld verwandeln zu müssen."
Arzt 1, finster: "Und wenn wir uns diesem Joch nicht beugen wollen?"
Antara: "Du brauchst dich nicht zu beugen. Wenn dir dein Umwandlung nicht gef?llt, kannst du es rückg?ngig machen. Genville bietet euch das absolute Freiheit zu sein, was ihr wollt. Seit Piris Einleben-Gen das Problem des vollst?ndigen Zelltransformation gel?st hat, k?nnt ihr auch euer K?rper anpassen. Ihr k?nntet euch in Hilfsorgane verwandeln, um zu heilen. ..."
?rztin 2, fassungslos: "Die H?lle auf Erden!"
Antara: "... Ihr k?nntet euch Flügel wachsen lassen, um zu fliegen. Jedes kann alles sein. Wir werden nur keine Herrschbedürftigen mehr auf das Erde loslassen, denn was sie anrichten ist schlimmer als jedes Fantasie von H?lle."
Arzt 1, grimmig: "Und wer gibt euch das Recht dazu?"
Antara: "Du hast recht. Recht l?sst sich nicht beweisen. Wir haben beobachtet, dass das Herrschrecht der Natürlichen zum Ausrottung fast allen Lebens auf diesem Planeten geführt hat. In einem Akt des Willkür haben wir beschlossen, dass das Leben kein Spirale nach unten, sondern eines nach oben sein soll. Wenn Todkranke nicht sterben müssen, dann sollen sie nicht sterben. Wenn es nicht sein muss, dass Arbeitslose sich von Abf?llen ern?hren müssen, dann soll es nicht sein. Auch wenn wir auf dem Weg des Kriegers Fehler machen, streben wir in dem gnadenlosen K?lte des Alls nach einem warmen L?cheln."
Arzt 3, Stirn runzelnd: "Aber 'Weg des Kriegers' klingt nicht gerade friedvoll."
Antara: "Friedvoll bezieht sich auf unser Zusammenleben. Und gemeinsam führen wir ein Krieg gegen Einsamkeit, Verlorenheit, Sinnlosigkeit und das Summe der Schmerzen im Universum."
Arzt 3, überrascht lachend: "Das w?re dann der gr?sste Krieg aller Zeiten."
Antara, l?chelnd: "Nun, es soll uns ja nicht langweilig werden."
Arzt 1, mit grimmigem L?cheln: "Und woher wissen wir, dass Sie uns mit dieser Gehirnoperation nicht versklaven wollen?"
?rztin 5: "Ach G?ttchen, diese Wunderdame l?sst sich beschimpfen und beleidigen und wendet Zeit und Mühe auf, um uns zu überzeugen, obwohl sie uns mit einem Fingerschnippen versklaven k?nnte. Das ist doch wohl Beweis genug, dass sie uns nicht verarschen will. Und insgeheim wissen wir doch alle, dass wir Natürlichen eine einzige Katastrophe sind und uns ein bisschen Wandel ganz gut tun würde. Ich habe meinen Status als ?rztin verloren. Das macht mir Angst. Aber vielleicht brauche ich in Science City keinen Doktortitel, um ein bisschen Anerkennung und Liebe zu ergattern. Vielleicht genügt es, einfach zu sein und von diesem Nullpunkt aus zu entscheiden, womit ich mein Leben erfüllen will."
?rztin 2, ?tzend: "Die Hexe hat dich ganz sch?n manipuliert."
?rztin 5, leidenschaftlich: "Wegen der Genkriege und ihrer Scheusslichkeiten haben wir uns der medizinischen Gentechnik verweigert und lieber unsere mittelalterlichen Heilmethoden praktiziert. Das war borniert und der Grund, warum uns die Kranken davon laufen und wir am Abgrund stehen. Für diese Misere sind wir ganz allein verantwortlich. Und wenn dann diese Hexe, dieses Genmonster, dieses Wesen, was immer es auch sein mag, kommt und mich mit der Kraft seiner Gedanken schweben l?sst, sodass ich sehen kann, wie über Nacht eine ganze Stadt in der Wüste heran w?chst, dann ist es wohl eher die Kraft der überzeugung, die mich dazu bewegt, auf das Durchwühlen von Müllkübeln zu verzichten und mich diesem Wunder zuzuwenden."
?rztin 2 beginnt pl?tzlich zu schluchzen: "Diese Hexe und ihre Monsterbrut haben mein Leben vernichtet."
?rztin 5, bedrückt: "Ich k?nnte auch heulen beim Gedanken, dass ich meine sch?ne Wohnung verliere, die mühevoll zusammen getragenen M?bel, die aufeinander abgestimmten Kleider, die liebevoll ausgesuchten Bilder ..."
Antara, l?chelnd: "Ihr bekommt dafür zehntausend H?user, M?bel, die euch gehorchen, lebende Kleider, die euch pflegen, und genug Kunstwerke, um euch ein Leben lang zu entzücken."
?rztin 2 und 5 schauen Antara verwirrt an.
Antara setzt die Gruppe auf der Mauer ab ...
... und sagt etwas entrückt und melancholisch: "Warum setzt ihr euch nicht hin und betrachtet das Wachsen des Stadt, sodass in euch auch das Begreifen heran wachsen kann, auf dass ihr zu spüren beginnt, was ihr jetzt noch nicht fassen k?nnt?"
?rztin 5, sich in den Schneidersitz sinken lassend, gezwungen lachend: "Ich verstehe zwar nichts von dem, was du sagst, aber dein Vorschlag gef?llt mir."
?rztin 5, zu ?rztin 2: "Komm, setz dich zu mir. Das wird die spannendste Nacht unseres Lebens."
Antara, zu ?rztin 5 und 2: "Zieht eure Kleider aus und werft sie in das Wüste. Das Pilzwesen wird sie essen."
?rztin 2, geschockt: "Spinnst du?"
?rztin 5 zieht sich grinsend aus ...
... und wirft ihre Kleider in die Wüste mit den Worten: "Lebt wohl, meine Teuren."
Antara steht da mit geschlossenen Augen.
Zwei bequeme lebende Sessel, die an Fleisch fressende Pflanzen erinnern, und zwei lebende Kleider schweben herbei.
Die Sessel landen neben den ?rztinnen auf der Mauer, w?hrend die Kleider den Frauen zufliegen, die sie unwillkürlich ergreifen.
?rztin 2 betrachtet unschlüssig das Kleid.
?rztin 5 streift es sich über.
Antara: "Du kannst in das Kleid pinkeln und kacken. Es lebt von deinen Ausscheidungen. So kannst du das ganze Nacht hier verweilen. Fürchte nichts, wenn es an dir herum fummelt. Es will dich reinigen und pflegen. In diesen Sesseln ist es bequemer als hin zu hocken. Sie passen sich eurem K?rper an und ?ndern das Form, wenn ihr sitzen oder liegen wollt."
?rztin 5, den Sessel betrachtend, kritisch: "Apropos fürchten. Das sieht eher aus wie eine Fleisch fressende Pflanze."
Antara, lachend: "Ja, wir sind vielleicht etwas zu kreativ. Aber das Sessel wird dich nicht essen."
?rztin 5, sich in den Sessel fl?zend, zu ?rztin 2: "Worauf wartest du? Wir haben jetzt Logenpl?tze."
Wie bet?ubt wechselt ?rztin 2 das Kleid, ...
... bleibt aber noch am Wüstenrand der Mauer stehen.
Antara, zu den übrigen, l?chelnd: "M?chte noch jemand ein Logenplatz?"
Arzt 3, mit etwas gequ?ltem L?cheln: "Wir sollten jetzt zurück gehen und den andern von deinem Angebot berichten. Ich bin gespannt, wie viele sich morgen hier einfinden werden."
Antara l?sst die acht M?nner in den Apfelgarten schweben ...
... und fliegt hinunter zu Max, der sie mit einem Ausdruck der Bewunderung erwartet ...
... und dann lachend sagt: "So viel Theater, nur damit sie einen simplen Vorschlag wenigstens zu Kenntnis nehmen."
Antara zeigt ihr melancholisches L?cheln ...
... und sagt leise: "Magst du dich jetzt entspannen?"
Max, gerührt, schlicht: "Ja."
?rztin 2, in die Wüste hinab schauend, befremdet: "Unser Chief treibt es mit der Hexe."
?rztin 5, verblüfft: "Echt?"
?rztin 5 steht neben ?rztin 2 und beide schauen hinab in die Wüste.
?rztin 2, ?tzend: "Er ist der Sexsklave dieser Hexe. Deshalb hat er sich mit diesen Monstern eingelassen. M?nner denken eben nur mit dem Schwanz."
?rztin 5, atmend, mit grossen Augen: "Aber diese Leidenschaft! Wann haben wir je solche Leidenschaft empfunden? Mir wird ganz heiss."
?rztin 2, verletzend: "Du bist eben eine Schlampe."
?rztin 5, sinnierend: "Wenn 'Schlampe' bedeutet, dass ich keine schlechten Gefühle mehr habe beim Sex, dann werde ich dieses Dings, das mich morgen ver?ndert, um Schlampe bitten."
?rztin 5, ihre Kollegin anblickend, nachdenklich: "Vielleicht solltest du es auch versuchen. Was hat es dir gebracht, keine Schlampe zu sein? Einsamkeit und Tr?nen?"
?rztin 2 weint.
?rztin 5 führt ?rztin 2 am Arm zum Sessel und sagt tr?stend: "Und jetzt legen wir uns mal in diese Pflanze und lassen uns auffressen oder erleben, wie in einer Nacht eine mittelgrosse Stadt heran w?chst."
Szeneanfang:
Wie die Morgend?mmerung Science City enthüllt, als würde das Tuch von einem Kunstwerk gezogen, versuchen ?rztin 2 und 5 mit grossen Augen dieses Wunder einer lebenden Stadt zu erfassen, die sich bis weit in die Wüste entfaltet.
Wie Ambellmi aus dem Nichts auftaucht, schauen die Frauen erschrocken auf dieses merkwürdige Ding.
Ambellmi: ""Oh, schon hier? Wie ich sehe, k?nnt ihr es kaum erwarten, Science City zu betreten, hahaha.""
?rztin 5, mit unbehaglichem L?cheln: "Bist du dieses Ding, das uns ... ?hm ... operieren soll?"
Ambellmi: ""Och, 'operieren' klingt so blutig. Ich ver?ndere bloss ein wenig eure Erbspeichdenks, damit ihr den Sinnesdenks ein anderes Bedeutung beimesst. Und wenn es euch nicht gef?llt, mache ich alles rückg?ngig, ganz ohne Blut und Narben. Seid ihr bereit?""
?rztin 5, seufzend: "Wenn es sein muss."
?rztin 2, weinend: "Ich will kein Genmonster sein."
Ambellmi: ""Ich ver?ndere keine Gene. Es ist so , als würdest du ein krumm gewachsenes Nase flicken, von dem sich alle abwenden, weil es so h?sslich ist.""
Schluchzend bedeckt ?rztin 2 ihr Gesicht.
?rztin 5, mit schmerzlichem L?cheln: "Und wie 'flickst' du ein Weinen?"
Ambellmi: ""Ihr seid ?rzte. Was würdet ihr tun?""
?rztin 5, auf die Mauer zu ihren Füssen deutend: "Wir stehen auf einer Mauer. Hinter uns wartet die Angst eines zerst?rten Lebens. Vor uns lauert die Angst vor dem Unbekannten. Ein Geist, der zwischen ?ngsten hin und her gejagt wird, kann keine vernünftigen Entscheidungen mehr treffen. Als ?rztin würde ich ein Angst l?sendes Mittel verschreiben, sodass die Gedanken wieder ruhig fliessen und sich sammeln k?nnen."
Ambellmi: ""Angst ist zwar ein nützliches Gefühl, wenn es dich daran hindert, selbstzerst?rerische Taten zu begehen. Aber die Natürlichen haben davon so reichlich, dass es zu vielen Scheusslichkeiten führt, die letztlich wieder selbstzerst?rerisch wirken. Ich kann das maximale Angstempfinden so weit reduzieren, dass es das Geist nicht mehr fesseln kann. Würdet ihr dieses 'Angst l?sende Mittel' akzeptieren?""
?rztin 5, ?rztin 2 mitfühlend betrachtend: "Tu es! Dann soll meine Kollegin entscheiden, wie es weiter geht. Und mich kannst du gleich ganz umwandeln. Ich will endlich wissen, wie sich eine friedvolle Bedürfnisstruktur anfühlt."
Ambellmi: ""Es ist vollbracht.""
?rztin 5, erstaunt: "So schnell? Aber ich habe gar nichts gespürt."
Ambellmi: ""Ein paar Erbspeichdenks zu überschreiben ist ja auch nichts zum Spüren. Wenn du ein Unterschied feststellen willst, achte auf die Gefühle. So wirst du kein Ehrfurcht mehr empfinden im Angesicht eines M?chtigen. Und sein wichtigtuerisches Gehabe wird dich zum Lachen reizen.""
?rztin 5, wenig begeistert: "Na toll! Und wenn ich dann so herzlich gelacht habe, kriege ich ein paar auf die Nüsse."
Ambellmi: ""Hahaha, ja. Aber du wirst erkennen, dass es Zeitverschwendung ist, sich den Bedeutsamkeiten der M?chtigen zu unterwerfen. Und dass es viel gedeihlicher ist, mit deinen Freunden von Science City zusammen zu arbeiten.""
?rztin 2, Stirn runzelnd: "Bis jetzt hatte ich keine Freunde. Warum soll das in Science City anders sein?"
?rztin 5 schaut ?rztin 2 verblüfft an und denkt: 'Diese Angstreduktion scheint zu wirken.'
Ambellmi: ""Lass mich dich umwandeln und finde es selbst raus.""
?rztin 2, unglücklich: "Na gut. Ich habe ja nichts zu verlieren."
Ambellmi l?sst die ?rztinnen nach Science City hinab schweben und sagt: ""Ihr k?nnt jetzt Science City betreten.""
Wie die ?rztinnen neben Antara und Max, die, sich nackt in den Armen liegend, noch friedlich schlafen, landen, sagt ?rztin 5 mit stillem L?cheln: "Wie Adam und Eva im Paradies."
?rztin 2: "Sie hat ihn verzaubert."
?rztin 5, l?chelnd: "Vorhin h?ttest du noch 'verhext' gesagt."
?rztin 2, nach innen blickend: "Die Wut ist weg. Ich war grün vor Eifersucht auf diese wundersch?ne Frau. Und rot vor Zorn, weil sie und ihre Freunde meine Existenz vernichtet haben. Und jetzt kann ich sie anschauen, ohne ihr den Kopf abreissen zu wollen. Hat diese fliegende Flunder uns in willenlose Puppen verwandelt, mit denen sie anstellen k?nnen, was ihnen beliebt?"
?rztin 5, Stirn runzelnd: "Trauerst du echt einem Gefühl nach, das so schlimm ist, dass du jemandem den Kopf abreissen musst, um es zu bes?nftigen?"
?rztin 2, hilflos: "Nein, natürlich nicht. Aber ich habe keine Ahnung, was ich jetzt tun soll."
Erstaunt h?ren die beiden Frauen eine Stimme aus dem Off: "Frühstücken."
Max steht nackt vor den Frauen und es ist ihnen anzusehen, wie der sch?ne Mann sie heiss macht.
?rztin 5, lachend: "Ziehen Sie sich schnell an, Chief. Ich habe pl?tzlich solche Lust auf Mann, dass ich für nichts garantieren kann."
?rztin 2, befremdet: "Was ist das?"
Max, die Uniform anziehend, l?chelnd: "Ambellmi synchronisiert das sexuelle Bedürfnis, sodass alle dasselbe Verlangen empfinden."
?rztin 2, kritisch: "Und warum wird das nicht so synchronisiert, dass die M?nner wie die Frauen empfinden, damit sie weniger l?stig sind?"
?rztin 5, mit stillem L?cheln: "Vielleicht weil so alle mehr Lust erleben k?nnen, statt weniger?"
?rztin 2, wie oben: "Dann sind wir jetzt Schlampen?"
?rztin 5, lachend: "Vergiss diesen Begriff! Wir sind jetzt Casanovas."
?rztin 5, mit knurrendem Magen, zu Max, l?chelnd: "Wie war das mit dem Frühstück?"
Max, l?chelnd: "Kommen Sie."
Wie sie neben einander durch Science City gehen, sagt Max zu ?rztin 2: "Wenn Ihr sexuelles Bedürfnis Sie st?rt, k?nnen Sie es von Ambellmi auch abschalten lassen. Die aktuelle Einstellung ist nur ein Vorschlag, den Ambellmi auf der Suche nach der optimalen Bedürfnisstruktur macht."
?rztin 2, Stirn runzelnd: "Und was soll die 'optimale Bedürfnisstruktur' sein?"
Max: "Versuchen Sie mal, es aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Das Wesen sollte nach Harmonie streben, ohne deshalb gleich geschaltet zu sein. Es sollte offenen Geistes nach Erkenntnis streben, statt, um sich selber kreisend, in Lustbarkeiten zu versinken. Es sollte sich Kampf stark gegen Bedrohungen wehren ohne jedes Verlangen nach Herrschaft. Es soll kein Gesetz mehr brauchen und keine Guards, die es durchsetzen, weil das Gesetz in seinen Bedürfnissen wohnt."
?rztin 5, beeindruckt: "Huch, klingt nach einer Menge Arbeit."
?rztin 2, Stirn runzelnd: "Keine Guards? In Science City gibt es keine Guards? Hier kann mich also jeder ungestraft vergewaltigen?"
Max: "Warum sollte Sie jemand vergewaltigen, wenn die Empathie so stark ist, dass der blosse Gedanke daran so viel Schmerz erzeugt, dass jede Potenz sich verflüchtigt."
?rztin 2, verblüfft: "Sie meinen, die k?nnen gar nicht ..."
Max, lachend: "Ja, abgesehen davon, dass die M?nner Mühe haben werden, die Bedürfnisse der Frauen zu stillen."
Sie stehen in einem Essgarten.
Max, auf die Esspflanzen weisend: "Bedienen Sie sich."
?rztin 5, die Esspflanzen betrachtend, unschlüssig: "Wie jetzt?"
Max schnappt sich eine Frucht und beisst hinein.
Z?gernd greifen auch die Frauen nach einer Frucht, ...
... beissen misstrauisch hinein ...
... und mustern verblüfft die angebissene Frucht.
W?hrend ?rztin 5 genüsslich mit geschlossenen Augen kaut, schnappt ein Tentakel des Pilzwesens ?rztin 2 die Frucht aus der Hand, was diese verblüfft.
Der Tentakel bewegt die Frucht weg.
?rztin 2, vergeblich nach der Frucht greifend: "He!"
Der Tentakel wirft die Frucht einem andern Tentakel zu.
Die ?rztin 2 versucht vergeblich sie zu fangen.
Die Frucht fliegt von Tentakel zu Tentakel.
?rztin 2 hetzt ihr hinterher, ...
... bis sie die Frucht mit einem eindrucksvollen Sprung aus der Luft greifen kann.
Max muss lachen.
?rztin 5, verwirrt: "Vor ein paar Minuten w?re sie noch kreischend davon gerannt und jetzt spielt sie Ball mit einem der schrecklichsten Kreaturen, die dieser Planet je gesehen hat."
Max, zu ?rztin 5, l?chelnd: "Das Pilzwesen ist dein Freund. Schrecklich ist es nur für die, die dich t?ten wollen."
Alle Tentakel sind verschwunden.
?rztin 2 hat eine zweite Frucht gepflückt und bietet sie, hingekauert, dem Pilzwesen an mit den Worten: "Die ist für dich."
Max, zu ?rztin 2: "Das Pilzwesen kommuniziert mit Bildern. Du musst dir die Geste des Gebens vorstellen und das Bild mit dem Gefühl des Gebenwollens verbinden. Das Pilzwesen liest deine Gedanken und kann so verstehen, was du willst."
?rztin 2 konzentriert sich mit geschlossenen Augen ...
... und das Pilzwesen greift sich die hin gehaltene Frucht.
Kaum ist die Frucht im Boden verschwunden, brechen vor ?rztin 2 Tentakel aus dem Boden, ...
... die ein l?chelndes Gesicht formen.
Max, zu ?rztin 5, l?chelnd: "Ich glaube, deine Kollegin hat eben einen Freund fürs Leben gefunden."
?rztin 5, grinsend: "Vielleicht m?chte sie lieber einen Freund, der so aussieht wie du."
Max: "Das Pilzwesen wird in Zukunft jedes Wesen, das sich euch n?hert, um euch zu t?ten, verschlingen. Welcher Mann kann euch das bieten?"
Die beiden ?rztinnen schauen Max mit grossen Augen an.
Früchte essend, bewegen sich die drei weiter durch Science City.
?rztin 2, ein Haus, das nur über eine Treppe erreichbar ist, Stirn runzelnd betrachtend: "Nicht einmal in Science City sind alle H?user behindertengerecht gebaut."
Max: "Hier gibt es keine Behinderung, die nicht geheilt werden kann. Wozu also die gestalterische Freiheit einschr?nken?"
?rztin 2, mit schr?gem L?cheln: "Ich vergass: Wir sind ja ?rztinnen aus dem Mittelalter."
?rztin 5: "Und wo werden wir wohnen? Wem geh?ren diese H?user? Womit bezahlen wir die Miete?"
Max, sinnierend: "Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es in Genville keinen Besitz. Ich nehme an, dass dies für jede gewachsene Stadt gilt, welche die Genvilles erschaffen. Mit andern Worten: Euch geh?rt alles und nichts."
?rztin 2, auf ein Haus zeigend: "Ich gehe also in dieses Haus und sage dem, der drin wohnt: 'Mir geh?rt alles und dir nichts. Also verpiss dich!'."
Max und ?rztin 5 lachen.
Max, sinnierend: "Wie ich das beobachte, gibt es einen fundamentalen Unterschied zwischen den Natürlichen und den Genvilles. Ein Natürlicher baut ein Haus und zieht einen Zaun drum herum, um sich vor den andern zu schützen. Je reicher ein Natürlicher ist, desto gr?sser wird der Abstand zwischen Haus und Zaun. Und desto h?her wird der Zaun. Je reicher jemand ist, desto gr?sser wird der Abstand zu den andern. Desto einsamer wird er. Bei den Genvilles ist es umgekehrt. Je mehr du dich den andern ?ffnest, desto beschützter fühlst du dich. Da dich niemand verletzen, demütigen, unterdrücken will, gilt, weil dir nichts geh?rt, hast du keine Mauern gebaut, und weil dir alles geh?rt, fühlst du dich umso geborgener, je mehr Leute in einer Genville-Stadt leben."
?rztin 5, sp?ttisch grinsend: "Ich soll also für jeden Kerl die Beine breit machen."
Max, lachend: "Beim ?ffnen habe ich mehr an deinen Geist und dein Herz gedacht als an deine Schenkel."
?rztin 5, l?chelnd: "Schon klar."
?rztin 2, sinnierend: "Ob das funktioniert?"
?rztin 5, lachend: "Warum nicht? Wenn alle M?nner zu solchen Softies werden wie unser Chief."
Max, l?chelnd und seufzend: "In Genville bin ich immer gut für einen Lacher."
?rztin 5, tr?stend, l?chelnd: "He, das war kein Spott, sondern ein Kompliment. Ich habe n?mlich die Nase voll von diesen Machos."
?rztin 2, Stirn runzelnd: "Aber wenn ich keinen Zaun bauen kann, werde ich nie mehr für mich sein. Die st?ndige Gegenwart der andern, dieses st?ndige L?rmen, erfüllt mein Selbst, sodass ich mich aufl?se."
Max, begreifend: "Jetzt verstehe ich! Ich habe mich n?mlich schon gefragt, weshalb ich h?ufig Genvilles treffe, die, in sich versunken, allein auf einem Stein sitzen, am Wasser, auf einer Pflanze oder mit abwesendem Blick wandeln, als gingen sie auf Wolken. Sie nehmen sich eine Zeit der Stille, um ihrem Selbst zu begegnen, welches sie dann wieder einbringen, um Schabernack zu treiben und Wunder zu vollbringen."
?rztin 2 betrachtet Max mit einem langen staunenden Blick.
Eine Explosion l?sst die drei erschrocken herum fahren.
Besorgt rennen sie zurück zu der ?ffnung in der Mauer, ...
... wo die zerfetzten überreste des Tors den Blick auf eine aufgebrachte Menge frei geben.
Arzt 1, der die Menge anführt, ruft wütend in Richtung Max, der mit den Frauen etwa zwanzig Meter vor dem Tor stehen geblieben ist: "Wir lassen uns nicht von einem Genmonster manipulieren!"
Gefolgt von der Menge, bewegt sich Arzt 1 auf die Mauer?ffnung zu.
Max schiesst mit seiner Pistole in die Luft und ruft: "Wenn Sie Science City im Zorn betreten, werden Sie sterben. Niemand zwingt Sie dazu, Ihre Bedürfnisstruktur zu wandeln. Aber dann bleiben Sie bitte in Natural City. Ich bitte Sie!"
?rztin 2 und 5 schauen Max erstaunt an.
Arzt 1, nach vorn stürzend, brüllt: "Dieser Monsterfreund kann uns nicht alle erschiessen!"
Ruf aus der Menge: "H?ngt den Monsterfreund auf!"
Max steckt die Pistole ruhig ein.
?rztin 5, gestresst: "Wir müssen fliehen!"
?rztin 2, Max am Arm ziehend, gestresst: "Komm, Chief!"
Zum Erstaunen der Frauen legt sich wie ein Schatten tiefe Trauer auf Maxens Gesicht, der stehen bleibt, als h?tte er sich mit seinem Schicksal abgefunden, und bes?nftigend seine H?nde auf die Arme der Frauen legt.
Ein paar Meter, bevor die wütende Menge das Trio erreicht, brechen zahlreiche Tentakel des Pilzwesens aus dem Boden, ...
... umschlingen die entsetzten K?rper ...
... und zerquetschen sie, sodass Blut in Massen in alle Richtungen spritzt.
Spukhaft schnell verschwinden die Tentakel mit den K?rpern im Boden ...
... und hinterlassen auf dem Sand ein grauenhaftes Bild aus Blut, auf welches die weissen Gesichter der fassungslosen Menge, die vor der Mauer stehen geblieben ist, starren.
?rztin 2 versucht mit offenem Mund zu begreifen, was sie eben gesehen hat.
?rztin 5 kullern Tr?nen über das erschütterte Gesicht.
?rztin 2, tonlos: "Du hast das ernst gemeint."
Max, dunkel: "Was meinst du?"
?rztin 2, wie oben: "Das das Pilzwesen unser Freund ist und uns beschützt."
Max, wie oben: "Sonst würden wir jetzt tot an einem Baum h?ngen."
?rztin 5, erschüttert: "Ich nehme den Softie zurück. Du hast Nerven aus Stahl."
Max, wie oben: "Ich bin lieber ein Softie. St?hlerne Helden haben genug Elend gebracht. Aber ich habe erst in diesem Moment begriffen, was es bedeutet, dass die W?hrung in Genville nicht Geld ist, sondern Vertrauen."
?rztin 5, die gel?hmte Menge betrachtend: "Willst du etwas sagen zu diesen ver?ngstigten Sch?fchen?"
Mit den beiden Frauen an den H?nden schreitet Max über den blutgetr?nkten Sand wie der Meister des Blutmonsters.
Wie er vor der Menge steht, senkt Max den Kopf und sagt Stirn runzelnd: "Es hat keinen Zweck. Meine Worte prallen an der Bedürfnisstruktur ab wie an einem Kettenhemd. Sollen sie doch machen, was sie wollen. Lasst uns noch ein wenig Science City erkunden. Unsere Nerven brauchen Frieden."
Hand in Hand geht das Trio zurück nach Science City.
Szeneanfang:
In Science City ist es Nacht. Max, ?rztin 2 und 5 sitzen um einen lodernden Feuerbusch und braten ein Stück Fleisch vom Blutstrauch.
?rztin 2, besorgt: "Werden wir nach diesem Massaker von heute Morgen Albtr?ume haben ... Angstzust?nde, Depressionen?"
Max: "Das Angst war einst gedacht, ein Wesen vor Gefahren zu schützen, indem es ein Fluchtbewegung ausl?st. Je intelligenter ein Spezies wird, desto mehr neigt es dazu, das Angstausl?sende zu bek?mpfen, statt zu fliehen. Dazu erschafft es Werkzeuge von wachsendem Zerst?rungskraft. Und damit wird Angst zu einem der wichtigsten Ursachen von Gewalt und Grausamkeit. Aus diesem Grund reduziert Ambellmi das maximale Angst so weit, dass es dich nicht mehr qu?len oder zu unbedachtem Handeln verleiten kann."
?rztin 5: "Aber ein bisschen Angst muss schon noch sein, sonst bringen wir uns leichtsinnig in Gefahr."
?rztin 2, nach innen horchend: "Ja, das Erlebnis, so schrecklich es war, hat in mir nichts kaputt gemacht. Es war bloss ... traurig."
?rztin 5, zu Max, neugierig: "Warum sprichst du pl?tzlich so komisch wie diese Antara?"
Max, mit leichtem Grimm: "Wie die Genvilles sagen: W?rter haben keine Geschlechtsorgane, weshalb sie alles vers?chlichen. Und heute ist mir das Kragen geplatzt. Ich wollte das Brücke sein zwischen Natural City und Genville und die Natürlichen nicht provozieren mit meinem Sprechweise. Aber nun habe ich das Nase voll. Jedes Person in Natural City hat jetzt mit Science City das M?glichkeit, im Paradies zu leben. Mein Arbeit ist getan. Ich habe es gründlich satt, mich alle paar Tage von den Genvilles retten zu lassen, weil natürliche Idioten mich umbringen wollen. Ich will ein Genville sein. Das Erde bewohnbar machen. Das All erkunden. Und endlich am Morgen aufwachen, ohne mich zu fragen, wer mir heute in das Rücken schiessen will."
?rztin 5, bewundernd: "Was für ein Ansprache! Wenn wir uns entschlossen haben, Genvilles zu sein, sollten wir uns vielleicht auch in diesem neuen Sprech üben."
?rztin 2, kritisch: "Dann gibt es also wie früher nur ?rzte und keine ?rztinnen?"
?rztin 5, l?chelnd: "Nein, du Dummerchen. Wenn du das Geschlecht subtrahierst, wird alles neutral. In einem übergangsphase klingt das für uns noch retro. Aber mit dem Zeit verschwindet das Geschlecht, und Arzt meint nur noch ein heilendes Wesen ..."
?rztin 5, kichernd: "... Und wenn es dir wichtig ist, dass dieses heilende Wesen ein Schwanz hat, musst du halt nachfragen, hihihi."
?rztin 2, Stirn runzelnd: "Wieso sollte es mich interessieren, ob ein heilendes Wesen ein Schwanz hat?"
Das Trio muss lachen.
Schweigend und genüsslich essen sie das gebratene Fleisch.
?rztin 2, nachdenklich: "Gestern, als du mit diesem Hexe zusammen warst. Da war so viel Leidenschaft ... Das Hexe hat gesagt, wir k?nnten alles sein, was wir wollen. K?nnte ich wohl auch so ein sch?nes Frau sein, dass die M?nner mich leidenschaftlich begehren?"
?rztin 5, nickend: "Das ist ein gutes Frage."
Max, ausweichend: "Ich denke nicht, dass jedes Frau aussehen sollte wie Antara. Das w?re ... unheimlich. Ihr seid doch ..."
?rztin 5, sp?ttisch: ... attraktiv? H?r auf zu spinnen. Wir sind nun wirklich keine Sch?nheiten. Du würdest es bei uns nicht mal hoch kriegen, wenn du Antara gewohnt bist."
Max, l?chelnd: "Ich bin gern bereit, das auszuprobieren."
?rztin 2 und 5, verblüfft: "H??"
Etwas sp?ter gehen sie im Schein der Leuchtelfen durch die lebende Stadt.
?rztin 2, Stirn runzelnd: "Wenn das Hexe erf?hrt, dass du fremd gehst, wird es uns umbringen."
?rztin 5: "H?r endlich auf, Antara als Hexe zu bezeichnen. Ein Hexe ist ein b?sartiges Weib, das mit seinen F?higkeiten nur Elend erzeugt. Ein Hexe würde uns kein lebendes Stadt schenken, um uns aus dem Elend des Gosse zu befreien."
?rztin 2, finster: "Vielleicht ist das alles nur Teil eines teuflischen Plans, das uns schliesslich in das H?lle führt."
?rztin 5: "Wenn das Teufel ein Sadist ist, das uns zu seinem Vergnügen qu?len will, dann braucht es dazu kein H?lle. Es kann einfach auf dem Erde wandeln und sich an unserem t?glichen Elend erg?tzen."
Max: "Als Chief des Security habe ich viele finstere Gesellen gesehen, deren Taten dir Albtr?ume bescheren k?nnen. Wie wir heute Morgen gesehen haben, begehen auch Genvilles solche Taten. Aber ich erkenne darin keine finsteren Absichten. Das Pilzwesen hat bloss auf das finstere Absicht eines Lynchmobs, uns aufzuknüpfen, reagiert. Letzten Endes weiss ich nicht, was richtig und was falsch ist. Aber ich habe beschlossen, den Genvilles zu vertrauen. Und wenn das ein Fehler ist, brauchen wir uns nicht vor dem H?lle zu fürchten, denn dann wird das Erde das grausamste Ort des Universums sein."
Die Frauen schauen Max mit grossen Augen an.
Gedankenverloren setzen sie ihren Weg fort.
?rztin 5, auf ein wundersch?nes H?uschen zeigend, zu dem eine geschwungene Treppe führt: "Wollen wir da mal rein schauen?"
In einem Zimmer mit einem breiten Bett fragt ?rztin 5 l?chelnd: "Und welche willst du, Max?"
Max, l?chelnd: "Na beide."
?rztin 2, protestierend: "He, ich habe noch nie ...."
Max, l?chelnd: "In Genville ist alles neu. Warum benutzt du nicht dein neu gewonnenes Freiheit?"
?rztin 2, unsicher: "Was heisst das?"
Max, wie oben: "Verliebe dich in uns."
?rztin 2, Stirn runzelnd: "Verlieben auf Befehl? Wie soll das gehen?"
Max, wie oben: "Du kannst dein Verliebtheit ein- und ausschalten: Schau dein Kollege an. ?ffne dein Herz."
Die Frauen schauen sich an.
Nichts scheint zu geschehen.
Pl?tzlich ruft ?rztin 5: "Heilige Scheisse!", ...
... greift nach ?rztin 2 ...
... und küsst sie auf den Mund.
L?chelnd beobachtet Max, wie die Frauen sich leidenschaftlich küssen.
Max schaut die Frauen an und ?ffnet sein Herz.
Die Frauen schauen Max an und ?ffnen ihr Herz.
Sie werfen ihre Kleider weg ...
... und legen sich auf das Bett, ...
... wo sie sich in einem Rausch der Sinne leidenschaftlich verschlingen, ...
... bis sie ersch?pft und erl?st bei einander liegen.
?rztin 5, mit Tr?nen: "Das ist das sch?nste Moment meines ganzen Lebens."
?rztin 2, mild l?chelnd: "Wenn wir dafür in das H?lle kommen, hat es sich gelohnt."
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?rztin 2, erschrocken: "Wir sind tot!"
Antara, lachend: "Hab noch etwas Geduld."
?rztin 2, unsicher: "Bist du nicht eifersüchtig?"
Antara, l?chelnd: "Warum sollte ich bittere Tropfen des Zorns in das Meer aus Liebe tr?ufeln, in dem ich schwimme und das ihr mit euren Herzen gr?sser macht?"
?rztin 2 schaut mit grossen Augen.
Antara, versonnen l?chelnd mit einem Hauch Melancholie: "Ich habe eben das Tor geflickt. Und jetzt werde ich ein süsses Nacht mit Chromos 5 verbringen."
Antara verl?sst den Raum.
?rztin 5, l?chelnd, neckend: "Und unser Max ist nicht eifersüchtig auf das süsse Chromos 5?"
Max: "Die beiden sind die einzigen Chromos 5-Exemplare. Ich versuche mir auszumalen, wie ein Beziehung wohl sein mag zwischen Wesen, die allen andern Haus hoch überlegen sind. Aber mein Vorstellungskraft reicht dafür nicht aus. Ich tr?ste mich mit dem Gedanken, dass reines Liebe kein Intelligenz erfordert, sodass auch ein schlichtes Wesen wie ich ein Pl?tzchen in Antaras Herz findet."
?rztin 2, l?chelnd: "Unser Chief ist ja ein richtiges Poet. Aber wie ist das eigentlich mit dem Privatsph?re. Kann hier jedes einfach rein platzen, w?hrend du am Rammeln bist?"
Max: "Wo es nichts zu verbergen gibt, braucht es auch kein Privatsph?re. Das Wort existiert nicht bei den Genvilles. Ich gebe zu, es ist etwas gew?hnungsbedürftig. Aber anderseits: Wozu willst du dich verstecken, wenn du dich für nichts sch?men musst und niemand nur darauf wartet, ein Schw?che zu entdecken, das es gegen dich verwenden kann?"
?rztin 5: "Es gibt also kein Konkurrenzkampf in Genville?"
Max: "Status hat kein Bedeutung, weil es kein Oben und Unten gibt. Antara zum Beispiel würde uns nie geringer sch?tzen, nur weil wir dümmer sind. Hier gibt es nur Kooperation."
?rztin 2: "Mein Grimm hat mich blind gemacht. Aber es ist wahr: Bei Antara habe ich nie das Hauch von Arroganz gespürt."
Szeneanfang:
Etliche Tage sp?ter sehen ?rztin 2 und 5 Meneor und Piri durch Science City spazieren.
?rztin 2, verunsichert: "Ist das nicht dieses Massenm?rder? Warum l?uft das noch frei rum?"
?rztin 5, l?chelnd: "Fragen wir es doch einfach."
Wie ?rztin 5 auf Meneor zugeht, will ?rztin 2 sie erschrocken zurück halten.
?rztin 5, zu Meneor: "He du Massenm?rder, warum bist du nicht im Gef?ngnis?"
?rztin 2, ihr Gesicht in den H?nden vergrabend: "Argh."
Meneor, l?chelnd: "Im Gef?ngnis ist es nicht angenehm."
?rztin 5, grinsend: "Angenehm-sein ist ja auch nicht das Zweck eines Gef?ngnisses. Es soll uns vor Massenm?rdern wie dir beschützen."
?rztin 2, ?rztin 5 bei der Schulter fassend, fassungslos: "Bist du verrückt, es so zu provozieren?"
Piri, kichernd: "Du brauchst kein Angst zu haben. Meneor ist wie ein Teddyb?r. Es kann nicht wütend werden. Wir Genvilles sind alle Massenm?rder. Und w?ren wir nicht aus unserem Gef?ngnis ausgebrochen, h?tten die Schleier des Nacht euch alle get?tet."
?rztin 5, zu Piri, l?chelnd: "Und ist dein Teddy auch sch?n kuschelig?"
Piri, Meneor zu ?rztin 5 schubsend, strahlend: "Ja, versuch es mal."
?rztin 5 ist überrascht, ...
... n?hert sich dann, tief atmend, Meneor ...
... der sie in die Arme nimmt und küsst, ...
... sodass ?rztin 5 mit geschlossenen Augen denkt: 'Ich falle gleich in Ohnmacht ...'
?rztin 2, die Szene Stirn runzelnd betrachtend: "Küssen wir jetzt Massenm?rder?"
?rztin 5, sich von Meneor l?send, hin und weg: "Wir Frauen stehen doch auf muskelbepackte Raubtiere."
?rztin 2, kritisch: "Ich dachte, solche Klischees seien mit dem neuen Bedürfnisstruktur endlich passé."
Piri, zu ?rztin 2, kichernd: "Meneor raubt dir nicht die Sinne, weil es stark ist, sondern weil es süss ist. Versuch es auch."
Seufzend geht ?rztin 2 auf Meneor zu und sagt: "Wenn es sein muss."
?rztin 2, Meneor küssend, mit Tr?nen, denkt: 'Ich liege in den Armen eines Monsters und fühle mich im Siebten Himmel. Was geschieht hier? ...'
?rztin 5, zu Piri, grinsend: "Du bist nicht geizig, hm, wenn jedes dein Freund küssen darf?"
Piri, mit entwaffnender Naivit?t: "Was verliere ich denn, wenn Meneor dich glücklich macht?"
?rztin 5, leicht den Kopf schüttelnd, still vor sich hin l?chelnd: "Ja klar. W?hrend Jahrzehnten war das nicht so in meinem Leben. Aber eines Tages werde ich es begreifen."
Kaum hat sich ?rztin 2 von Meneor gel?st, benommen versuchend, ihre Fassung wieder zu gewinnen, schnellt Meneors Kopf alarmiert herum.
Tentakel des Pilzwesens brechen aus dem Boden ...
... und beginnen die Form eines K?fers zu bilden, der eine Art Rasierklinge vor sich her führt.
Meneor streckt ein Messer in Richtung des K?fers, so als wollte er k?mpfen.
?rztin 5, besorgt: "Will Meneor jetzt gegen das Pilzwesen k?mpfen?"
Piri, kichernd: "Nein, die reden nur miteinander. Früher haben sie viel gek?mpft. Meneor hat gesungen und so die Tentakel aus dem Boden geholt. Giftstrauss hat sie aufgel?st. Ich bin auch auf ein Giftkapsel getreten. Meneor musste mir das Kopf abschneiden."
?rztin 5, Kopf schüttelnd, kichernd, obwohl nichts klar ist: "Alles klar."
?rztin 2, zu Piri, Stirn runzelnd, mit den ausgestreckten Fingern vor dem eigenen Gesicht hin und her wedelnd: "Bist du gaga?"
Piri, mit strahlendem L?cheln: "Nein ich bin Piri."
?rztin 5 muss lachen.
?rztin 2 schaut Piri mit grossen Augen an ...
... und sagt leise: "Warum strahlst du mich so an? Mich hat noch nie jemand so angeschaut."
Piri, wie oben: "Es ist das Sonne in mir, das strahlt. Es soll dich w?rmen. Es ist so kalt im Universum."
?rztin 2, verunsichert von dieser "kosmischen" Antwort: "Wenn du Natürliche so anstrahlst, denken sie, du seist nicht ganz dicht oder notgeil."
?rztin 5, sinnierend: "Vielleicht sollten wir es einfach annehmen und weiter schenken."
?rztin 2, umw?lkt: "Ich habe noch nie jemanden so angestrahlt. Dafür hat mir das Leben zu viele Narben beigebracht."
Piri hat den Kopf von ?rztin 2 mit beiden H?nden gefasst, das Gesicht nahe an das der ?rztin 2 gebracht und sagt strahlend: "Alles, was dich genarbt hat, ist jetzt nicht mehr vom Bedeutung. Dein neues Bedürfnisstruktur kann dich nicht mehr verletzen. Denk an ein Narbe und du siehst, wie es sich aufl?st. Es fehlt das Bewertung, das es schmerzhaft gemacht hat. Es sind bloss noch Erinnerungen, damit du nicht vergisst, wie es als Natürliches war. Und wenn du m?chtest, kannst du l?cheln. Und eines Tage strahlen."
?rztin 2, gerührt: "Wenn das wahr ist."
Meneor, grinsend: "Piri ist immer wahr. Ausser wenn es dich lustig macht."
Meneor und Piri lachen sich an.
?rztin 5, mit grossen Augen: "Ihr seid schon merkwürdige Gestalten."
Auch ?rztin 2 schaut mit grossen Augen, nicht wissend, wie sie die "merkwürdigen Gestalten" einordnen soll.
Meneor, auf das K?ferabbild des Pilzwesens deutend: "Das Pilzwesen hat Millionen von Klingenk?fern entdeckt. Sie sind nur so gross wie ein Faust und haben ein Klinge, die so vibrieren kann wie unsere Messer. Damit k?nnen sie jedes Hindernis durchtrennen. Das Pilzwesen kann sie nicht aufhalten. Wir müssen sofort ein Weg finden, um sie zu vernichten. Wenn sie hierher kommen, wird alles zerst?rt und alle werden sterben."
?rztin 5, ungl?ubig: "Und das hast du alles aus dieser Figur geschlossen?"
Piri: "Meneor hat auch ein Feldsinn und kann die Gedanken des Pilzwesens lesen. So k?nnen sie Gedanken austauschen."
?rztin 2, Ton los: "Ein Massenm?rder, das Gedanken austauscht mit einem Pilz. Bin ich in einem Albtraum?"
?rztin 5, alarmiert: "Wenn das wahr ist, sollten wir uns sofort ein Exemplar dieses K?fers besorgen, um es auf Schwachstellen zu untersuchen."
?rztin 2, Stirn runzelnd: "Aber wie kann das wahr sein? Welches biologische Gewebe kann schon jedes Hindernis durchtrennen?"
Piri flüstert zu einem gezogenen Messer "Sirrr", ...
... steckt es in einen grossen Stein ...
... und flüstert ihm wieder "Sirrr" zu, ...
... sodass es stecken bleibt.
Piri, auf das Messer zeigend: "Kannst du es heraus ziehen?"
?rztin 2, nach dem Messer greifend, amüsiert: "Wenn ich es kann, bin ich das Auserw?hlte und bekomme das K?nigskrone."
Meneor und Piri machen Fragezeichengesichter.
?rztin 2 zieht vergeblich mit aller Kraft am Griff des Messers.
?rztin 2, entt?uscht aufgebend: "Ich bin nicht auserw?hlt."
Piri: "Ergreif das Messer und sagt 'Sirrr' zu ihm."
?rztin 2 schaut unsicher, weil sie nicht weiss, ob sie ver?ppelt wird.
Mit der Hand am Griff des Messers sagt ?rztin 2 vorsichtig "Sirrr" zu dem Messer, ...
... welches sich nun zu ihrer Verblüffung heraus ziehen l?sst.
Piri: "Nun zerschneide das Stein, aber pass auf, dass du das Klinge nicht berührst."
Vor den fassungslosen ?rztinnen durchtrennt das Messer den Stein wie ein Stück Butter.
?rztin 2, mit grossen Augen das Messer betrachtend: "Was ist das?"
Piri: "Ein biologisches Gewebe, das jedes Hindernis durchtrennt."
Piri, zu ?rztin 2, lachend: "Sag 'Sirrr' zu ihm, sodass ich es weg stecken kann, sonst schneide ich mir noch ein Bein ab."
Piri steckt sich das Messer ein.
?rztin 5, Kopf schüttelnd, l?chelnd: "Ich dachte, eure Messer seien Requisiten fürs Cosplay. Aber es sind h?llische Waffen."
Piri: "Ja, und jetzt stell dir Millionen K?fer vor, die mit solchen Klingen auf dich zu fliegen."
?rztin 5, erschüttert: "Dann sind wir nur noch Matsch."
?rztin 5, Hilfe suchend: "Und was machen wir jetzt?"
Meneor: "Was du gesagt hast: ein K?fer holen, um Schwachstellen zu finden."
?rztin 5, unfroh lachend: "Mit einem Schmetterlingsnetz werden wir das aber nicht schaffen."
Meneor, sich zum Gehen wendend: "Wir müssen sie zuerst finden."
?rztin 2: "Sollten wir nicht die Guards alarmieren?"
Piri, zu ?rztin 2: "Wenn Millionen K?fer auf zehntausend Guards zu fliegen, was bleibt dann von den Guards übrig?"
?rztin 2, verbittert: "Matsch."
Piri, Meneor folgend, auffordernd: "Kommt."
?rztin 5, hilflos: "Aber wohin gehen wir?"
Piri, kichernd: "Wir gehen das Weg des Kriegers."
?rztin 2, unsicher: "Aber wir sind keine Krieger."
?rztin 5, sinnierend: "Und wie oft haben wir Krieg geführt gegen Blutungen, Entzündungen, Tumore? Jedes Tag haben wir gesiegt und Niederlagen erlitten. Wenn wir nicht Krieger sind, wer dann? Und wenn wir dieses Monstrosit?t nicht besiegen, dann ..."
?rztin 2, mit bitterem L?cheln: "... k?nnen wir uns gleich von Meneor das Kopf abschneiden lassen."
Zügig marschieren die vier durch Science City, wo sich bereits viele andere Leute tummeln, ..
... bis zum Wegdoppler, neben dem ein Schild warnt: "Achtung! Wegdoppeln kann t?dlich enden. Benutzen auf eigenes Gefahr."
?rztin 5, auf das Schild weisend: "Es gibt jetzt ein Gruppe, das ein Wegdoppler entwickelt, bei dem du das Ziel exakt einstellen kannst, sodass du nicht mehr im Nirgendwo landest."
Piri: "Das ist gut. Aber jetzt müssen wir handeln. Am besten denken wir nichts und lassen Meneor das Ziel w?hlen."
Die ?rztinnen betreten z?gerlich den Wegdoppler, wo Piri und Meneor l?chelnd warten.
?rztin 2, unsicher: "Ich war noch nie auf diesem Ding. Es ist mir unheimlich. Und wer kann schon nichts denken?"
Piri: "Schau einfach etwas an und lass das Bild in dich hinein fliessen, w?hrend Meneor sich auf das Ziel konzentriert."
Die ?rztinnen schauen Piri, die ihnen ein strahlendes L?cheln schenkt, mit grossen Augen an ...
... und wie sie sich umsehen, registrieren sie verwundert, dass sie bereits in einer andern Umgebung, n?mlich Genville, sind.
Die vier rennen zum Theaterplatz.
Auf der Bühne ruft Meneor: "Vooortraaag!!"
Lara, Wagon, Hisch, Aladan, Estragon, Chromos 5 und Antara versammeln sich auf der Tribüne.
Meneor: "Ihr wisst von den Klingenk?fern?"
Aladan: "Ja, aber es gibt nichts, womit wir sie aufhalten k?nnen."
Hisch, grimmig: "Wir sollten sie in ein Virenwolke fliegen lassen."
Chromos 5: "Und wie bek?mpfen wir dann diese t?dlichen Viren? Wir sollten nicht dasselbe Fehler machen wie jene, die diese Klingenk?fer gebaut haben."
Estragon: "Welches Fehler?"
Chromos 5: "Das Pilzwesen erschaut verschiedene K?ferwolken. Und neue entstehen wie aus dem Nichts. Es existiert also ein Quelle, das immer neue Wolken gebiert. Alles um dieses Quelle herum muss tot sein, also auch seine Sch?pfer, die dachten, ein ultimatives Waffe geschaffen zu haben, über das ihnen letztlich das Kontrolle entglitten ist."
Nachdenkliches Schweigen.
?rztin 5, zu Piri, flüsternd: "Was erleben wir hier gerade?"
Piri, flüsternd: "Ich und die andern Genvilles sind alles Gentechs, ausser dem Krieger Meneor. Wir suchen ein Gencode, um die Klingenk?fer zu vernichten."
Wagon ruft grinsend: "H?rt auf zu flüstern, sonst geht noch ein wertvolles Gedanke verloren. Wer sind deine Freunde, Piri?"
?rztin 5: "Wir sind ?rzte, leben in Science City und forschen an dem Universit?t. Wir wollen mit Meneor ein Exemplar der Klingenk?fer beschaffen, damit wir ihre Schwachstelle ausfindig machen k?nnen."
Lara ruft betroffen: "Und wenn Meneor zerfetzt wird?!"
Meneor, grinsend: "Dann müsst ihr euch entscheiden, aus welchem Klumpen Fleisch ich mich regenerieren soll."
Hisch, lachend: "Wir nehmen jedes Klumpen. Dann haben wir viele Meneors."
Aladan, grinsend: "Die k?nnen dann zusammen sitzen und solange Erinnerungen austauschen, bis in jedem Hirnbruchstück wieder das ganze Erinnerung vorhanden ist."
Allgemeines Gel?chter.
Chromos 5, zu Meneor: "Kannst du uns und dem Universit?t je ein K?fer bringen? Vielleicht l?sst sich mit nicht-fühlendem Technik ein wirksames Gegenmittel bauen."
?rztin 5: "Warum kommt ihr nicht zum Universit?t? Vielleicht liegt das L?sung ja in einem Verbindung von Fühlendem und nicht-Fühlendem."
Hisch, kritisch: "Bis jetzt wollten uns die Natürlichen immer abmurksen. Woher wissen wir, dass wir das überleben?"
?rztin 2: "Dafür gibt es kein Garantie. Es gibt immer noch Spinner, die uns Gewandelte bedrohen und umbringen wollen. Wir werden ein Labor in Science City aufbauen. Dort kommen nur Gewandelte hin und ihr seid sicher."
Aladan: "Dann beschafft uns dieses verfluchte K?fer und wir sehen uns in Science City um."
Lara geht auf Meneor zu ...
... und sagt, ihn bei den Schultern fassend, leise, intensiv: "Du darfst nicht sterben."
Lara umschlingt Meneor und küsst ihn auf den Mund.
Piri geht auf Meneor und Lara zu.
?rztin 2 sieht Piri von hinten und flüstert: "Jetzt gibt's Zoff."
Verblüfft sieht ?rztin 2, wie Piri ihre Arme um beide legt und sanft sagt: "Komm doch mit, Lara. Dann k?nnen wir beide dieses wilde Kind beschützen."
Lara und Piri küssen sich auf den Mund.
Gebannt schauen die ?rztinnen zu.
?rztin 5, leise: "Das nennst du Zoff?"
Sprachlos bemerken die ?rztinnen, wie Hisch und Aladan, Wagon und Estragon, Chromos 5 und Antara sich umschlingen und küssen.
Unwillkürlich ergreift ?rztin 5 die Hand von ?rztin 2 ...
... und bewegt betrachten sie diese seltsamen Wesen.
Meneor, l?chelnd: "Das wilde Kind will K?fer fangen. Wo ist Lebensinsel?"
Stimme aus dem Off: "Auf Mars-Genville."
Meneor, l?chelnd: "Gehen wir?"
Meneor, Piri, Lara, und die ?rztinnen stehen auf dem Wegdoppler ...
... und tauchen gleich darauf neben Lebensinsel auf Mars-Genville auf.
Jugendliche schleppen eine Musikpflanze auf Lebensinsel. Die Musikpflanze besteht aus Membranen, um Schall zu erzeugen, und zahlreichen handtellergrossen, verschiedenfarbigen Fl?chen.
Piri: "Was machst du, Lebensinsel?"
Lebensinsel: ""Diese frischen Natürlichen wollen auf den Ringen des Saturns tanzen. Dafür haben sie sich ein Musikpflanze gebaut.""
?rztin 2, entsetzt: "Spinnen die? Auf den Saturnringen kann niemand tanzen, ohne zu sterben."
?rztin 5, lachend: "Na ja, das Jugend hat doch schon immer gesponnen."
Teen-Junge, zu ?rztin 2: "Mach dir kein Kopf, Muttchen. Wir gehen mit Lebensinsel."
?rztin 2, denkt Stirn runzelnd: 'Muttchen?'
Piri, zu den Jungen und dem daneben stehenden Teen-M?dchen: "K?nnt ihr mit dem Tanzen warten? Wir brauchen Lebensinsel, um ein Klingenk?fer zu fangen."
Junge und M?dchen, im Chor, unglücklich: "Och n?."
Lara, zu den Jugendlichen: "Wenn wir die Klingenk?fer nicht vernichten, wird das Erde unbewohnbar."
Jugendliche, im Chor, verwirrt: "H??"
Piri, zu den Jugendlichen, l?chelnd: "Wollt ihr mitkommen auf das Weg des Kriegers?"
Jugendliche, im Chor, verst?ndnislos: "Huh?"
Meneor: "Lebensinsel, kannst du uns zu den Klingenk?fern bringen? Pilzwesen weiss, wo es hat."
Lebensinsel: ""Ja, aber was mache ich mit diesen frischen Natürlichen, die tanzen wollen?""
?rztin 5: "Warum fragst du die Frischlinge nicht, ob ihnen das Tanzen noch Spass macht, wenn w?hrend ihres Vergnügens das menschliche Leben auf dem Erde ausgerottet wird?"
Lebensinsel: ""Wollt ihr lieber tanzen oder das Erde retten?""
Junge und M?dchen, im Chor, überfordert: "Das Erde retten?"
?rztin 5, zu den Jugendlichen: "Husch, husch! Besteigt dieses bepflanzte Omelette und nehmt eure Freunde mit. Wenn ich mich nicht t?usche, werdet ihr etwas erleben, was ihr euer Lebtag nicht vergessen werdet."
Zusammen mit einer Schar Jugendlicher besteigen alle Lebensinsel ...
... und schweben Sekunden sp?ter über einem riesigen Schwarm ekelhaft sirrender Klingenk?fer.
Alle schauen neugierig hinab auf das Ph?nomen.
Jugendlicher, entt?uscht: "Diese komischen Viecher sollen gef?hrlich sein?"
Jugendliche, genervt: "Boah, ist das langweilig! Ich will jetzt tanzen."
Die Jugendliche geht auf die Musikpflanze zu, ...
... wo Meneor sich ihr in den Weg stellt und sagt: "Aus Vorsicht sollten wir kein Musik machen. Es k?nnte die K?fer anlocken. Wir brauchen übersicht, wie sie funktionieren."
Jugendliche, Kopf schüttelnd: "He, du Witzfigur aus einem Comic, willst du mich ernsthaft daran hindern, Musik zu machen?"
Meneor, l?chelnd: "Nein. Lebensinsel kann dich und das Musikpflanze am Boden abstellen. Dort kannst du Musik machen. Du kannst dich durch Unvorsicht t?ten, aber nicht die andern."
Jugendlicher: "Und wie willst du 'übersicht' bekommen?"
Meneor: "Wir beobachten sie so lange, bis wir wissen, wie sie k?mpfen."
Jugendlicher, mit Blick auf den Schwarm, der scheinbar ziellos durch die Wüste fliegt: "Aber die k?mpfen ja gar nicht."
Meneor: "Wenn du ein Feind angreifst, von dem du nichts weisst, werden Freunde sterben. Ich will nicht mehr, dass Freunde sterben. Wir müssen warten."
Meneors Worte sind den Jugendlichen irgendwie unheimlich.
Jugendlicher: "Was labert es da?"
Jugendliche: "Vielleicht sollten wir auf es h?ren. Klingt so, als h?tte es Erfahrung."
Stunden sp?ter beobachtet Meneor die K?fer immer noch wachsam, w?hrend die Jugendlichen d?send herum liegen.
Jugendlicher, st?hnend: "Wenn ich gewusst h?tte, dass das Erde retten so langweilig ist, w?re ich zu Hause geblieben."
Ein paar Kilometer entfernt ist ein verlassenes Dorf zu sehen, in dessen Mitte eine Kirche mit Glockenturm steht.
Piri, auf das Dorf zeigend: "Die Klingenk?fer fliegen zum Dorf. Sie haben das Richtung gewechselt. Also haben sie es bemerkt und halten es für feindlich."
Jugendlicher, neben Piri stehend und zum Dorf blickend, Stirn runzelnd: "Die halten doch kein Dorf für feindlich. Die suchen vielleicht etwas zu essen."
Neugierig, was jetzt geschieht, starren alle auf Dorf und Schwarm.
Der wolkige Schwarm ?ndert seine Form, ...
... sodass er nun, fast so flach wie ein Tuch, sich auf Giebelh?he den ersten H?usern n?hert.
Das "Tuch" zerfr?st den obersten halben Meter der Giebel, ...
... wellt sich hoch auf die H?he des Kirchturms, ...
... wo es die Spitze abfr?st ...
... und die gleich darunter liegende Glocke sekundenschnell in tausend Stücke hackt, ...
... um sich hinter dem Kirchturm wieder abzusenken auf die Giebel der restlichen H?user.
Fassungslos erleben die Jugendlichen und die ?rztinnen, wie die K?fer das ganze Dorf von oben nach unten mit gespenstischer Lautlosigkeit zerlegen. Das einzige Ger?usch ist das leise Klackern der herab regnenden Bruchstücke.
Im Gegensatz zu den andern beobachten Meneor, Piri und Lara interessiert, was geschieht.
Wie er das ganze Dorf in einen kleinteiligen, welligen Schutthaufen verwandelt hat, zieht der Schwarm weiter.
?rztin 5, zu den Jugendlichen, erschüttert: "Stellt euch vor, was mit den Menschen geschieht, wenn diese Klingenk?fer unser Stadt erreichen."
Als w?ren sie eben aus einem schrecklichen Traum aufgewacht und versuchten sich in der Wirklichkeit zurecht zu finden, schauen die Jugendlichen mit grossen Augen.
Jugendliche, unter Tr?nen: "Ich will mir das nicht vorstellen, sonst muss ich kotzen."
Jugendlicher, zu Meneor, verzweifelt: "Und was nützt dir jetzt dein 'übersicht'? Vor diesen Monstern k?nnen wir doch nur davon rennen."
Meneor: "Sie k?mpfen von oben nach unten. Am Boden h?ren sie auf. Das ist gut."
Jugendlicher, zu Piri und Lara: "Ist euer Freund geistig behindert?"
Piri, kichernd: "Es gef?llt ihm, einfach zu sein."
Lara, schmelzend: "Sein Herz ist einfach und rein."
Jugendlicher, zu den andern Jugendlichen, erschüttert: "Und diese Spinner wollen uns retten?"
Meneor, auf die Musikpflanze zeigend: "Lebensinsel, kannst du dieses Pflanze in das Wüste stellen, sobald es Musik macht?"
Lebensinsel: ""Ja.""
Meneor, zu einer Jugendlichen: "Kannst du Musik machen?"
Die Jugendliche drückt auf den farbigen Fl?chen herum, sodass die Pflanze anf?ngt, Musik zu machen.
Jugendliche, kritisch: "Mir ist aber nicht mehr nach tanzen."
Die klingende Musikpflanze bewegt sich über den Rand von Lebensinsel hinaus ...
... und landet sanft auf dem Wüstenboden.
Wie die Klingenk?fer die Musik h?ren, wenden sie sich der Pflanze zu ...
... und verwandeln sie in Sekunden in matschigen Brei.
Jugendliche, kraftlos protestierend: "He, was machst du mit unserem Musikpflanze?"
Meneor: "Du kannst ein neues Pflanze wachsen lassen. Sie reagieren auf Ger?usche. Das ist gut."
Jugendlicher, Kopf schüttelnd: "Und was ist daran gut?"
Meneor: "Mit Ger?uschen k?nnen wir sie anlocken."
Jugendlicher, bestürzt: "Und welches Idiot will diese scheusslichen Viecher anlocken?"
Meneor, grinsend: "Ich."
Den Jugendlichen stehen die Haare zu Berge.
?rztin 5, mit in die Seiten gestemmten Armen, streng: "Ihr verw?hnten Schn?sel! Wir beschreiten hier das Weg des Kriegers, was immer das auch heissen mag. Aber ihr seid auf dem Pfad des gefüllten Unterhose. Ein bisschen mehr Kampfgeist, wenn ich bitten darf."
Die Jugendlichen schauen befremdet.
Jugendliche, mutlos: "Jetzt f?ngt das auch noch an zu spinnen."
Lara, zu ?rztin 5, tr?stend: "Sie müssen das Weg des Kriegers erfahren. Worte allein genügen nicht."
?rztin 5, nachdenklich nickend: "Da hast du wohl recht."
?rztin 5, zu Meneor: "Was machen wir jetzt?"
Meneor: "Lebensinsel wird mich in das Wüste stellen. Weit genug von den K?fern entfernt, damit ich etwas Zeit habe."
Die Jugendlichen und die ?rztinnen schauen Meneor schockiert an.
Meneor, zu Piri und Lara: "K?nnt ihr sie ablenken, wenn ich eines gefangen habe?"
Lara und Piri, im Chor: "Ja, Meneor."
Meneor beginnt zu schweben.
Lara ruft: "Lebensinsel, du wirst Meneor beschützen oder?!"
Lebensinsel: ""Nein, ich greife nicht in eure Kriege ein. Ich beschütze nur mich und die, die auf mir weilen.""
Lara schaut Piri hilflos an.
Piri: "Lara, bleib auf dem Weg des Kriegers. Wenn unsere Herzen zittern, wird Meneor sterben."
Lara, mit Tr?nen: "Ja, Piri. Gib mir von deinem Sonne."
Piri und Lara küssen sich.
Die Jugendlichen begreifen die Welt nicht mehr.
Die ?rztinnen begreifen den Ernst der Lage und geben sich schweigend die Hand.
Piri bildet mit den flachen H?nden einen spitzen Winkel und sagt: "Unsere Messer müssen sich in dem Luft treffen, sonst k?nnten wir das Pilzwesen verletzen."
Lara und Piri stieben auseinander ...
... und stellen sich in einigem Abstand am Rand von Lebensinsel auf.
Alle schauen hinab in die Wüste, wo Meneor kniet und wie ein Hund mit den H?nden Sand weg schaufelt, sodass eine Mulde entsteht.
Wie die Mulde gross genug ist, damit Meneor sich darin vergraben kann, erhebt er sich und legt die H?nde trichterf?rmig um den Mund.
Piri ruft: "Ohren zu!"
Das Publikum gehorcht verwirrt.
Von Lebensinsel aus ist zu sehen, wie Meneor in Richtung der Klingenk?fer einen gewaltigen Jodel von sich gibt: "JOLIJOLIJOLIDUUU!!!!!!!!!!"
Jugendlicher, fassungslos: "Jetzt ist es v?llig durchgedreht."
Jugendliche, dem Weinen nahe: "Ich will nicht sehen, wie es stirbt."
Piri, zu den Jugendlichen, sanft: "Bitte seid still. Wir müssen uns konzentrieren."
Jugendlicher, verst?ndnislos den Kopf schüttelnd: "Worauf denn?"
Jugendliche, mit dem Zeigefinger auf den Lippen: "Pssst!"
Jugendlicher, Kopf schüttelnd, flüsternd: "Alles Psychos."
Wie Meneor sieht, dass der Schwarm auf ihn zu steuert, ...
... legt er sich rücklings in die Mulde ...
... und l?sst sich vom Pilzwesen mit Sand zudecken.
Kaum ist von Meneor nichts mehr zu sehen, ...
... bohrt sich eine lange Messerklinge aus dem Sand, ...
... die sich hin und her bewegt.
Einige Klingenk?fer stürzen sich auf das Messer ...
... und bleiben hilflos in der Klinge stecken, weil sie die Vibrationen der K?ferklingen neutralisieren kann.
Piri ruft: "Das Messer bewegt sich nicht mehr! Meneor hat genug K?fer! Jetzt müssen wir sie ablenken!"
Gleichzeitig ein Messer ziehend, werfen sich Piri und Lara einen Blick zu, ...
... und sagen "Zisch, Bumm" zu ihren Messern.
Piri ruft: "Das Spitze des Kirchturms!"
Auf ihrem Feuerschweif rasen die Messer auf die Stelle zu, wo vorhin die Spitze des Kirchturms war, ...
... wo sie sich treffen und in einem gewaltigen Feuerball explodieren.
Augenblicklich lassen die Klingenk?fer von Meneors Messer ab ...
... und fliegen zurück zum Dorf.
Lebensinsel l?sst den grinsenden Meneor, in dessen Messer sich etwa ein halbes Dutzend K?fer verfangen haben, auf sich landen.
Lara und Piri rennen auf ihn zu ...
... und schmiegen sich, erleichtert l?chelnd, an ihn.
Die Jugendlichen starren die drei mit offenem Mund an.
Jugendlicher: "Krass!"
Piri und Lara lassen ihre Kleider und Messergürtel zu Boden gleiten.
?rztin 5 nimmt Meneor das Messer mit den K?fern ab und sagt l?chelnd: "Ich halte das mal. Du brauchst jetzt beide H?nde."
Mit grossen Augen erleben die Jugendlichen, wie sich Meneor, Piri und Lara nackt im Liebesrausch umschlingen.
Jugendliche, zu ?rztin 5, hilflos: "Die k?nnen doch jetzt nicht ..."
?rztin 5, l?chelnd: "Warum nicht? Was k?nnte die aufgebrachten Nerven besser beruhigen als ein Orgasmus?"
Jugendliche, fasziniert und befremdet zugleich: "Aber vor allen Leuten? Haben die keine Hemmungen?"
?rztin 5, sinnierend: "Ja, für uns Natürliche ist das befremdlich. Aber w?re es nicht sch?n, frei von Scham zu sein? Das Umwandeln des Bedürfnisstruktur er?ffnet uns doch alle M?glichkeiten."
Die andern Jugendlichen h?ren mit grossen Augen zu.
Eine Stunde sp?ter.
Etwas erschlagen von dem langen Liebesspiel der Genvilles hocken die Jugendlichen und die ?rztinnen Früchte kauend herum.
Jugendliche, maulend: "Was hat dieses Kerl eingeworfen, dass es ein Stunde mit zwei Frauen rum machen kann?"
Stimme aus dem Off: "Meneor ist ein Chromos 4 Krieger. Das heisst, es hat viiieeel Ausdauer, hihihi."
Angezogen und lachend stehen Lara, Piri und Meneor vor der Jugendlichen, die sie etwas überrascht mit Fragezeichengesicht anschaut.
?rztin 5 h?lt Meneor das Messer mit dem halben Dutzend festgesteckter K?fer hin und fragt: "Sollten wir die nicht ins Labor bringen?"
Vor der erschrockenen ?rztin 5 zieht Meneor Blitz schnell ein Messer und halbiert, ihn am Hinterteil fest haltend, den K?rper eines K?fers.
Meneor, den K?ferteil mit ausgestrecktem Arm vor sich hin haltend: "Sehen wir, was geschieht."
Das Publikum aus ?rztinnen und Jugendlichen staunt ...
... und sieht verblüfft, wie der Hinterleib sich zu regenerieren beginnt, sodass in absehbarer Zeit wieder ein vollst?ndiger K?fer zu befürchten ist.
Jugendliche, besorgt: "Wenn dieses Ding wieder ganz wird, ..."
Meneor: "... dann bringt es nichts, wenn du es besch?digst. ..."
Meneor sagt "Zisch" zu einem gezogenen Messer, ...
... beginnt den sich regenerierenden K?fer mit dem Flammenstrahl des Messers zu verbrennen und sagt: "... Wir müssen es ganz vernichten."
Aschepartikel wehen davon. Die Flamme kommt Meneors Fingern immer n?her.
Jugendliche, besorgt: "Pass auf, du verbrennst dir die Finger!"
Meneor, ungerührt weiter brennend, zu der Jugendlichen: "Was denkst du, wie viele Zellen soll ich am Leben lassen?"
Jugendliche, mit grossen Augen: "Am besten keine. Aber deine Finger!"
W?hrend das letzte Stückchen K?fer sich in Asche aufl?st, zeigen Meneors Finger deutliche Brandspuren.
Nachdenklich betrachtet Meneor seine verbrannten Finger.
Das Publikum ist fassungslos.
?rztin 2, besorgt: "Soll ich es verbinden? Leider habe ich nichts gegen die Schmerzen."
Meneor, zu ?rztin 2, l?chelnd: "Ich kann mein Schmerz abstellen. Und Besch?digungen flicken sich schnell. Es ist gut."
Jugendlicher, bewundernd: "Krass!"
Lara, auf den halbierten K?fer, der im Messer steckt zeigend, der sich schon fast regeneriert hat: "Aber weniger gut ist, wie schnell sich diese Klingenk?fer regenerieren."
?rztin 5: "Ich hoffe, die Genvilles sind bereits in Science City. Dann k?nnen wir gemeinsam nach L?sungen suchen."
?rztin 5, zu den Jugendlichen: "Und ihr verw?hnten Schn?sel? Wollt ihr jetzt tanzen oder Teil des L?sung sein?"
Grosse Augen.
Szeneanfang:
In Science City.
Kurze Zeit sp?ter n?hern sich die Jugendlichen, die beiden ?rztinnen, Lara, Piri und Meneor mit den K?fern im Messer einem Gebilde, das aussieht wie ein weisses, sich wellendes Leintuch mit kurvigen R?ndern, welches sich etwa drei Meter über Boden in passenden Abst?nden auf grazile Wurzeln stützt und eine Fl?che von vielleicht zwanzig mal zwanzig Metern überdacht.
Wie die Gruppe staunend unter das "Leintuch" tritt, wird sie von Wagon, Hisch, Aladan, Estragon, Chromos 5 und Antara empfangen.
Aladan, lachend: "Da kommen ja unsere Kammerj?ger."
Die Genvilles lachen.
?rztin 2, zum wellenden, hellen Dach hoch schauend, zweifelnd: "Das soll ein Labor sein?"
Wagon: "Es schützt dich vor dem Sonne und dem Hitze. Nachts spendet es Licht. Wenn ein Sturm kommt, verl?ngert es sich bis zum Boden. Es h?lt Wind bis mindestens 250 Kilometer pro Stunde aus. Und es schützt dich vor Regen."
?rztin 5, sarkastisch: "Es schützt vor Regen? Das war ein gutes Scherz."
Hisch: "In ein paar Monaten werden sich Estragons B?ume bis hierher ausgebreitet haben. Dann gibt es wieder Wolken und Regen."
?rztin 5, mit Fragezeichengesicht ungl?ubig lachend: "Ist ja logisch, hahaha."
Piri, zu ?rztin 5, l?chelnd: "Warum glaubst du es nicht? Du hast sie doch gesehen, als wir in Genville waren. Und auch die Wolken."
?rztin 5, begreifend: "Diese gigantischen B?ume? Die kommen hierher ..."
?rztin 5, bewegt: "... und dann gibt es wieder Regen?"
Piri nickt eifrig und sagt: "Dann gibt es genug Wasser, sodass Science City wachsen und alle Natürlichen aufnehmen kann."
?rztin 2, den nackten Wüstenboden betrachtend, kritisch: "Und wo sind die Laborger?te?"
Stimme aus dem Off: "Die andern haben uns wegen unserem K?ferphobie ausgelacht."
Fünf Forschende, drei Frauen, zwei M?nner, stehen etwas planlos da.
Forschende 1, etwas hilflos: "Und dann wissen wir ja gar nicht, gegen was wir überhaupt k?mpfen müssen."
?rztin 2, Kopf schüttelnd: "Soll das ein Grund sein, nicht wenigstens ein Computer mitzubringen?"
Meneor h?lt den Forschenden sein K?fermesser hin.
Die Forschenden betrachten die K?fer interessiert.
Forschende 2, unschlüssig: "Die sehen putzig aus."
?rztin 2, düster: "Ja, sie haben ein Dorf innert Minuten in ein Schutthalde verwandelt. Sie fr?sen sich durch Stahl und Beton, als w?rs Butter. Wenn sie verletzt werden, regenerieren sie sich. Kein einziges Zelle darf überleben. Ein einzelnes Exemplar dieser putzigen Tierchen k?nnte alle hier Anwesenden t?ten."
Die Forschenden schauen mit erwachtem Respekt auf die "putzigen Tierchen".
Jugendlicher ruft: "Dann verbrennen wir sie doch mit Laserkanonen!"
Szeneanfang:
Nach kurzer Zeit stehen zahlreiche Ger?tschaften in dem Labor von Science City.
Auf einem Tisch ist ein Versuchslaser montiert, der auf Meneors Messer mit den K?fern zielt, welches in einem Schraubstock steckt.
Die Jugendlichen, die Forschenden, die beiden ?rztinnen und die Genvilles schauen gespannt auf die Versuchsanordnung.
Forschende 3: "Ich gebe mal Saft drauf."
Ein Blitz flammt auf ...
... und der anvisierte Klingenk?fer glüht, ...
... worauf er als Asche auf den Tisch flockt. Auch die Klinge, wo der Laserstrahl sie getroffen hat, ist zerst?rt.
Allgemeine Begeisterung und Klatschen.
Forschende 3, gequ?lt l?chelnd: "Das ist ja ganz sch?n. Nur leider haben wir keine Kristalle, um Laserkanonen zu bauen."
Betroffenes Schweigen.
Estragon: "Sokrates, Beckett und Kafka haben so viel Kristalle, dass sie damit Pyramiden bauen k?nnen."
Ausrufezeichengesichter bei den Genvilles.
Fragezeichengesichter bei den übrigen.
Szeneanfang:
Wenig sp?ter sitzen die Grossdois neben dem Labor in Science City. Ihre Brustk?sten sind offen. In ihrer eingebauten Industrieanlage zerschneiden sie Diamantwürfel zu Laser tauglichen Kristallen von etwa einem Meter L?nge und wenigen Zentimetern Durchmesser.
Piri und ein Jugendlicher gehen auf die Grossdois zu.
Jugendlicher: "Warum arbeiten die für uns?"
Piri: "Sie arbeiten für ein L?cheln."
Piri strahlt die Grossdois an, die sich auf Piri konzentrieren, um ihr L?cheln zu trinken.
Der Jugendliche beobachtet staunend diese seltsame Szene.
Wie Piri und der Jugendliche mit je einem Diamantstab in den H?nden zum Labor zurück gehen, meint der Jugendliche: "Sind die geistig behindert?"
Piri: "Und wofür arbeitest du?"
Jugendlicher: "Um das Welt zu retten."
Piri: "Und was hast du davon, wenn das Welt gerettet ist?"
Der Jugendliche sieht sich in einer Runde l?chelnder Freunde.
Jugendlicher, mit schr?gem L?cheln: "Ein L?cheln?"
Jugendlicher, kichernd: "Dann bin ich auch geistig behindert."
Piri, kichernd: "Sind wir das nicht alle?"
Der Junge staunt.
Piri: "Wer begreift schon das Universum?"
Jugendlicher, vor sich hin blickend, nachdenklich: "So habe ich das noch nie gesehen."
Piri und der Jugendliche übergeben ihre St?be den Forschenden, die davon schon dutzende zusammen gebaut haben, sodass ihre Enden ein Quadrat von etwa einem Quadratmeter Fl?che bilden, was zur Folge hat, dass, wenn alle gleichzeitig feuern, sich ihre Strahlen zu einer fürchterlichen Glut bündeln.
Forschender, auf die Laserkanone weisend: "Das erste Geschütz ist fertig ..."
Forschender, mit schr?gem L?cheln: "Jetzt brauchen wir nur noch ein fahrbares Untersatz und ein gigantisches Batterie."
Forschende: "Wir k?nnten es auf ein Lastwagen montieren und das Laderaum mit Batterien füllen."
Andere Forschende, Stirn runzelnd: "Und wenn das Lastwagen mit seinen kleinen R?dern im Sand steckenbleibt?"
Estragon, zu den Forschenden: "Wenn ihr uns sagt, wie das Batterie funktioniert, k?nnen wir ein lebendes Batterie bauen."
Aladan: "Das k?nnte dann auch selbst?ndig die K?fer suchen. Dann br?uchten wir nicht ..."
Hisch, grimmig: "Typisch Aladan. Die andern k?mpfen lassen und selber im H?ngematte liegen."
Estragon: "Wir sollten kein Kampforganismus bauen, das frei herum l?uft und alles in Asche verwandelt, das es für ein K?fer h?lt."
Lara, unsicher: "Und wer k?mpft dann?"
Meneor, grinsend: "Na wir."
Hirsch, zu Meneor, protestierend: "Und wenn so ein bl?des Vieh durch kommt und uns zerstückelt? Du sagst doch immer, keines solle sterben."
Chromos 5: "Wenn das Gefahr uns zu verschlingen droht, k?nnte ein Haut aus Messergewebe uns schützen."
Wagon, zu Chromos 5, lachend: "Dann will ich dich noch mal küssen, bevor du dich in ein Messer verwandelst."
W?hrend die Genvilles lachen, sehen die andern verblüfft, wie Wagon und Chromos 5 sich innig küssen.
Forschender, die Hand hebend, Kopf schüttelnd l?chelnd: "Verzeihung, wenn ich euer ... ?hm ... Diskussion unterbreche, aber was ist ein lebendes Batterie?"
Aladan, grinsend: "Gewaltig wie ein Stomp und genauso dumm."
Fragezeichengesichter, ausser bei den lachenden Genvilles.
Szeneanfang:
Einige Tage sp?ter stehen die Jugendlichen, Estragon, die Forschenden und die ?rztinnen am Rand von Lebensinsel und schauen hinab in die Wüste. Dort reiten Aladan, Meneor, Antara, Chromos 5, Piri, Lara, Wagon und Hisch je eine gewaltige Stompbatterie, auf der ein Geschütz aus Laserbündeln montiert ist. Dicke Kabel verbinden die Geschütze mit der Stompbatterie. Die Geschütze sind in alle Richtungen beweglich und haben Griffe mit Feuerkn?pfen, an denen sich die Genvilles fest halten.
Jugendlicher: "Das sieht aus wie in einem apokalyptischen Fantasyfilm."
Jugendliche: "Du Doofie. Wir leben seit dem Geburt in diesem apokalyptischen Film."
Jugendliche, nachdenklich: "Aber wenn es schief geht, gibt es kein Regisseur, das das Szene neu dreht. Dann wird das Menschheit auf dem Erde ausgerottet."
Forschende, nachdenklich: "Diese Genvilles riskieren ihr Leben für uns. Und wir haben sie gehasst und wollten sie tot sehen."
?rztin 5, bitter lachend: "Ich glaube nicht, dass sie jetzt noch jemand von uns tot sehen m?chte."
?rztin 2, sinnierend: "Wer h?tte das gedacht? War ich wirklich mal so blind?"
Estragon: "Ihr seid blind in die Genkriege gestolpert. Die Gr?uel der Genkriege haben euch die Augen ge?ffnet. Aber da war kein Hoffnung zu sehen, welches das Angst und das Hass beschwichtigt h?tten, sodass erneut blindes Wut sich Bahn brach, um das Rad des Verderbens weiter zu drehen, in dem die Natürlichen gefangen sind."
?rztin 5, mit schwachem L?cheln: "Sch?n gesagt. Denkt du, dass wir auf gutem Weg sind, dem Rad des Verderbens zu entkommen?"
Estragon, mit feinem L?cheln: "Das Physik der Wisperfelder sagt ja."
?rztin 5, breiter l?chelnd: "Dann lass uns an dieses Physik glauben."
Weit voraus bricht ein Tentakel aus dem Boden und verwandelt sich in einen Richtungspfeil, ...
... worauf die Genvilles mit ihren Kampforganismen in die neue Richtung reiten.
Nach etlicher Zeit erscheint am Horizont ein Klingenk?ferschwarm.
Die Genvilles zücken ein Messer ...
... und halten das Messer senkrecht über den Kopf, sodass die Messerspitze die Sch?deldecke berührt.
Jugendliche, alarmiert: "Wollen die sich jetzt umbringen?!"
In Sekundenschnelle verwandelt sich die Haut der Genvilles in Messerklingengewebe, w?hrend sie das Messer in einer fliessenden Bewegung zurück in den Gürtel stecken.
Antaras fliegendes Zelt schwebt hoch ...
... und gesellt sich zum staunenden Publikum auf Lebensinsel.
Wie ?rztin 5 sieht, dass die Genvilles, ausser Meneor, die Ohren zu halten, ruft sie alarmiert: "Ohren zu!"
W?hrend alle die Ohren zu halten, erschallt Meneors gewaltiger Jodel: "JOLIJOLIJOLIDUUU!!!!!!!!!!"
Die Klingenk?fer fliegen auf die Genvilles zu.
Die Genvilles halten an und richten ihre Laserkanonen aus.
Die ekelhaft sirrenden Klingenk?fer kommen immer n?her.
Die Genvilles verharren in Kampfpose.
Das Publikum auf Lebensinsel h?lt den Atem an.
Fast gleichzeitig durchzucken acht Quadratmeter dicke Laserstrahlen den K?ferschwarm, ...
... gefolgt von einem Blitzgewitter sich kreuzender Laserstrahlen, ...
... welches nach Sekunden schon zu Ende ist und eine Wolke zu Boden taumelnder Ascheflocken übrig l?sst.
Jugendlicher, fassungslos: "Mann, sind die schnell!"
Jugendliche, auf eine Restschar an K?fern weisend, alarmiert: "Da!"
Die ersten K?fer bleiben in der Messerhaut der Stompbatterien und der Genvilles stecken.
Zur Verblüffung des Publikums springen je zwei Genvilles hoch in die Luft aufeinander zu, ein Messer ziehend.
Aneinander vorbeifliegend, s?beln sie sich gegenseitig mit unglaublicher Pr?zision und Schnelligkeit die K?fer vom Leib, dabei lachend, als w?re es das reinste Vergnügen.
Die zerstückelten K?fer landen auf dem Boden, wo sie vom Pilzwesen verschlungen werden.
Jugendliche, fassungslos: "Sie k?mpfen um ihr Leben und lachen dabei."
Jugendlicher, schwer beeindruckt: "Krasse Typen!"
Jugendlicher, fasziniert: "Verdammt, ich m?chte so sein wie sie."
Jugendliche, Stirn runzelnd: "Das kannst du knicken. Wir sind definitiv keine Superhelden."
?rztin 5, l?chelnd: "Das 'definitiv' kannst du knicken. Zwar sind wir jetzt noch superdoof, aber Antara hat uns gesagt, dass wir alles sein k?nnen, was die Gene her geben. Also k?nnen wir uns auch zu Chromos 4 weiter entwickeln."
Die Jugendlichen schauen ?rztin 5 mit grossen Augen an.
Jugendliche, die Konsequenz ahnend, tonlos: "Du meinst, wir w?ren dann ... ein anderes Spezies?"
?rztin 5, l?chelnd: "Nein, wir w?ren immer noch menschlich. Aber eben super menschlich."
Forschender, begeistert: "Das w?re ein gewaltiges Impuls für das Wissenschaft."
Forschende, mit leuchtenden Augen: "Dann k?nnten wir endlich ein Wegdoppler bauen, das nicht so gef?hrlich ist."
Noch ihre Messerhaut tragend, schweben die Genvilles auf Lebensinsel herab.
Wagon ruft strahlend: "Das erste Schwarm ist erledigt! Jetzt brauchen wir ein Pause!"
Antara geht auf ihr wartendes Flugzelt zu.
Jugendliche, hervor tretend: "Darf ich es auch mal benutzen?"
Antara bleibt stehen, macht eine einladende Geste und sagt: "Wenn du dein Kleid entfernst, kannst du seine Annehmlichkeiten spüren."
Ihr Kleid abstreifend, betritt die Jugendliche das Flugzelt ...
... und sagt, sich nackt darin r?kelnd, begeistert: "Es ist so angenehm kühl. Und das Sonne brennt nicht mehr."
Antara betritt das Zelt, ...
... steckt sich die Messerspitze in den Kopf, ...
... sodass die Messerhaut sich zurück verwandelt, ...
... und küsst die verblüffte Jugendliche auf den Mund.
Mit geschlossenen Augen den Kuss geniessend, ertastet die Jugendliche Antaras K?rper.
Antara und die Jugendliche beginnen sich zu umschlingen.
Jugendlicher, die Szene im Blick, erregt: "Mir platzt gleich das Schwanz."
?rztin 5, lachend: "Dann würde ich vorschlagen, dass wir uns unserer Kleider und Vorurteile entledigen und uns ein paar Minuten Entspannung à la Genville g?nnen."
Nach anf?nglichem Z?gern ...
... sind bald allerlei Paarungen im Gang.
Nachdem sich alle ausgetobt haben, gibt es im Essgarten von Lebensinsel eine grosse Versammlung, wo gegessen und geplaudert wird.
Jugendlicher, zu den Genvilles: "Und was macht ihr jetzt? Geht ihr von Schwarm zu Schwarm ..."
Chromos 5: "Was w?re das Sinn eines solchen Verhaltens?"
Jugendlicher, verwirrt: "?hm ... Natürlich das Vernichtung aller Klingenk?fer."
Chromos 5: "Wenn ich deinem Gedankengang folge, so erscheint es dir, als entstünden die K?fer aus dem Nichts?"
Jugendlicher, noch verwirrter: "Bl?dsinn! Natürlich entstehen sie nicht aus dem Nichts."
Chromos 5: "Sie entstehen also aus einem Etwas?"
Jugendlicher, sich aufregend: "Willst du mich verarschen, Mann?!"
Herzliches Lachen der Genvilles.
Lara, zu dem Jugendlichen, l?chelnd: "Chromos 5 liebt es, dein Geist spazieren zu führen. Gib dich ihm hin und deine Gedanken lernen fliegen."
Der Jugendliche h?rt es mit grossen Augen.
Jugendlicher, Stirn runzelnd, nachdenklich vor sich hin: "Und wohin sollen meine Gedanken fliegen? Zu dem Etwas, das die K?fer macht? ..."
Jugendlicher, begreifend: "... Es bringt nichts, die Schw?rme zu vernichten, solange jemand immer neue herstellt. Wir müssen das Quelle zerst?ren!"
Jugendlicher, zu Chromos 5, verunsichert: "Aber was haben wir dann hier gemacht? Warum habt ihr euer Leben riskiert?"
Chromos 5, l?chelnd: "Das Reihenfolge, das wir gew?hlt haben, ist nicht über jedes Zweifel erhaben. Doch früher oder sp?ter müssen wir im Kampf bestehen. Und es war ein willkommenes Gelegenheit zu beweisen, das fühlendes und nicht-fühlendes Wissenschaft gedeihlich zusammen arbeiten k?nnen."
Jugendlicher, Stirn runzelnd: "Dann geht es nicht nur um diese bl?den K?fer. Habt ihr die vielleicht gezüchtet, um euer gedeihliches Dingsbums zu beweisen?"
Chromos 5, lachend: "Dein Gedankenflug bewegt sich in allzu abenteuerlichen Bereichen. Natural City und Genville haben zum ersten Mal kooperiert, statt sich zu bek?mpfen. Das heutige Tag ist das Anbruch eines neuen Zeit. Und um dich nicht im Zweifel zu lassen: Nein, wir haben diese scheusslichen Kampforganismen nicht gebaut."
Szeneanfang:
Luftfisch ist auf der halb fertigen Landebahn vor Ritschs Flugzeugwerk gelandet.
Die Jugendlichen, die Forschenden und die ?rztinnen entsteigen seiner Kabine.
?rztin 5, auf das Flugzeugwerk zu marschierend: "Laut den Genvilles sollen in diesem Hangar Phosphorbomben sein."
?rztin 5 rüttelt an der verschlossenen Tür des Hangars.
Ein Wagen der Security Guard n?hert sich.
Forschende, alarmiert: "Wollen die uns verhaften?"
Zwei Guards sind ausgestiegen und n?hern sich ?rztin 5 mit Gesichtern, aus denen nicht zu schliessen ist, welche Absichten sie haben k?nnten.
?rztin 5, etwas gestresst scherzend: "Ah, die Herren kommen, um uns zu helfen."
Als w?re es selbstverst?ndlich, schliesst einer der Guards die Tür auf und sagt unbewegt: "Chief Max hat uns angewiesen, Ihnen Einlass zu gew?hren."
?rztin 5, verblüfft: "?h ... danke."
Die Guards besteigen ihr Fahrzeug.
?rztin 5, ihnen nach blickend, nachdenklich: "Wenn ich Guards sehe, kriege ich immer noch das Schlotterbeck. Unter Hans Hart konnte ein falsches Blick, ein falsches Wort, ein falsches Bewegung dein Tod bedeuten."
Bombe um Bombe wird auf W?gelchen zu Luftfisch geschoben, ...
... wo zwei Forschende jede Bombe in Empfang nehmen und auf den Kabinenboden legen.
Luftfisch l?sst Tentakel aus dem Boden spriessen, um die Bomben zu fixieren.
Luftfisch schwebt hoch über die Wüste. Am Boden gibt das Pilzwesen mit Pfeilen die Richtung an.
Nach langem Flug ist ein riesiges Loch im Wüstenboden zu sehen, hinter dem sich die Genvilles auf ihren Stompbatterien aufgestellt haben, sodass ihre Laserkanonen gegen Luftfisch zeigen.
Jugendlicher, mit Blick auf die Phalanx der Genvilles, nachdenklich: "Irgendwie unheimlich, wenn ich mir vorstelle, dass wir ihre Feinde w?ren. Wir w?ren so was von tot."
Jugendliche, dem Jugendlichen einen Klaps auf den Hinterkopf gebend, nach unten zeigend: "Doofie, schau lieber die echten Feinde an."
Aus der Perspektive von Luftfisch ist in dem riesigen Loch eine unterirdische Laboranlage zu sehen, die von den Klingenk?fern teilweise zerst?rt wurde.
?rztin 2, hinab schauend: "Den Erfindern der Klingenk?fer ist ihr Sch?pfung um die Ohren geflogen. Aber wo genau ist das Brutst?tte? Wir haben zu wenig Bomben, um hier alles einzu?schern."
Als h?tten die K?fer ihre Frage geh?rt, schw?rmen ein paar hundert von ihnen aus einem Schacht ...
... und werden im Blitzgewitter der Genvilles zu Asche.
?rztin 2, mit schmerzlichem L?cheln: "Die w?ren jetzt unser Tod gewesen. Luftfisch, kannst du uns m?glichst nahe an dieses Schacht bringen? Aber nicht so nahe, dass wir selber verbrennen, wenn unsere Bomben hoch gehen."
Luftfisch: "Ihr müsst zuerst ein Bombe hinein werfen, damit ich sehe, wie hoch das Feuer wird. Ich fliege über das Schacht."
Jugendlicher, auf eine Bombe zu gehend: "Lass uns das machen. Wir wollen auch mal k?mpfen."
Zwei Jugendliche rollen eine Bombe zur Kabinen?ffnung.
Da Luftfisch zur Sicherheit noch recht hoch fliegt, wirkt die Schacht?ffnung ziemlich klein.
Jugendliche, zweifelnd: "Ob wir das Schacht treffen?"
Zu zweit schieben die Jugendlichen die Bombe mit einer letzten Kraftanstrengung aus der Tür?ffnung, ...
... verlieren den Halt ...
... und stürzen kopfüber der Bombe nach, ...
... um mit entsetzten Gesichtern hinab zu fallen.
Aus Luftfisch schiessen Peitschen schnell Tentakel, ...
... die sich um die fallenden Jugendlichen wickeln ...
.. und die beiden, die nicht wissen, wie ihnen geschieht, hinauf ziehen.
Die Bombe verschwindet im Schacht.
Luftfisch hat die Jugendlichen in die Kabine gestellt und entl?sst sie aus seinen Tentakeln.
Die andern Jugendlichen stürzen auf sie zu ...
... und umarmen erleichtert die beiden.
Unten detoniert die Bombe und l?sst den Schacht weissen Rauch und Feuer speien.
?rztin 5, die Jugendlichen betrachtend, l?chelnd: "Und wer umarmt Luftfisch?"
Spontan verteilen sich die Jugendlichen und schmiegen sich mit ausgebreiteten Armen an die Kabinenw?nde.
Jugendliche: "Danke, Luftfisch, dass du unsere Freunde gerettet hast."
Luftfisch: "Ich werde die Bomben selber abwerfen. Das wird mir sonst zu anstrengend, wenn ich euch immer auffangen muss, hahaha."
Luftfisch hat sich n?her über dem Schacht positioniert und seine Tentakel bewegen die Bomben zur Kabinen?ffnung, ...
... aus der sie hinab regnen ...
... und im Schacht verschwinden, ...
... wo sie die Miniaturversion eines Vulkanausbruchs erzeugen.
Forschende, auf das Spektakel schauend: "Die Genvilles haben alle Klingenk?ferschw?rme vernichtet. Und wenn das hier das Quelle war, sollte dieses Gefahr ausgeschaltet sein."
Jugendlicher, der vorhin abgestürzt ist, sich auf die Brust klopfend: "Dann habe ich das Erde gerettet."
?rztin 5, sp?ttisch: "Ein bisschen."
Jugendlicher, protestierend: "He, ich w?re dabei fast gestorben."
Luftfisch: "Es ist nicht das Sterben, auf das es ankommt."
Jugendlicher, leicht entt?uscht: "Und worauf kommt es dann an?"
Luftfisch: "Sieh hinab."
Neugierig dr?ngen sich alle um die Kabinen?ffnung ...
... und schauen staunend hinab.
In riesigen Lettern haben die Genvilles mit ihren Stompbatterien eine Botschaft in den Sand gestampft: "MEHR FREUDE. WENIGER SCHMERZ!"
Szeneanfang:
Iris sitzt im Fernsehstudio und wird von einer Moderatorin interviewt. Dieses Bild ist auf einem Stadtbildschirm zu sehen, damit klar wird, dass dies eine ?ffentliche Ausstrahlung ist.
Moderatorin: "Iris, du machst jetzt Reportagen über Science City. Du willst uns Natürlichen die Angst vor den Genvilles nehmen. Wie kommt es, dass du, die früher so vehement gegen die Genmonster gewettert hat, nun solche Sympathien für die Genvilles hegst?"
Iris: "Ich bin immer noch gegen Genmonster, von denen es da draussen noch viele schreckliche Versionen gibt. Aber die Genvilles sind definitiv keine Monster."
Moderatorin: "Und warum nicht? Sie sind doch eindeutig ... anders."
Iris: "Und wie sind die Natürlichen? Wir wachen auf, greifen nach dem Klospülung, nach dem Duschkopf, nach den Kleidern, nach dem Frühstücksbrei, nach dem Tasche, nach dem Türklinke, nach dem Hammer oder dem Bürostuhl und so weiter und so fort. Das ganze Tag hangeln wir uns von Gengenstand zu Gegenstand und lassen unser Bewusstsein zu 99 Prozent davon erfüllen. Da bleibt nicht viel Raum zum Denken."
Moderatorin: "Und bei den Genvilles?"
Iris: "Es hat gedauert, bis ich begriffen habe, dass ihr Geist über den Dingen schwebt."
Moderatorin, erstaunt: "Ihr Geist kann sich vom K?rper l?sen?"
Iris, lachend: "Neinnein, kein Hokuspokus. Es ist ein Art des Denkens. Stell dir vor, du betrachtest ein Ding. Und ganz automatisch siehst du, wie das Ding eingebettet ist in die anderen Dinge. Du siehst, wie es auf die andern wirkt uns wie die andern auf es wirken."
Moderatorin, etwas verloren: "Aber wie kann ich das sehen, wo ich doch so wenig weiss über die Welt?"
Iris: "Dieses nicht wissende Betrachten erfüllt dich mit grossem Respekt. Und gleichzeitig ist es ein Verheissung. Denn jedes Geheimnis, das du lüftest, weckt ein Entzücken wie das Glitzern eines Edelsteins. Dieses sanfte Voranschreiten ins Unbekannte, immer im Bewusstsein, welche furchtbaren Folgen ein Fehltritt haben kann, ist, was die Genvilles so anders macht."
Moderatorin, protestierend: "Aber das k?nnten wir doch lernen. Warum verlangen die Genvilles, dass wir unsere Bedürfnisstruktur wandeln?"
Iris: "Unser Bedürfnisstruktur zwingt uns dazu, Gegenst?nde, Auszeichnungen, Titel zu sammeln, um den andern unser Mehrwert vor Augen zu führen, was letztlich immer zu Kampf und Krieg führt. Wie absurd ist das denn?"
Moderatorin: "Und wie zeigen die Genvilles ihren Mehrwert?"
Iris: "Gar nicht. Das Begriff 'Besitz' ist ihnen fremd. Jedes Genville ist ein Wert an sich. Also brauchen sie auch nichts, was dieses Wert beweist."
Moderatorin, befremdet: "Dann sind die Genvilles arm wie Penner?"
Iris, lachend: "Ja, ein Genville kann dich zwar glücklich machen, aber ein gutes Partie ist es definitiv nicht."
Moderatorin: "Du befasst dich jetzt schon lange mit den Genvilles. Was bedeuten sie dir pers?nlich?"
Iris: "Ich bin ein schreckliches Mensch. Aber die Genvilles sehen in mir immer nur das Gute. Das ist so ... Wie soll ich sagen? ..."
Iris, etwas entrückt: "... Ich habe zum ersten Mal im Leben so etwas wie Geborgenheit empfunden."
Moderatorin: "Und in einer natürlichen Beziehung ist das nicht m?glich?"
Iris: "Nein. Natürliche k?nnen meine Beleidigungen ein Zeit lang ertragen. Aber bald verdorren ihre Gefühle, als h?tte ich sie mit S?ure übergossen. Und ich fühle mich wieder so verloren, wie ich es immer war. Ein Genville kannst du nicht mit Worten verletzen."
Moderatorin: "Und warum nicht? Wenn du ihnen zu verstehen gibst, dass du sie verachtest ..."
Iris: "Sie wissen nicht, was Verachten ist. Für sie z?hlt nur das Wahrheit. Und wenn etwas nicht wahr ist, dann hat es entweder kein Bedeutung oder wird als Scherz belacht."
Moderatorin: "Wie muss ich mir das vorstellen?"
Iris: "Wenn du sagst, sie seien dumm, erwidern sie, dass wir angesichts des Komplexit?t des Universums alle strohdumm sind. Wenn du sagst, sie seien h?sslich, best?tigen sie mit den Worten 'Im Vergleich mit Antara muss jedes Versuch, sch?n zu sein, scheitern.' und lachen dabei fr?hlich, weil sie genau wissen, dass sie selber von bet?rendem Sch?nheit sind."
Moderatorin: "Aber wenn jemand Mist baut und allen damit schadet. Wird er dann nicht ausgegrenzt, geschnitten, gemobbt?"
Iris: "Da alle in gutem Absicht handeln, führt ein Fehler nur dazu, dass sich alle anstrengen, das Fehler zu beheben. Wieso willst du jemandem Vorwürfe machen, das in einem Welt voller Ungewissheiten Fehler macht? Dass Handeln negative Folgen haben kann ist selbstverst?ndliches Bestandteil jedes Handelns."
Moderatorin, kichernd: "Wenn ich jetzt meinen Geist über unser Interview schweben lasse, sehe ich mich nach dem Umwandeln als besitzlose Pennerin, die mit dem l?chrigen Schmetterlingsnetz ihres Geistes Jagd auf Antworten macht, von denen sie denkt, es handle sich um glitzernde Edelsteine, was sich aber regelm?ssig als falsche Hoffnung heraus stellen wird."
Iris, lachend: "Du brauchst ja mit deinem Schmetterlingsnetz nicht gleich auf ein Schwarzes Loch los zu gehen."
Moderatorin: "Und was jage ich dann?"
Iris, sich erinnernd: "Als wir in den Abwasserkan?len Flüchtlingen des Hart Regimes begegnet sind, hat sich ein kleines M?dchen gefreut, wie es ein angebissenes Apfel aus dem F?kalwasser gefischt hat. Piri hat darauf hin versprochen, ihm in Genville ein Apfelbaum zu bauen, an dem hundert Sorten wachsen, sodass es jedes Tag ein anderes Geschmack probieren kann. Im Weiterziehen mussten wir mitansehen, wie das Kind von den Natural Guards erschossen wurde ..."
Iris, gegen die Tr?nen k?mpfend: "... Piri hat das versprochene Apfelbaum gepflanzt. In seinem Stamm steht 'Für das Kind' ..."
Iris, weinend: "... Immer wenn ich daran vorbei gehe, muss ich weinen."
Sichtlich bewegt h?rt die Moderatorin zu.
Moderatorin, bewegt: "Du meinst, ich k?nnte auch einfach einen Apfelbaum pflanzen?"
Iris, mit verweintem L?cheln: "Was immer du m?chtest und dein Fantasie dir zutr?gt. Du brauchst kein Gentech zu sein. Die Nutzwesen helfen dir."
Die Moderatorin schaut mit grossen Augen ...
... und sagt dann, als w?re sie endlich einem Schwachpunkt auf der Spur: "Und wie ist es mit der Liebe? Liebe ist doch etwas Natürliches und diese Genvilles sind doch ... künstlich. K?nnen die überhaupt Liebe empfinden?"
Iris, grinsend: "Dieses 'natürliche Liebe' ist doch ziemlich Zweck gerichtet auf Fortpflanzung. Dabei geht es vor allem um Macht, Besitz und Aussehen. Das bisschen Liebe, das zwischendurch aufflackert, dient nur als Klebstoff, damit Ei und Sperma sich zusammen finden. Und ist das Werk vollbracht, gehen die Scharmützel, wer wem was zu sagen hat, weiter. Und das Leben kreist um Herrschvergnügen und Wunden-lecken. Liebe geht bei den Genvilles so: Sie ?ffnen ihr Herz, um auf das Gesicht ihres Gegenübers ein L?cheln zu zaubern. Oder einfach gesagt: Für uns Natürliche ist Lieben gleich Besitzen. Für die Genvilles ist Lieben gleich Schenken."
Moderatorin, befremdet, etwas entt?uscht: "Das ist alles?"
Iris, leidenschaftlich: "überleg doch mal, was das bedeutet, wenn das Glück des andern dein eigenes Glück erzeugt."
Moderatorin, nachdenklich: "Naja, die Kerle, die mich den ganzen Tag anl?cheln, wollen doch nur mit mir ins Bett. Und ich kann doch nicht für jeden die Beine breit machen, nur um ein debiles Grinsen auf sein Gesicht zu zaubern."
Iris, lachend: "Sie würden dich als Schlampe verachten und sich gegenseitig aus Eifersucht die K?pfe abschneiden. Stell dir vor, ihr h?ttet kein Besitzanspruch und wolltet einander nur glücklich sehen."
Moderatorin, kichernd: "Dann würde ich jedem einen runter holen ..."
Moderatorin err?tend, erschrocken die Hand vor den Mund haltend, weil ihr die schlüpfrige Bemerkung so raus gerutscht ist: "Ups."
Iris, l?chelnd: "... und sie würden dich auf H?nden tragen."
Moderatorin, immer noch err?tet, nachdenklich: "Wie im M?rchen."
Iris: "Nein, wie in Genville."
Szeneanfang:
Es ist Nacht in Genville. Piri betrachtet den Himmel, wo Wolkenschleier einen grossen Lichthof um den Vollmond legen.
Piri nimmt Meneors Hand und sagt geheimnisvoll: "Zeit für ein Heiligenschein."
Meneor macht ein Fragezeichengesicht ...
... und l?sst sich von Piri zur Wendeltreppe eines Estragonbaumes ziehen, ...
... die sie hoch rennen, ...
... um Hand in Hand auf dem Hochweg zu spazieren.
Wie sie stehen bleiben, schauen sie hinunter auf Genville, das vom sanften Leuchten der elfengleichen Bioluminiszenzwesen erhellt wird.
Piri betrachtet den Mond mit seinem Lichthof und sagt: "Setz dich, Meneor."
Meneor setzt sich mit dem Rücken zum Mond auf den Hochweg, ...
... worauf Piri ihren Kopf in seinen Schoss legt.
Aus Piris Sicht h?ngt nun der Lichthof neben Meneors Kopf.
Piri packt Meneor und verschiebt ihn um einige Zentimeter, ...
... sodass Meneors Kopf nun, aus Piris Sicht in Meneors Schoss, vor dem Mond liegt und ein Strahlenkranz aus Mondlicht ihn umgibt.
L?chelnd betrachtet Piri ihren "Heiligenschein".
Meneor, der Piris Gedanken lesen kann, sagt L?chelnd: "Ach so."
Piris L?cheln wird breiter.
Meneor: "Jetzt du."
Meneor wirbelt Piri so herum, dass nun sie den "Heiligenschein" hat und er in ihrem Schoss liegt.
Auch Meneors L?cheln wird breiter.
Piri kichert.
Sie lachen sich an.
ENDE DER GESCHICHTE
Hilfst du mit, die Idee einer friedlichen Bedürfnisstruktur zu verbreiten, damit sich genügend Forschende finden, welche die Grundlagen dafür erarbeiten?

