Caesar huscht schnell wie ein Geist die Treppe hinunter ...
... und h?lt dicht vor Helds Panzer, wo Caesar sich zusammenkauert, damit Held ihn nicht durch die Sichtschlitze bemerkt. Der Panzer ist eben im Begriff, das Geb?ude zu verlassen.
Caesar trippelt kauernd dem Panzer nach und kann so im Schutze des Ungetüms ebenfalls das Haus verlassen.
Caesar sieht links und rechts in den Fenstern der H?user Held-Leute, die mit schussbereiten Gewehren auf den Uni-Eingang starren.
Caesars Arme zucken und mehrere Handgranaten zischen wie Geschosse auf die Held-Leute zu, ...
... dringen in Brustk?rbe, lassen Sch?del platzen, ...
... bis eine Reihe von Explosionen die Fensterscheiben bersten l?sst.
Stirn runzelnd sp?ht Held durch die Sehschlitze nach draussen und denkt: 'Was ist das für eine Waffe? Kein Abschussknall, keine Raketenspur, nur Explosionen ...?'
In seiner Kauerhaltung wie ein Gnom wirkend, schleicht Caesar dem sich zurückziehenden Panzer nach und h?lt lauernd links und rechts nach Held-Leuten Ausschau.
Myrta beobachtet die Szene von der Treppe herab durch ein Mauerloch und denkt: 'Mit einem Tasche voll Handgranaten schl?gt es ein Schlacht! ...'
Myrta legt Dois K?rper sorgsam auf die Treppe, ...
... steckt die Pistole ein, die Doi in der Hand gehalten hat ...
... und eilt mit umgeh?ngter Munitionstasche und schussbereitem Sturmgewehr durch den Gang, wobei sie entschlossen denkt: 'Ich muss mein Teil dazu beitragen, dass Caesar es auch gewinnt!'
Myrta stürzt in den Laborbereich von Caesars Büro und denkt: 'Aber zuerst werde ich mein Retterlein retten.'
Myrta nimmt einen leblosen Doi-K?rper aus einem Schrank ...
... und legt ihn auf einen Tisch, wo sie ihn mit einem Kabel an einen Computer anschliesst.
Mit einem Tastendruck leitet Myrta die überspielung der Sicherheitskopie auf den Doi-K?rper ein.
Doi ?ffnet die Augen und richtet sich auf ...
... und wird sogleich freudig von Myrta umarmt mit den Worten: "Da bist du ja, mein Schatz!"
Wie sie Doi wieder losgelassen hat, versucht dieser Myrtas Mundwinkel nach oben zu ziehen und sagt: "Sch?tze dein Schatz, Schatz, und l?chle für dein Schatz, Schatz!"
Myrta drückt Doi die Pistole in die Hand und sagt: "Sp?ter, Doi, wir müssen jetzt k?mpfen, sonst wird Herr Caesar vielleicht get?tet."
Myrta und Doi stürmen durch einen Gang.
Vor ihnen ?ffnet sich die grosse Tür zum Treppenhaus und drei Held-Leute rennen in den Gang, ...
... sehen Myrta ...
... und legen auf sie an.
Myrta wirft sich auf den Bauch, ihr Gewehr auf Schnellfeuer umschaltend, ...
... und jagt den Held-Leuten eine Geschossgarbe entgegen, w?hrend über Myrta hinweg die Kugeln pfeifen.
Wie Myrta über die blutigen Leichen hinweg steigt, denkt sie erschüttert: 'Wie leicht doch aus einem harmlosen, intelligenten, empfindsamen Forscher ein killendes Monster wird, das unsinnigerweise das Satan bek?mpft, um das Teufel an dem Macht zu halten ...'
Doi betrachtet die Leichen und sagt vor sich hin: "Es blüht das Blut der welken Blumen."
Myrta schleicht die Treppe hoch, ...
... betritt einen Gang, ...
... wo ein paar Schüsse aus einem Raum weiter vorn sie gefrieren lassen.
Myrta huscht durch eine Tür in Deckung. Eine Stimme aus dem Raum ruft: "He, du Idiot! Wir sollen doch nicht alle Studenten abknallen, nur die Guards!"
Andere Stimme: "Ich hasst diese Wichtigtuer!"
Vier Held-Leute dr?ngeln sich aus dem Raum. Myrta flüstert Doi zu: "Spring hoch, Doi, dann achten sie nicht auf mich!"
Doi federt schr?g nach oben bis fast zur Decke und ruft: "Peng, Peng!"
Erschrocken reissen die Held-Leute ihre Gewehre hoch.
Doi schiesst mit seiner Pistole und trifft eine Held-Person in die Brust.
Die restlichen Held-Leute schiessen auf Doi, ohne ihn zu treffen.
Myrta schiebt rasch ihr Gewehr in Bodenn?he um den Türpfosten ...
... und schickt den Held-Leuten eine Geschossgarbe entgegen, ...
... die alle drei von den Füssen reisst.
Caesar versteckt sich immer noch kauernd unter der Panzerfront. Er wirft eine Handgranate an eine Hausfassade und denkt: Das Strasse ist sauber. Jetzt muss ich Held ablenken, damit ich fliehen kann.'
Held schaut durch seinen Sehschlitz auf die Explosion an der Hausfassade und bemerkt nicht, ...
... wie Caesar aus der Deckung des Panzers weg spurtet auf eine enge Gasse zu, ...
... wo ihm nach etlichen Metern zu seinem Schrecken ein halbes Dutzend Held-Leute entgegenkommt.
Spontan bettelt Caesar: "Ich brauche ein Waffe. Bitte gebt mir ein Waffe!"
Caesar spielt den Schwachen und l?sst sich unsanft von der vorbei stürmenden Truppe weg stossen.
Held-Person, unfreundlich: "Aus dem Weg!"
Andere Held-Person, unfreundlich: "Such dir doch selber eine!"
Caesar l?chelt s?uerlich, wie er den Davoneilenden nachschaut.
Caesars Arme verschwimmen ...
... und zwei Handgranaten bohren sich in zwei Rücken, ...
... zerfetzen bei der Explosion die K?rper und reissen die anderen mit in den Tod.
Wie Held mit seinem Panzer im langsamen Rückw?rtsgang auf eine Strassenkreuzung rollt, rasselt von der Seite her ein anderer Panzer auf ihn zu ...
... und feuert Held einen Kanonenschuss in die Seite, sodass der Panzer von der Explosion der Granate auf dieser Seite einen halben Meter hoch gehoben wird.
Der kr?ftig durchgeschüttelte Held denkt entsetzt: 'Die Guards schlagen mit Panzern zurück! Das ist das Ende!'
Held steuert den ramponierten Panzer in die Deckung eines Hauses, ...
... ?ffnet die Einstiegsluke ...
... und flüchtet in eine Seitenstrasse, wobei er düster denkt: 'Ich muss Hart mit den Genmonstern erledigen.'
Myrta befindet sich in der zerbombten Eingangshalle der Uni und sp?ht vorsichtig hinaus.
Myrta schleicht zum Eingang und sagt zu Doi, der ihr folgt: "Wir suchen jetzt Herrn Caesar, Doi, und fangen die Held-Leute draussen ab, bevor sie in das Universit?t eindringen und Studierende erschiessen."
Wie Myrta geduckt die Treppe vor dem Eingang hinab eilt, sagt Doi hinter ihr: "Studieren geht über Erschiessen."
Myrta huscht den H?usern entlang und sagt mit bitterem L?cheln: "Ja, auch wenn wir jetzt Leute erschiessen, um andere studieren zu lassen."
Myrta entfernt sich immer weiter von der Uni und denkt: 'Wo Herr Caesar stecken mag?'
Laut sagt sie: "Willst du Herrn Caesar rufen, Doi?"
Doi kr?ht sofort los: "Caeeesaaar!!"
Erschrocken über die Lautst?rke, schaut Myrta sich links und recht um, ...
... bemerkt aber nicht den von einigen Guards zu Fuss begleiteten Panzer, der in einiger Entfernung in ihrem Rücken auftaucht.
Erst wie Kugeln an Myrta vorbeipfeifen, schreckt sie herum ...
... und wirft sich reflexartig hinter einer Gartenmauer in Deckung. Myrta denkt: 'Warum schiessen die Idioten auf uns?'
Myrtas Blick f?llt auf ihre Zivilkleidung und sie denkt: 'Ich trage kein Uniform!'
Vorsichtig sp?ht Myrta hinter der Mauer hervor und sieht, wie sich die Panzerkanone in ihre Richtung dreht. Die Guards sind hinter dem Panzer in Deckung gegangen. Myrta denkt geschockt: Das Kanone wird uns pulverisieren!'
Spontan verl?sst Myrta ihr Versteck, ...
... winkt mit den Armen und ruft mit einem missglückten L?cheln zum Panzer hinüber: "Nicht schiessen! Ich bin auf eurem Seite!"
Die Einstiegsluke ?ffnet sich ...
... und ein Wiesel flinker Guard steigt heraus und klemmt sich hinter das schwere Maschinengewehr auf dem Panzerturm.
Myrta winkt weiter und ruft: "Hallo, ich bin Myrta Behr! Nicht schiessen!"
Das harte "Taktaktak" des schweren Maschinengewehrs ert?nt und zwei der Geschosse durchl?chern Myrtas Bauch, sodass sie fast halbiert wird.
W?hrend Myrta mit verblüfftem Gesicht zusammensackt, federt Doi aus der Deckung hoch in die Luft, ...
... schiesst einmal mit seiner Pistole in Richtung Panzer und ruft: "Peng, Peng!"
Die Pistolenkugel landet im Kopf des Maschinengewehrschützen und l?sst ihn zusammensacken.
Die Panzerkanone richtet sich auf den flink flüchtenden Doi, ...
... schiesst ...
... und verwandelt den Boden hinter Doi in einen Krater. Der Explosionsdruck schleudert Doi weg, ...
... sodass er nicht mehr zu sehen ist und ein Guard lachend sagt: "Der Giftzwerg ist Geschichte."
Szeneanfang:
Ebenfalls um die Mittagszeit stehen Aladan, Estragon, Chromos 5, Antara, Hisch, Wagon, Flu und Lara bei den Nutzwesen Bioskop, Tank, Hilfsorgane und Trage. Chromos 5 erl?utert den Nutzwesen die Lage: "... Sobald die Giftkrieger merken, dass die Grossdois nur ein Ablenkungsschlacht inszenieren, das kein Seite gewinnen kann, werden sie die Grossdois links liegen lassen und uns überrollen. Uns bleibt also ein unbekanntes Anzahl von SEKUNDEN, um unser Gehirnschmalz auszupressen und daraus ein überlebensl?sung zu destillieren."
Aladan, nüchtern: "Langes Rede kurzes Sinn: Hopp, hopp!"
Ein ernstes Schweigen legt sich auf die Runde, wie alle in voller Konzentration nachdenken.
Trage zu Hilfsorgane: "Hüpf zum Seite!"
Hilfsorgane: "Kein Zeit, muss denken."
Trage: "Ein unl?sbares Problem l?sst sich nicht l?sen, indem wir uns auf sein Unl?sbarkeit konzentrieren. Also hüpf mit deinem Geist zum Seite!"
Hilfsorgane ist zuerst verblüfft, ...
... sagt dann begreifend: "Ah, ich verstehe ... Fadenschlag."
Trage: "Schlag mich tot!"
Bioskop: "Tot sind sie mir lieber."
Tank: "Lieber was Feines."
Die Genvilles schauen dem Treiben verblüfft zu.
Hilfsorgane: "Feines ist besser als Schleimes."
Trage: "Schleimes ist gut. Warum verwandeln wir sie nicht in Schleim?"
Chromos 5, ernst: "Wegen des Piri-Effekts. Wenn wir ein Enzym verbreiten, das organische Strukturen zu Schleim zerfallen l?sst, verseuchen wir damit das Wüste. Das Waffe ist so stark, dass wir uns früher oder sp?ter selber damit vernichten. Sogar die zersetzenden Enzyme der Giftkrieger haben nur ein sehr begrenztes Wirkung."
Bioskop: "Schleimes ist also kein L?sungsmittel."
Tank: "Mittelbar."
Hilfsorgane: "Bar des Lichts."
Trage: "Licht bringt Vermehrung."
Bioskop: "Vermehrung ist übel."
Estragon hat eine Erleuchtung: "Das ist es!"
Estragon: "Das übel an dem Wurzel packen!"
Estragon wird fragend angeschaut.
Estragon, begeistert: "Wir blockieren ihr Vermehrung. Dann k?nnen sie ihre Verluste nicht mehr ausgleichen und wir gewinnen das Schlacht."
Bioskop: "Aber ohne Genom der Giftkrieger kann ich kein Vermehrungsblocker bauen."
Estragon h?lt einen Stachel hoch und sagt l?chelnd: "Hier ist ein Stachel, den ich Flu aus dem Schwanz gezogen habe."
Bioskop: "Puh, muss das stinken."
Estragon legt den Stachel vorsichtig auf Bioskop und sagt l?chelnd neckend: "Sei vorsichtig, sonst l?st du dich in stinkendes Schleim auf."
Der Stachel versinkt in der Oberfl?che von Bioskop.
Bioskop: "Was hast du dagegen? Schleim ist doch das ideale Form eines Nutzwesens. So kann es sich deinen Wünschen beliebig anpassen."
Die Nutzwesen lachen.
Estragon protestiert: "Ich habe keine schleimigen Wünsche."
Lara, sp?ttisch: "So, so."
Alle lachen.
Bioskop: "Hier ist das Genom. Wo setzen wir an?"
Neugierig versammeln sich die Genvilles um den Bildschirm von Bioskop, ...
... murmeln und gestikulieren, ...
... bis in einer Mulde auf Bioskop ein Kügelchen auftaucht, ...
... welches sogleich von Hisch an Tank weitergereicht wird.
Alle stehen um Tank und dr?ngen: "Schnell, Tank!", "Beeil dich!", "Das Zeit l?uft uns davon."
Tank murrt: "Ja, ja, ihr k?nnt rum scherzen und Zeit verbrauchen und ich muss es ausbaden."
Hilfsorgane: "Du sollst nicht baden, sondern Staub machen, viel Staub!"
Alle starren gespannt auf Tank.
Hilfsorgane, ungeduldig: "Bioskop, hast du das schnelle Reproduktion eingebaut?"
Bioskop, protestierend: "Wofür h?ltst du m... uff, das hab ich vergessen."
Alle schl?gt's auf den Rücken.
Hilfsorgane schimpft: "Ich halte dich für ein schlampiges Schleimwesen."
Bioskop, geknickt: "Ja, ja, schon gut."
Auf Bioskops Oberfl?che erscheint wieder eine Mulde mit einem Kügelchen.
Wieder starren alle gebannt auf Tank.
Endlich ?ffnet sich Tanks Deckel und gibt den Blick frei auf zahlreiche S?ckchen mit Befestigungsschnüren.
Alle H?nde greifen nach den S?ckchen.
Die Genvilles umlagern Antara, die mit ausgebreiteten Armen und gespreizten Beinen dasteht, und schnüren die S?ckchen an ihrem K?rper fest.
Schliesslich sieht Antara aus wie eine Biene, die sich über und über mit Pollenstaub beh?ngt hat.
Antara schliesst ihre Augen und konzentriert sich, ...
... breitet ihre Arme aus und hebt langsam vom Boden ab.
Wie Antara zum Himmel auf fliegt, schaut Aladan ihr nach und sagt ernst: "Das Fee schenkt uns ihr Staub, um zu retten das Welt."
Wie niemand eine sp?ttische Bemerkung macht, schaut Aladan sich erstaunt nach den andern um, die fasziniert Antaras Flug verfolgen, und fragt: "Warum lacht mich niemand aus?"
Lara geht auf Aladan zu und sagt l?chelnd: "Da gibt es nichts zu lachen. Du hast die Worte in unseren Herzen ausgesprochen."
Lara küsst Aladan z?rtlich auf den Mund.
Aladan, mit stillem L?cheln vor sich hin: "Ich muss wohl ?fter die Worte in deinem Herzen aussprechen."
Lara kichert.
Antara fliegt durch Estragons Wald ...
... zum Schauplatz des Kampfes, wo das Gemetzel der Grossdois unvermindert anh?lt.
Antara schwebt nun über der Armee der Giftkrieger und denkt: 'Ist es ein schlimmes Tod, sich zum Ruhe zu betten in diesem Meer der Stacheln? ... Das Gentechnik l?sst jedes Albtraum wahr werden. Was hat unser Leben für ein Sinn, wenn wir Tag für Tag gegen diese Albtr?ume k?mpfen müssen? Sollten wir diesem Armee nicht gestatten, alles Leben auszul?schen auf diesem Welt und so allem Entsetzen ein Ende zu bereiten? ...'
Mit grossen, dunklen Augen schaut Antara herab auf die Giftkrieger und denkt: 'Nein, ich werde euch vernichten ... Um eines zarten L?chelns Willen, welches mein Seele freudig erzittern l?sst ...'
Antara beginnt über die Giftkrieger hinweg zu fliegen, dabei den Staub aus den umgeh?ngten S?ckchen klopfend, und denkt entschlossen: 'Um eines zarten L?chelns Willen ... Sterbt!'
Chromos 5, mit Blick zum Horizont, wo Antara verschwunden ist: "Das Vermehrungsblocker sollte jetzt wirken."
Aladan und Hisch brüllen gleichzeitig: "Angriiif!!"
Die Genvilles rasen los in Richtung Schlachtfeld.
Die Nutzwesen schauen den davon eilenden Genvilles nach. Trage: "Irgendwie seltsam, wie die Nutzlosen ihrem künstlichen Lebenssinn hinterher laufen."
Hilfsorgane, sp?ttisch: "Im wahrsten Sinn des Wortes."
Die Nutzwesen lachen.
Bioskop, nüchtern: "Helfen und nützlich sein. Unser Lebenssinn ist genauso künstlich. Alle jagen wir dem bisschen freudiger Erregung nach, welches das S?ttigung unseres Verlangens erzeugt."
Tank, sp?ttisch: "Und wo bleibt das Spass bei so viel Vernunft?"
Bioskop: "Ich verrate ja nichts. Wir k?nnen die Nutzlosen also weiterhin necken."
Trage: "Als ob sie's nicht schon l?ngst wüssten."
Die Nutzwesen lachen gutmütig.
Yon steht auf seinem Grossdoi, betrachtet das Meer der Giftkrieger und denkt verunsichert: 'Je mehr wir zertreten, desto mehr reproduzieren sie sich. Es ist v?llig aussichtslos.'
Yons Blick f?llt auf Antara, die in Yons N?he, ihren "Feenstaub" verstreuend, über die riesige Armee der Giftkrieger hinweg schwebt. Yon denkt fasziniert: 'Was für ein Anblick!'
Yon denkt: 'Was ist das für Staub? ... Fallen die Giftkrieger jetzt tot um? Aber was nützt es, wenn sich die andern doppelt so schnell vermehren? ...'
Forschend beobachtet Yon die Wirkung des Staubs auf die Giftkrieger und denkt verblüfft: 'Nichts geschieht!'
Antara beobachtet, wie die Giftkrieger von den Grossdois zerquetscht werden und denkt befriedigt: 'Es wirkt. Sie vermehren sich nicht mehr.'
Immer Staub verteilend, fliegt Antara von der Front weg zu den hinteren Reihen der Giftkrieger, ...
... wo sie verblüfft denkt: 'Hier, wo gar nicht gek?mpft wird, vermehren sie sich wie wild! Wie kann das sein?'
Antara denkt Stirn runzelnd: 'Wenn die hinteren Reihen Bescheid wissen über die Verluste an dem Front ...'
Antara denkt begreifend: '... dann haben sie ein Verst?ndigungsm?glichkeit. Und wenn ich nicht alle best?ube, werden sie sich immer irgendwo vermehren!'
Antara denkt gestresst: 'Ich muss mich beeilen, sonst führt unser Angriff zu einem Vermehrungsexplosion!'
Antaras Flug beschleunigt sich erheblich. Und im Tempo der Gehetzten rast sie im Zickzack über die Riesenarmee, eine sich langsam absenkende Staubwolke hinter sich zurücklassend.
Flu sagt zu Yon: "Sie kommen. Ich werrrde sie beschützen."
Yon ist überrascht ...
... und versucht erschrocken Flu mit einer Geste zurückzuhalten.
Der aber ist schon gesprungen und f?llt zu Yons Entsetzen in hohem Bogen auf die Giftkrieger hinab, ...
... wo er auf einem Giftkrieger landet und sich sogleich wieder abst?sst, noch bevor der seine Giftstacheln ausfahren kann, ...
... sodass er nach einem respektablen Sprung auf dem n?chsten Giftkrieger landet, ...
... dessen Giftstacheln ins Leere stechen, weil Flu schon weg ist.
Yon verfolgt Flus tollkühnen Ritt auf der Giftkriegerarmee und denkt erleichtert, aber immer noch gezeichnet vom ausgestandenen Schrecken: 'Warum müssen sich Genvilles immer aufführen wie Superhelden? ...'
Yon denkt mit stillem, melancholischem L?cheln: 'Vielleicht sollte ich dankbar sein, dass sie sich nicht aufführen wie Monster.'
Flu springt mit einem m?chtigen Satz weg von der Frontlinie der Giftkrieger ...
... und landet auf dem Boden.
Einige Giftkrieger nehmen die Verfolgung auf.
Flu ist stehen geblieben und furzt mit "Flu Flu" eine grosse Giftgaswolke, ...
... in der die Verfolger tot zusammenbrechen, ...
w?hrend Flu seine Flucht fortsetzt ...
... und in der N?he eines Estragon-Baumes auf die heranstürmenden Genvilles trifft.
Lara, Hisch und Wagon knuddeln Flu freudig. Wagon: "Ist alles in Ordnung, Flu?"
Flu: "Ja, wirrr k?nnen k?mpfen."
Die Genvilles, Chromos 5, Aladan, Estragon, Lara, Hisch und Wagon, stellen sich auf in einer Reihe und erwarten die Giftkrieger, die sich auf ihre merkwürdige, wieselflinke Art n?hern.
Wie ein bedrohlicher Haufen von Giftkriegern nahe genug herangekommen ist, zücken die Genvilles je zwei Messer, ...
... sagen "Zisch, Sirrr" zu ihnen ...
... und werfen sie auf die Giftkrieger zu, ...
... sodass zw?lf Messer mit ihrem Raketenstrahl auf die Giftkrieger zurasen ...
... und durch ihre Leiber zischen, als w?ren diese aus Butter.
Reihenweise fallen die Giftkrieger um, ...
... bis die Genvilles ihre Messer zurückpfeifen ...
... sodass diese ihre Flügel ausfahren, wenden ...
... und zurückrasen.
Die Genvilles greifen sich die zurückgekehrten Messer aus der Luft. Aladan tut dies mit l?ssiger Eleganz und sagt dabei, den Giftstachelteppich betrachtend, den die sterbenden Giftkrieger erzeugt haben: "Wir k?nnen nicht vorrücken. Wir haben vergessen, uns passendes Schuhwerk gegen die Giftstacheln anzufertigen."
Hisch spottet lachend: "Schuhmacher Aladan hat versagt."
Chromos 5 hat die Giftkrieger nicht aus den Augen gelassen und sagt nun ruhig und konzentriert: "Wir brauchen nicht vorzurücken. Sie rücken nach."
Wieder werfen die Genvilles ihre Messer, welche ihr Vernichtungswerk tun.
Die Giftkrieger rücken auf breiter Front nach.
Wagon ruft alarmiert: "Wenn sie weiter vorrücken, werden sie uns einschliessen!"
Sofort rennt Flu los auf die eine Seite der Giftkrieger zu. Lara ruft ihm besorgt nach: "Flu!"
Mit pausenlosem "Flu Flu" legt Flu einen Giftgas-Vorhang, ...
... in den die Giftkrieger v?llig unbeeindruckt hineinrennen, ...
... um massenhaft tot umzufallen.
Lara betrachtet das Massaker und sagt voller Unbehagen: "Das Mentalit?t dieser Krieger macht mir Angst."
Chromos 5: "Die haben kein Mentalit?t. Das sind bewegliche Pflanzen, die solange auf uns zu marschieren, bis entweder sie oder wir tot sind."
Hisch, mit unbehaglichem Spott: "Was überaus beruhigend ist."
Nach etlichen Kampfminuten befinden sich die Genvilles, Messer werfend, in der N?he von Estragons Baum, wie sie von der anderen Frontseite her bedr?ngt werden.
Lara zeigt auf die Gefahr und ruft alarmiert: "Da!"
Die Genvilles werfen ihre Messer auch auf die seitlich heranrückenden Giftkrieger.
W?hrend die Giftkrieger reihenweise umfallen, ert?nt das Pfeifen der Genvilles, ...
... doch die Messer k?nnen nur noch ihre Flügel ausfahren ...
... und fallen mit versiegendem Raketenstrahl hilflos zu Boden.
Hisch ruft konsterniert: "Warum kommen die Messer nicht zurück?!"
Chromos 5, mit ernstem, glasklarem Blick: "Sie haben kein Energie mehr. Wir haben verloren."
Wagon ruft: "Sie müssen sich nur erholen. Los, rauf auf das Baum!"
Aus Mangel an einem besseren Vorschlag rennen die Genvilles die Wendeltreppe des Baumes hoch.
Flu erreicht noch knapp die Treppe, ...
... bevor die Giftkrieger den Baum einzukreisen beginnen.
Wie die ersten Giftkrieger die Wendeltreppe hoch wieseln, ...
... bleibt Flu stehen und macht sein "Flu Flu", ...
... sodass die Gaswolke die Treppe blockiert und die Giftkrieger tot nach unten stürzen.
Die Genvilles stehen auf der Baumplattform und starren frustriert nach unten. Wagon kommentiert: "Ohne Flu w?ren wir jetzt verloren."
Lara klagt: "Ohne Meneor sind wir hilflos. Haben wir denn nichts von dem grossen Krieger gelernt?"
Chromos 5 weist auf den einzigen Baumpfad, der noch von der Plattform wegführt: "Wir k?nnten über dieses Baumpfad flüchten."
Wagon will schon losrennen: "Dann los!"
Wie die andern ihr folgen wollen, h?lt Aladans Stimme aus dem Off sie zurück: "Wartet!"
Aladan zeigt zum Baumfuss und sagt ernst: "Sie beginnen das Baum zu f?llen. Wenn wir Glück haben, stürzt es auf ihr Armee und t?tet hunderte von ihnen."
Obwohl ihr unwohl ist, spottet Hisch: "Das Gedanke ist jedenfalls verrückt genug, um von Meneor stammen zu k?nnen."
Wagon zieht ein Messer, sagt "Sirrr" dazu und schwingt es so, dass sie den Baumpfad abtrennt, wobei sie sagt: "Dann kappe ich das Pfad, sonst zieht es das Baum in das falsche Richtung."
Chromos 5 f?ngt an zu zittern.
Lara sieht es uns ruft erschrocken: "Chromos 5 bekommt ein Anfall!"
Chromos 5s Glieder zucken schon. Hisch stürzt sich auf ihn und brüllt: "Auf es!"
Ohne zu z?gern, stürzen sich alle auf Chromos 5, um ihn zu Boden zu drücken und das selbstzerst?rerische Gliederzucken unter Kontrolle zu halten.
Die Zuckungen werden st?rker und die Genvilles werden auf- und ab- und hin- und hergerissen.
Wagon ruft aufgeregt: "Wir k?nnen es nicht halten, ohne dass jemand weg geschleudert wird! Und das bedeutet ..."
Hisch, grimmig: "... Tod durch Verschleimung."
Aladan greift nach einem Messer, ...
... und holt, es an der Klinge haltend, aus. Lara, erschrocken: "Was tust du?"
Aladan schl?gt mit dem Messergriff seitlich an Chromos 5s Sch?del.
Chromos 5 verliert augenblicklich das Bewusstsein ...
... und liegt zur Verblüffung derer, die ihn festhalten und Aladans Aktion nicht mitbekommen haben, pl?tzlich ruhig da.
Lara zeigt auf Aladan und ruft: "Aladan hat es bewusstlos geschlagen!"
Wie ein ertappter Sünder, das Messer noch in der Hand, l?chelt Aladan schmerzlich. Unschlüssig, was sie davon halten sollen, schauen die andern zu Lara und Aladan.
Obwohl er bewusstlos ist, f?ngt Chromos 5 zum Entsetzen aller wieder an zu zucken. Estragon ruft: "Sein Gehirn feuert weiter sinnlose Muskelbefehle!"
Hisch, grimmig: "Legt es auf das Bauch!"
Erstaunt, was das soll, aber ohne zu z?gern, gehorchen die andern.
Hisch zieht ein Messer, holt zum Stoss aus ...
... und sticht es zum Entsetzen aller Chromos 5 ins Kreuz. Hisch, grimmig entschlossen: "Ich durchtrenne das Rückenmark, dann kann das Gehirn die Beine nicht mehr steuern ..."
Hisch st?sst das Messer links und rechts der Wirbels?ule, auf Schulterh?he in Chromos 5s Rücken und kommentiert: "Jetzt noch die Nerven zu den Armen unterbrechen ..."
Weil die restlichen K?rpermuskeln immer noch zucken, bewegt sich Chromos 5 entsprechend, was aber harmlos ist. Hisch kommentiert mit grimmiger Betroffenheit: "Und wir haben Ruhe."
Betroffen starren alle auf Chromos 5. Lara: "Wir haben wohl doch genug gelernt von Meneor."
Flu kommt die Treppe hoch gerannt und ruft: "Das Baum brrricht!"
Alarmiert springen alle auf, um sich zu orientieren, wohin der Baum f?llt. Nur Lara bleibt neben Chromos 5, um ihn auf den Rücken zu drehen. Von unten ist das Knacken des brechenden Baumstammes zu h?ren.
Der Baum neigt sich gegen die Giftkrieger-Armee. Aladan, erschüttert: "Sie lassen das Baum auf ihr Armee fallen. Es ist ihnen v?llig egal. Ihr Rücksichtslosigkeit kennt keine Grenzen."
Lara hat sich den bewusstlosen und gel?hmten Chromos 5 auf die Arme geladen. Der Baum ist am Fallen und die Genvilles achten darauf, dass sie auf der Oberseite des Stammes bleiben.
So "reiten" sie auf dem stürzenden Baum, ...
... der mit gewaltigem Donner aufschl?gt und mit seinem riesigen Ge?st und dem m?chtigen Stamm hunderte von Giftkriegern unter sich begr?bt und zerquetscht.
Die Genvilles haben den langsamen Sturz des Baumstammes ohne Schwierigkeiten abgefedert. Lara küsst Chromos 5 auf die Stirn und sagt mit tapferem L?cheln: "Kein Angst, mein tragisches Held, ich werde dich mit meinem Leben beschützen."
Hisch, forsch zu Aladan: "Du wolltest doch das stürzende Baum reiten. Wie sieht nun dein Plan aus?"
Aladan rennt den Stamm Richtung Baumwipfel entlang und ruft: "Zuerst locken wir die Giftkrieger zum Baummitte."
Die Genvilles folgen Aladan mit Fragezeichengesichtern.
Da der Baumstamm an die zwanzig Meter dick ist, k?nnen die Giftkrieger nicht zu den Genvilles hoch. Sie nehmen die Verfolgung am Boden auf.
Zu beiden Seiten des Stammes werden die Genvilles von den Giftkriegern verfolgt, ...
... bis sich die Giftkrieger in der Mitte des Baumes in zwei riesigen Trauben versammelt haben.
Aladan ist stehen geblieben und wartet nun, bis alle Genvilles ihn erwartungsvoll anschauen.
Seine Feldherrenrolle geniessend, verkündet Aladan: "Nun werden wir, so schnell wir k?nnen, zurück rennen."
Hisch, grimmig: "Was sollen diese Spielchen?"
Aladan, geheimnisvoll: "Vertraut mir! Ihr werdet sehen."
Hisch, ver?chtlich: "Pah, wie ich Propheten hasse!"
Wagon und Estragon kichern.
Aladan, mit heldenhafter Geb?rde: "Los!"
Wie vom Teufel gehetzt, rennen die Genvilles zurück, ...
... verfolgt von den Giftkriegern, die das Tempo aber nicht mithalten k?nnen und weiter und weiter zurückbleiben.
Am Fuss des Baumes angekommen, verringern die Genvilles die Distanz zum Boden, indem sie die Stufen der horizontal liegenden Wendeltreppe benutzen, so weit es geht.
Die restlichen zehn Meter springen sie ...
... und landen wohl behalten auf dem Boden. Die Giftkrieger sind noch weit weg.
Aladan, stolz: "Jetzt haben wir doch genug Vorsprung, um fliehen zu k?nnen."
Hisch ruft wütend: "Du Dümmster der Dummen! Wohin willst du fliehen mit einer Armee von Giftkriegern am Hintern? Etwa nach Genville, damit sie alles zerst?ren?"
Aladan guckt etwas dumm aus der W?sche.
Eine Stimme aus dem Off l?sst sie herumfahren: "Wir dachten uns schon, dass nutzlose Wesen nur nutzlose Gedanken haben und dann mit dummen Gesichtern dastehen, wenn ihre Messer kein Energie mehr haben."
Trage steht da mit einem halben Dutzend zehn Meter langen Ruten auf dem Rücken. Die Ruten erinnern an Hornusserschlegel mit einem handlichen Griff, einer biegsamen Rute und einer Verdickung am Ende, die aber kopfgross ist, also wesentlich gr?sser als bei einem Hornusserschlegel. Wagon: "Wir wussten ja nicht, dass es so viele sind."
Trage, grinsend: "Wie sagt das Krieger: Vorsicht, übersicht, Voraussicht."
Hisch, ungeduldig: "Ja, ja, und jetzt sollen wir wohl mit diesen Angelruten das Blatt wenden."
Trage: "Das sind Wegputzer. Ihr müsst euch in genügendem Abstand aufstellen, sonst putzt ihr euch selber weg. Dann holt ihr aus, indem ihr euer K?rper dreht, und lasst das Gewicht gegen ein Giftkrieger knallen. Das Rute speichert euer Drehenergie wie ein Feder, sodass das Gewicht mit enormem Kraft auf das Ziel auftrifft und es weg putzt. Das Rute ist lang genug, dass euch die Giftkrieger nicht zu nahe kommen ... und ihr k?nnt so lange k?mpfen, wie ihr euch auf den Beinen halten k?nnt."
Staunend nehmen die Genvilles je eine Rute in die Hand.
Lara legt Chromos 5 auf Trage und sagt: "Achtet auf Chromos 5. Es ist verletzt."
Gerührt umarmt Lara Trage und sagt: "Das habt ihr grossartig gemacht."
Wie Trage davon trottet, murmelt sie: "Ein bisschen nützlich müsst ihr euch ausnahmsweise schon machen. Wir wollen schliesslich auch überleben."
Wagon kichert ...
... und sagt k?mpferisch, mit neuem Mut: "Machen wir uns nützlich!"
Die Genvilles stellen sich in genügendem Abstand zueinander auf und erproben das Schlagen mit den Ruten. Flu lauert auf der Seite, bereit, ein Durchbrechen der Giftkrieger an der Flanke zu verhindern.
Wie die ersten Giftkrieger heran wieseln, schwingen die Genvilles noch etwas unbeholfen ihre Ruten ...
... und lassen die Gewichte nach vorn rasen, ...
... sodass sie wie Geschosse auf die Giftkrieger treffen, sie zermantschen und in hohem Bogen zurückschleudern, ...
... sodass sie bei der Aufschlagstelle gleich noch einen Giftkrieger kampfunf?hig machen.
Die erste Welle der Giftkrieger wird auf diese Weise zurück geschleudert.
Doch die n?chste Angriffswelle ist erheblich gr?sser.
Alarmiert und ratlos zugleich sehen die Genvilles das Unheil kommen.
Flu rennt los und furzt auf der Seite einen Schutzvorhang, damit die Genvilles wenigstens nicht eingekreist werden.
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Wie die ersten Giftkrieger sich dicht an dicht n?hern und die Lage brenzlig wird, ...
... ruft Wagon: "Wir müssen uns schneller drehen!" ...
... und macht es gleich vor, indem sie sich so schnell um sich selber dreht, dass sie verschwimmt und das Gewicht der Rute als Kreis erscheint.
Trotz der Drehung bewegt sich Wagon Schritt für Schritt auf die Giftkrieger zu ...
... und das kreisende Gewicht schleudert die Giftkrieger in kurzer Folge weg, ...
... sodass sich Wagon wie eine Fr?smaschine langsam in die feindliche Front frisst.
Die anderen Genvilles machen es Wagon nach und zusammen mit Flus Gasvorhang gelingt es ihnen, die Giftkrieger zurück zu dr?ngen.
Doch nach wenigen Metern wird ihr Vormarsch gestoppt, weil der Boden über und über bedeckt ist mit den Giftstacheln der gestorbenen Krieger. Hisch brüllt: "Diese bl?den Giftstacheln!"
Wie durch ein Wunder l?sen sich die Giftstacheln in nichts auf.
Hisch hat aufgeh?rt sich zu drehen und starrt verblüfft auf den blanken Boden.
Suchend schaut Hisch zum Himmel, wo Antara mit geschlossenen Augen und beschw?rend zum Boden gehaltenen Handfl?chen schwebt und die Giftstacheln in Schnelle Energie umwandelt.
Aladans Warnruf: "Hisch!" reisst Hisch zurück ins Kampfgeschehen ...
... und erschrocken sieht sie, wie ihr zwei Giftkrieger schon bedrohlich nahe gekommen sind.
Zwei von Aladans geworfenen Messern durchbohren die Giftkrieger fast gleichzeitig.
Beim Hinsinken schleudern die Giftkrieger eine Wolke von Giftstacheln in alle Richtungen ...
... und Hisch sieht entsetzt einen Teil der Stacheln auf sich zurasen, ...
... die sich aber, kurz bevor sie sich in Hischs Haut bohren, in Schnelle Energie aufl?sen.
Grimmig beginnt Hisch sich wieder zu drehen, um sich die Giftkrieger mit ihrer Rute vom Leib zu halten.
Im Sturmschritt n?hern sich die drei Grossdois, achtlos Giftkrieger zerstampfend, als liefen sie durch ein Feld mit Speisepilzen.
Meer ruft von seinem Grossdoi herab zu den Genvilles: "Die andere H?lfte der Giftkrieger geht um den Baumstamm herum und wird euch in den Rücken fallen! Wir werden versuchen sie aufzuhalten."
Wie die Grossdois über die Genvilles hinweg staksen, schreit Hisch: "Was heisst hier 'versuchen'? Ihr MüSST sie aufhalten!"
Flu folgt den Grossdois, die eben um den Wurzelstock des Baumes herumrennen, ...
... um sich den heran wieselnden Giftkriegern entgegenzustellen.
Yons Stirn legt sich in Sorgenfalten, wie er seinen Blick über die, trotz aller Dezimierung, immer noch deprimierend grosse Armee auf dieser Seite des Baumstammes schweifen l?sst. Yon denkt: 'Werden wir das schaffen?'
Yon bemerkt den aus dieser H?he winzigen Flu, wie er zwischen den Beinen der Grossdois hindurch hastet ...
... und mit einem erstaunlich grossen Satz in die Giftkriegerflut hineinspringt.
Beim Abspringen vom Kopf des Giftkriegers l?sst Flu ein "Flu" fahren, ...
... landet nach einem weiten Satz auf dem n?chsten Giftkrieger, ...
... den er wieder mit einem "Flu" verl?sst.
Yon beobachtet, wie Flu wie ein Hase kreuz und quer über die Giftkrieger-Armee hoppelt und bei jedem Absprung eine Gaswolke entl?sst, welche sich ausbreitet und so wachsende L?cher in die Armee reisst.
Yon denkt voller Staunen und Ehrfurcht: 'Dieses kleine Wesen, das selten spricht, immer freundlich ist und friedlich wie eine Blume ... Das ist schon die zweite Armee, die ich es einstampfen sehe ...'
Dank Flus "Ausdünnungsarbeit" schaffen es die Grossdois, alle Giftkrieger zu zerstampfen, die den Genvilles in den Rücken fallen wollen.
Die Giftkrieger-Haufen, auf denen Flu landen kann, werden immer weniger, dafür der Stachelteppich immer gr?sser. Yon denkt erschrocken: 'Flu wird in die Stacheln fallen!'
Yon ruft in Richtung Antara: "Antara, du musst Flu da raus holen!"
Antara, die sich voll darauf konzentriert hat, zu schweben und die Stacheln aufzul?sen, schaut etwas verwirrt zu Yon, der auf Flu zeigt.
Antara sieht Flu sich eben von einer Gruppe Giftkrieger weg katapultieren, ...
... um auf einer n?chsten Gruppe zu landen, die aber zu weit entfernt ist.
Flu droht, auf die Stacheln zu fallen, sieht die Gefahr und denkt: 'Ich sterrrbe, aberrr sie leben.'
Zentimeter, bevor Flus Pfoten die Stacheln berühren, wird sein Fall gebremst ...
... und er schwebt hinweg über das Schlachtfeld, ...
... um neben Yon auf dem Grossdoi zu landen.
Trotz seiner Melancholie umarmt Yon Flu in einer pl?tzlichen Gefühlswallung und sagt: "Du hast uns gerettet."
Flu: "Und du hast mich gerrretet?"
Yon, bescheiden: "Nein, das war Antara."
Flu grinst: "Ja, ja."
Yon, den Hund immer noch in den Armen haltend, l?chelt schwach. Aus Yons Auge stiehlt sich eine Tr?ne.
Meer steht auf seinem Grossdoi, zeigt auf die versprengten Giftkrieger-Grüppchen, die Flu übrig gelassen hat, und ruft: "Lasst keinen entkommen!"
Die Grossdois stürmen nach vorn über das Stachelfeld ...
... und zerstampfen das jeweils n?chstliegende Grüppchen Giftkrieger.
Auf der anderen Baumseite haben die Genvilles die Giftkrieger so weit dezimiert, dass sie zu einem überschaubaren Haufen geschrumpft sind.
Schnaufend vor Anstrengung, h?lt Estragon inne und sagt mit Blick auf die Giftkrieger: "Sie haben nur ihr Vermehrungstaktik. Wenn das nicht funktioniert, rennen sie blind in ihr Verderben."
Wagon macht ebenfalls schnaufend eine Pause und sagt erfreut zu Estragon: "He, Estragon, mein zartes Gewürzpfl?nzchen, du k?mpfst ja wie ein Held! Wo bleibt dein Mitleidsl?hmung?"
Estragon, mit schmerzlichem L?cheln: "Ich stelle mir vor, dass ich mit dem Messer Pflanzen beschneide oder mit dem Sense Getreide ernte ... Aber es ist nicht leicht."
Wagon, nachdenklich: "Ich glaube, die meisten Natürlichen stellen sich etwas anderes vor, wenn sie ihresgleichen t?ten. Die Opfer bleiben keine fühlenden Wesen. Sie werden zu Monstern oder Ungeziefer ..."
Aladan, ohne sein Herumwirbeln zu unterbrechen: "K?nnt ihr euer philosophisches Exkurs nicht auf ein Zeitpunkt verschieben, wo wir gemütlich am Lagerfeuer sitzen?"
Estragon und Wagon beginnen wieder herumzuwirbeln. Estragon: "Warum g?nnst du uns nicht ein Philop?uschen, gestrenges Aladan, wo wir doch jetzt mit neuem Schwunge dein Hintern zu beschützen wissen?"
Wagon kichert.
Herum wirbelnd bemerkt Aladan, dass der Stachelteppich vor seinen Füssen nicht verschwindet und denkt: 'Warum sind die Stacheln noch da?'
Aladan stoppt seine Drehung und schaut hoch zu Antara, die zwar noch schwebt, aber dabei ist, vor Ersch?pfung das Bewusstsein zu verlieren.
Bewusstlos beginnt Antara zu fallen.
Ohne zu überlegen, macht Aladan, die Rute wegwerfend, zwei, drei Schritte, ...
... um sich mit aller Kraft vom Boden abzustossen, ...
... was zu einem gewaltigen Sprung schr?g über das Stachelfeld führt, ...
... sodass er die fallende Antara mit seinen Armen auffangen kann, ...
... um entsetzt festzustellen, dass er voll auf dem Stachelteppich landen wird. Die restlichen Giftkrieger sind bereits so ausgedünnt, dass er wenigstens nicht auf sie fallen wird.
Beim Landen bohren sich die Stacheln in Aladans Füsse. Vor Schmerzen schreit Aladan "Aaaahhh!!!".
Schnaufend vom Kampf, mit Schmerz verzerrtem Gesicht rennt Aladan mit grossen S?tzen aus dem Stachelfeld, ...
... legt Antara so sanft, wie seine Schmerzen es ihm erlauben, auf die Erde ...
... und wirft sich auf den Rücken, um seine schmerzenden Füsse zu entlasten.
Mit in die Luft gestreckten Füssen liegt Aladan auf dem Rücken und schreit: "Aaahhh, ich sterbe!!"
Lara eilt besorgt herbei, ...
... beginnt hastig, die Stacheln aus Aladans Füssen zu ziehen. Das Gift hat die Füsse schon angegriffen, ...
... die sich allm?hlich, begleitet von Aladans Schreien, in unansehnliche Klumpen verwandeln. Lara zupft immer noch Stacheln, ...
... hat jetzt aber alle entfernt und sagt, ein Messer zückend, mit vollem Ernst: "Wenn sich das Gift hoch frisst, werde ich dir die Füsse abhacken."
Aladan schreit entsetzt und unter Schmerzen: "Neeeiiin, nicht abhacken!"
Lara setzt sich auf die Erde und bettet Aladans Unterschenkel auf ihre Oberschenkel, damit die verletzten Füsse in der Luft bleiben. Lara sagt: "Hab kein Angst, Aladan. Unsere Chromos 4-Gene haben ein so grosses Regenerationskraft, dass das Gift nicht allzu viel Schaden anrichten kann."
Der gequ?lte Aladan streckt Trost suchend seine Hand aus, ...
... die Lara sofort ergreift und drückt.
Lara schenkt Aladan ein aufmunterndes L?cheln.
Obwohl Aladan leidet und st?hnt, ist ihm anzusehen, dass Laras Beistand ihm gut tut.
Estragon, Hisch und Wagon rennen, schnaufend vom Kampf, mit besorgten Gesichtern herbei. Wagon: "Wie geht es Antara?"
Die drei scharen sich sofort um die bewusstlose Antara, betasten und ultraschallen sie.
Aladan jammert st?hnend: "Es ist nur bewusstlos vom Ersch?pfung ..."
Aladan, wie oben: "Ich aber sterbe und das ist euch egal."
Hisch, ?tzend: "Du hast doch ein Liebe triefendes Krankenschwester an deinem schleimigen Seite. Dir geschieht schon nichts."
Estragon und Wagon kichern.
Lara protestiert: "He, ich denke nicht an Sex ..."
Lara drückt Aladans Hand an ihre Brust und sagt mit übertriebenem Mitgefühl: "... sondern nur an die Schmerzen unseres tapferen Heldes."
Estragon, Wagon und Hisch kichern.
Wagon, beruhigt: "Antara braucht nur etwas Ruhe. Es hat sich v?llig verausgabt."
Das sich n?hernde Stampfen der Grossdois ist zu h?ren.
Drei Grossdoi-H?nde liegen flach mit dem Handrücken am Boden, sodass Martin, Meer, Yon und Flu mit einem Satz auf die Erde springen k?nnen.
Meer, grinsend: "Wir haben s?mtliche Giftkrieger vernichtet. Wir haben gesiegt!"
Estragon, nachdenklich: "Ohne die Grossdois w?ren wir jetzt tot."
Sokrates: "Warum sagst du das?"
Wagon: "Ich glaube, Estragon macht sich Sorgen, ob das organische Prinzip Genville f?hig ist zu überleben."
Lara: "Ich habe nichts gegen Maschinen. Wir sind doch keine Gen-Fundamentalisten. Wo Gene versagen, werden Maschinen uns erg?nzen, so wie die Grossdois schon jetzt festes Bestandteil von Genville sind."
Kafka: "Das Flu-Vierbein hat die Giftkrieger auf dem anderen Seite des Baumes vernichtet. Wir haben nur ein kleines Rest zerquetscht."
Die Genvilles starren verblüfft auf Flu, der einfach nur dasteht und grinst. Beckett: "Genville kann ohne uns überleben."
Hisch, sp?ttisch, zu den Grossdois: "Macht euch drei das Sinnlosigkeit eures Existenz nicht zu schaffen?"
Kafka: "Wir bewegen uns für ein L?cheln, nicht für ein Sinn."
Meer lacht: "Was für ein erfrischendes Antwort!"
und steckt damit die andern an. Die Anspannung des Kampfes weicht. Und für einen Augenblick herrscht Fr?hlichkeit. Und die Grossdois kommen zu ihrem L?cheln.
Szeneanfang:
Immer noch Mittagszeit in Natural City. Wie Caesar aus der Nebenstrasse in eine gr?ssere Strasse biegt, kommt ihm Doi entgegen. Doi: "Schnell, komm, Caesar! Die dunklen Guards haben das helle Myrta besch?digt."
Alarmiert folgt Caesar Doi. Doi murmelt: "Alles ist finster, wenn das L?cheln stirbt."
Szeneanfang:
Gleichzeitig betreten Meneor, Piri, Iris, Ewald, Ili und Lapsus eine Strassenkreuzung mit Grünanlage. Auf allen Seite ert?nen Schüsse. Iris l?sst sich von Ewald "filmen" und kommentiert: "Wir h?ren jetzt auf allen Seiten Schüsse. Wie es scheint, sind wir zwischen die Fronten geraten ..."
Lapsus eilt sogleich zu einem Virus-Opfer und beginnt es zu heilen. Iris: "Lapsus kümmert sich um ein weiteres Virus-Opfer. Er hat schon zahlreiche Erkrankte geheilt, die jetzt überall Wasser verteilen, um zu verhindern, dass Leute an der massiven Entw?sserung durch die Grippe sterben. Hunderttausende von Menschen gewinnen so kostbare Stunden, bis ein Impfstoff gegen diese heimtückische Biowaffe eingesetzt werden kann."
Iris interviewt Piri: "Was meint die Gentechnikerin Piri, wie lange es dauert, einen solchen Impfstoff zu finden?"
Piri, sachlich: "Mit einem Bioskop br?uchte ich drei Minuten, um das Virus zu analysieren und weitere zehn Minuten, um das Genkombination für ein Gegenmittel zusammen zu stellen. Tank k?nnte das Gegenmittel produzieren und in wenigen Stunden k?nnten Flugzeuge es als Aerosol über dem ganzen Stadt verteilen. In vierundzwanzig Stunden w?ren alle geheilt."
Iris hat etwas die Fassung verloren, starrt Piri ungl?ubig an und stammelt: "Ist das ... dein Ernst?"
Piri, erstaunt über Iris' Verblüffung: "Aber ja, das ist doch unser t?gliches Vergnügen. Wir schreiben Gene wie andere Bücher."
Iris vergisst die Welt um sich herum, setzt sich auf eine Bank oder so und denkt erschüttert: ' 'Wir schreiben Gene wie andere Bücher'... Jetzt bin ich schon so lange mit den Genvilles zusammen und begreife erst in diesem Augenblick die Tragweite ihres Wissens ...'
Iris wird aus ihrer Versunkenheit gerissen, wie sie Piri sagen h?rt: "Caesar?"
Gefolgt von Doi rennt Caesar mit der bewusstlosen Myrta auf den Armen etwas verst?rt in Richtung Universit?t an Piri und Co. vorbei. Piri kr?ht freudig: "Caesar!"
Verblüfft dreht Caesar sich nach dem Ruf um und murmelt: "Piri?"
Caesar fasst sich schnell, rennt auf Piri zu und ruft: "Myrta verblutet!"
Geistesgegenw?rtig dreht Piri sich zu Lapsus um und ruft: "Lapsus, bring dein Regenerat!"
Caesar bettet Myrta auf den Boden ...
... und reisst ihr Hemd auf, sodass der halb zerfetzte Unterleib zum Vorschein kommt.
Caesar und Piri knien schon neben Myrta, wie Lapsus das Regenerat auf Myrtas Brust legt. Piri: "Wir ultraschallen die Verletzungen und pressen die Adern ab, damit das Regenerat genug Zeit hat."
Caesar und Piri haben die Augen geschlossen und ultraschallen mit offenen Mündern Myrtas Unterleib. Ihre H?nde tasten sich vorsichtig durch die Wunde in Myrta hinein.
Auch Lapsus hat sich hin gekniet, führt seine H?nde in die Wunde ein und sagt: "Gebt mir auch Adern zum Abdrücken!"
Nun sind sechs H?nde in Myrtas Unterleib und das Blut hat aufgeh?rt, aus ihr zu quellen. Iris kommentiert: "Was hier aussieht wie Genmonster, die sich am Blut einer Natürlichen laben, ist in Wahrheit eine Rettungsaktion an einer Schwerverletzten. Angesichts des betr?chtlichen Blutverlustes erscheint der Ausgang der Operation ?usserst ungewiss ..."
Szeneanfang:
Zur gleichen Zeit erreicht Held Endo, der immer noch Leute heilt, und Pferdchen und Giftstrauss, die ihn bewachen. Held ruft gestresst: "Ihr müsst mir helfen! Diese Idioten sind für nichts zu gebrauchen."
Gefolgt von Endo, Pferdchen und Giftstrauss rennt Held eine breite Strasse in Richtung Uni entlang.
Erschrocken bemerkt Held den Panzer, der vor ihnen auf die Strasse einbiegt.
Spontan flieht das Held-Quartett in eine Seitestrasse, ...
... die sich nach einer Kurve als Sackgasse entpuppt.
Sofort dreht Held um ...
... und rennt um die Kurve zurück.
Aber der Ausgang aus der Sackgasse wird vom auf ihn zu rasselnden Panzer blockiert.
W?hrend Held erstarrt, zischt Pferdchen an ihm vorbei ...
... und galoppiert schnell wie ein Geist auf den Panzer zu, der sich von der Ann?herung des Winzlings v?llig unbeeindruckt zeigt.
Pferdchen quetscht sich unter den Panzer ...
... und kommt ohne seinen Bombenk?rper wieder hervor, ...
... rast auf Held und die beiden andern zu und ruft: "In Deckung!"
Die Bombe kracht gewaltig und fegt mit ihrer Druckwelle Pferdchen von den Füssen, sodass es über Held, Endo und Giftstrauss, die sich eben noch rechtzeitig hin geworfen haben, hinweg fliegt.
Pferdchen trifft auf die gebogenen Hausfassaden, welche die Kurve beschreiben, ...
... galoppiert auf den Fassaden, als w?re es eine Steilwandkurve auf einer Rennbahn, ...
... und landet mit einem Satz auf der Strasse, ...
... um sogleich zurück zu seinen Kumpanen zu spurten, ...
... die inzwischen aufgestanden sind und wortlos die Wirkung von Pferdchens Bombe begutachten.
Der Panzer ist hochgeschleudert worden und h?ngt nun gute zehn Meter über v?llig verwüsteten Fassaden schr?g in einem Dachstock, den er eingedrückt hat.
Pferdchen hat sich neben die andern gestellt und sagt nüchtern: "Beim n?chsten Panzer müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen."
Endo zieht die Cham?leondecke hervor und schaut die andern fragend an.
Giftstrauss: "Gutes Idee. Ihr setzt euch alle auf mein Rücken und wir wickeln uns in das Cham?leondecke. Dann sind wir unsichtbar."
Mit Held, Pferdchen und Endo auf dem Rücken von Giftstrauss, eingewickelt in die Cham?leondecke, wagen sie sich zurück auf die breite Strasse.
Szeneanfang:
Gebannt starren ein paar Minuten sp?ter Iris, Ewald und Ili auf Myrta, die immer noch mit sechs H?nden im Unterleib bewusstlos am Boden liegt. Meneor steht mit geschlossenen Augen da und beobachtet wachsam mit seinem Feldsinn die Umgebung.
Ilis Blick richtet sich auf Meneor.
Ili geht zu Meneor und fragt: "Was tust du?"
Meneor, ohne die Augen zu ?ffnen: "Ich beobachte das Umgebung:"
Ili findet die Antwort merkwürdig und hakt nach: "Und warum schliesst du dafür die Augen?"
Meneor, l?chelnd: "Damit ich mehr sehe."
Ohne zu begreifen, sagt Ili: "Aha.", ...
... um selber die Augen zu schliessen.
Nach einigen Sekunden sagt Ili: "Ich sehe aber weniger, wenn ich die Augen schliesse."
Meneor, l?chelnd: "Du hast kein Sinn für Felder. Mein Feldsinn zeigt mir die Dinge in halb durchsichtigen Farben. So kann ich Menschenfelder sehen hinter H?usern ... Oder Giftstrauss, das sich mit dem ?ngstlichen Mann, Pferdchen und einem Fremden hinter einem lebenden Tuch versteckt."
Verblüfft starren alle dorthin, wo Meneor mit seinen geschlossenen Augen hinweist. Piri, überrascht: "Chief Held?!"
Iris begreift schnell und bedeutet Ewald mit ausgestrecktem Arm gebieterisch, in die Richtung zu "filmen", ...
... stellt sich vor Ewald auf und kommentiert: "Wie es scheint, n?hert sich der Urheber des Biowaffen-Angriffs auf Natural City aus dieser Richtung. Sobald er seine Tarnung fallen l?sst, werden wir ihn sehen ..."
Iris dreht sich zu dem unsichtbaren Held-Gespann um und ruft: "Guten Tag, Chief Held, bitte geben Sie sich zu erkennen!"
Giftstrauss l?sst die Cham?leondecke falle, sodass sie sichtbar werden. Pferdchen hüpft zu Boden ...
... und geht lachend auf die Genvilles zu mit den Worten: "Genville ist wieder mitten in Natural City."
Iris geht auf Held und Endo zu, die eben von Giftstrauss absteigen, ...
... und fragt Held: "Das Publikum der Genville-News m?chte gern wissen, warum der Gründer der Natural Guard zu gentechnisch hergestellten Biowaffen greift, um seine Stadt zurück zu erobern. Wie vertr?gt sich das mit ihrer erkl?rten Ablehnung gegen jede Gentechnik?"
Held ist stink sauer, geht an Iris vorbei und blafft sie an: "Schweig, du Nachrichtenhure!"
Iris gibt sich kühl erstaunt.
Held brüllt die Genvilles an: "Habt ihr die Guards geheilt, bevor ich diesen Abschaum Hart vernichten konnte?!"
Piri, mit naiver Aufrichtigkeit: "Lapsus hat nur zivile Opfer behandelt, damit sie den anderen Wasser bringen k?nnen, weil sie sonst an Entw?sserung sterben."
Caesar, mit undurchdringlicher Miene: "Ich habe den Guards ein Heilmittel in das Hand gegeben, weil ich mir von einem Auswechseln des Diktators kein Vorteil verspreche."
Held brüllt ausser sich: "So, so, du versprichst dir keinen Vorteil, du hinterlistiger Verr?ter, aber ich verspreche mir einen Vorteil ...!"
Held befiehlt Giftstrauss, auf Caesar zeigend, in voller Lautst?rke: "Bring diese miesen Genmonster um!"
Caesar wirft einen nerv?sen Blick auf Giftstrauss. Aber nichts geschieht. Auch Meneor beobachtet weiterhin stoisch mit geschlossenen Augen die Umgebung.
Ewald, zu Iris, mit unfrohem L?cheln: "Kaum hat er ein paar Leute, die für ihn k?mpfen, ist er wieder so sympathisch wie früher."
Piri, zu Ewald, sachlich: "Das ist doch normal. Sein Bedürfnisstruktur erlaubt ihm kein anderes Verhalten."
Entgeistert h?rt Held, wie über ihn gesprochen wird, ...
... steigert sich in eine Wut hinein, die ihn fast platzen l?sst, ...
... und brüllt los: "Du verdammter Giftstrauss, bring endlich dieses Genmonsterpack um!!!"
Giftstrauss richtet den Schnabel auf seinen Leib und sagt kühl: "Soll ich dann gleich bei mir anfangen? Ich bin ja auch ein Genmonster."
Held tobt: "Was zierst du dich so? Sonst bringst du doch auch alles um, was dir vor den Schnabel kommt. Du sollst die Genvilles t?ten!"
Giftstrauss, ruhig: "Ich bringe nur um, was mich oder die, die ich beschützen will, bedroht ..."
Giftstrauss, wie oben: "Und die Genvilles bringe ich gar nicht um. Sie sind das einzige Hoffnung des Menschheit auf ein Zukunft. Das hat das Krieger gesagt."
Mit Ausnahme von Meneor, der unver?ndert dasteht, und Held, der sich in den n?chsten Wutanfall hineinsteigert, schauen alle erstaunt zu Giftstrauss, da sie es nicht gewohnt sind, solche Reden von ihm zu h?ren.
Helds Wut explodiert in einem lauten Schrei: "Aaahhh!!!"
Meneor, mit geschlossenen Augen, ruhig: "Du rufst die Guards mit deinem L?rm."
Erschrocken schaut Held Meneor an. Die Mitteilung scheint Held zur Besinnung zu bringen.
Auch die andern sind alarmiert. Caesar, Piri und Lapsus dürfen sich aber nicht bewegen, weil Myrta sonst verblutet. Geistesgegenw?rtig wirft Endo Ili und Giftstrauss je ein Ende der Cham?leondecke zu und sagt dr?ngend: "Schnell, stellen wir uns mit der Cham?leondecke vor die Verletzte!"
Endo fragt Meneor: "Aus welcher Richtung kommen die Guards?"
Meneor deutet in Richtung Universit?t und Endo, Giftstrauss und Ili beeilen sich, die Decke so zu halten, dass sie selber auch unsichtbar bleiben.
Widerstrebend begibt sich auch Held, dem sein Leben doch wichtiger ist als seine Wut, in den Schutz der Decke.
Endo beobachtet Meneor, der sich mit offenen Augen der drohenden Gefahr zugewendet hat und ein paar Schritte zur Seite ausweicht, um Abstand zwischen sich und den anderen zu schaffen. Endo denkt befremdet: 'Will er allein und ohne Waffen k?mpfen?'
Rasselnd biegt ein von einer Handvoll Guards begleiteter Panzer in die Strassenkreuzung ein. Auch das schwere Maschinengewehr auf dem Panzer ist mit einem Guard besetzt.
Endo beobachtet, wie Meneor sich hinter einem Gebüsch zusammensacken l?sst und denkt: 'Aha, er will also doch nicht den Helden spielen.'
Der Panzer hat sein Einbiegeman?ver beendet und kommt nun genau auf Endo zu. Endo murmelt nerv?s: "Er wird uns platt walzen."
Pferdchen, gelassen: "Das Krieger wird uns schützen."
Endo protestiert: "Ohne Waffen?"
Pferdchen und Giftstrauss kichern. Endo ist befremdet.
Ili, treuherzig: "Meneor ist das gr?sste Krieger des Erde. Das hat Piri gesagt."
Endo denkt entsetzt: 'Ich bin von Wahnsinnigen umzingelt!'
Der Panzer kommt bedrohlich nahe.
Endo beobachtet sichtlich gestresst, wie Meneor zu einem Messer "Zisch, Sirrr, Bumm" sagt. Endo denkt: 'Der gr?sste Krieger der Erde spricht mit seinem Messer ...'
Endo denkt voller Panik: 'Aaahhh!'
Meneor erhebt sich kurz aus seiner Deckung, um das Messer mit dem Raketenstrahl auf den Panzer und ein weiteres ohne Raketenstrahl auf den Maschinengewehrschützen zu werfen.
Sein Ende vor Augen beobachtet Endo voller Entsetzen den Flug der beiden Messer ...
... und sieht verblüfft, wie das eine wie durch Butter in den Panzer eindringt, w?hrend das andere die Brust des Maschinengewehrschützen durchbohrt.
Ein dumpfes "Bumm" l?sst den Panzer erzittern, ...
... dann bleibt er stehen. Die Angst macht Endo hellwach und sein Hirn arbeitet auf Hochtouren, sodass er wie in Zeitlupe sieht, wie die begleitenden Guards ihre Sturmgewehre hochreissen ...
... und auf Meneor schiessen, der mit einem Hechtsprung seine Deckung verl?sst, ein Messer werfend, ...
... das sich in die Brust eines Guards bohrt.
Verfolgt von Geschossen, welche die Erde hoch spritzen lassen, rollt Meneor sich blitzschnell um seine L?ngsachse dem Boden entlang, ...
... um sich im Schutz einer S?ule aufzurichten ...
... und mehrere Messer zu werfen, ...
... die sich fast gleichzeitig in die K?rper der Guards bohren, ...
... sodass alle Angreifer tot sind und pl?tzlich Ruhe herrscht.
Fassungslos sieht Endo, wie Meneor mit breitem Grinsen auf ihn zu schlendert, als w?re er eben am Kiosk eine Erfrischung holen gegangen.
Meneor pfeift ...
... und greift sich die heran rasenden Messer ganz beil?ufig aus der Luft. Endos Fassungslosigkeit scheint wie in Stein gemeisselt, ...
... verwandelt sich aber doch in Erschrecken, wie Meneors Arm verschwimmt und ein Messer dicht an Endos Kopf vorbeifliegt, ...
... um sich fünfzig Meter weiter hinten in den Kopf eines schussbereiten Guards zu bohren, der sich von einer anderen Seite gen?hert hat, sodass er hinter die Cham?leondecke hat blicken k?nnen.
Iris macht erleichtert "Puh" ...
... und kommentiert dann professionell, aber doch noch etwas mitgenommen von der eben überstandenen Bedrohung, zu Ewald: "Wieder hat uns die Einmann-Armee Meneor das Leben gerettet ... Was soll ich dazu sagen? ..."
Ewald, mit schmerzlichem L?cheln: "Wie w?r's mit 'Danke'?"
Iris schaut zuerst mit grossen Augen, als müsse sie überlegen, ...
... nickt dann leicht und sagt mit offenem Blick in die "Kamera": "Ja... danke."
Held, der begriffen hat, dass auch er knapp dem Tod entronnen ist, hat sich etwas beruhigt und sagt: "Und warum holen wir uns jetzt nicht Hart? Dann hat dieser Krieg ein Ende."
Doi: "Du musst Myrta retten, sonst fehlt das L?cheln."
Iris l?chelt sp?ttisch: "Ist das auch so eine l?chelgeile Konservendose?"
Caesar erl?utert: "Das ist Doi. Myrta Behr ist ein geniales Ingenieur. Wir haben zusammen sein K?rper entwickelt und das elektronische Bewusstsein programmiert."
Doi springt an der überraschten Iris hoch, legt ihr die Arme um den Hals und sagt: "Gib mir dein L?cheln! Ich will es trinken. Im Trunk liegt das Trank."
Iris hat unwillkürlich den Arm um Doi gelegt, sodass sie ihn nun h?lt wie ein ?ffchen. Sie muss lachen über Dois merkwürdige Sprache. Doi "trinkt" ihr L?cheln ...
... und sagt zu der verblüfften Iris: "Ich habe Myrta lieb. Ich habe dich lieb. Hast du mich auch lieb?"
Iris, verwirrt: "?hm ... Kann eine Konservendose überhaupt lieben?"
Caesar erl?utert: "Ein elektronisches Bewusstsein hat keine Gefühlsfelder. Trotzdem verh?lt Doi sich so, als empf?nde es Liebe für Myrta ..."
Caesar, nachdenklich, fast mehr zu sich selbst: "Ich glaube, es würde für Myrta endgültig sterben, um es zu beschützen."
Die Worte machen Eindruck.
Doi: "Es stirbt sich leicht. Dann sag ich 'Gern geschehen', 'Gern geschehen'. Wenn nur kein Loch ist im Himmel, wo das Sonne des L?chelns war."
Ausser bei Held erzeugen die Worte allgemeine Heiterkeit.
Piri strahlt: "Auch wenn du keine Gefühlsfelder hast, so kannst du doch ganz sch?n welche erzeugen."
Held l?sst nicht locker: "Dann machen wir jetzt also Sp?sschen und lassen Hart an der Macht?"
Caesar, ruhig und bestimmt: "Ich habe Zugang zu Hart. Sobald das Gelegenheit günstig ist, werde ich es beseitigen und selber das Macht ergreifen. Dann kann ich endlich mein Herrschbedürfnis ausleben."
Piri, interessiert: "Wirst du auch so ein grausames Diktator sein wie Held und Hart?"
Held, ver?rgert: "Werft mich nicht mit dem Verr?ter Hart in einen Topf!"
Piri staunt, dass Held nicht mit Hart gleichgesetzt werden will und erwidert naiv: "Aber alle grausamen Diktatoren geh?ren doch in dasselbe Topf."
Stirn runzelnd h?rt Held Doi in seinem Rücken sagen: "Ein Topf auf das Kopf und alle schwimmen im selben ?l."
Doi steckt seinen Zeigefinger wie seinerzeit bei Hart nun auch Held in den Hintern, ...
... was dieser mit einem erschrockenen "Aaahhh!" quittiert. Allgemeine Heiterkeit.
Caesar, ernst: "Ich werde nicht grausam sein müssen. Mein Herrschaft wird den Leuten Vorteile verschaffen, sodass sie begeistert sein werden."
Iris, heraus fordernd zu Caesar: "Und was machst du mit jenen, denen jede Schweinerei recht ist, um dich vom Thron zu stossen? Einsperren, umerziehen, foltern, erschiessen?"
Caesar, ernst: "Was sich nicht an das Gesetz h?lt ..."
Iris, geringsch?tzig: "Ha, das Gesetz! Helds Gesetz, Harts Gesetz, Caesars Gesetz. Die Diktatur kennt nur ein Gesetz: Wer aufmuckt, kommt unter die R?der."
Ewald schaut Iris überrascht an ...
... und sagt leise zu ihr: "Du warst doch eine Held-treue Reporterin und w?rst auch gern eine Hart-treue geworden. Aber wenn du so sprichst, hast du Natural City wohl endgültig aufgegeben."
Iris, unglücklich: "Ich habe immer versucht mich anzupassen, um zu überleben ... Wie Chief Held sagt: Ich war eine Nachrichtenhure ... Aber diese Kerle sind echt so zum Kotzen ... Ich kann das nicht mehr ... Ich will das nicht mehr ..."
Iris weint: "Ich ..."
Ewald legt Iris spontan tr?stend den Arm um die Schultern und sie l?sst es geschehen.
Ili macht ein nachdenkliches Gesicht und sagt zu Meneor, der wieder mit geschlossenen Augen die Umgebung beobachtet: "Gr?sstes Krieger des Erde. Wenn doch Held zum Kotzen ist, warum hast du es nicht get?tet, als es uns mit Giftstrauss umbringen wollte?"
Held ist entsetzt über die Frage.
Meneor, mit geschlossenen Augen, ernst: "Giftstrauss tut uns nichts. Also war kein Gefahr da."
Meneor, wie oben, l?chelnd: "Aber es gibt ein gutes Grund, das ?ngstliche Mann am Leben zu lassen."
Alle staunen und sind neugierig.
Ili spricht es aus: "Was ist das für ein Grund?"
Meneor, wie oben, geheimnisvoll l?chelnd: "Es gibt ein Grund, dieses Grund nicht zu verraten."
Doi: "Ergründe das Grund, sonst bist du grundlos."
Endo, l?chelnd: "Wie weise, Doi."
Ili, unglücklich: "Aber ich m?chte das Grund gern wissen."
Lapsus: "Und wenn du mit diesem Wissen etwas zerst?rst, Ili?"
Ili nickt bes?nftigt: "Ist gut, liebes Lapsus. Ich will ja nichts kaputt machen."
Piri ruft freudig: "Die Chromos 1-Gene wirken! Ich spüre, wie die Adern zusammenwachsen. Bald ist Myrta stabil."
Piri, zu Caesar, freundlich: "Was wirst du dann machen, Caesar?"
Caesar, dunkel: "Ich werde Myrta in das Universit?t bringen, um es gesund zu pflegen. Dann werde ich mein Plan weiter verfolgen."
Piri, betrübt: "Das ist schade."
Caesar, überrascht: "Warum?"
Piri, wie oben: "Ich habe gehofft, dass du mit uns kommst."
Ewald: "Und wohin gehen wir jetzt?"

